VCD Hessen Nachrichten http://hessen.vcd.org de_DE VCD Hessen Wed, 12 Aug 2020 14:50:31 +0200 Wed, 12 Aug 2020 14:50:31 +0200 TYPO3 EXT:news news-7048 Tue, 21 Jul 2020 18:55:00 +0200 Fairkehr-Stammtisch https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/fairkehr-stammtisch-11/ Nach längerer Pause wird zum nächsten Fairkehr-Stammtisch geladen. Er findet am 30.07.2020 um 19:00 Uhr in der Gasthofbrauerei “Hotel zur Traube”  Markt 21, in 63667 Nidda statt. 
Wir freuen uns auf sie und ihre Ideen. 

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news-6998 Mon, 13 Jul 2020 10:05:24 +0200 Parken auf Gehwegen im ganzen Landkreis verhindern https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/parken-auf-gehwegen-im-ganzen-landkreis-verhindern/ news-6941 Sun, 28 Jun 2020 11:50:00 +0200 Weiterbau der A49 stoppen! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/weiterbau-der-a49-stoppen/ Der Bau der Autobahn wird den Dannröder Wald zerstören und das Flora-Fauna-Habitat Herrenwald schädigen. „Wer den Klimaschutz und die Verkehrswende ernsthaft betreiben will, darf den Bau einer solchen, für den Verkehr und die Wirtschaft wenig bedeutenden Autobahn, nicht fortsetzen. Die Schneise durch das wertvolle Naturgebiet treibt die Umweltzerstörung und das Artensterben voran“, kritisiert Heiko Nickel, vom hessischen Landesverband des Verkehrsclub Deutschland die Baupraxis von Bund und Land.

Der Bau der A49 ist falsch, vorrangig sollte das bestehende Straßennetz saniert und endlich der öffentliche Verkehr im ländlichen Raum ausgebaut werden.

Der VCD Hessen unterstützt die Forderungen des „Dannröder Appell“ und fordert die Landesregierung auf, sich gegenüber der Bundesregierung und den anderen Bundesländern für ein Moratorium beim Straßenneubau und eine Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans einsetzen.

Weitere Informationen zur A49 und dem Dannröder Appell unter https://hessen.vcd.org/der-vcd-vor-ort/marburg-biedenkopf/ausbau-a49

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news-6918 Wed, 24 Jun 2020 11:45:52 +0200 Popup-Bikelanes im Anlagen- und Cityring - gekommen um zu bleiben! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/popup-bikelanes-im-anlagen-und-cityring-gekommen-um-zu-bleiben/ Treffpunkt Samstag 28.6.2020, 12:00 am Colloseum (Flößerbrücke, Südseite)

Weitere Infos: Heiko Nickel,  069 4788 3858,  landespolitik@vcd-hessen.de

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news-6862 Thu, 11 Jun 2020 15:58:17 +0200 Neuer Radweg Frankfurter Straße: VCD Gießen kritisiert sicherheitsrelevante Mängel https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/neuer-radweg-frankfurter-strasse-vcd-giessen-kritisiert-sicherheitsrelevante-maengel/ In Gießen tut sich was in Sachen Radverkehr: nach der Einrichtung einer Fahrradstraße in der Goethestraße und weiteren Verbesserungen wurde nun endlich auch der Radweg in der Frankfurter Straße zwischen Robert-Sommer-Straße und Schubertstraße komplettiert. Diese seit langem versprochene und nun umgesetzte Maßnahme verbessert die Anbindung der südlichen Stadtteile an die Innenstadt. Der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) erhofft sich dadurch eine Attraktivtätssteigerung des Fahrrads – insbesondere für Alltagswege. Leider gebe es aber einige deutliche Wermutstropfen bei der Ausgestaltung des immerhin 2,50 m breiten Radwegs, so Vorstandsmitglied Patrik Jacob. So sei völlig unverständlich, dass in Höhe der Autohäuser zwei Ladezonen ausgewiesen wurden, die den Radweg unterbrechen. Mit ca. 10.000 m² bzw. 5.500 m² wiesen die Autohändler genügend Freiflächen auf, um notwendige Ladevorgänge auf dem eigenen Grundstück abzuwickeln. Ein Lkw benötige lediglich eine Grundfläche von ca. 50 m². Fahrradfahrer würden durch das notwendige Einfädeln in den fließenden Verkehr gefährdet, weil die Stadt den Autolobbyisten nicht einmal zumute, 0,5% der eigenen Flächen für die Anlieferung zu nutzen statt sich kostenlos des Öffentlichen Raums zu bedienen.
Ebenfalls misslungen sei der Bereich der Kreuzung zur Robert-Sommer-Straße. Das bestehende Problem, dass Radfahrer, die indirekt aus Kleinlinden links abbiegen, zeitgleich mit dem Autoverkehr die Engstelle in Höhe der Bushaltestelle erreichen, sei nun noch erheblich verschärft worden, da mit der neuen Verkehrsführung genau hier die linke Fahrspur ende und sich dazu die Radfahrer in den fließenden Verkehr einordnen müssten. Der VCD fordert hier eine umgehende Entschärfung des Konflikts, indem die rechte Fahrspur in die linke übergehe. Dies ermögliche dann auch einen durchgängigen Radweg ab dem Kreuzungsbereich. Zusätzlich müsse der Umbau der gesamten Kreuzung höchste Priorität haben, um eine bequeme, sichere und schnelle Linksabbiegemöglichkeit für Radfahrer aus Richtung Kleinlinden zu schaffen.
Unverständlich sei zudem, dass an der Kreuzung zur Schubertstraße weiterhin zwei Geradeaus-Spuren für den Kfz-Verkehr abmarkiert wurden. Die extrem geringe Breite von 5,0 m für zwei Spuren lasse unverantwortliche Überholmanöver auf den lediglich 100 m zweispurigen Verlaufs befürchten, zumal hier noch die Bushaltestelle ein zusätzlicher Konfliktpunkt sei. Der notwendige seitliche Abstand zu Radfahrern von 1,5 m werde dabei leider vermutlich allzu häufig missachtet, so der VCD.
Dies alles zeige, dass dem Autoverkehr von der Stadtverwaltung noch zu oft Priorität eingeräumt werde und dem Radverkehr das Nachsehen bleibe. Dies sei nicht mehr zeitgemäß. Während Städte wie Paris oder Berlin binnen kürzester Zeit hunderte Kilometer an Radverkehrsanlagen schaffen, während in Italien oder Spanien kurzerhand ganze Innenstädte vom Autoverkehr befreit werden und sich die Händler deswegen über steigende Umsätze freuen, müsse man in Gießen beinahe froh sein, dass jahrelange Planungen nun mängelbehaftet zur Umsetzung kämen.

 

 

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news-6854 Wed, 10 Jun 2020 14:57:29 +0200 Strasse-zurueckerobern.de berichtet über unsere NixNox-Demo in Frankfurt https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/strasse-zurueckerobernde-berichtet-ueber-unsere-nixnox-demo-in-frankfurt/ zum Bericht auf Strasse-Zurueckerobern.de

zur NixNox-Demo-Seite

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news-6813 Sat, 30 May 2020 10:28:52 +0200 Staatshilfen ohne Klimaschutz führen in die Sackgasse https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/staatshilfen-ohne-klimaschutz-fuehren-in-die-sackgasse/ zur Aktionswebseite

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news-6798 Thu, 28 May 2020 13:09:58 +0200 Das RadWerk: Spontane Museumstour nach Hanau https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/das-radwerk-spontane-museumstour-nach-hanau/  

Von Sabine Crook

Ende Januar klingelte mein Handy neben dem Bett und mein Radkumpel Jonas fragte an, ob ich nicht spontan Lust hätte, mit ihm nach Hanau in ein Radmuseum zu radeln. Nachdem ich mir erst einmal das Sandmännchen aus den Augen gerieben hatte, machten wir die Abfahrt auf 11:00 Uhr fest. Mal einfach so 50 km radeln war jetzt nicht mein erster Gedanke an einem Januarmorgen. Nun gut, bisherige Touren mit Jonas versprachen immer sehr viel Spaß und Neues. Angesichts der Kälte und des Windes wollten wir nicht über Straßen, sondern mehr im Wald windgeschützt fahren. Daher entschied ich mich für meinen Crosser und nicht fürs Bullitt oder Rennrad. Dies stellte sich als sehr weise Entscheidung heraus. Sämtliche Waldwege waren wegen der starken Nässe und der Waldrodungsmaschinen in einem katastrophalen Zustand, teils kaum zu passieren. Wir radelten vom Darmstädter Osten über den Wald nach Messel, hier verfuhren wir uns ordentlich und strandeten an der Bahnlinie, die wir dann nicht ganz legal überquerten. Im Wald hatten wir keinen Internetempfang, daher verließen wir uns auf unser Gefühl. Vorbei ging es auch an dem Waldstück nahe dem ehemaligen Munitionsdepot Muna, welches vor ein paar Jahren brannte und nun immer noch einen verheerenden, aber auch sehr beeindruckenden Anblick bietet.  Ein Teil davon soll zu Forschungszwecken sich selbst überlassen werden. Geschenkt, wir nahmen nicht wirklich den direktesten Weg, aber schließlich kamen auch wir im Museum RadWerk (Gutenbergsraße 7) in Hanau an. Wer weniger spontan ans Ziel gelangen möchte, kann die Tour über eine Website wie den Radroutenplaner Hessen vorbereiten.

Fahrradgeschichte made in Klein-Auheim

Keine Radfahrt ohne Kuchen! Im gleichen Gebäude wie das Museum befindet sich ein hervorragendes Café. Nach der Radfahrt durch die Kälte futterten wir uns erst einmal durch die Karte. Sowohl das Kuchenangebot als auch die warmen Speisen allein sind einen Besuch wert. Absolut empfehlenswert! So gestärkt besuchten wir dann voller Staunen das Museum. Die Ausstellung „Menschen, Räder, Erinnerungen“ des Heimat- und Geschichtsvereins Klein-Auheim e. V. vermittelt die abwechslungsreiche Ortsgeschichte des Stadtteils. Darüber hinaus ist die weltweilt umfangreichste Kollektion an einst in Klein-Auheim produzierten Fahrrädern und Mopeds der Marke BAUER zu bestaunen. Sehr schön wird in der Ausstellung auch beschrieben, wie Frauen und Arbeiter in der damaligen Zeit radelten. Ich erinnere mich vor allem an ein im Zweiten Weltkrieg verkauftes Rad, noch original verpackt und nicht aufgebaut, da der Besitzer im Krieg getötet wurde.

Angefangen waren die Bauer-Werke als Zulieferer für Lampen, Schutzbleche etc. tätig. Ab 1922 wurden komplette Fahrräder gebaut. Auch versuchten sich die Bauer-Werke an einer Art Mofas. Diese schafften es aber nicht in Serie.

