VCD Hessen Nachrichten http://hessen.vcd.org de_DE VCD Hessen Wed, 15 Sep 2021 16:28:36 +0200 Wed, 15 Sep 2021 16:28:36 +0200 TYPO3 EXT:news news-9374 Tue, 14 Sep 2021 10:33:20 +0200 ParkingDay und Kidical Mass am Samstag 18.9. https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/parkingday-und-kidical-mass-am-samstag-189/ Unsere Stadt wächst und immer mehr Autos kommen in die Stadt. 80% der Parkplätze liegen im öffentlichen Raum. Dadurch entgeht den Bewohner*innen eine große Fläche. Ein Auto belegt etwa 12 Quadratmeter. Diese Fläche ist größer als viele Kinderzimmer. Und jedes Auto braucht davon mindestens zwei, am Start und am Ziel. Die rund 400.000 Autos der Frankfurter:innen und die rund 400.000 Autos der Pendler:innen besetzten täglich eine Fläche von rund 8 Millionen Quadratmetern.

Kommt vorbei und entspannt euch, genießt das Ambiente auf der Töngesgasse, so ganz anders als sonst. Wir freuen uns auf euch.

ParkingDay: Samstag 18.9., 10:00 bis 17:00 Uhr in der Töngesgasse, Frankfurt

-- >  Flyer ParkingDay 2021

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Platz da für die nächste Generation!
Bundesweite Kidical Mass!

Start: 15.30 Uhr, Willy-Brandt-Platz
Ziel: ca. 16.30 Uhr Kiesstraße


Am 18. September findet die zweite Kidical Mass des Jahres in Frankfurt statt, aber wir werden nicht alleine radeln. An diesem Wochenende starten in über 100 Städten und Gemeinden in Deutschland Kinder Fahrrad Korsos, denn es ist wieder bundesweites Kidicalmass Wochenende unter dem Motto: Platz da für die nächste Generation.

Die angemeldete Kinder-Fahrrad-Demo wird von der Polizei geschützt. Erfahrene Ordner:innen sichern Straßen und Kreuzungen. Alle Teilnehmer:innen werden eingangs dazu aufgerufen, die Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten. Auf www.kidicalmass-ffm.de finden sich dazu detaillierte Informationen.

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news-9368 Fri, 10 Sep 2021 09:46:00 +0200 PARK(ing) Day 2021 https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/parking-day-2021/ Der Parking Day 2021 findet am 18.09.2021 (Samstag) von 12 bis 18 Uhr stadtauswärts auf der Rheinstraße zwischen der Grafenstraße und der Gagernstraße statt.

Lasst uns gemeinsam die Rheinstraße autofrei machen und der Stadt zeigen, wie wir uns die Rheinstraße in Zukunft vorstellen! Wir würden uns freuen, wenn ihr mit euren Freund*innen vorbei schaut. Das Spielmobil ist auch wieder mit an Board.

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Coronahinweis: Aufgrund der steigenden Inzidenzen besteht auf der gesamten Fläche Maskenpflicht.

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news-9283 Tue, 31 Aug 2021 20:55:00 +0200 Mobilität nachhaltig machen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mobilitaet-nachhaltig-machen-1/ Auf unseren Straßen sind so viele Autos wie nie zuvor unterwegs, noch immer sterben mehr als 3.000 Menschen jährlich im Straßenverkehr und die Treibhausgasemissionen unserer Mobilität sind seit 1990 nicht gesunken. Das deckt auf: Verkehrspolitische Entscheidungen folgen keinen übergeordneten Zielen. Ein Grund dafür ist ein veralteter Rechtsrahmen. Viele Verkehrsgesetze sind in den 1930er Jahren entstanden und wollen vor allem die „Leichtigkeit des (Auto-)Verkehrs“ gewährleisten. Um dies zu ändern, braucht es einen Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik. Ein zentraler Baustein dafür wäre ein Bundesmobilitätsgesetz zu verabschieden

Mit einem Bundesmobilitätsgesetz lassen sich Gemeinwohlziele auf Bundesebene festsetzen: Neben Klima- und Umweltzielen auch das Ziel “Vision Zero - Null Verkehrstote” oder sichere und bezahlbare Mobilität für alle Menschen. Das Gesetz würde Politiker*innen dazu verpflichten, langfristige Handlungsstrategien im Mobilitätsbereich zu entwickeln. Dies erhöht auch auf kommunaler und Landes-Ebene den Spielraum für die Verkehrswende.

