VCD Hessen Nachrichten http://hessen.vcd.org de_DE VCD Hessen Thu, 17 Jun 2021 14:15:57 +0200 Thu, 17 Jun 2021 14:15:57 +0200 TYPO3 EXT:news news-8817 Wed, 09 Jun 2021 18:00:00 +0200 Infoveranstaltung zur Aartalbahn am 09.06.2021 https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/infoveranstaltung-zur-aartalbahn-am-09062021/ Außerdem spricht der ESWE Verkehr-Geschäftsführer Herr Gerhard. Eine Teilnahme ist nur mit Teilnehmerlink möglich, den interessierte Bürger*innen nach vorheriger Anmeldung erhalten. Mehr Informationen und die E-Mailadresse zur Anmeldung auf der Homepage der ESWE-Verkehr.

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news-8874 Wed, 09 Jun 2021 12:40:10 +0200 Fahrraddemo in Wetzlar - https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/fahrraddemo-in-wetzlar/ Der Einladung des Wetzlarer Verkehrswende-Bündnis zu einer Fahrraddemonstration folgten am 5. Juni 2021 gut 60 Personen. Die Raddemo machte darauf aufmerksam, dass der globale Klimaschutz auch im Verkehrssektor entschlossenes Handeln erfordert, das sofort und vor Ort möglich ist.

Auch Aktive des VCD Lahn-Dill beteiligten sich, Barbara Böcher sprach sich für eine Anpassung von veralteten Planungen aus dem Bundesverkehrswegeplan an die veränderte Situation in der Klimakrise aus.
Der VCD fordert ein Bundesmobilitätsgesetz als neuen Rechtsrahmen für eine integrierte und am Klimaschutz orientierte Verkehrsplanung.

Video von der Fahrraddemo

Infos zum Bundesmobilitätsgesetz

 

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news-8866 Mon, 07 Jun 2021 22:14:00 +0200 Stoppt den Weiterbau der A49 – Petition für Moratorium und Neubewertung https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/stoppt-den-weiterbau-der-a49-petition-fuer-moratorium-und-neubewertung/ Ob der Weiterbau der A49 in Mittelhessen oder der A44 bei Kassel, ob der Ausbau der A3 südlich von Frankfurt oder der A5 nahe Darmstadt und Frankfurt: Neu- und Ausbauprojekte von Fernstraßen - und insbesondere von Autobahnen - müssen gestoppt werden, bis der Bundesverkehrswegeplan überprüft, grundlegend überarbeitet und an die Ziele einer Mobilitätswende angepasst wurde.

Die A49 ist ein Symbol dafür. Seit Jahrzehnten wird um ihren Weiterbau gerungen. Der VCD vor Ort positioniert sich seit vielen Jahren dagegen: https://hessen.vcd.org/der-vcd-vor-ort/marburg-biedenkopf/ausbau-a49/

Der VCD in Hessen unterstützt die Petition zum Stop der A49: https://weact.campact.de/petitions/stopp-a49-nur-10-km-bundesstrasse-statt-30-km-autobahn?source=rawlink&utm_medium=recommendation&utm_source=rawlink&share=e5411c6c-9bdc-45be-b680-bebb0ba0a623

Wer ehrlichgemeinte Klimapolitik im Sinne des Gerichts-Beschlusses will (https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html), kann nicht mit jahrzehntealten Verkehrsplanungen weitermachen.

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news-8806 Sun, 06 Jun 2021 14:30:00 +0200 Fahrraddemo für die Verkehrswende in Wiesbaden https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/fahrraddemo-fuer-die-verkehrswende-in-wiesbaden/ Aus dem Rheingau-Taunus-Kreis sowie aus Mainz sind Sternfahrten nach Wiesbaden geplant. Mehr Informationen auf der Homepage von Wiesbaden neu bewegen.

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news-8823 Wed, 02 Jun 2021 12:35:57 +0200 Kolumne: Flughafendämmerung https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-flughafendaemmerung/ Wohl dröhnen noch diverse Riesenjets als Frachter gen Frankfurt, jedoch dürfte im Lichte der aktuellen Klimaziele der Lufttransport insbesondere von Konsumgütern lange vor dem Passagierverkehr beendet werden. „Frisch eingeflogene“ Ware gilt nicht mehr als schick. Drum muss der Frankfurter Flughafen nicht weiter größter Frachtflughafen und der größte Fischereihafen der Republik bleiben.

Galten vor Corona interkontinentale Dienstreisen ebenso wie der Pauschaltourismus als unverzichtbare Statussymbole, haben sich während Corona und aufgrund des Klimawandels nun die Gewohnheiten und Werte verschoben. In den Unternehmen haben sich längst die Videokonferenzen etabliert, und es bedarf schon sehr stichhaltiger Argumente für die Dienstreise.

Waren vor Corona der Erholungswert und das Image des Strandurlaubes eindeutig von den zurückgelegten Flugstunden abhängig, dreht sich nun der Trend. Heimische Strände sind – gerade im Hinblick auf die Klimadebatte - eher angesagt. Insofern fühlen sich heimkehrende Malediven-Urlauber nicht mehr trendy, sondern blamiert, weil nachweislich bildungsfern.

Im Jahre 1947 beherrschte die Dampflok den Schienenverkehr. Zur gleichen Zeit startete erstmals das Vorbild der heute eingesetzten Verkehrsflugzeuge: der Bomber Boeing „Stratojet“. Dampflokomotiven sind seit Jahrzehnten Geschichte. Dank steuerfreiem Kerosin und hoch subventionierter Luftfahrtindustrie (den nun stillgelegten Riesen-Airbus A380 haben wir mit über vier Mrd. Euro Steuergeld finanziert!) hat eine so altbackene, extrem klimaschädliche Technologie samt gigantischer Infrastruktur wie dem hiesigen Flughafen viel zu lange überlebt.

Höchste Zeit für technischen Fortschritt, zeitgemäße Lebensstile, Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten! Das sollten sowohl die Landesregierung als auch die Fraport-Chefetage bedenken, wenn es um die Zukunft dieses völlig überdimensionierten Flughafens geht.


Werner Geiß, VCD Hessen, 1. Juni 2021

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news-8821 Wed, 02 Jun 2021 10:18:12 +0200 Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende Jetzt! Fahrraddemo in Wetzlar am 5. Juni 2021 https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/sozial-und-klimagerechte-mobilitaetswende-jetzt-fahrraddemo-in-wetzlar-am-5-juni-2021/ Ein alternatives Mobilitätskonzept soll darauf abzielen, den motorisierten Individualverkehr ab- und den Fuß- und Radverkehr in Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln massiv auszubauen.
Dafür müssen die Bahn und der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) gestärkt werden – auch im ländlichen Raum! Die Arbeitsbedingungen in den Verkehrsbetrieben müssen verbessert, und die öffentlichen Verkehrsmittel für alle erschwinglich sein. Klimagerechte Technologie und Infrastruktur muss gefördert werden, statt Transportmittel der fossilen Energie und der Ausbau deren Infrastruktur. Die Mobilitätswende kann sogar, wie die Energiewende, ein Jobmotor sein, wenn die "Weichen" von der Regierung richtig gestellt werden. Auf lokaler Ebene fordert das Bündnis einen Ausbau des ÖPNV, eine rasche Umsetzung des bestehenden Rad- und Fußverkehrskonzeptes, den Ausbau von Radwegen und einen Stopp des Parkhausbaus auf der Marienwiese.
Ein alternatives Mobilitätskonzept soll es ermöglichen, die Wege des Alltags weitgehend ohne Auto zu bewältigen.

Wir laden euch ebenfalls zum Wetzlarer Stadtradeln vom 7. - 27. Juni ein. Hier können alle Wetzlarer*innen öffentlichkeitswirksam zeigen, wie wichtig ihnen das Rad als Fortbewegungsmittel ist. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Demonstration mit FFP2-Masken und dem nötigen Sicherheits-Abstand stattfinden. Zum Verkehrswende-Bündnis gehören u.a. attac Lahn-Dill, BI Lebenswerte Altstadt Wetzlar, BUND Herborn, Fridays for Future Wetzlar, Greenpeace Wetzlar, Natufreunde Wetzlar, VCD Lahn-Dill, Verein für nachhaltige Flächennutzung und Umweltkommunikation e.V.   
Ver.di Mittelhessen ruft ebenfalls zur Demo auf im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen zur sozial gerechten Verkehrs- und Energiewende.

Kontakt unter:  verkehrswende-wetzlar@lists.riseup.net

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news-8797 Fri, 28 May 2021 17:09:40 +0200 Heinerbike ausgebaut, HeinerLiner gestartet, Stadtradeln zu Ende gegangen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/heinerbike-ausgebaut-heinerliner-gestartet-stadtradeln-zu-ende-gegangen/  

Acht weitere Lastenräder kommen gut an in Darmstadt und Alsbach-Hähnlein

Seit dem 14. April 2021 stehen in vier Alnatura-Supermärkten in Südhessen acht weitere Lastenräder zum kostenlosen Ausleihen zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit dem VCD Darmstadt-Dieburg und Riese & Müller bieten drei Alnatura Märkte in Darmstadt sowie der Markt in Alsbach-Hähnlein je zwei Packster 60 Cargo Bikes zur Nutzung an.

Durch die Kooperation konnte die Flotte der freien Lastenräder in Darmstadt auf 14 erweitert werden. Von Beginn an werden die Räder dankbar angenommen und sorgen gemeinsam mit den acht kommerziellen Cargo Bikes von Sigo für eine bessere Mobilität in und um Darmstadt. Inzwischen sind alle mit je zwei Kindersitzen ausgestattet.