Die Entwicklung des Radsports wurde schon damals von zwei Motivationen geleitet, die auch heute noch aktuell sind: Die Überlegenheit des Fahrrads als Verkehrsmittel der Zukunft einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Durchsetzung guter Straßenverhältnisse für die Bedürfnisse der Radfahrer*innen. Bis zum ersten Weltkrieg boomte der Radsport in Deutschland. 1934 bauten die Bauer-Werke das erste Rennrad und unterstützten einige Fahrer, natürlich auch als Werbeträger. In den Anfangsjahren fuhren Frauen selten Rennen. Eine schwitzende Frau entsprach so gar nicht dem Wilhelminischen Frauenideal. Dennoch ist das Rad für die Frauenbewegung nicht weg zu denken. 1968 meldeten die Bauer-Werke Insolvenz an, ein Großteil wurde von Rowenta aufgekauft.

Da wir uns doch sehr viel Zeit für das Museum genommen hatten, beschlossen wir, auch wegen der Kälte mit der Bahn heimzufahren.

Das Museum hat samstags und sonntags 11 bis 17 Uhr geöffnet. Relativ nah ist die Bahnstation (Vias) gelegen. Ein wirklich sehr empfehlenswerter Besuch auch nach Corona.

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news-6797 Thu, 28 May 2020 13:00:12 +0200 Nordbahnhof: Aktives Zuwarten ist keine Option mehr https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/nordbahnhof-aktives-zuwarten-ist-keine-option-mehr/  

Von Felix Weidner

Am Nordbahnhof besteht Handlungsbedarf. Trotz des kürzlich fertiggestellten neuen nördlichen Bahnsteiges mag man dieser These bezogen auf das Gesamtbild kaum widersprechen. Besonders dringlich sind Änderungen in einem Bereich, in dem es nicht um den Komfort der Nutzer*innen, sondern um deren Verkehrssicherheit geht. Gemeint sind in diesem Fall nicht die bahntechnischen Anlagen, sondern die Straßenbahnhaltestelle am Nordbahnhof. Die den sehr zahlreichen dort ein- und aussteigenden Fahrgästen zur Verfügung stehende Haltestellenbereiche sind teilweise gerade mal 1,50 m breit und verfügen über keine Abtrennung zu der dahinterliegenden schnell befahrenen Fahrbahn des Kfz-Verkehrs.  Ein angemessener Sicherheitsraum zu den angrenzenden Verkehrsflächen ist nicht vorhanden.

Gefährliche Situation beim Aussteigen

Selbst für erwachsene Nutzer*innen des Bahnsteiges stellt sich hierdurch insbesondere bei gleichzeitig stattfindendem Verkehr auf der Fahrbahn und dem Gleiskörper eine bedrohliche und objektiv gefährliche Situation ein. Für schwache Verkehrsteilnehmer wie Rollstuhlfahrer aber auch Kinder ist die Situation gänzlich untragbar und die Anlage faktisch nicht nutzbar. Dort wo eine Abtrennung zur Fahrbahn hin vorhanden ist, ist aufgrund der räumlichen Enge das Aussteigen mit Kinderwagen oder Rollstuhl zudem quasi ausgeschlossen.

Nicht nur aus Gründen der Förderung des ÖPNV, sondern auch vor dem Hintergrund des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) sowie der Betriebsordnung Straßenbahnen (BOStrab) sind Anlagen der Straßenbahn sicher zu gestalten und zu betreiben. Diese Anforderung wird im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Nordbahnhof aktuell nicht erfüllt. Diese Einschätzung bestätigt ein inzwischen vom VCD-Kreisvorstand eingeschalteter Fachanwalt.

Angesichts dieser objektiven Gefahrenlage hätte das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) in seiner Rolle als Technische Aufsichtsbehörde Straßenbahn längst einschreiten und Auflagen als Voraussetzung für den Weiterbetrieb erlassen müssen. Auch den im vergangenen Jahr gestellten Antrag des VCD, entsprechend tätig zu werden, lehnt das RP bisher mit der Begründung ab, eine Betriebsuntersagung sei unverhältnismäßig.

Auch der VCD-Kreisvorstand wünscht sich dies nicht. Den Weiterbetrieb der Anlage unter den gegebenen Rahmenbedingungen halten wir jedoch für nicht vertretbar. Insbesondere ist die Argumentation von RP und Stadt weder inhaltlich noch rechtlich haltbar, dass ein Eingreifen nicht erforderlich bzw. möglich sei, weil es in dem Bereich in der Vergangenheit kein auffälliges Unfallgeschehen gegeben habe.

Gerichtsurteile zum Thema

Die Unfallstatistik gibt keine Auskunft über Gefahren, sondern nur über eingetretene Schäden. Nach der seit 2010 geltenden Spruchlinie des Bundesverwaltungsgerichtes liegt eine Gefahrenlage jedoch nicht erst dann vor, wenn ohne ein Handeln der Straßenverkehrsbehörde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zusätzliche Schadensfälle zu erwarten wären. Vielmehr reicht es aus, dass eine entsprechende konkrete Gefahr besteht, die sich aus den besonderen örtlichen Verhältnissen ergibt (BVerwG, Urteil vom 23.09.2010 - 3 C 37.09). Das Bundesverwaltungsgericht fordert also die antizipativ vorausschauende Gefahrenbeurteilung und nicht die statistisch rückschauende Schadensbeurteilung.

Noch deutlicher wird das Verwaltungsgericht Neustadt (Weinstraße) in Anwendung der zuvor dargestellten Spruchlinie in seinem Urteil vom 20.09.2019 – 3 L 272/18.NW, dass „bei derart hochrangigen Rechtsgütern wie Leib, Leben und Gesundheit […] ein behördliches Einschreiten bereits bei einer geringeren Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts zulässig und geboten [ist]. Eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit wird daher von § 45 Abs. 9 Satz 2 StVO nicht gefordert (s. BVerwG, Urteil vom 23. September 2010 – 3 C 37/09 –, Rn. 27, juris).“

Ein weiteres aktives Zuwarten von RP und Stadt auf einen schweren Unfall ähnlich wie beim Willy-Brand-Platz im Jahr 2004, wo ein Kind unter einen Bus geriet und schwer verletzt wurde, ist nicht vertretbar. In Folge dieses Unfalls wurde die Situation dort damals binnen Stunden durch Verbreiterung der Wartebereiche an der Süd- und Ostseite durch vorläufige Sperrung von Fahrstreifen behelfsmäßig und anschließend sehr zeitnah dauerhaft durch fest installierte Poller und Anhebung der Flächen auf Haltestellenniveau zulasten des Kfz-Verkehrsraumes verbessert. Die Veränderungen sind noch heute erkennbar und haben die Situation nachhaltig verbessert.

Durch die Sperrung des jeweils angrenzenden Kfz-Fahrstreifens wären z. B. auch im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Nordbahnhof entsprechende Verbesserungen kurzfristig möglich. Da uns das RP diesbezüglich mit der Zuständigkeit an die Stadt Darmstadt als Verkehrsbehörde verwiesen hat, haben wir den Oberbürgermeister als Untere Straßenverkehrsbehörde Anfang März gebeten, entsprechend tätig zu werden. Sofern eine zeitnahe Reaktion noch im März 2020 ausbleibt, wird der VCD Kreisvorstand das Verwaltungsgericht in der Sache anrufen.

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news-6796 Thu, 28 May 2020 12:35:19 +0200 Klimaentscheid vor dem nächsten Schritt https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/klimaentscheid-vor-dem-naechsten-schritt/  

Wer seid ihr?

Heike Böhler: Ich promoviere und bin wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Darmstadt. Ich forsche und lehre mit einem Schwerpunkt in der Klimapolitik.

Björn Schulz: Ich studierte Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Parallel bin ich bei Fridays for Future aktiv.

Wie kamt ihr zum Klimaaktivismus?

Björn: Bei Fridays for Future stellte sich uns die Frage, wie wir unsere Forderungen wirkmächtig an die Politik herantragen können. Wir waren bereits mit Initiativen wie dem Radentscheid und weiteren Organisationen vernetzt. Hier hat sich als Instrument ein Bürgerbegehren angeboten. Bürgerbegehren waren zu diesem Zeitpunkt in Darmstadt ja schon einige bekannt.

Heike: Ich war bereits bei Scientists for Future aktiv. Uns gingen die Schritte der Politik zu langsam. Wir wollen Tempo machen und die Politik zur Umsetzung von Maßnahmen bringen, damit sie es nicht bei Ankündigungen belassen kann.

Warum Bürgerbegehren? Habt ihr gewisse Mittel verworfen?

Heike: Es braucht weiterhin Demos und Engagierte in den Parteien. Konkrete und verbindliche Forderungen haben uns bisher gefehlt - und dafür ist ein Bürgerbegehren eine wichtige Ergänzung.

Wie viele Leute sind Klimaentscheid aktiv?

Björn: Im Kern sind es 10 bis 15 Menschen, wobei der Altersdurchschnitt eher niedrig ist: Wir sind mehrheitlich Schüler*innen, Studierende und Menschen, die gerade in den Beruf eingestiegen sind.

Heike: Unterstützung kommt von Parents vor Future und Scientists for Future.

Wie lange habt im Vorfeld geplant?

Björn: Im Mai 2019 haben wir die ersten Treffen abgehalten. Von da an haben wir uns vernetzt, Wissen gesammelt und Mitglieder geworben. Auch Expert*innen wie vom Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) in Heidelberg und der Hochschule Darmstadt (h_da).

Unterschriften haben wir ab dem 27. August 2019 gesammelt und hatten am 1. Dezember 5.500 Unterschriften zusammen. Die haben wir anschließend offiziell übergeben.

Habt ihr seitdem etwas von der Stadt gehört?

Heike: Die Stadtspitze hat die Forderungen zwar grundsätzlich begrüßt, aber auf eine umfangreiche Prüfung verwiesen. Offensichtlich hat unser Begehren aber schon einige interne Prozesse angestoßen.

Welche?

Heike: Offizielle Statements gibt es nicht, aber es sickern Informationen durch. Viele Stellen innerhalb der Stadtverwaltung überdenken ihr bisheriges Programm, nicht zuletzt, weil parallel ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur höchsten Priorität für den Klimaschutz vorliegt und Gruppen wie Klimanotstand und große Demonstrationen Bewegung in die Sache bringen.

Björn: Am 20. September waren über 10.000 Menschen für das Klima auf der Straße. Das war die größte Demonstration, die es je in Darmstadt gab. Im Moment überschattet zwar die Gesundheitskrise wegen Corona alles andere, aber das rechtfertigt nicht das quasi vollständige Schweigen der Stadtspitze. Sie ist jetzt am Zug.