Der VCD Bundesverband hat das Konzept solch eines Gesetzes erstellt. In einer gemeinsamen Veranstaltung des VCD Kreisverbandes Wetterau/Vogelsberg und Bündniss90/Die Grünen Nidda am 9.9.2021 um 18:30 Uhr im kleinen Saal Bürgerhaus Nidda möchten wir ihnen dieses Konzept vorstellen.

Als sachkundigen Referenten konnten wir Heiko Nickel, Politischer Referent des VCD Landesverband Hessen, gewinnen. 

Über eine zahlreiche Beteiligung würden wir uns freuen.

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news-9280 Tue, 31 Aug 2021 11:37:39 +0200 Volksbegehren Verkehrswende Hessen startet am Mittwoch, 1.9. um 12:00 in Frankfurt https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/volksbegehren-verkehrswende-hessen-startet-am-mittwoch-19-um-1200-in-frankfurt/ Die dazu notwendige Gesetzesvorlage wird von den Vertrauenspersonen der Initiative auf einer Pressekonferenz im Haus der Jugend am 1.9. um 11:00 vorgestellt (*).

Die VCD Regionalgruppe Frankfurt sammelt an der Südseite der Alten Brücke in Frankfurt  ab 12:00 die ersten Unterschriften für dieses Verkehrswendegesetz!
 

Kommt vorbei, helft mit beim Sammeln der Unterschriften und seid die ersten auf der Liste.

Mittwoch, 1.9. 12:00 Alte Brücke, Sachsenhäuser Seite
 https://www.google.com/maps/@50.107234,8.6876882,19.42z

Wir freuen uns auf Euch.

Für Rückfragen vor Ort: Heiko Nickel, landespolitik@vcd-hessen.de;  M.: 0151 2015 3300

(*) Den Live-Stream zur Pressekonferenz finden Sie unter: Verkehrswende-Hessen.de
Zur Teilnahme an der Pressekonferenz in Präsenz ist eine Akreditierung notwendig, diese erhalten nur Journalist:innen unter: presse@verkehrswende-hessen.de 

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news-9279 Tue, 31 Aug 2021 10:55:18 +0200 Das Volksbegehren Verkehrswende Hessen startet am 1. September um 12:00 mit der Unterschriftensammlung https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/das-volksbegehren-verkehrswende-hessen-startet-am-1-september-um-1200-mit-der-unterschriftensammlu/ Die dazu notwendige Gesetzesvorlage wird von den Vertrauenspersonen der Initiative auf einer Pressekonferenz im Haus der Jugend am 1.9. um 11:00 vorgestellt (*).

Wir sammeln an der Südseite der Alten Brücke in Frankfurt dann ab 12:00 die ersten Unterschriften für dieses Verkehrswendegesetz!
 

Kommt vorbei, helft mit beim Sammeln der Unterschriften und seid die ersten auf der Liste.

Mittwoch, 1.9. 12:00 Alte Brücke, Sachsenhäuser Seite
 https://www.google.com/maps/@50.107234,8.6876882,19.42z

Wir freuen uns auf Euch.

Für Rückfragen vor Ort: Heiko Nickel, landespolitik@vcd-hessen.de;  Mob.: 0151 2015 3300

(*) Den Live-Stream zur Pressekonferenz finden Sie unter: Verkehrswende-Hessen.de
Zur Teilnahme an der Pressekonferenz in Präsenz ist eine Akkreditierung notwendig, diese erhalten nur Journalist:innen unter: presse@verkehrswende-hessen.de 

Volksentscheid Verkehrswende Hessen | Volksbegehren Verkehrswende Hessen:  Verkehrswende-Hessen.de

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news-9238 Thu, 19 Aug 2021 17:30:00 +0200 Online-Podiumsdiskussion zum Bundesmobilitätsgesetz https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/online-podiumsdiskussion-zum-bundesmobilitaetsgesetz/ Deutschland braucht ein Bundesmobilitätsgesetz – jetzt!

