Hessen

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Pressemitteilung, Verkehrspolitik, Autoverkehr
Frankfurt & Rhein-Main

Aktionswoche gegen Falschparker: Falsches Parken gefährdet die Gesundheit anderer Menschen

Frankfurt, 29.5.2019: Manchem Autofahrer scheinen die Auswirkungen seines Verhaltens nicht bewusst oder egal zu sein. Der Verkehrsclub Deutschland und Fuss e.V. wollen in einer Aktionswoche auf das gefährliche Fehlverhalten aufmerksam machen.

Falschparker auf Gehwegen versperren Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrern, Senioren oder anderen Fußgängern den Weg und zwingen sie damit nicht selten auf die Fahrbahn. Wenn Autos Straßenecken zu parken, wird das Überqueren der Straße, vor allem für Kinder, oft lebensbedrohlich. Besonders dreist und gefährlich ist das zunehmende Falschparken an Zebrastreifen und Ampel-Übergängen.

Durch Falschparker verspäten sich Busse und Bahnen. Radweg-Parker zwingen Fahrradfahrer dazu, gefährlich weit auf die Fahrbahn auszuweichen und der zunehmende Lieferverkehr, der meist in zweiter Reihe parkt, verschärft das Problem.

„Eben mal kurz an falscher Stelle zu parken ist kein Kavaliersdelikt. Wir wollen Falschparker deshalb in der Aktionswoche mit „Gelben Karten“ und Sprühsahne darauf aufmerksam machen, dass ihr Verhalten nicht erste Sahne ist“, erklärt Mathias Biemann vom VCD in Frankfurt. Die Aktionswoche startet am 3. Juni. Wer auch „Gelbe Karten“ und „Parke nicht auf unseren Wegen“ Hinweise verteilen möchte, kann sie in den Mehrgenerationenhäusern von Kinder im Zentrum Gallus e.V., Idsteiner Straße 91 und dem Nachbarschaftszentrum Ostend, Waldschmidtstraße 39, während der Öffnungszeiten abholen.

Wer in der Woche gerne eigene Aktionen starten möchte, findet Aktionsideen auf den Internetseiten des VCD, der Initiative Clevere Städte und dem Fuss e.V.

Der VCD Landesverband Hessen fordert die Schwarz-Grüne Landesregierung in diesem Zusammenhang auf, die in ihrem Koalitionsvertrag vereinbarte Kampagne für mehr Rücksichtnahme zwischen allen Verkehrsteilnehmern so schnell wie möglich zu starten und das Falschparken landesweit in den Focus zu rücken, damit Gedankenlosigkeit nicht weiter Kinder und Erwachsene zu Fuß oder auf dem Rad in Gefahr bringt. „Wer danach noch falsch parkt, sollte härter belangt werden, als es heute üblich ist“, fordert Biemann, „20 Euro für gefährliches Falschparken sind keine Strafe.“ Er fordert von der Landesregierung deshalb mehr Druck auf den Bundesverkehrsminister zu machen und Bußgelder von mindestens 100 Euro durchzusetzen.

Wer diese Forderung persönlich unterstützen möchte, kann im Internet die Petition „Knolle statt Knöllchen!“ auf vcd.org unterzeichnen. Sie fordert Bundesverkehrsminister Scheuer auf, die Bußgelder für falsches Parken deutlich anzuheben.

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