Heike: Wir haben breit gefächerte Forderungen bei Verkehr, Wohnen, Bauen etc. Wir würden uns über eine transparentere Kommunikation freuen. Außerdem ist 2030 nicht weit weg und bis dahin muss die Klimaneutralität erreicht sein. Ein wenig wird im Klimabeirat der Stadt gesprochen, in dem wir jetzt auch Mitglied sind. Das Gremium hat aber bislang noch wenig Ergebnisse produziert.

Ihr habt euch 11 Ziele gesteckt. Was beinhalten diese?

Heike: Unser Ziel 1 greift das Pariser Klimaschutzabkommen auf. Darin sind 1,5 °C globale Erwärmung als Maximum definiert. Jedes Zehntel Grad mehr sorgt für schwerwiegende Folgen für Menschen und Umwelt. Heruntergebrochen auf Darmstadt bedeutet das, dass wir bis spätestens 2030 klimaneutral sein müssen. Hier müssen die einzelnen Sektoren ihren Treibhausgasausstoß drastisch senken.

Welche Rolle spielt der Verkehr für das Klima?

Björn: Von 1990 bis heute hat der Verkehrssektor am wenigsten CO2 eingespart. Hier sind die greifbarsten Erfolge zu erwarten. Beim Bürgerticket setzen wir beispielsweise auch auf einen psychologischen Effekt: Neubürger*innen sollen ein kostenloses ÖPNV-Ticket erhalten und ihre neue Sicht sprichwörtlich erfahren. Langfristig setzen wir so auf eine Verhaltensänderung hin zu mehr ÖPNV, Rad- und Fußverkehr.

Heike: Im Verkehrsbereich hat die Stadt mit Blick auf Land und Bund die größten Spielräume. Härtere Maßnahmen wie eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung müssen dabei mit neuen Alternativen und Angeboten verknüpft werden, damit wir alle Bürger*innen mitnehmen. Aus unserer Sicht führt nur eine Kombination von attraktiven Angeboten und restriktiven Regelungen zum Erfolg.

Wie sieht es bei Bauen und Wohnen aus?

Heike: Bauen und Wohnen benötigt heute große Mengen fossiler Energie. Bei sinkenden Energiekosten wird auch weniger CO2 verbraucht und werden Mieter*innen entlastet. Wir fordern die Stadt und ihren Bauverein auf, größer zu denken und Pläne vorzulegen.

Björn: Im Vergleich zu Freiburg oder Tübingen hat Darmstadt wenig Innovatives vorzuweisen. In den genannten Städten gibt es verpflichtende Photovoltaik-Anlagen (PV) und es sind klimaneutrale Baustoffe wie Holz und Lehm vorgeschrieben.

Heike: Gerade beim Neubau müssen höchstmögliche Standards gesetzt werden. Im hessenweiten Vergleich der 10 größten Städte nimmt Darmstadt Platz 10, also das Schlusslicht ein, wenn es darum geht, wie viel nutzbare Flächen mit PV-Anlagen belegt sind. Photovoltaik rechnet sich für den Klimaschutz und wirtschaftlich für Bauherr*innen.

Welchen Beitrag leistet eure Forderung nach mehr Stadtbegrünung?

Heike: Pflanzen binden CO2. Klimaschutz und Lebensqualität gehen hier Hand in Hand. Menschen fühlen sich wohler – auch bei durch den Klimawandel heißeren Sommern sorgt Stadtgrün für mehr Abkühlung.

Warum muss auch die Wärmeversorgung erneuerbar werden?

Heike: Heute dominieren Gas und Ölheizungen unsere Gebäudeheizungen. Wir wollen mehr erneuerbare Energien im Fernwärmenetz. Viel Sonnenenergie und industrielle Abwärme bleibt heute ungenutzt. Trotz Klimaerwärmung muss im Winter noch geheizt werden.

Wo muss die Stadt ihre Vorbildfunktion ausspielen?

Björn: Die Stadt muss beispielsweise im Divestment Vorbild sein. Divestment bedeutet, dass die Stadt klimaschädliche Geldanlagen abzieht.

Heike: Die Stadt muss auch heute schon handeln und z. B. auf allen städtischen Gebäuden, wo das technisch sinnvoll ist, eine PV-Anlage installieren. Heute hat die Stadt etwa 845 Gebäude in ihrem Immobilienmanagement. Davon verfügen nur 35 über eine PV-Anlage. Die meisten Schulen haben keine PV Anlage, aber große Flachdächer. Schüler*innen könnten durch den Ausbau der Solarenergie an ihrer eigenen Schule vor Ort lernen, welche positiven Effekte die Technik mit sich bringt.

Unsere Analyse mithilfe des hessischen Solarkatasters liefert allein auf den Schuldächern, Schulturnhallen und Schwimmbädern ein hebbares Potenzial von circa 2.067.000 kWh Sonnenenergie pro Jahr. Darmstadt könnte hier allein auf eigenem Eigentum die bisherige Solarproduktion der gesamten Stadt um 27% steigern.

Euer letztes Ziel bezieht sich auf den Strommix: Welchen Strommix hat die ENTEGA heute?

Heike: Private Neukunden bekommen Ökostrom. Es gibt aber noch Altverträge. Soweit wir es überblicken, nutzt die Stadtverwaltung selbst bereits 100 % erneuerbare Energien.

Björn: Im Gesamtmix der ENTEGA sind noch rund 10 % fossil, aus denen sie aussteigen muss.

Wie geht mit dem Bürgerbegehren weiter?

Heike: Noch ist alles offen. Wir warten auf die Rückmeldung der Stadt. Wir rechnen aber damit, dass die Stadt mit Verhandlungen auf uns zukommt.

Plant ihr wieder Aktionen?

Björn: Eigentlich wollten wir auch im Rahmen der nächsten Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung weiter demonstrieren. Wegen Corona ruht das vor Ort und wir prüfen Alternativen wie Online-Aktionen.

Heike: Die inhaltliche Vorbereitung geht weiter, aber die Gesundheit aller geht vor.

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news-6794 Thu, 28 May 2020 11:51:42 +0200 Darmstadt auf dem Weg zur Fahrradstadt https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/darmstadt-auf-dem-weg-zur-fahrradstadt/  

Von David Grünewald

Radstrategie beschlossen

2019 kam noch ein Beschluss zur Radstrategie hinzu. Verteilt auf die fünf Handlungsfelder Strategie, Infrastruktur, Information/Kommunikation, Arbeitsstrukturen und Anreizförderung wurden 23 Ziele gesteckt. Auf allen Feldern wird gearbeitet. Mit dem in der Radstrategie aufgeführten Sofortmaßnahmenprogramm wurde schon zuvor begonnen. Der Parlamentsvorbehalt für große Maßnahmen ist keinesfalls aufgehoben, aber die politische Denk- und Machbarkeit ist eine andere geworden. Heute steht die überwiegende Mehrheit der Stadtverordneten hinter dem Umbau Darmstadts zur Fahrradstadt. Das neue politische Bekenntnis ist der wichtigste Erfolg. Zuvor wurde gerne und ausgiebig um jeden Quadratmeter öffentliches Straßenland gestritten, das vom motorisierten Verkehr den Menschen im ÖPNV, Fuß- oder Radverkehr zurückgegeben werden sollte.

Neuer politischer Mut

Jetzt traut sich die Regierungskoalition zu, auch Parkstände oder Fahrstreifen in Verkehrsflächen für das Fahrrad umzuwandeln. Für großes Aufsehen sorgte beispielsweise die Umgestaltung der Mittleren Rheinstraße, die schon das Cover der Kettenblatt-Ausgabe 1/2019 zierte. Bürger*innen und Medien befürworten die Maßnahmen, was der Sache Vorschub leistet. Beispielsweise sind 2019 auch Parkstände in der Teichhausstraße weggefallen und die Radfahrstreifen entsprechend breiter geworden, ohne dass bei der Bürgerbeauftragten oder dem Oberbürgermeister auch nur eine einzige Beschwerde aufgelaufen wäre.

Quartalsberichte

Seit Anfang 2019 erscheinen jedes Quartal Berichte über umgesetzte Maßnahmen an der Radverkehrsinfrastruktur. Alle Maßnahmen zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen, weshalb hier nur die wichtigsten beschrieben werden.

Hauptstraßen

Entlang der Heidelberger Straße wurde der westliche Geh- und Radweg von der Rüdesheimer Straße bis zum Grenzweg auf einer Länge von 1,2 km grundständig saniert und auf 3,50 m Breite mit glattem Asphalt ausgebaut. Davor gab es ein sehr unebenes Pflaster und besonders bei Regen große Pfützen. Die Breite des Weges ist durch die Doppelallee beschränkt.

Eine weitere Verbesserung der Heidelberger Straße wurde zwischen Annastraße und Heinrichstraße umgesetzt. In der nördlichen Fahrtrichtung wurde der bauliche Radweg deutlich verbreitert und ein Radfahrstreifen im Kreuzungsbereich mit der Heinrichstraße auf 2,50 m aufgeweitet. Der Gehweg wurde mit Pollern vor falsch abgestellten PKW geschützt. In der Gegenrichtung wurden die Parkstände entfernt und ein baulicher Radweg in 2,30 m statt der vorher ungeschützten Radverkehrsführung in der Türzone von PKWs angelegt.

In der Bismarckstraße wurden zwischen Am alten Bahnhof und der Kasinostraße der Radfahrstreifen auf 2,50 m verbreitert und die Parkstände entfernt. Auf dem Gehweg unterbinden Poller das Falschparken. Im Knoten mit der Kasinostraße wurden die Haltlinie des Kraftverkehrs um 5 m nach hinten versetzt und ein Trixi-Spiegel montiert, um bessere Sichtbeziehungen zu gewährleisten.

Die Rheinstraße hat zwischen Neckarstraße und Grafenstraße einen 2,30 m breiten mit Pollern geschützten und rot eingefärbten Radfahrstreifen erhalten. Außerdem wurden auf der Südseite erstmals Bügel zum Anschließen von Fahrrädern aufgestellt, die gleichzeitig illegales Parken unterbinden.

In der Heinrichstraße und in der Kirchstraße wurde das Tempo ganztags auf 30 km/h gedrosselt. Zuvor durfte dort tagsüber noch schneller gefahren werden. Aus Gründen der Unfallverhütung, des Lärmschutzes und der Luftreinhaltung konnte hier eine Verbesserung erzielt werden.

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news-6750 Mon, 18 May 2020 16:05:00 +0200 Bundesweiter Aktionstag „Pop-Up Bike-Lanes“ https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/bundesweiter-aktionstag-pop-up-bike-lanes/ Deshalb beteiligt sich der VCD zusammen mit vielen anderen Gruppen an dem von Greenpeace ins Leben gerufenen  Aktionstag „Pop-Up Bike-Lanes“.