VCD Hessen lädt zur Online-Podiumsdiskussion über den VCD-Vorschlag für ein Bundesmobilitätsgesetz mit hessischen Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl

Eine Kommune will flächendeckend Tempo 30 in Wohngebieten, aber gesetzliche Vorgaben blockieren das? Statt übergeordneter Mobilitätsplanung wurschtelt jede Region mit eigenen Konzepten vor sich hin? Mobilität in Zeiten des Klimawandels wird auf der Basis von Gesetzen aus den 1930er Jahren geplant? Ziel des vom ökologischen Verkehrsclub VCD vorgeschlagenen Bundesmobilitätsgesetz (BuMoG) ist daher, eine koordinierte, an gesellschaftlichen Zielen ausgerichtete Mobilität möglich zu machen.

Der VCD Hessen lädt für Donnerstag, 26. August, von 19 bis 20.30 Uhr dazu ein, mit Bundestagswahlkandidatinnen und –kandidaten online darüber zu diskutieren, wie das vom VCD vorgeschlagene BuMoG eine zukunftsorientierte, menschen- und klimagerechte Mobilität ermöglichen kann. Es diskutieren Kandidat:innen und Verkehrsfachleute der Michael Aufenanger (CDU), Daniela Wagner (Bündnis 90/GRÜNE), Timon Gremmels (SPD), Dennis Pucher (FDP), Jörg Cezanne (DIE LINKE), sowie Michael Müller-Görnert und Axel Friedrich vom VCD. Moderiert wird die Veranstaltung von Jens Wellendorf vom Berliner Zentrum für Veränderung  (zentrumveraenderung.de).

 

Teilnahmelink: https://lecture.senfcall.de/vcd-ib6-rnj-90d

 

Nach der Podiumsdiskussion besteht Gelegenheit, zwanglos in virtuellen Räumen miteinander oder mit den Podiumsteilnehmenden ins Gespräch zu kommen sowie die hessischen Kreisverbände und Regionalgruppen des VCD kennenzulernen und zu regionalen Mobilitätsthemen anzusprechen.

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news-9122 Wed, 28 Jul 2021 12:37:10 +0200 Kolumne: Klimawandel und Verkehrswende sind da! Persönliche Zwischenbilanz nach 110.000 km ÖV-Nutzung seit Jahresbeginn https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-klimawandel-und-verkehrswende-sind-da-persoenliche-zwischenbilanz-nach-110000-km-oev-nutzun/ Das durch Großbaustellen ohnehin geschrumpfte Fernstreckennetz wurde durch Wetterschäden nochmals eingeschränkt. Mitte Juli war vom zentralen Knoten Frankfurt aus unter den Fernzielen nur noch Leipzig hindernisfrei erreichbar. Nie waren Inlandsflüge so wichtig…
Gottlob entlasten die meisten Reisenden auch nach der dritten Corona-Welle die Bahn, indem sie das Auto nutzen und lieber die wieder deutlich zunehmenden Staus erdulden. Andererseits ist es angenehm, wenn man den ICE-Großraumwagen nur mit vier anderen Reisenden teilen muss. Die zahlreichen wie geheimnisvollen Zwangsbremsungen sind eine aufmunternde Abwechslung im so ruhigen Abteil.

Auch im ÖPNV ist alles anders. Nach dem letzten Lock Down sind zwar wieder mehr Leute in der Tram. Im Berufsverkehr eher nur einige werktätige Damen - die Männer verabscheuen Masken und nutzen lieber den übergroßen Dienstwagen. Ansonsten hocken notgedrungen nur jene drin, die absolut nicht Auto fahren können: zu arm, zu alt, zu jung, behindert, krank. Manch Obdachloser schläft und wohnt im rollenden Heim, meist vom Trampersonal still geduldet, da ist ja Platz genug. Unter diesen Umständen ist es verständlich, dass gefühlt jede dritte Tram ausfällt. Nicht so schlimm, denn die „Leistungsträger“ unserer Gesellschaft fahren ja Auto.

