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Kleinlinden: Unterschriftensammlung für Tempo 30 in der Wetzlarer Straße im Endspurt

Die Unterschriftenlisten gegen die geplante Aufhebung des Tempolimits im mittleren Teil der Wetzlarer Straße in Kleinlinden sollen auf der Ortsbeiratssitzung am 25. August dem Magistrat übergeben werden. Bislang wurden bereits über 500 Unterschriften gesammelt. Nun soll nach dem Ende der Schulferien nochmals verstärkt um Unterstützung für die Beibehaltung von Tempo 30 geworben werden. Am Donnerstag Nachmittag haben die Kleinlindener Bürger an einem Stand beim örtlichen REWE-Markt die Möglichkeit, direkt vor Ort zu unterschreiben.
Initiiert wurde die Unterschriftensammlung vom Gießener Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Die Unterzeichner wenden sich gegen die Planungen der Stadt Gießen zur Wetzlarer Straße. Neben der Abmarkierung von 30 Parkplätzen ganz oder teilweise auf dem Bürgersteig solle künftig in dem Abschnitt zwischen Lützellindener Straße und Burghotel Tempo 50 gelten. Bislang sei hier Tempo 30 vorgeschrieben. Angesichts der gefährlichen und unübersichtlichen Situation in diesem Bereich mit einer Fußgängerampel und einem Zebrastreifen sei dies unverantwortlich.
Die Unterschriftensammlung solle den Verantwortlichen bei Stadt und Land verdeutlichen, dass die Interessen der Bevölkerung durch das Vorhaben der Stadt missachtet würden und die Kleinlindener eine Beibehaltung des bisherigen Tempolimits wünschen. Die Unterschriftenlisten wurden an alle Haushalte in dem betroffenen Gebiet verteilt, liegen auch in einigen Geschäften und Institutionen in Kleinlinden aus und stehen unter www.vcd.org/giessen im Internet zur Verfügung.
Patrik Jacob, VCD-Kreisvorstand, hofft, dass die vorliegende – auch vom Ortsbeirat abgelehnte – Planung von der Stadt nochmals grundlegend überarbeitet werde.
Tempo 30 erhöhe die Verkehrssicherheit erheblich. So endeten bei Tempo 50 acht von zehn Unfällen mit Fußgängern tödlich. Bei Tempo 30 sterben zwei bis drei von zehn Angefahrenen. Hinzu komme die steigende Lärm- und Umweltbelastung bei höheren Geschwindigkeiten, die besonders die Bewohner in der engen Wetzlarer Straße träfen, deren Fenster teilweise nur einen guten Meter vom Straßenrand entfernt seien.
Die von der Stadt als Kompromiss zwischen den Interessen bezeichnete Planung falle leider eindeutig zugunsten des Durchgangsverkehrs aus, so der VCD.

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