Hessen

Kolumne: Meinungsfreiheit

„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“. Meinetwegen. Aber nicht machen!

Man mag behaupten, die Erde sei eine Scheibe. Ist harmlos, weil das kaum Konsequenzen für den Lebensstil und damit für das Gemeinwohl hat. Anders die These, es gäbe keinen menschengemachten Klimawandel.

Darf man solchen Unsinn öffentlich verbreiten und damit gewohntes, gleichwohl verantwortungsloses Handeln rechtfertigen? Mit den bekannten fatalen Folgen, die jedem urteilsfähigen, mündigen Bürger durchaus bewusst sind?

Der Missbrauch der Meinungsfreiheit muss aufhören!

Wir sollten beim Klimaschutz nicht länger nach politischer Auffassung unterscheiden. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse gilt nur richtig oder falsch.
Eine konservative Haltung rechtfertigt keineswegs klimaschädliche Konsumgewohnheiten! Wer mit seinem „Premium“-Auto „sportlich“ fährt, ist nicht konservativ oder bürgerlich, sondern rücksichtslos. Und wer sich politisch „links“ oder gar progressiv verortet, sollte um seiner Glaubwürdigkeit willen erst recht einen ökologischen Lebensstil pflegen.

Nur wer das beherzigt, qualifiziert sich für die demokratische Meinungsfreiheit, kann sich an einer öffentlichen Debatte auch konstruktiv beteiligen.

Werner Geiß

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