Popup-Termine am 23.05.2020:
Offenbach: 10:00 Uhr, Waldstr. / Marienstr
Wiesbaden: 10:00 Uhr, Wilhelmstraße
Kassel: 11:00, Weserstraße 6
Darmstadt: 12:00, Rheinstraße Hausnummer 82 / Haltestelle Berliner Allee
Frankfurt: 14:00 Uhr, Messe / Hammering-Man

Seid dabei und macht mit!

Euer VCD Hessen

Weitere Infos zum Projekt: strasse-zurueckerobern.de/

Der Aktionstag Pop-Up Radwege wird von einem breiten (und im jeweiligen Ort variirenden)  Bündnis getragen: Greenpeace, VCD, adfc, BUND, FUSS e.V., Radentscheide Darmstadt – Frankfurt – Kassel, TransitionTown, Fridays for Future u.v.a..

 

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news-6747 Sun, 17 May 2020 13:56:09 +0200 „Radentscheid-Offenbach“ am Start https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/radentscheid-offenbach-am-start/ Die Initiative Radentscheid sammelt dafür unterschiedliche Meinungen, um einen Bürgerentscheid - ähnlich wie andernorts - vorzubereiten und durchzuführen: www.radentscheid-offenbach.de.

Nach Auffassung der Diskussionsteilnehmer*innen soll damit erreicht werden, dass in Offenbach Rahmenbedingungen hergestellt werden, um mehr Verkehrsteilnehmer*innen zum Umsteigen auf das Fahrrad und den ÖPNV zu ermutigen. Das heißt, „es soll wieder Lust machen, angstfrei stärker das Rad für Freizeit und Beruf zu nutzen“. Doch dafür „müssen“, so die Organisatoren, „die Voraussetzungen stimmen“. Als Beispiele werden von ihnen der Ausbau sicherer Radwege, eine stadtweit ausreichende Zahl an Abstellplätzen für Fahrräder sowie die Berücksichtigung von zu förderndem Radverkehr bei allen privaten und öffentlichen Bautätigkeiten in den Bereichen Wohnen und Gewerbe genannt.

Damit die Ziele der ersten Überlegungen umgesetzt werden, wird im Moment von der „Initiative Radentscheid“ transparent mit einer „Mängelmelder-Plattform“ Bilanz gezogen, wo Versäumnisse der örtlichen Verkehrspolitiker und Stadtplaner liegen und wo es im Straßenraum Verbesserungsbedarfe gibt. Die bisherigen Diskussionen sollen in einen Forderungskatalog der Offenbacher münden, der mit ausreichend gesammelten Unterschriften in einem von der städtischen Verwaltung zu erarbeitenden Mobilitätskonzept zu berücksichtigen ist. Die in ihm festgelegten Leitlinien wären dann rechtlich bindend und zukünftig bei allen kommunalen Infrastrukturmaßnahmen umzusetzen.

Ermutigt werden die Initiatoren von im Moment 34 in ganz Deutschland durchgeführten Radentscheiden. Jetzt ist also überparteiliches Engagement von Offenbacher*innen für die Entwicklung des Forderungskatalogs, die Durchführung von unterschiedlichen Aktionen und das Sammeln von Unterschriften gefordert. Alle Interessierten können sich unter folgender E-Mail-Adresse melden: mitmachen@radentscheid-offenbach.de.

 

Twitter: @radentscheidOF

Facebook: https://www.facebook.com/RadentscheidOffenbach/

Website: www.radentscheid-offenbach.de 

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news-6716 Mon, 11 May 2020 17:13:04 +0200 Neues Projekt zur klimaverträglichen Mobilität in Wohnquartieren https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/neues-projekt-zur-klimavertraeglichen-mobilitaet-in-wohnquartieren/ Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) fördert das Bundesumweltministerium seit dem 1. Mai 2020 das Projekt „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität“ des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD).

Damit können wir die sehr erfolgreiche Arbeit von „Wohnen leitet Mobilität“ weiterführen und  ausweiten.
Das Rhein-Main-Gebiet ist schon seit drei Jahren eine der Projektregionen. Der VCD Regionalkoordinator Eric Kruzycki initiierte zahlreiche Konferenzen gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft und Mobilitätsdienstleistern, sowie mit Vertretern der Kommunen und des Landes Hessen.
Durch die Kooperation von kommunalen und gewerblichen Akteuren konnten vorbildliche Wohnquartiere bezüglich nachhaltiger Mobilität voran gebracht werden.

Weitere Informationen:
womo.vcd.org

Kontakt:
Eric Kruzycki
Regionalkoordinator Rhein-Main
Fon 0176/56 98 92 65
eric.kruzycki@vcd.org

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news-6691 Thu, 07 May 2020 06:55:35 +0200 VCD Gießen fordert umfassendes Konzept für Schulwege in Corona-Zeiten https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-giessen-fordert-umfassendes-konzept-fuer-schulwege-in-corona-zeiten/ Anlässlich der am 18. Mai anstehenden Wiederöffnung der Schulen für fast alle Schülerinnen und Schülern ruft der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf, für den Schulweg auf Eltern-Taxis zu verzichten und neben Bus und Bahn vor allem das Rad und die eigenen Füße zu nutzen. Der Landkreis Gießen habe hier dankenswerterweise schon eine eigene Initiative gestartet und werbe zusammen mit den Schulen im Kreis für eine umweltbewusste Mobilität auch in Corona-Zeiten. Für den Kreisverband des VCD sei es nun höchste Zeit, dass die Stadt Gießen nachziehe und ein umfassendes Konzept vorstelle, wie die Schulwege zu den städtischen Schulen sicher und bequem auch per Fahrrad zurückgelegt werden können. Für den VCD seien hier mehrere Elemente ausschlaggebend: Fehlende Fahrradwege sollten durch temporäre Sperrungen von Spuren oder Parkstreifen zu temporären Radwegen, sogenannten „Pop-Up-Bike-Lanes“, umgewandelt werden. Beispielhaft nannte Kreisvorstand Patrik Jacob die Grünberger Straße zwischen Moltkestraße und Ludwigsplatz, den Wiesecker Weg zwischen Dürerstraße und Ludwig-Richter-Straße oder die Ludwigstraße bergauf zwischen Riegelpfad und Leihgesterner Weg. Der Radweg in der Frankfurter Straße stadteinwärts werde gemäß städtischer Ankündigung dankenswerter Weise gerade rechtzeitig fertig.

Neben diesen Verbesserungen in der Infrastruktur seien für den VCD aber auch weitere Maßnahmen sinnvoll. Zur Steigerung der Akzeptanz des Verkehrsmittels Fahrrad könne z.B. das gemeinsame Fahren in organisierten Gruppen, z.B. von den Stadtteilen in die Innenstadtschulen, helfen. Zudem müsse die Sicherheit im Schulumfeld erhöht werden. Die längst angekündigten und seit anderthalb Jahren überfälligen Beschränkungen auf Tempo 30 vor allen Schulen seien umgehend einzurichten, an neuralgischen Punkten (z.B. Querung Wißmarer Weg in Höhe Rübsamen-Steg, Querung Bismarckstraße vor Liebigschule) sollten Straßenquerungen gesichert werden. Insbesondere im Schulumfeld sollten die Gehwege von parkenden Autos freigehalten, aber auch Halte- und Parkverbote für Eltern-Taxis oder auch temporäre Sperrungen von Straßenteilen in Betracht gezogen werden. Verkehrsverstöße sollten durch vermehrte Kontrollen geahndet werden. Schulhöfe müssten für die notwendigen Abstandsregelungen auch den Schülerinnen und Schülern zu Verfügung stehen und nicht als Parkplätze zweckentfremdet werden.

Wichtig sei auch, das Radfahren und zu-Fuß-Gehen als gesunde Alternative durch Politik und Schulleitungen aktiv zu bewerben sowie endlich auch die Schulwegpläne im Internet zur Verfügung zu stellen. Mit dem Landkreis und den Umlandkommunen sollten die Konzepte abgestimmt und auch für die zahlreichen Kreisschüler passende Lösungen angeboten werden. Der VCD gehe davon aus, dass die Stadtwerke spätestens zum 18. Mai wieder zum regulären Busfahrplan an Schultagen zurückkehren und alle Busse im Einsatz haben, um so viel Platz wie möglich anzubieten. Die Busse ins Umland fahren bereits seit der letzten Woche nach dem üblichen Schulfahrplan.
 

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news-6613 Sun, 03 May 2020 22:03:39 +0200 Als Gruppe mit dem Fahrrad auf Tour - trotz Kontaktbeschränkung https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/als-gruppe-mit-dem-fahrrad-auf-tour-trotz-kontaktbeschraenkung/ Notwendig ist ein Betreuer, also eine Lehrerin oder ein Lehrer, ein Jugendgruppenleiter oder eine Trainerin oder die Eltern, die als „Teamchef“ ein paar Aufgaben übernehmen und die Gruppe auf der Internetseite www.klima-tour.de anmelden müssen.

Ist das passiert, ab aufs Rad, jeden erradelten Kilometer aufschreiben und die Kilometer der gesamten Gruppe in regelmäßigen Abständen zusammenrechen. Der Teamchef gibt diese dann bei der Kilometereingabe auf der Homepage ein. So kann jedes Gruppenmitglied die Kontaktbeschränkungen beachten, alleine radeln, und trotzdem gemeinsam mit der Gruppe gewinnen.

Auf einer 2.641 Kilometer langen virtuellen Tour durch Deutschland geht es Stück für Stück voran. Und keine Angst! Wenn nur 15 Teilnehmer mit einem einfachen Schul- oder Freizeitweg von 2 Kilometern teilnehmen, ist das Ziel in etwa neun Wochen erreicht – Zeit ist genug, bis Ende August 2020.

Je mehr Wege mit dem Fahrrad zurücklegt werden, desto schneller geht es voran und desto mehr CO2 wird eingespart. An elf Stationen in Deutschland wird Halt gemacht. Dort erwartet alle ein lustiges und informatives Quiz zum Fahrradfahren und Klimaschützen. An vielen Stationen warten auch Mitmachaktionen, mit der Chance, tolle Preise zu gewinnen.
Wenn die kompletten 2.641 Kilometer der Hauptroute durch Deutschland erradelt und die Quizfragen an den Stationen beantwortet wurden, ist die Teilnahme an der Verlosung für den Hauptpreis gesichert.