Heinerbike vom 5. Juni bis 3. Juli als Teil der #MySolution Challenge von Deutschland.de

Deutschland.de ruft Interessierte dazu auf, Ideen und Lösungen für mehr ökologische Nachhaltigkeit mit einem Post auf Instagram und/oder Twitter zu präsentieren. Dies erfolgt im Rahmen der Deutschland.de Kampagne #MySolution zum Start der UN-Dekade zur Wiederherstellungvon Ökosystemen am Weltumwelttag 2021.

#MySolution - ab dem „Internationalen Tag der Umwelt“ am 5. Juni wird Deutschland.de vier Wochen lang über soziale Medien den Bereich Nachhaltigkeit näher bringen und zeigen, dass jeder einzelne Mensch dazu beitragen kann, die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität zu schützen.


Kettenblatt 1-2021 erschienen

Das Kettenblatt 1-2021 ist erschienen und beschäftigt sich unter anderem mit der verkehrspolitischen Situation in und um Darmstadt. Die VCD-Beiträge finden sich ab Seite 20. Wir befassen uns mit den Ergebnisse der Kommunalwahl in Darmstadt. Der VCD verweist hier auf den besonderen Handlungsbedarf bei der Mobilität. Diese muss in Zukunft wesentlich nachhaltiger gestaltet werden, was Mut und Visionen erfordert.

Um eine Vision zur Zukunft der Mobilität in Darmstadt geht es u.a. im Interview mit Bettina Clüsserath, der neuen Geschäftsführerin der HEAG mobilo GmbH. Auch an anderer Stelle spielt das Thema Vision eine Rolle. Wenn man einen gut bezahlten Job aufgibt und in einer Garage in Ober-Ramstadt ein Mobilitäts-Unternehmen gründet, dann ist davon auszugehen, dass man seine Vision lebt.

Das Kettenblatt erhalten alle Mitglieder kostenlos mit der Post. Außerdem gibt es das PDF online zu lesen.


Ludwigshöhviertel - Planungen gehen voran

Im Darmstädter Ludwigshöhviertel sollen ab 2023 die ersten von 3.000 Menschen ein neues Zuhause finden. Es liegt zwischen Bessungen und Eberstadt. Durch die Verlängerung der Straßenbahntrasse soll es gut an das bestehende ÖPNV-Netz angebunden werden. Eine gute Fuß- und Radverkehrserschließung ist ein weiterer Schwerpunkt bei der Entwicklung des neuen Viertels.

Weitere Informationen


Koalitionsgespräche in Stadt und Landkreis

In der Stadt Darmstadt sortieren sich nach der Kommunalwahl vom 14. März die 71 Stadtverordneten gerade neu. Derzeit laufen Koalitionsverhandlungen zwischen den Grünen (20), CDU (11), und VOLT (5). Diese Koalition hätte 36 der 71 Sitze. Als Vorbote der Veränderungen wurden in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung bereits Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) und Baudezernentin Barbara Boczek (Grüne) aus dem Magistrat abgewählt.


Am 7. Mai haben SPD (23) und CDU (18) einen Koalitionsvertrag für den Landkreis Darmstadt-Dieburg für die Wahlperiode 2021 – 2026 geschlossen. Sie vereinigen 41 der 71 Sitze.

Am 30. Mai wird der Landrat neu gewählt. Die Kandidaten sind: Klaus Peter Schellhaas (SPD), Robert Ahrnt (GRÜNE), Tom Volkert (Die LINKE) und Luke Laumann (Die PARTEI).


HeinerLiner ergänzt das Mobilitätsangebot

Seit April ergänzen Heinerliner, emissionsfreie Mercedes eVito Tourer, das Mobilitätsangebot von HEAG mobilo. Fahrten kosten 4 € plus Entfernungspauschale ab dem zweiten Kilometer (0,35 €/km) und sind von vier Uhr morgens bis ein Uhr nachts, Freitag- und Samstagnacht sogar durchgängig möglich. Kinder bis 5 Jahren fahren in Begleitung kostenlos. Weitere Rabatte gibt es für ÖPNV-Kartenbesitzer*innen, Kinder (6-14) und Schwerbehinderte

Weitere Informationen


LieferradDA sucht begeisterte Radler*innen und Organisationstalente

Um zu einer klimafreundlichen Logistik bei zugleich fairen Löhnen für Kuriere beizutragen ist der Oberbürgermeister Jochen Partsch Schirmherr von LieferradDA geworden und die Fortführung bis Ende 2021 ist gewährleistet. Wer sich berufen fühlt, dass Projekt weiter zu betreiben, darf sich bei radlieferdienst-darmstadt@h-da.de melden.

LieferradDA bietet die Chance, dem Bestellen im Internet etwas entgegenzusetzen und ressourcenschonend, absolut flexibel und made in Darmstadt den lokalen Handel zu stärken. Bis 12 Uhr bestellt und am Nachmittag kosten- und emissionsfrei per Lastenrad zugestellt.

Weitere Informationen


7. Nationaler Radverkehrskongress

Beim Nationalen Radverkehrskongress Ende April in Hamburg (und online) wurde der Umbau der Kreuzung Landgraf-Georg-Straße /Teichhaus- bzw. Pützerstraße als holländische Kreuzung vorgestellt

Bei der zweijährlichen Veranstaltung wurde der Deutsche Fahrradpreis in verschiedenen Kategorien u.a. verliehen für:

Der 8. Nationale Radverkehrskongress wird 2023 in Hessen stattfinden.


Stadtradeln in Darmstadt 1.-21. Mai 2021

Über 3.245 Radfahrende, darunter 40 der 71 Stadtverordneten, haben in drei Wochen mit über 500.000 geradelten Kilometern ein Zeichen gesetzt. Gut für die eigene Gesundheit und gut für die Umwelt. CO2-Vermeidung von 76 t, etwa die Menge, die 76 Buchen in 80 Jahren aufnehmen.


Umfrage bis zum 11. Juni 2021

Aktuell läuft die Umfrage Chancen und Herausforderungen bei dem Ausbau von Fahrrad Radinfrastrukturen in Städten - am Beispiel der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Umfrage dauert ca. 10 bis 15 Minuten, ist anonym und geht noch bis zum 11. Juni 2021.


Nächstes Treffen

Im Moment finden wegen des neuartigen Coronavirus im gesamten VCD keine Treffen und Präsenzveranstaltungen statt, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Anstelle des üblichen Termins am 2. Dienstag des Monats ist auch am Dienstag, 8. Juni 2021 ab 19:30 Uhr eine Webkonferenz geschaltet.

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Jörn, David, Stephan und Thomas

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news-8772 Tue, 25 May 2021 17:55:45 +0200 Digitale VCD-Konferenz “Deutschland braucht ein Bundesmobilitätsgesetz - jetzt!" https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/digitale-vcd-konferenz-deutschland-braucht-ein-bundesmobilitaetsgesetz-jetzt/ Anmeldung und weitere Infos:

https://www.vcd.org/artikel/digitale-vcd-konferenz-deutschland-braucht-ein-bundesmobilitaetsgesetz-jetzt/

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news-8760 Sun, 23 May 2021 13:52:35 +0200 Jetzt unterschreiben: Petition für kinderfreundlichen Verkehr in Wiesbaden https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/jetzt-unterschreiben-petition-fuer-kinderfreundlichen-verkehr-in-wiesbaden/ Die Forderungen für Wiesbaden sind im einzelnen:

  • Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbständig mit dem Fahrrad und zu Fuß in der Stadt bewegen können.
  • Wir wollen für alle Menschen angstfreies Radfahren
  • Tempo 30 für sicheren Straßenverkehr innerorts
  • Geringer Umwegfaktor für sicheren Rad- und Fußverkehr
  • Durchgängig sichere und breite Wege
  • Sichtachsen in Kreuzungsbereichen und bei Überwegen, damit Kinder sichtbar sind und selbst Sicht haben
  • Wiesbaden muss Fahrrad- und Fußgängerstadt werden, denn nur das macht eine Stadt zu einer kinderfreundlichen Stadt!

Unterschrieben werden kann die Petition “Kinder auf’s Rad – für ein lebenswertes Wiesbaden” auf der Petitionsplattform We act.

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news-8725 Sat, 15 May 2021 19:57:12 +0200 KlimaGerechtUnterwegs. Mobilitätswende JETZT! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/klimagerechtunterwegs-mobilitaetswende-jetzt-1/ Die Kommunalwahl hat in Frankfurt und in vielen Kommunen der Region eine Stimmenmehrheit für die Parteien ergeben, die wirklichen Klimaschutz und eine Mobilitätswende befürworten. Zuverlässiger und erschwinglicher ÖPNV, der konsequente Ausbau des Radverkehrsnetzes, bessere Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie die Neuverteilung des öffentlichen Raums sind dafür die Voraussetzung. Und dafür stehen auch die Forderungen, die wir – ein Bündnis aus mehr als 20 Klima-, Umwelt- und Verkehrsinitiativen – mit der Sternfahrt verknüpft haben: https://www.klima-gerecht-unterwegs.de/initiativen/

Wenn wir das Ganze im Lichte der jüngsten Entscheidung des Bundesverfassungs- gerichts zum Bundesklimaschutzgesetz sehen, zeigt sich, dass das JETZT! entscheidend ist. https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html

Abwarten und Untätigkeit sind unzulässig!

Die Bundesregierung, aber auch die Regierenden in den Bundesländern, Städten und Kommunen stehen in der Pflicht, wegweisende Maßnahmen zur CO2-Minderung nicht nur festzusetzen, sondern auch direkt und zeitnah umzusetzen. Das Urteil aus Karlsruhe sollte allen klar gemacht haben, dass wir kein Recht haben, in den nächsten zehn Jahren einen Großteil des verbleibenden CO2-Budgets zu verschwenden und damit den künftigen Generationen drastische und radikale Enthaltsamkeit aufzubürden.