In den Wohnquartieren drängen sich die Paketlaster, in der City stehen die Läden leer. Über dem Ballungsraum dröhnen zwar immer noch weniger Passagierjets als vor Corona, dafür umso mehr extrem laute, riesige Uraltfrachtflieger, die unsere Konsumnachfrage bedienen.

Unterstützt von Corona und Wetterextremereignissen findet die Verkehrswende also tatsächlich statt. Nur nicht ganz so wie sich Ökos und Wissenschaft das vorgestellt haben.

Euer Werner Geiß

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news-9061 Wed, 14 Jul 2021 21:15:19 +0200 Straßenbahn zum Uni-Campus und in die Innenstadt https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/strassenbahn-zum-uni-campus-und-in-die-innenstadt/ Die neue Koalition sollte das Thema schnellstens auf ihre Tagesordnung setzen, denn die Straßenbahn über die Mainzer Landstraße und den Reuterweg macht es möglich den Uni-Campus im Westend schon lange vor dem Lückenschluss der U-Bahn besser mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar zu machen. Der Lückenschluss, egal in welcher Variante, wird nicht vor 2035 fertiggestellt sein. Die Tram könnte in der Hälfte der Zeit auf die Straße gebracht werden. Bis zum Start der U-Bahn – Jahre später – wären dann schon tausende von Fahrten direkt vom Hauptbahnhof zur Uni umwelt- und klimafreundlich möglich. Und genau darauf kommt es heute beim Klimaschutz an: Schnelles Handeln!

Auch der Koalitionsvertrag zwischen Grünen, SPD, FDP und VOLT sieht eine Straßenbahnlinie mit Endhaltestelle am Campus in der Hansaallee vor, jedoch nicht vom Haupt- sondern vom Südbahnhof kommend. Hier sollte bedacht werden, dass es mit der U-Bahn schon eine leistungsfähige Verbindung gibt. Eine Tramlinie zwischen Hauptbahnhof und Hansaallee sollte deshalb Vorrang haben.

Der VCD sieht durch neue Gleise auf der Mainzer Landstraße auch die Möglichkeit für eine verbesserte Nordumfahrung der Innenstadt. Die ist im aktuellen Nahverkehrsplan unter Nutzung der viel befahrenen Gleise in der Münchner Straße geplant. Durch einen Abzweig Richtung Innenstadt könnten die neuen Gleise für Entlastung und mehr Zuverlässigkeit im Straßenbahnnetz sorgen.

Die Koalition sollte die Straßenbahn vom Hauptbahnhof in die Hansaallee deshalb nicht einfach in den Wind schlagen, sie ist einer genauen Prüfung Wert!

 

Link_zur_Karte (PDF)

 

 

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news-9020 Fri, 09 Jul 2021 02:46:05 +0200 Offener Brief an Oberbürgermeister Jochen Partsch https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/offener-brief-an-oberbuergermeister-jochen-partsch/  

Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt

Darmstadt, 09.07.2021

 

Sehr geehrter Oberbürgermeister Jochen Partsch,

 

wir wenden uns heute an Sie, da - bis jetzt - leider den Worten nicht ausreichend Taten folgen.

Seit Jahren beschweren sich Verbände wie Nutzer*innen über die mangelnde Arbeit in Bezug auf die Sicherung der Wege des Umweltverbundes. Täglich sind die Nutzenden mit Verspätungen im ÖPNV, Behinderungen auf Gehwegen und Gefährdungen auf Radwegen konfrontiert, verursacht durch ignorant abgestellte Fahrzeuge und katastrophal abgesicherte Baustellen.