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news-6594 Tue, 28 Apr 2020 16:41:27 +0200 Zufußgehen gefährdet Ihre Gesundheit https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/zufussgehen-gefaehrdet-ihre-gesundheit/ Abstand sollen wir in den Zeiten der Pandemie halten. Doch was auf vielen Gehwegen in normalen Zeiten schon schwierig ist, wird nun zur Unmöglichkeit.

„Gehwege werden teilweise bis auf einen schmalen Rest zugeparkt und keine Ordnungskraft weit und breit kümmert sich darum“ , beklagt Manfred Bernard vom FUSS e. V. die Situation. "Die Menschen müssen auf die Straße ausweichen und sich, von den Autofahrern angetrieben, wieder den Weg zurück auf den Gehweg suchen oder auf den gebotenen Mindestabstand verzichten und sich auf dem schmalen Gehweg am Gegenüber vorbeiquetschen."

„Wenn kein Personal für die Kontrollen da ist, muss in engen Straßen mit schmalen Gehwegen auf einer Seite der Straße das Parken verboten und dort ein ausreichend breiter Gehweg durch die Absperrung mit Baken und Zäunen gesichert werden“, fordert deshalb Mathias Biemann vom Verkehrsclub Deutschland. Das wäre eine konsequente Regelung zugunsten der allgemeinen Gesundheit.

Alternativ könnten die Straßen, wenn sie für den Durchgangsverkehr nicht von Bedeutung sind, aber auch in einen verkehrsberuhigten Bereich, umgangssprachlich Wohn- oder Spielstraße, umgewandelt werden, schlägt der Verkehrsclub vor. Dort müssen Autofahrer und Radfahrer dann im Schritttempo fahren und Fußgänger auf der Fahrbahn akzeptieren. Die Fußgänger wiederum, dürfen den Verkehr nicht unnötig behindern. „Damit ginge kein Parkplatz verloren und auch Fußgänger, die mit Kinderwagen, Gehhilfen oder einem Rollstuhl unterwegs sind, könnten mit dem gebotenen Abstand aneinander vorbeikommen“, erklärt Biemann.

Das sind Lösungen, die auch nach der Pandemie beibehalten werden könnten, um die miserable Situation der Fußgänger in solchen Straßen zu verbessern. Um sie schnell umzusetzen, schlägt er vor, die Einmündungen dieser Straßen zuerst einmal mit den bei Straßenbaustellen üblichen Absperrungen zu verengen und, im Sinne der gegenseitigen Rücksichtnahme, auf die Benutzung der Fahrbahn durch Fußgänger hinzuweisen. Dafür notwendige Absperrungen und Schilder gebe es wegen der vielen ausgefallenen Veranstaltungen bei den Bauhöfen und den kommerziellen Verleihern in ausreichender Anzahl.

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news-6542 Mon, 13 Apr 2020 19:56:11 +0200 Petition für autofreien Mainkai https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/petition-fuer-autofreien-mainkai/ Seitdem opponieren aber auch Bürger, vornehmlich aus Sachsenhausen, dagegen, weil sie überzeugt sind, dass nun deutlich mehr Verkehr durch ihren Stadtteil fließt. Das ist umstritten und eine Verkehrszählung im März 2020 sollte objektive Zahlen liefern, zum Vergleich mit einer Zählung aus dem März 2018, als der Autoverkehr sich noch ungehindert über den Mainkai schob.

Die Verkehrszählung im März fand nicht statt. Aufgrund des geringen Verkehrs durch die Corona-Pandemie wäre sie nicht repräsentativ gewesen. Die Koalition aus CDU, Grünen und SPD ist sich über das weitere Vorgehen uneinig. Der Mainkai soll ab dem 1. September 2020 deshalb wieder von Autos befahren werden. Das erinnert an das Vorgehen, das 2018 beim Modellversuch Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen zu beobachten war. Damals wurde, trotz der positiven Ergebnisse der Temporeduzierung, die Einführung von Tempo 30 nicht umgesetzt, weil die Koalition sich nicht einigen konnte. Nur dort, wo Anwohner sich trotz des negativen Beschlusses weiter für Tempo 30 auf Hauptstraßen eingesetzt haben, kam es doch noch dazu.

Damit der Mainkai auch nach dem 1. September 2020 autofrei bleibt, haben Anwohner deshalb eine Petition an die Stadtverordnetenversammlung Frankfurt am Main gestartet: http://chng.it/rLL6hwfmXm

Nutzen Sie diesen Link, lesen Sie die Petition und entscheiden Sie, ob der Mainkai auch in Zukunft als Erholungs- und Freizeitfläche zur Verfügung stehen, oder für den Autoverkehr freigegeben werden soll.

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news-6490 Thu, 19 Mar 2020 23:14:10 +0100 Jahreshauptversammlung, Regionaler Nahverkehrsplan, Straßenfest und Landesmitgliederversammlung https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/jahreshauptversammlung-regionaler-nahverkehrsplan-strassenfest-und-landesmitgliederversammlung/ Jahreshauptversammlung verschoben, neuer Termin: Dienstag, 1. September 2020

Eigentlich wollten wir unsere Jahreshauptversammlung zum Beginn des Jahres veranstalten. Weil das neuartige Coronavirus Sars-Cov-2 verschärfte Regelungen für Versammlungen mit sich bringt, wollen wir die Gesundheit der VCD-Mitglieder und ihrer Angehörigen, Freund*innen und Kolleg*innen keinesfalls gefährden.

Deshalb werden wir die Jahreshauptversammlung erst am Dienstag, 1. September 2020 ab 19:30 Uhr in der Holzhofallee 21, 64295 Darmstadt in den Räumen von CoWo 21 abhalten. Die offizielle Einladung mit Tagesordnung erfolgt gem. § 7 Abs. 2 unserer Satzung über die Mitgliederzeitschrift. Dies ist dann die Ausgabe 1/2020 des Magazins Kettenblatt, die wir Mitte Mai in Zusammenarbeit mit dem ADFC an alle VCD-Mitglieder verschicken.

Anträge an die Mitgliederversammlung werden bis zwei Wochen vor der Versammlung am besten an vorstand@vcd-darmstadt.org gesendet. Wir sammeln sie transparent auf der Website des Kreisverbands.


Stellungnahme zum Regionalen Nahverkehrsplan

Zusammen mit Aktiven aus der VCD-Kreisverbänden im RMV-Gebiet bereiten gerade eine Stellungnahme zum regionalen Nahverkehrsplan (RNVP) vor. Wir machen uns für mehr Angebote mit Bahn und Bus stark: günstigere und einfache Tarife, ein dichtes Angebot in Stadt und Land, attraktive Haltestellen, ein gut ausgebautes und voll elektrifiziertes Schienennetz sowie moderne Fahrzeuge sind der Schlüssel für einen guten Nahverkehr, den wir dringend für die Verkehrswende und den Klimaschutz brauchen.

Wer sich den Beratungen anschließen will, ist herzlich zur Webkonferenz am Samstag, 21. März 2020 um 11:00 Uhr eingeladen.


Straßenfest geplant

Sobald die aktuellen Beschränkungen auf Grund des neuartigen Coronavirus aufgehoben sind, wollen wir wieder auf der Straße aktiv werden. Dazu planen wir aktuell eine größere Veranstaltung mit vielen Verbänden und Gruppen. Wir suchen engagierte Helfer*innen und Kontakte für ein breites Bündnis.

Du möchtest uns am Tag oder vorher tatkräftig unterstützen? Melde dich bitte unter kontakt@vcd-darmstadt.org mit dem Betreff „Straßenfest“.


Stellenausschreibungen

Der VCD schreibt derzeit mehrere Stellen im Rahmen des bundesweiten Netzwerk Wohnen und Mobilität aus:

Für die Verkehrswende werden weiterhin gute Köpfe gebraucht. Die Stadt Darmstadt sucht derzeit:

Auch bei der HEAG mobilo sind Stellen frei, um Busse und Straßenbahnen in Betrieb zu halten:

Für das freie Lastenrad-Projekt Heinerbike werden in Darmstadt gesucht:

  • aktuell geöffnete Geschäfte, die ein online gebuchtes Lastenrad verleihen können
  • Patinnen und Paten, die sich einmal im Monat darum kümmern, das das Lastenrad zum nächsten Geschäft gebracht wird oder im Falle eines Schadens seinen Weg zum Reparaturbetrieb findet (es muss nicht selber geschraubt werden).

Beide Tätigkeiten werden mit einer Aufwandsentschädigung vergütet. Interessierte melden sich bitte unter info@heinerbike.de


Bericht von der Landesmitgliederversammlung

Am Samstag, 29. Februar 2020 waren wir auf der Landesmitgliederversammlung des VCD in Hessen. Es gab Vorträge und eine Podiumsdiskussion zum Fernbahntunnel in Frankfurt. Die Folien von Gerd-Dietrich Bolte (DB Netz) und Klaus Gietinger sowie eine Videoaufzeichnung sind online abrufbar.

Aus unserem Kreise wurde Stephan Voeth in den Landesvorstand des VCD gewählt. David Grünewald vertritt uns wieder auf der Bundesdelegiertenversammlung.


Nächstes Treffen

Im Moment finden wegen des neuartigen Coronavirus im gesamten VCD keine Treffen und Präsenzveranstaltungen statt. Anstelle des üblichen Termins am 1. Dienstag des Monats ist am Dienstag, 7. April 2020 ab 19:30 Uhr eine Webkonferenz geschaltet.

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Felix, Stephan und David

 

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news-6004 Thu, 27 Feb 2020 13:01:11 +0100 Osttangente als Straßenbahn durch Offenbach https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/osttangente-als-strassenbahn-durch-offenbach/ "Eine Straßenbahn zwischen Offenbach und Frankfurt wäre ein wichtiger Beitrag zur Verbindung der beiden Großstädte", sagt Henning Kühl von der VCD Regionalgruppe Rhein-Main, " Zwischen Offenbach und Frankfurt gibt es die meisten Pendler im Rhein-Main-Gebiet". 

Auch die Überlegung, den Hauptbahnhof in Offenbach an das Straßenbahnnetz anzubinden und dem Bahnhof wieder mehr regionale Bedeutung zu geben, begrüßt der alternative Verkehrsclub: „Wir brauchen ein attraktives Nahverkehrsnetz, das die Kommunen im Umland direkt, also ohne Umweg über Frankfurt verbindet. Eine schnelle Straßenbahn von Neu-Isenburg über den Hauptbahnhof in Offenbach bis nach Bad Vilbel, als regionale Osttangente, wäre die perfekte Lösung dafür,“ findet Henning Kühl von der Offenbacher Gruppe des VCD. 