Darum ist jetzt der Zeitpunkt zum Handeln!

Das heißt:

  • strengere CO2-Ziele bis 2030
  • schlüssige und konkrete Reduktionspfade umsetzen
  • vorausschauender Klimaschutz statt scheibchenweisen Stückwerks
  • Kohleausstieg vorziehen! Energiewende voranbringen
  • Verbrennungsmotoren früher von der Straße, Ausbau von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr
  • Landwirtschaft, die Klima und Natur schützt und nicht ausbeutet

Es können keine Maßnahmen aufgeschoben werden. Die Lasten der Emissionsminderung dürfen nicht künftigen Generationen vor die Füße geworfen werden und so deren Freiheitsrechte extrem einschränken.

Deshalb werden wir uns im Bündnis „KlimaGerechtUnterwegs. Mobilitätswende JETZT!“ auch vor der kommenden Bundestagswahl wieder zeigen und die
Abkehr von den vielen immer noch in Planung befindlichen, unsinnigen Straßen- und Autobahnerweiterungen fordern.

„Wer Straßen baut und ausbaut, wird Autoverkehr ernten.“ Dieser Ausspruch aus den 80er Jahren ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Die Verkehrspolitik der vergangenen Jahrzehnte hat in Frankfurt dazu geführt, dass die CO2-Emissionen im Verkehr seit 1990 um 11 % gestiegen sind. Trotzdem geht der Wahnsinn weiter.

Wer konsequenten Klimaschutz will, darf das nicht mehr tun!

Schluss mit der Aufschieberei und den ständigen Zugeständnissen an diejenigen, die das Thema Verkehr nur aus der Lenkradperspektive betrachten, die sich darüber beschweren, dass ihnen Platz weggenommen wird, um Gehwege breiter zu machen und neue Radwege oder Grünflächen anzulegen, aber selbst immer mehr, immer größere Autos kaufen, die allen den Platz weg nehmen.

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news-8698 Sun, 09 May 2021 23:20:19 +0200 KlimaGerechtUnterwegs im Wohnquartier https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/klimagerechtunterwegs-im-wohnquartier/ Im Quartier gilt es, attraktive Angebote für eine umweltgerechte Mobilität zu schaffen. Autos im Wohnquartier sind flächenintensiv. Mindestens 12 Quadratmeter nimmt ein gewöhnlicher KFZ-Stellplatz in Anspruch. Das entspricht in etwa der Größe eines Kinderzimmers.

Betrachtet man zudem die Fläche der Zuwegung wird klar, dass diese Form der Mobilität nicht mit einem geringen Versiegelungsgrad zu verwirklichen ist. Der Flächenverlust geht wiederum auf Kosten der Fuß- und Radwegeinfrastruktur sowie auf Kosten der Grünflächen und Spielplätze.

Autos im Wohnquartier sind teuer. Die Herstellung von KFZ-Stellplätzen macht einen zusätzlichen Flächenerwerb erforderlich. Im Tiefgeschossbau sind die Parkplätze mit so hohen Kosten verbunden, dass sie nur durch eine Querfinanzierung durch die Wohnungsmieten realisiert werden können. Eine Stellplatzmiete alleine ist zur Finanzierung einer Tiefgarage nicht ausreichend. Somit zahlen alle Menschen im Wohnquartier die KFZ-Infrastruktur mit; auch jene, die sich selbst kein eigenes Auto leisten können oder wollen.

Autos im Wohnquartier verursachen schlechtere Bedingungen für die klimafreundlichen Alternativen des Umweltverbunds. Fuß- und Radwege durch das Wohngebiet werden durch die flächenintensiven KFZ-Stellflächen strukturell verlängert. Zusätzliche Kreuzungspunkte mit dem MIV sind erforderlich. Der ÖPNV ist durch die geringere Wohndichte pro Hektar, bedingt durch die Stellflächen im Quartier, nicht in einem optimalen Rahmen zu betreiben.  

Wir fordern daher, im Wohnungsbau konsequent nach den Bedürfnissen des Umweltverbunds zu planen und auch in Bestandsquartieren die Strukturen für den ÖPNV, den Fuß- und den Radverkehr zu verbessern. Den Menschen muss der Zugang zu umweltgerechten Mobilitätsangeboten für ihre alltäglichen Wege künftig erleichtert werden. In reinen Wohngebieten sollten immer Lebensmittelgeschäfte sowie Einrichtungen der gesundheitlichen Versorgung und der Bildung vorgesehen werden, um allen Bewohnerinnen und Bewohnern kurze Alltagswege für zu ermöglichen.

Nächste Aktionen
Um den zukünftigen Koalitionären in Frankfurt deutlich zu machen, dass „Wegducken und Aussitzen“ nicht mehr gut genug ist, hatten wir uns gemeinsam mit vielen anderen Initiativen an der großen Fahrradsternfahrt von „KlimaGerechtUnterwegs.: Mobilitätswende JETZT! Anfang Mai 2021 beteiligt. Weiter Veranstaltungen werden folgen.

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news-8642 Thu, 29 Apr 2021 12:08:39 +0200 Verkehrsclub fordert Tempo 30 auf der Rodheimer Straße in Gießen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrsclub-fordert-tempo-30-auf-der-rodheimer-strasse-in-giessen/ Kaum eine Straße ist so lärmgeplagt wie die Rodheimer Straße in der Gießener Weststadt. Seit die Konrad-Adenauer-Brücke am 22. Oktober 2020 für schwere und breitere Fahrzeuge als 2,10 m gesperrt wurde, hat der Verkehr erneut zugenommen, denn selbst die meisten SUVs dürfen die baufällige Brücke nicht mehr befahren. Nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht wird die Straße vom verstärkt vom Durchgangsverkehr genutzt und die Anwohner leiden unter dem gestiegenen Verkehrslärm. Unter ihnen sind auch viele Personen, die derzeit im Homeoffice sind oder die wegen der geschlossenen Hochschulen in der Wohnung tagsüber lernen müssen, sich aber bei dem Verkehr schlecht konzentrieren können und auch in der Nacht Probleme haben, durchzuschlafen. Einzelne Studierende weichen bereits in die Universitätsbibliothek aus, um dort wenigstens für wenige Stunden in Ruhe arbeiten zu können. Die Fahrt in die Uni mit dem Bus und der Aufenthalt in gemeinsam genutzten öffentlichen Räumen sind dabei ganz sicher nicht im Sinne des Infektionsschutzes.
Der Verkehrsclub Deutschland hat daher den Internationalen Tag des Lärms am 28.4. zum Anlass genommen und den Magistrat aufgefordert, in der Rodheimer Straße endlich Tempo 30 am Tag und vor allem in der Nacht einzuführen. Der Lärmaktionsplan des Regierungspräsidiums Gießen sah diese Maßnahme schon vor der Zunahme des Autoverkehrs als wichtige Maßnahme zum Lärmschutz vor. Immerhin wirkt eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von 50km/h auf 30km/h wie eine Halbierung des Kfz-Verkehrs und ist damit die wirksamste und am schnellsten umsetzbare Maßnahme, um die lärmgeplagten Weststadtbewohner gesundheitlich zu schützen. Der VCD weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Tempo 30 aus Lärmschutzgründen gerade auch auf Hauptstraßen von der Stadt rechtssicher beschildert werden kann. Während Tempo 30 aus Verkehrssicherheitsgründen nur nach Unfallhäufungen ausgewiesen werden darf, erfährt Tempo 30 aus Lärmschutzgründen stets die Zustimmung der Aufsichtsbehörden, wenn die Lärmminderung durch ein Gutachten nachgewiesen wird. Der VCD Gießen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass alle Bürgermeister des Gießener Lands jeglicher politischen Couleur selbstverständlich Tempolimits umsetzen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und deshalb in fast allen Umlandkommunen Tempo 30 auf Hauptstraßen bei Überschreitung der Lärmgrenzwerte längst eingeführt wurde. Warum der Magistrat der Stadt Gießen und die Gießener Stadtverordnetenversammlung sich dem Thema Lärmschutz seit Jahren nicht zuwenden, ist für den VCD unerklärlich. Es würde gerade auch der Oberbürgermeisterin gut zu Gesicht stehen, wenn sie als Sozialdemokratin sich für diejenigen einsetzt, die mit geringem Haushaltseinkommen an verlärmten und verdreckten Straßen wohnen und unter dem nicht enden wollenden Lärm derer leiden müssen, die als Kfz-Pendler tagtäglich mit überdimensionierten Autos durch die Rodheimer Straße fahren. Der VCD sieht es als die Pflicht des Magistrats an, alle Bürger vor gesundheitsschädlichem Lärm und Abgasen bestmöglich zu schützen. ?
 

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news-8585 Mon, 19 Apr 2021 21:36:55 +0200 RMV plant Wiedereinführung eines Regionalexpresses zwischen Gießen und Alsfeld https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/rmv-plant-wiedereinfuehrung-eines-regionalexpresses-zwischen-giessen-und-alsfeld/ Gießen, 18.04.2021

Bis zum Jahr 2011 gab es zwischen Gießen und Fulda einen Regionalexpress, der nur an den stark nachgefragten Bahnhöfen wie Reiskirchen, Grünberg oder Alsfeld hielt. Der RMV hat nun beschlossen, den Regionalexpress unter dem Namen „RE 44“ wieder einzuführen.