Seit 2013 wählen die Bürger*innen über den Bürgerhaushalt jedes Jahr die Ahndung von Falschparken auf Platz 1. der von den Bürger*innen gewünschten Themen. Mitunter ist das Thema sogar mehrfach vertreten. Sowohl die Führung in Baustellen als auch das Thema falsch abgestellte Fahrzeuge haben im vergangenen Jahr erneut zu den 5 schlechtesten Noten beim Fahrradklimatest des ADFC gehört. Und auch im Radentscheid wie auch im runden Tisch Nahverkehr wurden die Themen immer wieder angesprochen und immer wieder wurde Besserung gelobt.

Passiert ist dennoch nichts. Die Situation hat sich eher noch verschlechtert. Baustellen wie derzeit in der Frankfurter Straße lassen daran zweifeln, ob die Stadt sich überhaupt bemüht Änderungen herbeizuführen.

Greta Thunberg warf am 02. Juli beim Austrian World Summit den Politiker*innen der reichen Nationen vor, dass sie sich nur rhetorisch um die relevanten Themen herumwinden und lediglich so tun als ob sie etwas verändern wollen. Dieser Eindruck drängt sich uns auch immer mehr auf, wenn wir die Benachteiligung des Umweltverbundes im täglichen Verkehrsgeschehen betrachten.

Die mangelnde Ahndung von Parkverstößen ist allgegenwärtig. Es vergeht kaum ein Tag, an dem es im ÖPNV nicht zu Behinderungen durch falsch parkende Fahrzeuge kommt. Die Stellen sind bekannt und dennoch werden keine Maßnahmen ergriffen. Parken, selbst in gefährlichen Bereichen wie Kreuzungen, an Fußgängerüberwegen und auf Geh- und Radwegen an stark befahrenen Straßen, wird weiterhin großzügig geduldet und entschuldigt. In vielen Gebieten wird gar nicht erst kontrolliert, bei Anrufen sind nahezu nie Streifen verfügbar und auf explizite Beschwerden hin wird nur selten ausreichend reagiert.

Am 27.05.2021 kam es aufgrund eines auf einem Radweg falsch parkenden Fahrzeuges in Berlin zu einem tödlichen Unfall. Am gleichen Tag wurde die Stadtpolizei in nahezu gleicher Konstellation um Abhilfe gebeten und ließ den Falschparker, der Geh- und Radweg an einer mehrspurigen Straße blockierte, gewähren. Dies ist kein Einzelfall sondern Alltag.

Verkehrssicherheit ist oberstes Gebot. Das Dulden von Falschparken und schlecht geführte Baustellen gefährden Menschen. Wir appellieren an Sie, diese Themen nicht mehr auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern jetzt aktiv zu werden und sofort Maßnahmen zu erlassen die sicher stellen, dass es in Darmstadt nicht ebenfalls zu schweren Unfällen kommt.

Es braucht keine Bewirtschaftung, um illegal abgestellte KFZ zu ahnden und es braucht keinerlei Maßnahmen, um Baustellen ordentlich zu sichern. Es ist jetzt Zeit etwas zu tun, Zeit der Verzögerung, Behinderung und Gefährdung von Menschen entgegenzutreten die sich aus sozialen oder ökologischen Gesichtspunkten für eine umweltfreundliche Verkehrsart entschieden haben.

Wir freuen uns über eine Antwort in Form von Wort und Tat.


Gezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):

  • ADFC Darmstadt-Dieburg e. V.
  • Architects for Future OG Darmstadt
  • BUNDjugend Hessen
  • Fachverband Fussverkehr Deutschland (FUSS e.V.)
  • FACHWERK Hochschulgruppe
  • Fridays for Future Darmstadt
  • Greenpeace Darmstadt
  • Juso Hochschulgruppe TU Darmstadt
  • Radentscheid Darmstadt
  • VCD Darmstadt-Dieburg e.V.
  • weGErecht Darmstadt e.V.

Der Brief kann von Vereinen und Verbänden auch nachträglich unterzeichnet werden. Die Auflistung wird dann ergänzt. Dafür eine Mail an stephan.voeth@vcd-darmstadt.org senden.

