Hessen

Lebenswerte Städte

In Wiesbaden steigt die Unzufriedenheit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Radverkehr

Das Amt für Statistik der Stadt Wiesbaden hat erste Ergebnisse der Bürgerumfrage "Leben in Wiesbaden 2018" veröffentlicht. Ergebnis die größte Unzufriedenheit herrscht beim Thema Radverkehr. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist die Hälfte der Befragten zwar noch zufrieden, der Anteil der Unzufriedenen hat sich aber gegenüber 2016 verdoppelt.

Waren 2016 noch 19% mit dem öffentlichen Nahverkehr sehr zufrieden, sank dieser Wert bei der neusten Umfrage auf 13%. Die Zahl derjenigen die unzufrieden oder sehr unzufrieden sind stieg von 8% (2016) auf 16% (2018). Über die Gründe kann derzeit nur spekuliert werden, da eine Auswertung mit Schwerpunkt Verkehr erst später veröffentlicht werden soll. Es liegt aber nahe, dass die Unzufriedenheit auch mit der zunehmenden Überfüllung und Unpünktlichkeit der Wiesbadener Stadtbusse zusammenhängt. Keineswegs überraschend ist die Unzufriedenheit mit dem Wiesbadener Radverkehr. Allerdings stieg hier die Unzufriedenheit gegenüber 2016 besonders deutlich von 39% auf 56%, obwohl im Jahr 2018 bereits einige Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs umgesetzt wurden. Es ist zu vermuten, dass einigen Wiesbadener erst durch die vertärkte Präsenz des Themas Fahrrad aufgefallen ist, wie schlecht die Situation für Radfahrer in Wiesbaden ist. Erstmals abgefragt wurde auch die Zufriedenheit mit der Infrastruktur für den Autoverkehr. Hier ist ein Drittel zufrieden, ein Drittel teils/teils und 22% sind unzufrieden. Die restlichen Befragten machten keine Angaben, vermutlich weil sie das Auto nicht nutzen. Angesicht der Tatsache, dass in einer Großstadt mit hoher Bevölkerungsdichte der Platz nie ausreicht um insbesondere die Wünsche nach Parkplätzen zu befriedigen ein guter Wert. Mehr informationen zur Bürgerumfrage finden Sie auf der Homepage der Stadt Wiesbaden.

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