Der im letzten November vom RMV-Aufsichtsrat beschlossene Regionalen Nahverkehrsplan sieht die Einführung einer regelmäßigen, schnellen Regionalexpressverbindung zwischen Gießen und Alsfeld vor . Wie dieser Regionalexpress auf der eingleisigen Strecke so eingebunden werden kann, dass er wirklich schneller ist und nicht die Regionalbahn aus dem Takt bringt, ist derzeit jedoch noch ungewiss. Der RMV verweist gegenüber dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) darauf, dass er eine „gesamthafte Untersuchung“ anstrebe, mit der „die Realisierbarkeit und die damit verbundenen Ausbauerfordernisse“ überprüft werden sollen. Der mit Fragen des Nahverkehrs vom Landkreis beauftragte Zweckverband Oberhessische Verkehrsbetriebe (ZOV) verweist darauf, dass eine erste Fahrplanstudie erstellt sei . Voraussetzung für den Regionalexpress sei ein elektronisches Stellwerk für die Vogelsbergbahn, so dass gleichzeitige Einfahren von Zügen in Begegnungsbahnhöfen möglich würden, so dass die Fahrzeiten etwas kürzer und flexibler gestaltet werden können. Zusätzlich müssten neue Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden, wobei deren Lage davon abhängt, welcher Anschluss in Gießen hergestellt werden soll. Für einen Anschluss aus Richtung Alsfeld auf den RE 30 nach Frankfurt in Gießen würden zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten in Zell-Romrod und im Bereich Saasen – Grünberg erforderlich. Für den entsprechenden Anschluss in entgegengesetzter Richtung sei ein „zweigleisiger Begegnungsabschnitt zwischen Gießen-Licher Straße und Gießen-Flughafen“ nötig.
Der VCD-Kreisverband Gießen mahnt, dass sich die Politik aus dem Gießener Land unbedingt in den aktuellen Planungsprozess einbringen solle, denn schließlich sind es die Landkreise und kreisfreien Städte, die am Ende in den RMV-Gremien entscheiden, wie schnell der neue Regionalexpress Wirklichkeit wird. Entsprechend sollten Landkreis und Stadt Gießen nun auch klare Vorgaben machen, was in der „gesamthaften Untersuchung“ für die Vogelsbergbahn alles berücksichtigt werden soll.
Aus Sicht des VCD Gießen kommt es darauf an, dass ein Gesamtkonzept für Regionalbahn und Regionalexpress entwickelt wird und dass dieses mit dem Deutschlandtakt kompatibel ist. Wichtig sei auch, dass die neuen Bahnhalte Gießen-Marshallsiedlung/US-Depot, Gießen-Rödgen, Buseck-Edekastraße, Reiskirchen-Lindenstruth sowie weitere Halte im Vogelsbergkreis mit untersucht werden und der Halbstundentakt der Regionalbahn im Gießener Land erhalten bleibt und nicht auf Kosten des schnellen Regionalverkehrs ausgedünnt wird. Wenn erst einmal ein Fahrplankonzept mit festgelegten Begegnungsbahnhöfen auf der Strecke besteht, lassen sich neue Bahnhalte nur schwer nachträglich integrieren.
Dass der Regionalexpress 44 nur zwischen Gießen und Alsfeld fahren soll, sieht der VCD Gießen kritisch, denn eine Weiterführung zum ICE-Bahnhof Fulda würde einen wirklichen Mehrwert bringen, auch für den Tourismus im Vogelsberg. Gerade weil der RMV eigentlich das Ziel hat, dass der Frankfurter Hauptbahnhof durch Tangentialverbindungen entlastet werden soll, hält der VCD es für nötig, dass der Regionalexpress nicht nur von Gießen nach Alsfeld, sondern möglichst weiter nach Fulda fährt. Derzeit 
fahren wegen der langen Reisezeit auf der Vogelsbergbahn viele Gießener lieber über Frankfurt nach Fulda, statt die umsteigefreie Verbindung über Alsfeld zu wählen. Wenn der RE 44 bis Fulda fahren würde, könnten in Fulda möglicherweise auch bessere Umsteigezeiten entstehen, denn wer derzeit in Fulda von der Vogelsbergbahn in Richtung Bad Hersfeld, Schlüchtern oder Gersfeld umsteigen will, muss oftmals 37 bis 51 Minuten auf den nächsten Zug warten – ein weiterer Grund, warum viele Bahnkunden derzeit lieber über Frankfurt von Gießen nach Fulda fahren.
Der VCD hofft, dass der RE44 Gießen-Alsfeld im Gesamtzusammenhang mit dem Regionalexpress 25, der zwischen Koblenz und Gießen fährt, geplant wird. Bereits im Dezember 2021 wird ein ebenfalls als „RE 44“ bezeichneter Regionalexpress zwischen Limburg und Gießen starten und den bisher alle zwei Stunden fahrenden RE 25 (Koblenz-Limburg-Gießen) teilweise zum Stundentakt ergänzen. Der im Dezember startende RE 44 (Gießen Limburg) wird auch die Gießener zum neuen Intercity 34 Frankfurt-Wetzlar-Siegen-Münster bringen, denn der IC 34 wird nicht am Gießener Bahnhof halten, sondern über die Kleinlindener Bergwerkskurve von Bad Nauheim direkt nach Wetzlar fahren.

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news-8578 Sun, 18 Apr 2021 22:34:03 +0200 KlimaGerechtUnterwegs. Fahrradstadt Frankfurt? Noch ein weiter Weg https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/klimagerechtunterwegs-fahrradstadt-frankfurt-noch-ein-weiter-weg/ An vielen Ampelkreuzungen fehlt der Sicherheitsbereich für Radler hinter der Haltelinie. Es bleibt einem daher nichts anderes übrig, als sich vor die Haltelinie zu stellen, in den Bereich, der eventuell von Fußgängern genutzt wird. Nach der STVO hat man damit schon einen Verstoß begangen, indem die Haltelinie bei Rotlicht überquert wurde. Zum Glück sind die wenigsten Ordnungshüter so spitzfindig. 

Vorrang für den Rad- oder Fußverkehr? Kaum in Sicht.
Es ist immer noch die Regel, dass sich Fahrrad- und Fußverkehr den Platz teilen müssen, der übrig bleibt, nachdem man dem Autoverkehr seinen Platz gegeben hat, im Fahren, wie im Stehen. Das muss sich endlich ändern, damit mehr Menschen Lust haben, auf das Rad umzusteigen oder zu Fuß zu gehen.

Wir brauchen endlich ein Konzept für den Radverkehr für ganz Frankfurt.
Ausgewählte Vorzeigetrassen in roter Farbe sind zu wenig. Vor allen Dingen, wenn man selbst dort plötzlich vor die Wahl gestellt wird, sich in das Blechgetümmel zu stürzen oder das Rad auf dem Gehweg zu schieben.

Wir befürchten, dass die neue Römerkoalition die Versprechen zum Radentscheid „vergisst“ und nicht konsequent weitermacht, Frankfurt zur Fahrradstadt zu wandeln. Bisher gab es nur kosmetische Verbesserungen an manchen Strecken. Aber das Gesamtkonzept ist nicht erkennbar. Wenn es dabei bleibt, ist die Verkehrswende nicht mal auf halbem Wege stecken geblieben.

Nächste Aktionen
Um den zukünftigen Koalitionären in Frankfurt deutlich zu machen, dass „Wegducken und Aussitzen“ nicht mehr gut genug ist, planen wir gemeinsam mit vielen anderen Initiativen eine Großveranstaltung unter dem Motto KlimaGerechtUnterwegs: MOBILITÄTSWENDE JETZT!

Kontakt: Lastenradler Frankfurt, Manfred Fußnecker, Mobil +49 (0)178 919 7426, mfussnecker@gmx.de

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news-8567 Sat, 17 Apr 2021 13:52:37 +0200 Acht weitere Lastenräder für Südhessen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/acht-weitere-lastenraeder-fuer-suedhessen/  

Seit Mitte April machen insgesamt acht weitere Lastenräder umweltfreundliches Einkaufen in Darmstadt und Alsbach leichter.

An allen drei Darmstädter Alnatura Märkten und am Alnatura Markt in Alsbach sind jetzt dauerhaft je zwei R&M Packster zum kostenlosen Verleih stationiert - vier CargoBikes mit Kindersitzen und vier reine Lastenräder. Nach einer Online-Registrierung auf der Plattform von Heinerbike, einem Projekt von TransitionTown Darmstadt und VCD Darmstadt-Dieburg, kann man sich bis zu 3 Tage ein Lastenrad ausleihen.

Durch die Kooperation des VCD Darmstadt-Dieburg mit Alnatura und Riese & Müller wird das nachhaltige Transportangebot mit bisher fünf Lastenrädern erneuert und erweitert.

Fotos: Stefan Daub

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news-8560 Fri, 16 Apr 2021 08:52:30 +0200 KlimaGerechtUnterwegs. Mobilitätswende JETZT! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/klimagerechtunterwegs-mobilitaetswende-jetzt/ Ende 2019 wurde über die Höhe des CO2-Preises für den Verkehr gestritten. Gegner versuchten die CO2-Abgabe mit dem Argument vom Tisch zu bekommen, der ärmere Teil der Bevölkerung könne sich das Autofahren dann nicht mehr leisten.

Tatsächlich ist es teuer, ein Auto zu besitzen. Für Sprit, Steuern, Wertverlust und Reparaturen müssen durchschnittlich 425 Euro im Monat aufgebracht werden, wie eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung ergab. Kein Wunder, dass 53 Prozent der Menschen im unteren Einkommensfünftel gar keinen Pkw besitzen. Dazu kommen noch Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, die ganz besonders auf ein gut ausgebautes, behinderungsfreies Netz von Fußwegen, ein sicheres Radverkehrsnetz und einen zuverlässigen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angewiesen sind.