In Neu-Isenburg wäre es möglich diese "Regionaltangente Ost" mit der schon beschlossenen "Regionaltangente West" zu verbinden. Damit würde ein weiteres wichtiges Stück des vom VCD geforderten Schienenrings um Frankfurt entstehen. Durch Haltestellen in Fechenheim und Bad Vilbel könnten Verknüpfungen zur Nordmainischen S-Bahn sowie der S 6 geschaffen werden und damit neue interessante Anschlüsse und Pendlerverbindungen entstehen. Auch die Verknüpfung mit der von Offenbach gewünschten Südtangente, mit Halt am dortigen Hauptbahnhof, wäre gegeben. 

„Die Straßenbahn nach Frankfurt wäre damit nicht überflüssig, denn die hohe Zahl der Pendler aus Offenbach rechtfertigt eine parallel zur S-Bahn verlaufende Strecke“ ist Mathias Biemann vom VCD aus Frankfurt überzeugt. Auch könnte die von Frankfurt kommende Linie in Offenbach verlängert werden, um die schon heute bis an die Maximalgrenze ausgereizte Busverbindung aus der Innenstadt in Richtung Bürgel zu entlasten. Der Verkehrsclub hat die Strecken in ihrem Verlauf betrachtet und hält die Linienführung für technisch und wirtschaftlich umsetzbar.

Die Darstellung des Streckenverlaufs finden Sie hier: https://hidrive.ionos.com/lnk/COBJjtM7

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news-5781 Wed, 26 Feb 2020 08:00:00 +0100 Podiumsdiskussion zum Schienenknoten Frankfurt und Landesmitgliederversammlung des VCD Hessen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/podiumsdiskussion-zum-schienenknoten-frankfurt-und-landesmitgliederversammlung-des-vcd-hessen/ Die Vorträge von Gerd-Dietrich Bolte und Klaus Gietinger sowie die Podiumsdiskussion wurden gefilmt vom Social Tech e.V..

Hier geht’s zu den drei Videos,

zum Programm, den Folien der Vortragenden und weiteren Infos

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news-5998 Tue, 25 Feb 2020 21:08:36 +0100 Stellungnahme des VCD Hessen zur Reaktivierung von Bahnstrecken in Hessen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/stellungnahme-des-vcd-hessen-zur-reaktivierung-von-bahnstrecken-in-hessen/ Der VCD Hessen begrüßt die neue Wertschätzung der Eisenbahn als klimafreundlichen Verkehrsträger und die damit verbundene Offenheit für die Reaktivierung von Bahnstrecken und die Neueinrichtungen von Schieneninfrastruktur.

Wir halten dabei die Betonung des ländlichen Raumes für wichtig - die Bahn muss wieder in die Fläche zurück! Aus sogenannten Entleerungsgebieten können wieder attraktive Lebensräume werden, in denen man nicht mehr vom Auto abhängig ist.

Das gelingt nur mit einer mutigen Reaktivierungsoffensive, die nicht bei einigen Leuchtturmprojekten Halt macht.

Um das zu erreichen, brauchen wir ein transparentes, nachvollziehbares Bewertungsverfahren für Reaktivierungen und Neubauten. Ein daraus entstehendes Ranking von Kandidaten muss laufend aktualisiert werden, wenn aus Erfahrungen neue Erkenntnisse erwachsen.

Dabei sollten Maßnahmen für erste aussichtsreiche Kandidaten auch zur Gewinnung von Erfahrung schnell in Angriff genommen werden. Es scheint uns wichtig zu sein, die weitere Planung iterativ anhand eines Rankings vorzunehmen, das sich im Zeitablauf durch veränderte Vorgaben, gewonnene Erfahrungen auch hinsichtlich der Bewertungsmethodik und sich ändernde Strukturdaten durchaus ändern kann.

Wir fordern daher das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen auf,

  • einen Vorschlag für die Bewertungsmethodik vorzulegen und
  • eine Liste mit den erfolgversprechendsten Reaktivierungskandidaten und
  • bis Ende 2020 eine bewertete Liste mit weiteren Reaktivierungskandidaten vorzulegen.

Jede Reaktivierung muss von Anfang an durch den regional zuständigen Aufgabenträger für den ÖPNV durch die Planung von Buszubringerverkehren, aber auch mit neuen Mobilitätskonzepten wie insbesondere On-Demand-Verkehre für den ländlichen Raum begleitet werden.

Wir fordern aber auch: Wo Reaktivierung und Neubau erkennbar keinen Sinn ergeben, da muss es einen Busverkehr mit einem vergleichbaren Anspruch an Verfügbarkeit und Qualität geben. In der Schweiz kann man noch das entlegenste, touristisch uninteressante Bergdorf stündlich per (Klein-) Bus erreichen, natürlich in den Taktfahrplan und in ein landesweites Tarifsystem integriert. Zwei Schulbusfahrten am Tag für die sogenannten „Zwangskunden“ (Verkehrsteilnehmer ohne Führerschein oder Auto) sind einfach nicht akzeptabel.

 

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news-5874 Wed, 29 Jan 2020 21:24:27 +0100 Pressemitteilung: Radwege endlich instand setzen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-radwege-endlich-instand-setzen/ Im Schwalmtal gibt es einen weitgehend gut befahrbaren hessischen Fernradweg, den R4. Eine Ausnahme bildet ein etwa 700 Meter langes Stück im Bereich des Hochwasserrückhaltebeckens bei Heidelbach. Hier führt der offiziell ausgezeichnete Radweg über einen völlig unbefestigten Feldweg, der tiefe Spurrillen aufweist, die von den landwirtschaftlichen Fahrzeugen hervorgerufen wurden. „Ich radle mit meiner Feierabend-Radgruppe oft den Schwalmradweg entlang. Bei trockenem Wetter macht uns der lose Schotter zu schaffen, bei schlechtem Wetter ist der Weg durch die vielen Pfützen quasi unbefahrbar. Oft weichen dann Mitglieder der Gruppe auf die benachbarte Landesstraße 3156 aus, die stark befahren ist. Das ist meiner Einschätzung nach gefährlich und ich bin immer heilfroh, wenn die Gruppe wieder zusammen auf dem offiziellen Radweg ist,“ erläutert Mirjam Kneußel vom Kreisverband Vogelsberg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC).

Wegen dieses untragbaren Zustands hatten sich die Mobilitäts- und Umweltclubs schon vor Jahren als Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule gewandt. Dieser verwies auf seinen Kollegen Andreas Schultheis in Schreckbach, weil der Radweg sich auf dem Gebiet dieser Gemeinde befindet. Auch in Schrecksbach war man offensichtlich zunächst bereit, die Radweg-Instandsetzung anzugehen. Denn jetzt konnte Bürgermeister Schultheis den Gemeindevertretern bereits über bereitstehende Fördermittel des Landes berichten, die 80 Prozent der Bausumme von rund 166 000 Euro abdecken.

„Das ist für eine kleine Gemeinde ein beachtlicher Betrag, der aber gut investiert wäre. Der Radweg wird sicher nach dem Ausbau noch deutlich mehr Radfahrer anziehen, als jetzt schon da sind,“ meint Philipp Balles vom BUND-Kreisverband. Außerdem sei die Radwegverbindung für die Alltagsradler aus Schreckbach und Heidelbach wichtig, beispielsweise um umweltfreundlich zur Arbeit in Alsfeld zu fahren.

Dass dieser Aufwand in keinem Verhältnis zu dem Nutzen stehe, wie jetzt von den Gegnern des Ausbaus argumentiert wurde, können die Verbände deshalb nicht nachvollziehen. Ein gut ausgebauter Radweg ermöglicht in Verbindung mit gastronomischen Angeboten und Übernachtungsmöglichkeiten gerade in ländlichen Gebieten wirtschaftliche Perspektiven und eine Wertschöpfung, die auch der Gemeindekasse zugutekommt. Gerhard Kaminski vom VCD-Kreisverband verweist auf vergleichbare Radverkehrsförderungen entlang der oberen Lahn oder auch im Zusammenhang mit dem Vulkanexpress zum Hoherodskopf, der ein weit über die Region hinaus beliebtes Kombiangebot zur Fahrradtour mit Unterstützung durch den Bustransport biete. „Auf der Basis eines attraktiven Radwegs im Schwalmtal ließe sich auch hier über ein parallel laufendes Busangebot nachdenken, das die touristischen Initiativen im Rotkäppchenland umweltfreundlich, im Sinn eines ‚sanften Tourismus‘ mit denen im Vogelsberg verbinden könnte,“ so Kaminski.

Da die ablehnende Entscheidung in der Schrecksbacher Gemeindevertretung mit einem Patt von sechs zu sechs Stimmen erfolgte, hoffen die Verbände noch auf ein Überdenken der Entscheidung und eine Korrektur durch eine Abstimmung der Gemeindevertretung im Vollbesetzung. Und sie hoffen, dass die zugesagten Fördermittel dann noch bereitstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Mirjam Kneußel

(ADFC, Kreisverband Vogelsberg)

Philipp Balles

(BUND, Kreisverband Vogelsberg)

Gerhard Kaminski

(VCD, Kreisverband Vogelsberg-Wetterau)

Weitere Informationen:

Mirjam Kneußel: Tel.: 06631 – 74210.

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news-5721 Wed, 22 Jan 2020 17:03:00 +0100 Vorträge: Verkehr entsteht, wenn etwas verkehrt steht https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vortraege-verkehr-entsteht-wenn-etwas-verkehrt-steht/ Dazu referieren Dr. Martin Tschopp (Bundesamt für Raumentwicklung der Schweiz) und
Camillo Huber-Braun (Leiter Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden)  am 22. Januar 2020 um 18:30 Uhr in der Hochschule RheinMain, Campus Kurt-Schumacher-Ring 18
(Gebäude G Raum 102). Die Veranstaltung ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen. eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Infos auf der Webseite der Hochschule RheinMain.

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news-5778 Fri, 17 Jan 2020 09:48:18 +0100 VCD wirft Stadt und Regierungspräsidium Untätigkeit beim Lärmschutz vor https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-wirft-stadt-und-regierungspraesidium-untaetigkeit-beim-laermschutz-vor/ Gießen, 17.1.2020

Der Verkehrsclub Deutschland wirft dem Regierungspräsidium und der Stadt Gießen Untätigkeit beim Schutz der Bevölkerung vor Verkehrslärm vor. Gemäß des aktuell durch das Regierungspräsidium aufgestellten Lärmaktionsplans sind allein in der Stadt Gießen 4.000 Personen[1] so hohem Lärm ausgesetzt, dass dringend gehandelt werden müsse. Die Zahl der Betroffenen sei dabei noch deutlich unterschätzt, da der Lärmaktionsplan in vielen Straßen von deutlich weniger Autos ausgeht, als dort wirklich fahren. So hat das Regierungspräsidium z.B. mitgeteilt, dass es von 14.047 Fahrzeugen pro Tag in der Grünberger Straße ausgegangen sei[2]. In Wirklichkeit seien dort aber nach Zählungen der Stadt Gießen bis zu 24.605 Kfz pro Tag unterwegs. Der VCD kritisiert, dass das Land Hessen die bei der Stadt vorliegenden Verkehrsdaten nicht zugrunde gelegt habe.