Weiterführende Informationen:

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news-8997 Fri, 02 Jul 2021 12:48:00 +0200 Mahnmale umgefahren https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mahnmale-umgefahren/ „Das ist erschütternd“ sagt Markus Schmidt vom Fachverband Fußverkehr FUSS e.V., der die Mahnmale gemeinsam mit anderen Verkehrsinitiativen bei einer Gedenkveranstaltung im November letzten Jahres aufgestellt hatte. „Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate verliert ein Autofahrer an dieser Stelle die Kontrolle und fährt alles was ihm im Weg steht kurz und klein.“ Er ist überzeugt: „Wäre das tagsüber passiert, hätten wieder Menschen auf dem belebten Rad- und Gehweg Schaden genommen“.

Der Fachverband Fußverkehr FUSS e.V. und Verkehrsclub Deutschland VCD sehen die Stadt in der Verantwortung: „Von einem Einzelfall kann hier nicht mehr die Rede sein. Der Straßenabschnitt muss entschärft werden, durch ein Tempolimit, Kontrollen, und mittelfristig durch bauliche Eingriffe, die zu hohe Geschwindigkeit an dieser Stelle verhindern“ fordert Mathias Biemann vom VCD. Hier sofort Tempo 40 anzuordnen, wie bereits am Mainufer, wäre ein erster Schritt. Tempo 30 zum Gesundheitsschutz der Anwohnerinnen und Anwohner, nachts als Lärmschutz und tagsüber zum Schutz von Leib und Leben, sollte aber eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

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news-8965 Tue, 29 Jun 2021 22:09:37 +0200 Staufenbergs Bürgermeister macht Verkehrspolitik aus dem letzten Jahrtausend https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/staufenbergs-buergermeister-macht-verkehrspolitik-aus-dem-letzten-jahrtausend/ Gemeinsame Pressemitteilung VCD, PRO BAHN und Pro Bahn & Bus im Deutschen Bahnkundenverband widersprechen Staufenbergs Bürgermeister Gefeller in Sachen Lumdatalbahn

 

Als „Verkehrspolitik aus dem letzten Jahrtausend“ bezeichneten die Fahrgastverbände PRO BAHN, Pro Bahn & Bus im Deutschen Bahnkundenverband und der Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland die Wünsche des Staufenberger Bürgermeisters Gefeller (SPD) nach einer innerörtlichen „Umgehungsstraße“ für Treis auf der Trasse der Lumdatalbahn.

Während mittlerweile auch bei konservativen Politikern angekommen ist, dass auch auf dem Land der Nahverkehr ausgebaut werden muss und dafür Bahnstrecken wie die Lumdatalbahn oder die Horlofftalbahn reaktiviert werden sollen, möchte Gefeller immer noch weitere Straßen bauen. Dabei ist längst wissenschaftlich belegt, dass neue Straßen nur neuen Verkehr anziehen. Dafür den ökologisch sinnvollsten Verkehrsweg Schiene zu opfern, ist ein völlig falscher Ansatz. Stattdessen gilt auch für Bus und Bahn: durch gute Angebote wird eine Nachfrage erzeugt und es findet eine Verlagerung "in sinnvolle Bahnen" statt.

Die Alternative zu mehr Straßenverkehr kann nur in der Schaffung von neuen Verkehrsangeboten liegen. Das Fahrrad und die Bahn spielen dabei eine entscheidende Rolle für die Lösung der Verkehrsprobleme des einwohnerstarken, aber strukturschwachen Stadtteils Treis und des ganzen Lumdatals. Ihnen die Wege zu nehmen, wäre Verkehrspolitik, die nicht zu den notwendigen Klimazielen passt.

Eine Treis ein zweites Mal zerschneidende Autotrasse wird zudem weite Teile des Ortes zusätzlich rund um die Uhr verlärmen und durch die Einbahnstraßenregelung für zusätzlichen innerörtlichen Verkehr sorgen. 