Zu Fuß und mit dem Rad unterwegs zu sein, ist die sozialste Art voranzukommen. Es ist kostengünstig, macht keinen Lärm und schützt das Klima. Auch der ÖPNV schneidet da noch deutlich besser ab als der Autoverkehr: Der PKW-Verkehr in einer deutschen Großstadt kostet die öffentliche Hand und die Allgemeinheit etwa das Dreifache wie der ÖPNV. Das haben die Forschungen des Fachgebiets Verkehrsplanung und Verkehrssysteme an der Universität Kassel ergeben.

Das Wahlergebnis zeigt eine Stimmenmehrheit für die Parteien, die einen zuverlässigen und erschwinglichen ÖPNV, einen konsequenten Ausbau des Radverkehrsnetzes, bessere Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und den Stadtteilen in ihren Wahlprogrammen befürwortet haben. Die neue Stadtregierung muss diesem Ergebnis Rechnung tragen und ihr Handeln danach ausrichten.

Um den zukünftigen Koalitionären in Frankfurt deutlich zu machen, dass „Wegducken und Aussitzen“ nicht mehr gut genug ist, werden wir in den kommenden Wochen gemeinsam mit vielen anderen Initiativen unsere Forderungen für mehr Klimaschutz und eine Mobilitätswende in Frankfurt am Main auf der Internetseite KlimaGerechtUnterwegs.de und in den sozialen Medien veröffentlichen.

Dafür werden wir auch auf die Straße gehen! Zuerst mit einer Großveranstaltung am 2. Mai 2021 unter dem Motto KlimaGerechtUnterwegs. Mobilitätswende JETZT!

Kontakt: mathias.biemann@vcd-rhein-main.de, Mobil +49 (0) 151 268 464 75

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news-8490 Wed, 31 Mar 2021 22:46:27 +0200 Offener Brief zu den Koalitionsverhandlungen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/offener-brief-zu-den-koalitionsverhandlungen/ Das Bündnis Verkehrswende Frankfurt, in dem die Regionalgruppe Mitglied ist, hat folgenden Offenen Brief an die Verhandlungsführer*innen der Grünen in Frankfurt am Main geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wissen, dass Sie die Erwartungen der Frankfurter Bürger*innen im Römer vertreten wollen. Einen Teil dieses Bürgerwillens, den auf ein generelles Umdenken in Verkehrsfragen, haben wir Ihnen verschiedentlich schon dargestellt und er liegt Ihnen in Form eines gültigen Forderungskatalogs vor, der schnell umgesetzt werden soll, denn Zeit haben wir nicht mehr! Planungs- und Umsetzungsverfahren müssen dringend beschleunigt werden.

Heute benennen wir noch einmal einige unabdingbare Kernpunkte und erwarten, dass diese Essentials in den anstehenden Verhandlungen mit neuen Koalitionspartnern durchgesetzt werden.

Über allem steht die Forderung nach einem nachhaltigen und zukunftsorientierten Mobilitätsplan, der wiederum nur Teil sein muss eines umfassenden Stadtent-wicklungsplanes.

Wichtigste Schwerpunkte sind für uns aktuell:
1. Die drastische Verringerung des motorisierten Individualverkehrs in die Stadt
    (um 50% innerhalb von 10 Jahren) durch
a. Reduzierung des Pendlerverkehrs,
b. Schaffung preiswerten Wohnraums in der Stadt
    (Baustopp für Luxuswohnungen, siehe auch Initiative Mietentscheid),
c. mehr Home-Office bei städtischen Behörden und Firmen,
d. Ausbau des E-Governments,
e. Ausbau von Park-and-Ride-Flächen schon weit außerhalb der Stadt, von dort flächendeckendes Schnellbusnetz, soweit keine Schienenanbindung vorhanden ist.

2. Die Stadt fordert vom Bund, den Autobahnausbau um Frankfurt herum zu stoppen!
    Das heißt:
a. kein A66-Riederwaldtunnel,
b. keine A661 Rampe Friedberger Landstraße,
c. keine zusätzlichen Spuren auf der A3, und A5,
    denn ausgebaute Autobahnen bringen mehr Autos in unsere Stadt, nicht weniger!
d. Rückbau des Miquelknotens in die Hand der Stadt, etc.
Wir kennen die juristischen Schwierigkeiten, wissen aber auch um die Möglichkeiten der Stadt, Einfluss zu nehmen. Frankfurt muss Vorreiter sein für eine bundesweite Verkehrswende.
Hintergrund für den motorisierten Individualverkehr (MIV) sowie den Güterverkehr muss ein bundesweiter Wandel sein: „Auf die Schiene, weg von der Straße!“

3. Konsequente Weiterentwicklung und Ausbau des Radverkehrsnetzes innerhalb der Stadt und ins Umland

4. 365-Euro-RMV-Ticket für alle

5. Eine Innenstadt mit weniger Autoverkehr. Das erreicht man durch
a. rigorose Parkraumbewirtschaftung im ganzen Stadtgebiet,
b. fußgängerfreundliche Zonen im Zentrum und in den Stadtteilen,
c. Tempo 30 auf Haupt- und Durchgangsstraßen ganztägig
d. ein Lieferzonen-Konzept, das auch „neue Formen der Belieferung“ berücksichtigt.
Für den Handel und die Gastronomie kommt mehr Geld zu Fuß und mit dem Rad als mit dem Auto. Wichtig sind kleinteilige Aufenthaltsangebote, die eine gute Atmosphäre herstellen und Begegnungen ermöglichen.

6. Beschleunigter Bau neuer Straßenbahnstrecken (z. B. die Alleen-Ring-Straßenbahn), denn U-Bahn-Strecken sind zehnmal teurer und benötigen lange Planungs- und Bauzeiten. Straßenbahnen sind auch einfacher umzuleiten und umzubauen.

Durch alle diese Maßnahmen werden ÖPNV und Radfahren viel attraktiver. Lärm- und Schadstoffemissionen werden deutlich reduziert und Verkehrsunfälle nicht nur in der Zahl, sondern auch in der Schwere gravierend gesenkt.

„Die Krankheit der Städte ist das Auto. Wer die Verkehrswende möchte, muss das Auto angreifen oder er ist ungeeignet in der Politik oder Verkehrsplanung.“ sagt Hermann Knoflacher, der Schritt für Schritt den Stadtumbau von Wien durchgesetzt hat. Diese Konsequenz führte zur Verdrängung des Autos. Gerade deshalb gilt Wien heute weltweit als die Stadt mit der höchsten Lebensqualität, gefolgt von Kopenhagen, ebenfalls autoarm.

Wir hoffen, Sie gehen konsequent den ökologisch richtigen Weg zu unser aller Wohl. Dreiviertel der Bevölkerung will die Verkehrswende (Umfrage 2019). Handeln Sie jetzt und gestalten Sie die Wende.

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news-8483 Wed, 31 Mar 2021 10:30:19 +0200 Kolumne: Wahlergebnisse - auch eine ökologische Selbstverpflichtung? https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-wahlergebnisse-auch-eine-oekologische-selbstverpflichtung/ Wer ökologisch gesinnt wählt – das gilt neben Grün auch für die Linke und das neue klimaorientierte SPD-Programm –, verpflichtet sich selbst auch zu ökologischem Lebensstil, oder nicht?
Meldet man jetzt endlich den Zweitwagen ab? Bleiben Fernflug- und Schiffsreisen auch nach Corona entbehrlich? Sucht man sportliche Alternativen zum Abfahrtski auf künstlichen Schneepisten oder Restgletschern? Werden Literatur, Kunst, Theater, Konzert, Oper wieder zu klimaschonenden Leidenschaften des „Volkes der Dichter und Denker“?

Freilich muss eine grüne Politik im Sinne der Kostenwahrheit die Voraussetzungen für den gesellschaftlichen Wertewandel schaffen. Wer zumindest den Zweitwagen abschafft, mit der Bahn in den Urlaub reist, dem wird es ja egal sein, wenn Anliegerparken künftig 800 Euro jährlich kostet, Kerosin und Diesel voll versteuert werden. Die aufgeklärte Zivilgesellschaft, die urteilsfähigen, mündigen Bürger treffen sich in der Straßenbahn, begegnen sich auf dem Radweg und im Wald. Mit SUV und „Premium“-Auto kann man sich nach dieser Wahl nur noch blamieren.

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news-8436 Mon, 22 Mar 2021 11:35:39 +0100 Vortrag und Diskussion - Mobilität im Wandel https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vortrag-und-diskussion-mobilitaet-im-wandel/ Morgens zur Schule, nachmittags zum Sport und am Wochenende zu Freunden in der Nachbarschaft - Viele Eltern bringen ihre Kinder gerne wohlbehalten mit dem Auto zum Ziel. Gründe für „Elterntaxis“ gibt es viele: Sicherheitsbedenken, Bequemlichkeit oder alltägliche Gewohnheiten. Dieser Trend hat jedoch weitreichenden Einfluss auf das Verkehrsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Viele Kinder der „Generation Rücksitz“ können aufgrund mangelnder eigener Erfahrungen nur schwer ein ausreichendes Bewusstsein für Verkehrsregeln oder potentielle Gefahren im Straßenverkehr entwickeln. So lernen sie nur schwer, sich aktiv, selbstständig und sicher im Straßenverkehr zurechtzufinden. Passivität und Unsicherheiten werden gefördert. Dieser Thematik widmen wir uns in der aktuellen Online-Veranstaltung.

