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Nachtverkehr S- und U-Bahn: VCD lobt Frankfurt und verweist auf 'Nachtstern'-Konzept

Die Regionalgruppe Rhein-Main des Verkehrsclub Deutschland VCD, begrüßt die Prüfung des Nachtbetriebs von U- und S-Bahnen durch die Stadt Frankfurt am Main. „In vielen Ballungsräumen ist der Schienenverkehr bei Nacht schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit“ erklärt Mathias Biemann.

Dass die Rhein-Main-Region noch keinen flächendeckenden S-Bahnbetrieb rund um die Uhr anbietet, wurde vom VCD und anderen Verbänden in der Vergangenheit immer wieder thematisiert. Der VCD hatte hier bereits zu Beginn der 2000er Jahre mit dem "Nachtstern Schiene" (PDF) ein einfaches und kostengünstiges Konzept für die Region Rhein-Main vorgestellt.

Das Konzept hat einen Einzugsbereich bis Gießen, Bad Homburg, Wiesbaden, Gernsheim, Darmstadt und Hanau.

Für die Fahrgäste, so der VCD, sei erfreulich, dass die Stadt Frankfurt das Potential durchgehend verkehrender S-Bahnen erkannt habe und aktiv werde. "Mit dem inzwischen eingeführten nächtlichen S-Bahn-Verkehr auf der Ost-West-Achse zwischen Hanau, Frankfurt und Wiesbaden ist der erste Schritt zum Nachtstern gemacht", lobt Biemann.

"Jetzt gilt es, die Gesellschafter im RMV zu überzeugen, um einen flächendeckenden Nachtbetrieb anbieten zu können." Kurzfristige Einnahmeexplosionen seien dadurch zwar nicht erzielbar, aber ein zuverlässiger Nachtverkehr auf der Schiene leiste einen wichtigen Beitrag zur Kundenbindung und -zufriedenheit. "Wer rund um die Uhr ohne Privatauto mobil sein kann, bleibt eher treuer Zeitkartenkunde und sichert damit langfristig Einnahmen für den RMV", so Biemann.
 

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