Gefeller irrt im Übrigen, wenn das normale Förderverfahren der Lumdatalbahn als Weitergabe des Schwarzen Peters bezeichnet. Fördermittel werden von oben nach unten, vom Bund über die Länder in die Regionen weitergeleitet. An der Spitze des Entscheidungsweges steht bei Schienenstrecken der Bund. Das sollte ein Bürgermeister wissen, das hat nichts mit einem Schwarzen, Roten oder Grünen Peter zu tun.

Vor wenigen Jahren schlug Bürgermeister Gefeller den Bau einer eigenen Asphaltspur für Busse als „Schnellfahrstrecke“ auf der Lumdatalbahntrasse vor. Diese Idee hat sich als Rohrkrepierer herausgestellt und fand bei niemandem ein positives Echo. Sie wäre auch technisch kaum umsetzbar gewesen. Bürgermeister Gefeller muss sich die Frage stellen lassen, inwiefern seine politischen Aussagen überhaupt im Ansatz der Sinnhaftigkeit und Seriosität genügen.

Die Fahrgastverbände nehmen die Vorstöße von Bürgermeister Gefeller zum Anlass, die führende Rolle des Landes Hessen bei der Reaktivierung und langfristigen Sicherung von Bahnstrecken zu bekräftigen. Es darf nicht dazu kommen, dass die Reaktivierung von Bahnstrecken durch eine einzelne Kommune blockiert wird. Eine vernünftige Bahnpolitik in der Region folgt auch dem Solidarprinzip. Für Rabenau-Londorf, Allendorf/Lumda und auch für den Staufenberger Stadtteil Treis fallen die Fahrzeitverbesserungen durch die Lumdatalbahn deutlicher aus als für das untere Lumdatal. Bürgermeister Gefeller ist aber offensichtlich nicht bereit, diesen solidarischen Weg mitzugehen und stellt sich damit sowohl gegen die Linie seiner sozialdemokratischen Partei im Kreis als auch gegen seinen grünen Bündnispartner.

Die Verbände erinnern in diesem Zusammenhang nochmals an die negative Rolle der Stadt Staufenberg beim Stilllegungsverfahren der unteren Lumdatalbahn Lollar - Mainzlar nach Ende der Güterbedienung zum Hartsteinwerk Ende 2016.Die Stadt Staufenberg hat keinerlei Versuche unternommen, die Bahn in Betrieb zu halten und damit die damals schon intensiv diskutierte Reaktivierung für den Personenverkehr erschwert. Durch die Stadtentwicklungsgesellschaft Staufenberg hatte die Stadt Staufenberg die Entscheidung über den Weiterbetrieb oder die Stilllegung der zuvor angepachteten Strecke direkt in der Hand. Mit gutem Willen wäre sicher eine für Staufenberg kostenneutrale Lösung zu finden gewesen.

Im Gegensatz dazu haben beispielsweise die Gemeinde Wölfersheim und die Stadt Hungen extra ein Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen beauftragt, um die ebenfalls zu reaktivierende Horlofftalbahn zu erhalten und Pflegearbeiten durchführen zu lassen. Nicht zuletzt dadurch wird die Reaktivierung der Horlofftalbahn um einiges früher erfolgen können als die der Lumdatalbahn.

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news-8959 Tue, 29 Jun 2021 11:01:18 +0200 Position des VCD Landesverbandes Hessen zum Schienenknoten Frankfurt https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/position-des-vcd-landesverbandes-hessen-zum-schienenknoten-frankfurt/ Die Einsparungen an der Infrastruktur und die marginalen Erlöse durch Grundstücksverkäufe erweisen sich heute als teure Fehlentscheidungen. Die Untertunnelung von Frankfurt soll es nun richten. Dafür sollen – nach heutigem Preisstand - rund 3,6 Milliarden Euro investiert werden. Doch der Tunnelbau wird erst nach 2040 Erfolge zeigen. Zu langsam für die zügige Umsetzung des Deutschlandtakts und wesentliche Verbesserungen im Nahverkehr.