Programm:

  • Begrüßung und Moderation: Prof. Dr. Ing. Volker Blees, Professor für Verkehrswesen, Hochschule RheinMain
  • Vortrag: „Kinder im Verkehr – zwischen Lernprozess und Gefahr“ – Dr. Walter Funk (ifes – Institut für empirische Soziologie)
  • Impuls aus der Praxis: „Kinder als Planer*innen – mit Spaß und Kreativität Verkehr gestalten“ – Gabi Jung (JuMo – Junge Menschen und Mobilität e.V.)
  • Vortrag: „Eltern: Hemmnis der Verkehrswende?“ Anna Gering (Hochschule RheinMain) & Hannah Eberhardt (Verkehr mit Köpfchen)
  • Diskussionsrunde mit allen Teilnehmenden

 

Der VCD Hessen ist Partner dieser Veranstaltungsreihe der Hochschule Rhein-Main.

Infos: Programmflyer

Anmeldung: Buchungsseite der HS-RM

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news-8424 Fri, 19 Mar 2021 20:18:14 +0100 Urlaub neu denken – Abenteuer zu Hause https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/urlaub-neu-denken-abenteuer-zu-hause/ Die Deutschen sind Weltmeister im Reisen. Dieser Urlaubsdrang hat einen wesentlichen Nachteil, er ist nicht gut für das Klima.

Die erste Regel der Mikroabenteuer lautet: Niemals ein Auto benutzen. Der ÖPNV ist für Teiletappen erlaubt. Die Abenteuer führen in Parks, Felder und Wälder der Stadt sowie ins Umland.

Mehr dazu hier: www.klimaschutz-frankfurt.de/themenschwerpunkt-mikroabenteuer

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news-8337 Fri, 12 Mar 2021 19:30:00 +0100 Verkehr am Limit! Schafft Frankfurt die Wende? https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/verkehr-am-limit-schafft-frankfurt-die-wende/ Die Pandemie hat uns allen gezeigt, dass weniger Verkehr der schnellste Weg zu besserer Luft und einem entspannteren Miteinander auf den Straßen ist. Telearbeit hat eine neue Bedeutung bekommen, das berufsbedingte Pendeln nach Frankfurt ist spürbar weniger geworden.

Der Radverkehr hat erkennbar zugenommen und ebenfalls seinen Beitrag zu den Verbesserungen geleistet. Soll er wirklich auf die Nebenstraßen verbannt werden? Was soll für die Entwicklung eines leistungsfähigen Radwegenetzes noch getan werden?

Der ÖPNV muss nach der Pandemie wieder zu mehr Bedeutung kommen. Wäre ein 365-Euro-Ticket da nicht genau der richtige Anreiz? Würden dann noch Busse und Bahnen in einem engmaschigen Netz, auf mehr eigenen Fahrspuren, auf einer grünen Welle vorankommen, würde das die Attraktivität weiter steigern.

Frankfurt sollte seinen Einfluss geltend machen, damit die Umweltbelastungen in und um Frankfurt herum nicht steigen. Das bedeutet, dass Autobahnneubauten (z.B. A66 Riederwaldtunnel) und -ausbauten (Erweiterung der Spuren A3, A5) nicht mehr angesagt sind.

Damit das ungehinderte Gehen wieder möglich wird und größere Bedeutung erlangt, sind mehr verkehrsberuhigte Zonen auszuweisen. Für eine höhere Aufenthalts- und Lebensqualität sowie eine deutliche Reduzierung der Schadstoffbelastungen fordert das Bündnis eine autofreie Innenstadt, selbstverständlich mit Einfahrt für Einsatzfahrzeuge, Anlieferverkehr, AnwohnerInnen. Zustellfahrten wie z. B. Paketdienste sollen auf dem "letzten Kilometer" mit Lastenfahrrädern erfolgen.

Über diese und andere Forderungen wurde mit den Verkehrsexpert*innen der Parteien diskutiert. Auf dem Podium saßen:

Martin Kliehm - Die Linke - Mitglied im Verkehrsausschuss
Frank Nagel - CDU - Vorsitzender des Fachausschusses Verkehr der CDU
Klaus Oesterling - SPD - Verkehrsdezernent
Annette Rinn - FDP - Mitglied im Verkehrsausschuss
Wolfgang Siefert - Die Grünen - Vorsitzender des Verkehrsausschusses

Moderiert wurde die Diskussion von Elisa Rheinheimer - Journalistin und Moderatorin.

Die Podiumsdiskussion wurde vom Bündnis Verkehrswende Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie Rabanus Maurus veranstaltet und ist auf YouTube zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=9OGqJjDjXvk

Zum Bündnis Verkehrswende Frankfurt gehören Attac Frankfurt, AUA - Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn, Frankfurt 22, Greenpeace Frankfurt und der VCD - Verkehrsclub Deutschland Rhein-Main. www.buendnis-verkehrswende-frankfurt.de

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news-8364 Wed, 10 Mar 2021 08:25:31 +0100 Bürgerentscheid darf kein Denkverbot zum Thema Straßenbahn in Wiesbaden sein https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/buergerentscheid-darf-kein-denkverbot-zum-thema-strassenbahn-in-wiesbaden-sein/ An dem Bürgerentscheid am 1. November 2021 nahmen 46% der wahlberechtigten Wiesbadener*innen teil. Von diesen stimmten 62% gegen den Bau einer Straßenbahn von Mainz über die Wiesbadener Innenstadt bis nach Bad Schwalbach. Besonders groß war die Ablehnung in den äußeren Stadtteilen Wiesbadens, die von der Strecke garnicht betroffen gewesen wären. Auf seiner Webseite wirft der VCD Wiesbaden/Rheingau-Taunus einen kritischen Blick auf den Bürgerentscheid und die Bürgerinformation. Das Votum kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Es darf aber nicht in Vergessenheit geraten, unter welchen Umständen es zustande gekommen ist.

Der VCD sieht nach wie vor einen Bedarf dafür nachfragestarke Buslinien in Wiesbaden auf die leistungsstärkere Straßenbahn umzustellen. Eine Verknüpfung mit dem Mainzer Straßenbahnnetz und der Aartalbahn wäre dafür die schlüssigste Lösung gewesen. Auch wenn sich alle Gutachten und auch wichtige Akteure in der Stadt (u.a. die IHK) dafür ausgesprochen haben, hat letztenendes der Glaube an Fake-News und die Angst vor von den Gegnern konstruierten Horror-Szenarien den Ausschlag gegeben. Der VCD bedauert, dass sich mit der Wiesbadener FDP auch eine demokratische Partei an dieser Desinformationskampagne beteiligt hat. So verteilte die Wiesbadener FDP kurz vor dem Bürgerentscheid ein Flyer in dem Informationen verzerrt und unrichtig dargestellt wurden, wie der VCD an einem Beispiel zeigt. Der Bürgerentscheid bezog sich auf das konkrete Projekt „Citybahn“ und ist auf drei Jahre beschränkt. Für den VCD darf das Votum gegen die “Citybahn” daher nicht als allgemeines Denkverbot zum Thema Straßenbahn in Wiesbaden interpretiert werden.

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news-8355 Mon, 08 Mar 2021 19:59:08 +0100 Busverkehr: VCD Gießen fordert Verbesserungen für Fernwald https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/busverkehr-vcd-giessen-fordert-verbesserungen-fuer-fernwald/ Gießen, 08.03.2021

„Für einen attraktiven ÖPNV“ (CDU), „Vorfahrt für den ÖPNV“ (SPD), „dem ÖPNV kommt eine Schlüsselrolle zu“ (FDP), „mehr Menschen steigen auf den ÖPNV um, wenn er attraktiver und Nutzer*innenfreundlicher wäre“ (Grüne), „Ausbau des ÖPNV im Landkreis“ (Die Linke), „Die Stadtbuslinien müssen auf den Landkreis ausgebaut werden.“ (Freie Wähler) – quer durch die Parteienlandschaft werden im Wahlkampf Verbesserungen im ÖPNV versprochen.
Der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) fordert die Politik auf, diesen Worten nach der Wahl auch Taten folgen zu lassen. Erster Prüfstein sei hier die Busverbindung zwischen Gießen und Fernwald mit den Linien GI-21 und GI-22. Diese stehe demnächst zur Ausschreibung an. Die vom Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) kürzlich im EU-Amtsblatt veröffentlichte Vorinformation weise für die Linie GI-21 (Gießen – Annerod – Reiskirchen) leider gar keine Verbesserungen gegenüber dem bisherigen Fahrplan auf. Auf der Linie GI-22 (Gießen – Steinbach – Albach) werde samstags das Fahrtenangebot um fünf Fahrten ausgeweitet, so wie es der im letzten Jahr beschlossene Nahverkehrsplan (NVP) als Mindestvorgabe vorsehe. Unter der Woche bleibe es beim bestehenden Angebot, lediglich Freitag abends komme noch eine Spätfahrt ab Gießen hinzu. Das Fahrtengebot im normalen Linienverkehr an Sonntag stagniere mit insgesamt fünf Fahrtenpaaren auf niedrigem Niveau, die bislang zusätzlich eingesetzten Anruf-Linien-Taxis werden aber hoffentlich noch gesondert ausgeschrieben.
Die während der Aufstellung des Nahverkehrsplans von verschiedener Seite – so zum Beispiel vom Fahrgastbeirat – geäußerte Kritik, dass der Nahverkehrsplan wenig ambitioniert sei und mit ihm keine nennenswerte Verbesserung des ÖPNV verbunden wäre, bestätige sich damit bereits bei der ersten geplanten Vergabe nach Verabschiedung, so Gerhard Born für den VCD: „Mit ein paar zusätzlichen samstäglichen Fahrten zwischen Steinbach und Gießen werden keine Autofahrer zum Umsteigen animiert.“ Die Aussage seitens des ZOV, es handele sich beim NVP nur um ein Rahmenplan und Detailplanungen mit Verbesserungen über den Mindeststandard hinaus könnten folgen, habe für Fernwald scheinbar keine positiven Auswirkungen gebracht.
Der VCD fordert den ZOV, den Landkreis und die Kommunen Fernwald und Reiskirchen auf, bis zur endgültigen Ausschreibung der beiden Linien Ende des Jahres, ein neues Bus-Konzept für Fernwald zu erarbeiten, das deutliche Angebotsverbesserungen vorsehe. Schließlich werde hier über den Busverkehr für die nächsten zehn Jahre bestimmt. Eine abseits der Bahnlinien liegende Kommune im unmittelbaren Umland der Universitätsstadt müsse unter der Woche in der Regel halbstündlich, am Wochenende stündlich angefahren werden. So wie dies beispielsweise in Wettenberg und Heuchelheim bereits seit Jahren verwirklicht sei. Auch eine Kooperation mit der Stadt Gießen sei zu untersuchen.
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Der VCD hoffe, dass auf die Vorinformation kein eigenwirtschaftlicher Antrag eines Busunternehmers eingehe. Der Kreis habe mit Buslinien, die ein Unternehmer auf eigene Rechnung fährt, sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Angebotskürzungen z.B. im Lumdatal, schlechte Qualität und zum letzten Jahresende noch die Aufgabe des Unternehmers auf der Linie 24 nach Lahnau und Wetzlar mit anschließender Notvergabe: Vorfahrt für den ÖPNV gebe es nur, wenn der Kreis auch die Verantwortung übernehme.