Aus Sicht des VCD sei es inakzeptabel, dass die Stadt Gießen lediglich Maßnahmen für den Gießener Ring vorgeschlagen habe, jedoch keine einzige Maßnahme für die innerstädtischen Hauptstraßen, bei denen sie selbst zuständig sei und bauliche Maßnahmen ergreifen oder Tempolimits auf den Weg bringen könne[3]. Dies sei besonders unverständlich, da die Stadt sogar wiederholt die Bürger aufgerufen habe, Vorschläge zu Lärmschutzmaßnahmen einzureichen[4]. Von dieser Möglichkeit hätten die Bürger auch reichlich Gebrauch gemacht. So wurde u.a. in der am stärksten vom Lärm geplagten Straße Gießens[5], der Grünberger Straße, Tempo 30 nachts oder auch ganztags gefordert. Die Stadt Gießen habe dies jedoch ohne triftigen Grund abgelehnt[6], obwohl Tempo 30 neben der Lärmreduzierung auch der Verkehrssicherheit für Radfahrende helfen würde. Besonders irritiert sei der VCD davon, dass die Stadt Gießen behaupte, in der Grünberger Straße lägen „keine Lärmbelästigungen (…) vor, welche eine Belastung über das normal zu erwartende Maß einer innerstädtischen Hauptverkehrsstraße hinaus erkennen lassen“. Und dies obwohl das RP Gießen nachgewiesen habe, dass in keiner Straße des Regierungsbezirks Gießen die Lärmkennziffer höher liege[7], so Gerhard Born für den VCD.

Ebenso wurde aus der Bevölkerung vorgeschlagen, am Anlagenring gemeinsame Bus-und Fahrradspuren (Umweltspuren) oder Radfahrstreifen anzulegen, was u. a. dazu führen würde, dass Autofahrer die linken Spuren nutzen und der Lärm an den Häuserfronten zurückgeht. Obwohl Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz erst jüngst wieder Radfahrstreifen am Anlagenring in Aussicht gestellt hat[8] und die Schaffung der Radspuren im Koalitionsvertrag fest verankert ist, habe eine Bürgeranfrage nun offenbart, dass die Stadtverwaltung genau diese Radfahrstreifen gegenüber dem Regierungspräsidium ausgeschlossen hat[9]. Aus Sicht des VCD führe hier die Verwaltung entweder ein Eigenleben oder der Magistrat breche bewusst die Versprechen, die er den Bürgern im Koalitionsvertrag gegeben hat.

Der VCD kritisiert aber auch das Land Hessen, denn dieses habe diverse Anregungen von Bürgern zum Lärmaktionsplan unterschlagen. Dabei ist das Regierungspräsidium Gießen als Behörde des Landes verpflichtet, alle Vorschläge aufzuführen, hierzu Stellungnahmen der zuständigen Behörden einzuholen[10] und diese im Plan aufzuführen. Dem VCD seien mehr als 15 Maßnahmenvorschläge bekannt, die im Rahmen der ersten Anhörung für das Stadtgebiet Gießen eingereicht, aber nicht im Entwurf aufgeführt wurden. Auch hier sei unklar, ob dies „versehentlich“ geschehen sei oder ob absichtsvoll Anregungen nicht aufgenommen wurden. Auffallend sei in jedem Fall, dass das Regierungspräsidium keine eigenen Vorschläge für Maßnahmen im Stadtgebiet Gießen gemacht habe, obwohl dies vorgesehen sei, wenn von Bürgern oder Kommunen keine oder nur unzureichende Maßnahmen vorgeschlagen werden. Dies alles deute darauf hin, dass das RP Gießen und die Stadt kein Interesse am Schutz der Bevölkerung vor Lärm habe und der Plan nur vorgelegt werde, weil die EU dies vorschreibe. Dass die Bevölkerung bereits in der Vergangenheit nicht gemäß den EU-Vorgaben beteiligt wurde, hat die EU zuletzt im Jahr 2017 kritisiert und daher ein EU-Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet[11].

Der VCD weist des weiteren darauf hin, dass viele andere Kommunen im Gießener Land ihre Bevölkerung aktiv vor Lärm schützen. Jeder, der die die B49[12], die L3481[13] oder die L3129[14] regelmäßig fährt, kenne nächtliche Tempolimits aus Lärmschutzgründen. Diese Tempolimits gebe es selbst in Kommunen mit CDU-Bürgermeister wie z. B. Linden, so dass der VCD verwundert ist, warum die Gießener Koalition aus SPD, CDU und Grünen sich gegen nächtliche Tempolimits ausspreche, die ihre Parteikollegen in Nachbarkommunen schon vor Jahren eingeführt haben.

Trotz dieser Missstände ruft der VCD alle Bürger auf, die unter Lärm an Hauptstraßen leiden, noch bis 21. Januar mit formlosem Schreiben Tempo 30 nachts oder auch ganztags beim Regierungspräsidium Gießen (laermaktionsplanung-strasse@rpgi.hessen.de) einzufordern. Die Stadtpolitik fordert der VCD auf, sich in den Ausschüssen mit dem Lärmproblem der Stadt auseinanderzusetzen und mindestens nachts überall dort Tempo 30 einzuführen, wo die Lärmgrenzwerte überschritten sind. Tempo 30 nachts sorge für ruhigen Schlaf und gesunde Bürger.

 


[1] Vgl. Abbildung 11 (Seite 69) des Entwurfs des Lärmaktionsplans des RP Gießen https://rp-giessen.hessen.de/sites/rp-giessen.hessen.de/files/2019_11_22_ENTWURF%20L%C3%A4rmaktionsplan%20Teilplan%20%20RPGI_BF.pdf

[2] Vgl: Antwort des RP Gießen „Zu Punkt 7“ https://fragdenstaat.de/anfrage/larmaktionsplan/442922/anhang/Anfragenach3Abs.1HUIG_geschwaerzt.pdf

[3] Vgl. Maßnahmenvorschläge der Stadt Gießen: https://fragdenstaat.de/anfrage/larmaktionsplan/442922/anhang/ManahmenGieengesamt.pdf

[4] Vgl. https://www.giessen.de/index.php?object=tx,2874.5&ModID=255&FID=2874.1671.1

[5] Vgl. S. 73 des Entwurfs des Lärmaktionsplans des RP Gießen https://rp-giessen.hessen.de/sites/rp-giessen.hessen.de/files/2019_11_22_ENTWURF%20L%C3%A4rmaktionsplan%20Teilplan%20%20RPGI_BF.pdf

[6] Vgl. Antwort des RP Gießen „Zu Punkt 4“

[7] Vgl. S. 73, S. 167, S.179 und S. 283 des Entwurfs des Lärmaktionsplans des RP Gießen https://rp-giessen.hessen.de/sites/rp-giessen.hessen.de/files/2019_11_22_ENTWURF%20L%C3%A4rmaktionsplan%20Teilplan%20%20RPGI_BF.pdf

[8] https://www.giessener-allgemeine.de/giessen/grabe-bolzich-fuehle-mich-nicht-erschoepft-13376247.html

[9] Vgl. Antwort des RP Gießen „Zu Punkt 1“ https://fragdenstaat.de/anfrage/larmaktionsplan/442922/anhang/Anfragenach3Abs.1HUIG_geschwaerzt.pdf

[10] Vgl. Kapitel 5.7 des Verfahrenshandbuchs Lärmaktionsplanung https://rp-giessen.hessen.de/sites/rp-giessen.hessen.de/files/content-downloads/Verfahrenshandbuch_Laermaktionsplanung_Stra%C3%9Fenverkehr_bf%20%28002%29.pdf

[11] Vgl. https://ec.europa.eu/germany/news/20171004-vertragsverletzungsverfahren-beschluesse-zu-deutschland_de
www.thueringen.de/mam/th8/tlug/images/abt4/vertragsverletzungsverfahren_ul.pdf

[12] Z. B. Ortsdurchfahrt Reiskichen https://www.mapillary.com/map/im/TYvHB0kSwwcBNHCHX9J4mA, Ortsdurchfahrt Lindenstruth https://www.mapillary.com/map/im/jZu-0C3nUbGraMVeFiKlYg

[13] Z.B. Ortsdurchfahrt Laubach-Münster: https://www.mapillary.com/map/im/1kqkv4kknRs9kEZGV3OUZQ

[14] Z.B. Ortsdurchfahrt Großen-Linden https://www.mapillary.com/map/im/EjVZ-ZVzK69qXHpW7R6mgw

 

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news-5725 Wed, 15 Jan 2020 19:30:00 +0100 Diskussion: Klimawandel in Hessen und Wiesbaden verfehlt sein Ziel https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/diskussion-klimawandel-in-hessen-und-wiesbaden-verfehlt-sein-ziel/ "Es ist Zeit zu handeln" lautete das Motto des gescheiterten UN-Klimagipfels im letzten Monat in Madrid. "Ein Desaster" urteilte Joachim Wille (Frankfurter Rundschau vom 11.12.2019); die Aussichten für die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens seien nun "noch schlechter als vorher". Aber die Abgesandten von Trump, Bolsonaro und dem australischen Premier Morrison standen in Madrid gegen den Rest der Welt und sie sehen sich - trotz ihrer Blockadehaltung - in ihren eigenen Ländern auf regionaler und kommunaler Ebene mit Klimaschutz-Aktivitäten konfrontiert. Im Falle von Australien leider auch mit einer vorhersehbaren, nationalen Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes.

Nach dem Motto “Think global - act local!” wird es an dem Abend auch um die lokalen Bemühungen in Wiesbaden gehen.  Was ist aus dem 2007 vom Stadtparlament beschlossenen Vorhaben, bis 2020 den gesamten Energieverbrauch im Stadtgebiet um 20% gegenüber 1990 zu verringern und den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch auf 20% zu steigern, geworden? Und was sind unsere Möglichkeiten und weiteren Pläne?

Veranstalter ist die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, Mitveranstalterin die Büchergilde Wiesbaden; sie wird brandaktuelle Bücher zum Thema "Klimakrise & Klimaschutz" anbieten. Der Eintritt ist frei.

