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Gießen, Bahn & Bus, Pressemitteilung
Gießen

VCD fordert Beteiligung des RMV an der Buslinie 24 zwischen Gießen und Wetzlar

Für die demnächst anstehende Neuausschreibung für 10 Jahre fordert der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) ein neues Konzept für die Buslinie 24 Gießen - Lahnau - Wetzlar unter Beteiligung des RMV.

Gießen, 26.2.2021

Auf der Buslinie GI-24 (Gießen – Heuchelheim – Lahnau – Wetzlar) kam es kürzlich zu Änderungen im Hintergrund. Seit 2009 wurde die GI-24 durch das Staufenberger Verkehrsunternehmen ESE als sogenannte eigenwirtschaftliche Linie betrieben. Ohne die übliche Ausschreibung versprach das Unternehmen, den gewohnten Fahrplan ohne weitere Zuschüsse durch die betroffenen Kreise und Städte zu fahren. Bereits 2017 kam es aber mit Zustimmung der Verwaltungen der ÖPNV-Aufgabenträger zu deutlichen Einschränkungen des Angebots, so wurde z.B. in den Abendstunden und samstags Fahrten gestrichen. Ende letzten Jahres erklärte ESE nun, dass sie aufgrund gestiegener Kosten den Verkehr nicht mehr erbringen könne. Kurzfristig wurde der Verkehr als Überbrückungslösung für zwei Jahre neu ausgeschrieben und wiederum an ESE vergeben.
Für die demnächst anstehende Neuausschreibung für 10 Jahre fordert der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) ein neues Konzept für die 24. Idealerweise müsse der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Verantwortung für diese kreisübergreifende Linie übernehmen. Mit der Stadt Gießen, dem Landkreis Gießen (ZOV), dem Lahn-Dill-Kreis (VLDW) und der Stadt Wetzlar seien bislang vier verschiedene Aufgabenträger beteiligt. Dies habe in der Vergangenheit zu Abstimmungsproblemen und Zielkonflikten geführt, die erfolgten Kürzungen seien eine Folge hiervon, so der VCD. Bemühungen der Aufgabenträger, den RMV ins Boot zu holen, seien nach Informationen des VCD bislang nicht von Erfolg gekrönt. Dabei sei die Linie 24 geradezu ein Paradebeispiel für regionalen Verkehr in der Zuständigkeit des RMV. Sie verbindet zwei Oberzentren und bedient auf dem Weg noch zwei große Kommunen. Es sei absurd, so Gerhard Born für den VCD, dass Vorort-Linien wie die 378 zwischen Linden und Gießen als regionaler Verkehr zählten, die 24 aber nicht. Der RMV müsse hier Flagge zeigen, zumal das Gießener Land bei den zahlreichen gerade durch den RMV eingerichteten Express-Bus-Linien bislang deutlich zu kurz komme. Die Aufgabenträger und die Politik seien hier gefordert, Überzeugungsarbeit in  den RMV-Gremien zu leisten.
Für die Ausschreibung selbst wünsche sich der VCD ein abgestimmtes, innovatives Konzept mit einer Ausweitung der Fahrten sowie eine Beteiligung der betroffenen Kommunen und der Öffentlichkeit. Denkbar seien beispielsweise auch schnellere Express-Busse, die für ein attraktives zusätzliches Angebot sorgen.

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