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news-8365 Wed, 03 Mar 2021 19:00:00 +0100 Für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/fuer-eine-zukunftsfaehige-verkehrspolitik/ “Wir möchten ins Gespräch kommen über die Frage, wie eine sozialökologische Wende in der Verkehrspolitik aussehen sollte. Angefangen von den großen Fragen bundesweiter Verkehrspolitik – welche Weichenstellungen brauchen wir für Schienen-, Straßen- und Flugverkehr? – bis zur regionalen und lokalen Ebene. Denn hier ist der Ort, an dem es gelingen kann, die Mehrheit der Menschen davon zu überzeugen, regelmäßig auf klimafreundlichere Verkehrsmittel zu setzen.”

Flyer des Programms

Die komplette Veranstaltung des Haus am Doms

Zusammenschnitt der Redebeiträge von Heiko Nickel, VCD Hessen 

 

 

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news-8318 Tue, 02 Mar 2021 08:25:07 +0100 Wer die Wahl hat https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/wer-die-wahl-hat/  

Die Tabelle gibt einen Einblick in die Wahlprogramme von CDU, SPD, Grünen, Linken und der FDP, sowie von VOLT und der Klimaliste. Die ersten Fünf könnten eine Rolle in der zukünftigen Stadtregierung spielen. VOLT hat eine besonders auffällige Plakatkampagne zum Thema Verkehr auf die Straße gebracht – uns hat interessiert was dahinter steckt und für die Klimaliste ist weniger Verkehr ein Muss für den Klimaschutz.

„Die Mobilität aller liegt den Parteien nach eigener Aussage am Herzen – was im Programm steckt ist dann oft deutlich weniger“ resümiert Mathias Biemann von der Regionalgruppe des Verkehrsclub Deutschland.

Der Fußverkehr spielt weiterhin eine marginale Rolle. Ein Konzept zur Förderung hält die Mehrheit nicht für notwendig, obwohl sein Anteil an den zurückgelegten Wegen kontinuierlich sinkt und zugeparkte Gehwege oder die Querung der Straßen weiterhin ein Problem sind.
„Die autofreie Innenstadt ist zwar ein Thema das alle bewegt, doch ohne Perspektiven für alle Stadtteile zu wenig“ kritisiert der Sprecher der Regionalgruppe.

Der Radentscheid hat dem Radverkehr eine wachsende Bedeutung verschafft. Wenn es um die Umsetzung und Weiterentwicklung seiner Ziele geht, gibt es manchmal vorsichtig formulierte Vorbehalte und im Wahlprogramm der FDP auch Widersprüche zum Programmpunkt „Motorisierter Individualverkehr“.

„Beim ÖPNV gibt es nicht viel Neues“ stellt Biemann fest. Die schon von der aktuellen Koalition stiefmütterlich behandelte Beschleunigung von Bussen und Bahnen ist kein wirkliches Thema – obwohl eine Grüne Welle für Busse und Bahnen die Qualität verbessern und gleichzeitig die Kosten senken könnte.

Nicht alle Parteien halten es für notwendig, den Motorisierten Individualverkehr zugunsten von Fuß-, Rad- und Öffentlichem Verkehr stärker zurückzunehmen. Auch die positiven Effekte von weniger Verkehr sind nicht in allen Wahlprogrammen angekommen, obwohl die Pandemie gezeigt hat, dass die Verstetigung der Telearbeit der schnellste Weg zu besserer Luft (22 Prozent weniger Stickoxide 2020) und einem entspannteren Miteinander auf den Straßen sein kann, ist sie selten ein Thema. Dabei hat sogar ein Automobilverband vor kurzem als Erkenntnis aus dem vergangenen Jahr festgestellt, „dass selbst ein moderater Rückgang der Verkehrsmenge zu einer wesentlich geringeren Staubelastung führt“.

Die Gegenüberstellung von ausgewählten Themenpunkten zum Verkehr wurde anhand der digital verfügbaren Wahlprogramme erstellt. Fehler können trotzdem passieren. Deshalb haben wir am Ende der Tabelle immer auch den Link zu den Wahlprogrammen angegeben.

Die Tabelle ist hier zu finden:

https://hessen.vcd.org/fileadmin/user_upload/Hessen/PDF/VCD_FrankfurtKommunalwahlprogramme_Vergleich.pdf

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news-8354 Fri, 26 Feb 2021 19:55:00 +0100 VCD fordert Beteiligung des RMV an der Buslinie 24 zwischen Gießen und Wetzlar https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-fordert-beteiligung-des-rmv-an-der-buslinie-24-zwischen-giessen-und-wetzlar/ Gießen, 26.2.2021

Auf der Buslinie GI-24 (Gießen – Heuchelheim – Lahnau – Wetzlar) kam es kürzlich zu Änderungen im Hintergrund. Seit 2009 wurde die GI-24 durch das Staufenberger Verkehrsunternehmen ESE als sogenannte eigenwirtschaftliche Linie betrieben. Ohne die übliche Ausschreibung versprach das Unternehmen, den gewohnten Fahrplan ohne weitere Zuschüsse durch die betroffenen Kreise und Städte zu fahren. Bereits 2017 kam es aber mit Zustimmung der Verwaltungen der ÖPNV-Aufgabenträger zu deutlichen Einschränkungen des Angebots, so wurde z.B. in den Abendstunden und samstags Fahrten gestrichen. Ende letzten Jahres erklärte ESE nun, dass sie aufgrund gestiegener Kosten den Verkehr nicht mehr erbringen könne. Kurzfristig wurde der Verkehr als Überbrückungslösung für zwei Jahre neu ausgeschrieben und wiederum an ESE vergeben.
Für die demnächst anstehende Neuausschreibung für 10 Jahre fordert der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) ein neues Konzept für die 24. Idealerweise müsse der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Verantwortung für diese kreisübergreifende Linie übernehmen. Mit der Stadt Gießen, dem Landkreis Gießen (ZOV), dem Lahn-Dill-Kreis (VLDW) und der Stadt Wetzlar seien bislang vier verschiedene Aufgabenträger beteiligt. Dies habe in der Vergangenheit zu Abstimmungsproblemen und Zielkonflikten geführt, die erfolgten Kürzungen seien eine Folge hiervon, so der VCD. Bemühungen der Aufgabenträger, den RMV ins Boot zu holen, seien nach Informationen des VCD bislang nicht von Erfolg gekrönt. Dabei sei die Linie 24 geradezu ein Paradebeispiel für regionalen Verkehr in der Zuständigkeit des RMV. Sie verbindet zwei Oberzentren und bedient auf dem Weg noch zwei große Kommunen. Es sei absurd, so Gerhard Born für den VCD, dass Vorort-Linien wie die 378 zwischen Linden und Gießen als regionaler Verkehr zählten, die 24 aber nicht. Der RMV müsse hier Flagge zeigen, zumal das Gießener Land bei den zahlreichen gerade durch den RMV eingerichteten Express-Bus-Linien bislang deutlich zu kurz komme. Die Aufgabenträger und die Politik seien hier gefordert, Überzeugungsarbeit in  den RMV-Gremien zu leisten.
Für die Ausschreibung selbst wünsche sich der VCD ein abgestimmtes, innovatives Konzept mit einer Ausweitung der Fahrten sowie eine Beteiligung der betroffenen Kommunen und der Öffentlichkeit. Denkbar seien beispielsweise auch schnellere Express-Busse, die für ein attraktives zusätzliches Angebot sorgen.

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news-8295 Thu, 25 Feb 2021 11:06:40 +0100 Aufzeichnung "Die Kommunalwahl im Zeichen der Verkehrswende" https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/aufzeichnung-die-kommunalwahl-im-zeichen-der-verkehrswende/ Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist hier abrufbar.

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news-8241 Tue, 16 Feb 2021 19:13:30 +0100 Mahnwache zum Unfall in Frankfurt an der Mörfelder Landstraße https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mahnwache-zum-unfall-in-frankfurt-an-der-moerfelder-landstrasse/ Einladung zur Mahnwache
 zum Gedenken der beiden getöteten Menschen an der Mörfelder Landstraße.