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news-5770 Tue, 14 Jan 2020 22:06:30 +0100 Rabenau und Grünberg sind bei Verkehrsberuhigung Schlusslicht – Heuchelheim und Lich vorbildlich https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/rabenau-und-gruenberg-sind-bei-verkehrsberuhigung-schlusslicht-heuchelheim-und-lich-vorbildlich/ Seit vielen Jahren sieht die Straßenverkehrsordnung vor, dass abseits von Vorfahrtstraßen Tempo-30-Zonen ausgewiesen werden sollen. Ziel der Vorgabe des Bundesverkehrsministeriums ist es, die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Tempo 30 verhindert Unfälle, denn nach nur 13,3 Metern steht ein Auto, das mit 30 km/h unterwegs ist.  Ein Auto, das mit Tempo 50 unterwegs ist, hat nach 13 Metern noch nicht einmal abgebremst. Der Aufprall erfolgt bei voller Geschwindigkeit. Hintergrund ist, dass sich der Anhalteweg aus Reaktionsweg und Bremsweg zusammensetzt.

Ebenso sollen durch Tempo 30 die Bewohner der Städte und Dörfer vor Lärm und Abgasen geschützt werden und Schleichverkehr unattraktiv gemacht werden.

Der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hat in einer umfassenden Analyse das 1.250 Kilometer lange innerörtliche Straßennetz untersucht. Nur 190 Kilometer davon sind innerörtliche Hauptstraßen. Mit 1060 Kilometern bilden dagegen Nebenstraßen den größten Teil des Netzes. Die VCD-Untersuchung zeigt, dass Heuchelheim und Lich bei der Verkehrsberuhigung vorbildlich sind: In mehr als 90 % aller Nebenstraßen gilt dort Tempo 30 oder weniger. Einzig in Gewerbegebieten darf 50km/h gefahren werden. Schlusslichter im Gießener Land sind Rabenau, Grünberg und Staufenberg, wo in weniger als 50% aller Nebenstraßen bisher Tempo-30-Zonen ausgewiesen sind. In Staufenberg wurde das Problem bereits erkannt: Bürgermeister Peter Gefeller hat angekündigt, in allen Nebenstraßen Tempo 30 auszuweisen. Der VCD wünscht sich derartige Initiativen aber auch von anderen Kommunen, wie Rabenau, Grünberg und Hungen. Kaum eine Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sei so einfach und kostengünstig umzusetzen wie die Ausweisung von Tempo 30 in Nebenstraßen. Der Verkehrsclub verweist dabei auf die Gemeinde Buseck, wo Bürgermeister Haas im Juli 2017 auf 10 Kilometern Straßenlänge Tempo 30 ausgewiesen hat. Die Zone im Süden Großen-Busecks ließ sich dabei kostengünstig mit nur sechs neuen Schildern und einigen Markierungen realisieren. Gerade Anlieger loben die Verkehrsberuhigung, weil nicht nur die Wege zur Gesamtschule deutlich sicherer geworden sind, sondern auch der Autolärm zurückging.

Im Gegensatz zu Hauptstraßen, können Tempo-30-Zonen in Nebenstraßen ohne größere Hürden eingeführt werden. Es bedarf dafür nur eines Beschlusses der Kommune, der auch auf Antrag der Stadtverordneten oder eines Ortsbeirats herbeigeführt werden kann. Auch Anwohner können Tempo-30-Zonen bei der kommunalen Straßenverkehrsbehörde bzw. dem Bürgermeister anregen. Die Polizei ist zwar anzuhören, wird aber im Regelfall das mehr an Sicherheit begrüßen, sofern keine Vorfahrtstraßen betroffen sind.

Vordinglich sei Tempo 30 aus Sicht des VCD nicht nur dort, wo es in engen Gassen keine oder zu schmale Gehwege gebe. Kommunen sollten in allen Wohngebieten flächendeckend Tempo-30-Zonen ausweisen. Wenn wie in Lich oder Heuchelheim klar ist, dass abseits von Vorfahrtstraßen Tempo 30 gilt, sei die Akzeptanz der Regelung deutlich besser als wenn Tempo-30-Zonen nur wenige Straßen umfassten.

Der VCD sieht daher auch das uneinheitliche Vorgehen in Biebertal oder Allendorf (Lumda) kritisch, wo zwar fast flächendeckend Tempo 30 gilt, aber in einzelnen Ortsteilen wie Königsberg oder Nordeck bisher keine Tempo-30-Zonen ausgewiesen wurden. „Hier würden wir uns auch die Initiative der Ortsbeiräte wünschen, da diese die Verkehrssituation vor Ort am besten einschätzen können“, so Patrik Jacob vom VCD Kreisverband Gießen. Der VCD verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass alle etablierten Parteien und auch der ADAC sich für Tempo 30 in Wohnstraßen aussprechen. Einzig bei der Frage nach Tempo 30 auf Hauptstraßen gebe es unterschiedliche politische Positionen bei Verbänden und Parteien.

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news-5719 Sat, 04 Jan 2020 15:32:46 +0100 VCD Gießen kritisiert Umgestaltung der Johannesstraße https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-giessen-kritisiert-umgestaltung-der-johannesstrasse/ Keine deutlichen Verbesserungen erkennt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bei der Neugestaltung der Johannesstraße für Fußgänger. Insbesondere die Einmündung Goethestraße/Johannesstraße sei weiterhin unübersichtlich, so der ökologische Verkehrsclub.
Die Neugestaltung der Johannesstraße hat mit der neuen Querung zum Theaterpark am Seniorenwohnheim eine kleine Verbesserung gebracht. Eine deutliche Verbesserung für Radfahrende gibt es aber nach Beobachtungen des VCD Gießen nicht, denn nach wie vor befahren Autofahrer ohne Grund den Radfahrstreifen und behindern oder gefährden so Radfahrende, die ihnen in der Einbahnstraße entgegenkommen. Die erhoffte Entspannung durch schrägere Parkstände kann der VCD nicht erkennen
Besonders kritisch sieht der VCD die Querung der Johannesstraße im Verlauf der Goethestraße. Statt die Fußgänger sicher mit einem Zebrastreifen Richtung Seltersweg zu führen, fehlt hier eine gesicherte Querungsmöglichkeit. Die Gestaltung an der Stelle verstößt dabei auch gegen den Koalitionsvertrag, den SPD, CDU und Grüne geschlossen haben: Im Vertrag heißt es: „An Kreuzungen sollten bei Neubau und Sanierung Gehwegnasen geschaffen werden, die Fußgängern wie Autofahrern eine bessere Sicht im Kreuzungsbereich ermöglichen und die Querung sicherer machen.“ Statt einer Gehwegnase sei dort aber eine Sperrfläche markiert, dass an dieser Stelle Fußgänger mit Vorrang queren, ist baulich nicht erkennbar. Da der Gehweg aus dem Theaterpark an dieser Stelle abgesetzt ist, ist für Autofahrer auch nicht gut erkennbar, dass sie einen Abbiegevorgang vollziehen und sie daher querenden Fußgängern nach § 9 StVO Vorrang zu gewähren haben. Beobachtungen vor Ort zeigen, dass ein Großteil der Autofahrer beim Abbiegen weder blinkt noch für die Fußgänger anhält. Fußgängern rät der VCD, Anzeige zu erstatten, wenn sie beim Abbiegen gefährdet werden. Autofahrer, die abbiegen, ohne Fußgängern den Vorrang zu gewähren, erhalten bei diesem schweren Verstoß ein Bußgeld in Höhe von mindestens 70 Euro und einen Punkt in Flensburg. Hinzu kommen gegebenenfalls noch 10 Euro für fehlendes Blinken.
Grundsätzlich plädiert der VCD dafür, innerhalb des Anlagenrings für Nicht-Anwohner lediglich Ladezonen und keine Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Der Umbau der Johannesstraße unter Beibehalt zahlreicher Parkplätze sei daher ein falsches Signal, das nicht mehr in die heutige Zeit passe, so das Kreisvorstandsmitglied Patrik Jacob. Ziel müsse es sein, möglichst viel Verkehr auf Bus, Bahn und Fahrrad zu verlagern. Personen, die aufs Auto angewiesen sind, sollen direkt in die Parkhäuser am Anlagenring fahren. Dies gilt auch für Autos mit elektrischem Antrieb: kostenloses Parken für Elektrofahrzeuge innerhalb des Anlagenrings reduziert nicht den Autoverkehr in der Innenstadt.
 

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news-5403 Thu, 17 Oct 2019 23:07:24 +0200 Mit Sicherheit für Fußgänger https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mit-sicherheit-fuer-fussgaenger-1/ „Was im Bund noch Zeit brauchen wird, könnte in Frankfurt deutlich schneller gehen“, findet Mathias Biemann vom Verkehrsclub Deutschland. Eine gute Chance sieht er durch die Beschlüsse der Stadt zum Radentscheid.

Wenn in den nächsten Jahren die Strukturen für den Radverkehr an vielen Stellen in der Stadt verbessert werden, ist das der richtige Zeitpunkt, dort auch die Gefahrenstellen für Fußgänger zu entschärfen und ihnen mehr Raum und mehr Sicherheit zu geben, fordert er.
Und auch ohne eine besondere Initiative des Bundes wäre es möglich das Gehwegparken, dort wo es die Bürgersteige zu stark verengt, aufzuheben und Straßenecken so zu verändern, dass sie nicht mehr zugeparkt werden können.

Weitere strukturelle Verbesserungen, die der großen Bedeutung der Fußgänger im städtischen Verkehr Rechnung tragen, könnten in ein Gesamt-Verkehrskonzept einfließen. Bis dahin wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch der VCD-Mann hofft, dass Bund und Länder diese Zeit nutzen werden, um den Forderungen der Verkehrsministerkonferenz Taten folgen zu lassen.

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news-5388 Wed, 16 Oct 2019 12:13:49 +0200 Mit Sicherheit für Fußgänger https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mit-sicherheit-fuer-fussgaenger/ Wenn in den nächsten Jahren die Strukturen für den Radverkehr an vielen Stellen in der Stadt verbessert werden, ist das der richtige Zeitpunkt, dort auch die Gefahrenstellen für Fußgänger zu entschärfen und ihnen mehr Raum und mehr Sicherheit zu geben, fordert er.
Und auch ohne eine besondere Initiative des Bundes wäre es möglich das Gehwegparken, dort wo es die Bürgersteige zu stark verengt, aufzuheben und Straßenecken so zu verändern, dass sie nicht mehr zugeparkt werden können.

Weitere strukturelle Verbesserungen, die der großen Bedeutung der Fußgänger im städtischen Verkehr Rechnung tragen, könnten in ein Gesamt-Verkehrskonzept einfließen. Bis dahin wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch der VCD-Mann hofft, dass Bund und Länder diese Zeit nutzen werden, um den Forderungen der Verkehrsministerkonferenz Taten folgen zu lassen.


Für Rückfragen:
Mathias Biemann
M.: 0178 1949560?
VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.
Regionalgruppe Rhein-Main

Heiko Nickel
M.: 0151 2015 3300
Politischer Geschäftsführer
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Hessen e.V.

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