Hessen

Regiotram Mittelhessen

Regiotram - ein Modell für das Städtedreieck Gießen-Wetzlar-Marburg

Ältere Mitbürger erinnern sich noch: Marburg hatte mal eine Straßenbahn - bis 1951. Danach fuhr eine kurze Phase der Oberleitungsbus (O-Bus) und heute sind die Straßen angeblich zu eng, um eine "Elektrische" wieder für den ÖPNV einzusetzen. So jedenfalls wird meistens das Ergebnis der Expertenanhörung gewertet, die von der Stadtverwaltung zu Beginn des neuen Jahrtausends organisiert wurde.

Leider wurden bei diesem Hearing keineswegs alle Argumente für oder gegen eine moderne Stadtbahn geprüft. Auch hatten die Teilnehmenden keine Gelegenheit, sich mit dem Stadtbahnprojekt intensiv zu befassen, dass nach Vorstellung des VCD-Kreisverbands noch am ehesten Vorbildcharakter für Marburg haben könnte. Die Stadtwerke Nordhausen, die in der Harzstadt eine moderne Straßenbahn betreiben, nahmen nicht am Hearing teil. Ihren rund 44 000 Einwohnern bietet Nordhausen drei Straßenbahnlinien, die am Hauptbahnhof mit der Harzer Schmalspurbahn und der DB verknüpft sind. Von der Dimension her also Verhältnisse, die durchaus gut mit denen in Marburg zu vergleichen sind. 

Unter den gegebenen Bedingungen der Bus- und Bahnförderung hält der VCD-Kreisverband es allerdings für wenig sinnvoll, ein solches Projekt nur im engeren lokalen Rahmen anzugehen. Aber im regionalen Maßstab, bezogen auf das mittelhessische Städtedreieck Marburg-Gießen-Wetzlar, könnte es durchaus einen wichtigen Beitrag für eine ÖPNV-Entwicklung leisten, die den Anforderungen des Klimaschutzes und einer nachhaltigen Entwicklung gerecht wird. Stichwort: Regiotram.

Ganz ohne jede nostalgische Verklärung ehemaliger Straßenbahnen (auch in Gießen gab es sie) könnte so unter Beachtung dieser Aspekte zusammenwachsen, was zusammengehört ...

Termine aus Marburg-Biedenkopf

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