Tag: Donnerstag, 18.2.2021
Zeit: 14:30, dem Zeitpunkt des Unglücks
Ort: Frankfurt, Mörfelder Landstraße, Ziegelhüttenplatz, dem Unfallort

Wie Sie dem Polizeibericht entnehmen können, tötete am vergangenen Samstag  ein 38-Jähriger zwei Menschen mit seinem Auto. Er überfuhr mit hoher Geschwindigkeit eine rote Ampel erfasste mit seinem Fahrzeug zwei Fußgänger im Alter von 31 und 40 Jahren. Danach überschlug sich das Fahrzeug. Der Fahrer versuchte zu Fuß zu fliehen, die beiden überfahrenen Menschen starben wenig später im Krankenhaus.
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4970/4838782
https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-raser-ueberfaehrt-zwei-fussgaenger-90203856.html


Viele Frankfurter:innen und insbesondere Anwohner:innen sind von den Ereignissen geschockt und fassungslos. Die Mahnwache soll die Menschen in ihrer Trauer zusammenbringen und bei der Verarbeitung der Geschehnisse helfen.

Wir gedenken den beiden Unfallopfern mit einer Schweigeminute an der Unfallstelle.
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"Wir haben viele gefährliche Stellen in Sachsenhausen und Straßen, auf denen viel zu schnell gefahren wird. Deshalb gibt es in unserem Bezirk auch so oft Verkehrsunfälle mit Toten und Schwerverletzten. Im Ortsbeirat machen wir immer wieder Vorschläge, um das Viertel zu beruhigen und sicherer für Fussgänger und Radfahrer zu machen."
--> sagt Sophie Gneisenau-Kempfert (Stellvertretende Ortsvorsteherin in Sachsenhausen und
Initiatorin der Mahnwache)

"Wir kamen gerade von der Gedenkfahrt für den an der Ginheimer Hohl getöteten Radfahrer zurück, als dieses weitere unfassbare Unglück geschah. Wir müssen den Verkehr in unserer Stadt so organisieren, dass kein Mensch zu schaden kommt. Vision-Zero ist machbar!"
--> sagt Heiko Nickel vom Radentscheid Frankfurt

"Tempo 30 rettet Leben! Die Kollision mit einem Auto ist hier vergleichbar mit einem Sturz aus 3,60 Metern Höhe. Bei Tempo 50 ist es wie ein Sturz aus 10 Metern Höhe! Deshalb innerstädtisch Tempo 30 als Regelfall, dann wird es auf den Straßen Frankfurts sicherer für Fußgänger*innen  und Radfahrer*innen!"
---> sagt Bertram Giebeler, vom ADFC Frankfurt


"Die Motorleistung der Fahrzeuge steigt stetig an. Viel zu oft wird zu schnell und obendrein auch noch aggressiv gefahren. Autos dürfen nicht mehr so gestaltet werden, dass sie Anreize zu einem "sportlichen" Fahrstil schaffen."
--> sagt Manfred Bernard vom FUSS e.V.


"Übermäßig motorisierte Autos sollten kontrollierbar bleiben. Mit Hilfe der Elektronik und dem sogenannten Geofencing kann für Neufahrzeuge die Beschleunigung und die Geschwindigkeit in sensiblen Bereichen begrenzt werden. Das senkt die direkte Bedrohung von Menschen ohne Autos in der Stadt ganz erheblich."
--> Sagt Mathias Biemann von der VCD Regionalgruppe Rhein-Main
Dazu reichte der VCD Hessen am 17.2.2021 eine Petition beim Bundestag ein.
(mehr dazu in kürze auf VCD-Hessen.de)

Wortlaut der Petition

Begrenzung der Beschleunigung und der maximalen Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen (Kfz) in Städtenund Kommunen, sowie Beschränkung der Einfahrt in Fußgängerzonen und ähnliche schutzbedürftigeBereiche, durch den Einbau und die Aktivierung tauglicher Fahrzeugtechnik in allen neu zugelassenen Kfz,spätestens zum 01.07.2022, sowie mittelfristig in allen Bestandsfahrzeugen.Ausgenommen von dieser Regelung sind Fahrzeuge der Polizei, der Feuerwehr, den Rettungsdiensten undausgewählten Zwecken.

Begründung

Durch aggressive Fahrweise werden täglich Menschen gefährdet. Besonders schutzlos sind dem alleausgesetzt die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortbewegen. In den vergangenen Monaten und Jahrenwurden in Städten und Kommunen wiederholt Kfz auch zur Nötigung oder Tötung missbraucht. Opfer warenfast immer Menschen zu Fuß oder auf dem Fahrrad.Die in allen Neufahrzeugen problemlos integrierbare Technik zur Begrenzung von Beschleunigung undGeschwindigkeit innerhalb geographisch klar eingrenzbarer Gebiete kann zum präventiven Schutz vonMenschenleben eingesetzt werden. Durch entsprechende Entwicklung könnte sie mittelfristig auch inBestandsfahrzeugen zum Einsatz kommen.Dadurch wäre es möglich, die Schwere gezielt herbeigeführter Unfälle zu mindern, und auch Unfälle zuvermeiden, die Fahrer immer wieder durch die Fehleinschätzung ihrer Fahrfähigkeiten verursachen.Der Vorschlag folgt dem Artikel 2 unseres Grundgesetzes und korrespondiert mit dem Ziel der „Vision Zero“.Er senkt die direkte Bedrohung aller Menschen die in unseren Städten und Kommunen zu Fuß oder mit demFahrrad unterwegs sind erheblich und vermeidet Lärm, Luftverschmutzung und CO2-Ausstoß durchunverhältnismäßiges Beschleunigen und Rasen, ohne die Rechte der Fahrer von Kfz einzuschränken.Auch illegale Autorennen und Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsfahrten nach Straftaten undVerkehrsverstößen könnten in Städten und Kommunen nicht mehr stattfinden.





Kontakt für Rückfragen:
Mathias Biemann,
VCD Rhein-Main
mathias.biemann [at] vcd-hessen.de
Tel.: 0151 2684 6475


Heiko Nickel, VCD Hessen, Politischer Geschäftsführer
landespolitik@vcd-hessen.de
M.: 0151 2015 3300


Gemeinsame Presseeinladung:
Anwohner:innen Sachsenhausen, VCD Regionalgruppe Rhein-Main, Fuss eV., ADFC Frankfurt, Radentscheid Frankfurt

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news-8243 Mon, 15 Feb 2021 15:21:00 +0100 Kolumne: Ratlos in der Öko-Blase https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-ratlos-in-der-oeko-blase/ und werden von der lokalen Politik durchaus gewürdigt. Organisiert in Bürgerinitiativen und bundesweiten Umweltverbänden finden sie auch reichlich Echo in der örtlichen Presse. Bei ihren Aktionen wie dem „Parking Day“ äußern viele Passanten Sympathie für die ökologischen Ziele. Steht also die Mehrheit einer offensichtlich doch aufgeklärten Gesellschaft hinter den Klimazielen?

Mitnichten!

Auf dem abendlichen Heimweg vom Rathaus balanciert man an den nahtlos auf dem Fußweg aneinandergereihten Autos vorbei, Radler werden gnadenlos geschnitten. Fragt man höflich nach dem Grund, warum man als Fußgänger oder Radler dermaßen behindert wird, gibt’s bestenfalls derbe Flüche, mitunter auch körperliche Attacken. Das ist also nicht das Volk der Dichter und Denker, nicht die aufgeklärte Gesellschaft. Im Schnitt hat hier jeder Haushalt zwei Autos, macht alljährlich mehrere Flugreisen, gern auch Schiffskreuzfahrten. Diese ansonsten sehr schweigsame Konsumgesellschaft engagiert sich nicht öffentlich für hehre Ziele, verursacht hingegen maßgeblich die miserable Klimabilanz der Republik. Und gestaltet die Wahlergebnisse auf allen Ebenen. Denn sie bildet nun mal die Mehrheit der Wahlberechtigten. Wer bislang naiv dem Glauben an aufgeklärte Mehrheiten erlag, wurde nun drastisch durch den Volksentscheid gegen die Straßenbahn in Wiesbaden (neben Kiel einzige schienenfreie Landeshauptstadt) eines Besseren belehrt.

Liebe Ökos: Aufwachen!

Auch wenn wir viel lauter auftreten: Wir sind die Minderheit! Die illustren Presseechos auf Radentscheide spiegeln nicht Volkes Meinung. „Stadt für Menschen statt für Autos“? Ja, die Mehrheit der Menschen will tatsächlich in die Stadt. Aber mit dem Auto. Und dort parken.

Wir Ökos mögen uns durch Medienpräsenz und immer mehr Mitstreiter bestätigt fühlen. Und doch verbleiben wir mit unseren Forderungen – die schon vor 30 Jahren ähnlich klangen – in unserer Blase. Wenn wir’s wirklich ernst meinen, müssen wir den Kontakt zur schweigenden Konsumgesellschaft suchen. Wir müssen vermitteln, dass die Gewohnheiten der Masse eben nicht Recht, Anstand, Verstand, Moral und Kultur ersetzen.

Corona ist jetzt unsere Chance: Viel klimaschädlicher Statuskonsum - Flug- und Schiffstourismus, Protzen mit dem teuren Auto… -  funktioniert grad nicht so recht: Präsentieren wir der frustrierten Konsumgesellschaft die wahren Werte. Wir sind jetzt wieder das Volk der Dichter und Denker, wir ersetzen motorisierte durch geistige Mobilität. Nicht mehr der SUV unter der Straßenlaterne sondern das gut gefüllte Bücherregal und das zeitgenössische Kunstwerk im Hintergrund bei der Videokonferenz sind die neuen Statussymbole!

Ihr Werner Geiß

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news-8210 Wed, 10 Feb 2021 15:03:33 +0100 Verkehrswende-Podium zur Kommunalwahl 2021 https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrswende-podium-zur-kommunalwahl-2021/