Der VCD Hessen erachtet die Kapazitätserweiterung am Knoten Frankfurt für dringend notwendig und hätte es sehr begrüßt, wenn im Rahmen einer Machbarkeitsstudie auch der oberirdische Ausbau unter Rückkauf und Erweiterung der DB Trassen nachvollziehbar untersucht worden wäre, denn hierin steckt Potential und mit den Summen die der Tunnelbau verschlingt – am Ende werden es weit mehr als 4 Milliarden Euro sein – ließe sich viel bewegen.


„Wir halten den Tunnel für eine praktikable Variante, hätten aber eine ergebnisoffene Machbarkeitsstudie erwartet, mindestens jedoch eine detaillierte Darlegung warum nur der unterirdische Ausbau den Anforderungen genügt," sagt Mathias Biemann Vorsitzender des VCD Landesverband Hessen.


Der VCD Landesverband spricht sich klar für eine Stärkung des Schienenverkehrs aus. Die Klimaziele im Verkehr lassen sich nur mit einer massiven Verlagerung von Personen- und Güterverkehr auf eine vollständig elektrifizierte Bahn erreichen. Da der Fernbahntunnel seine Kapazitätserweiterungen aber erst nach seiner Fertigstellung in zwei Jahrzehnten entfalten kann, wäre es fatal, wenn die dringend benötigten oberirdischen Ausbaumaßnahmen im Schienenknoten Frankfurt und die Beseitigung anderer regionaler Engpässe, wie im Bahnhof Hanau, entfallen oder nur halbherzig angegangen würden.

„Den oberirdischen Ausbau schneller umzusetzen, sollte höchste Priorität haben. Das schon ein Jahrzehnt verschleppte Programm von FrankfurtRheinMainPlus in einem wesentlichen Ausbauabschnitt mit Bezug auf den Fernbahntunnel zu beschneiden, wäre nicht das richtige Signal“, sagt Till Schäfer Bahnexperte im Vorstand des VCD Hessen. "Die vollständige Umsetzung des Programms FRM+ ist die Voraussetzung dafür während der Bauphasen des Fernbahntunnels einen stabilen Betrieb zu gewährleisten."
https://www.frmplus.de/


Für Rückfragen:
Mathias Biemann, Vorsitzender des VCD Hessen; M.: 0151 2684 6475
Heiko Nickel, Verkehrspolitischer Sprecher des VCD Hessen; M.: 0151 2015 3300
 

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news-8817 Wed, 09 Jun 2021 18:00:00 +0200 Infoveranstaltung zur Aartalbahn am 09.06.2021 https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/infoveranstaltung-zur-aartalbahn-am-09062021/ Außerdem spricht der ESWE Verkehr-Geschäftsführer Herr Gerhard. Eine Teilnahme ist nur mit Teilnehmerlink möglich, den interessierte Bürger*innen nach vorheriger Anmeldung erhalten. Mehr Informationen und die E-Mailadresse zur Anmeldung auf der Homepage der ESWE-Verkehr.

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news-8874 Wed, 09 Jun 2021 12:40:10 +0200 Fahrraddemo in Wetzlar - https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/fahrraddemo-in-wetzlar/ Der Einladung des Wetzlarer Verkehrswende-Bündnis zu einer Fahrraddemonstration folgten am 5. Juni 2021 gut 60 Personen. Die Raddemo machte darauf aufmerksam, dass der globale Klimaschutz auch im Verkehrssektor entschlossenes Handeln erfordert, das sofort und vor Ort möglich ist.

Auch Aktive des VCD Lahn-Dill beteiligten sich, Barbara Böcher sprach sich für eine Anpassung von veralteten Planungen aus dem Bundesverkehrswegeplan an die veränderte Situation in der Klimakrise aus.
Der VCD fordert ein Bundesmobilitätsgesetz als neuen Rechtsrahmen für eine integrierte und am Klimaschutz orientierte Verkehrsplanung.

Video von der Fahrraddemo

Infos zum Bundesmobilitätsgesetz

 

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news-8866 Mon, 07 Jun 2021 22:14:00 +0200 Stoppt den Weiterbau der A49 – Petition für Moratorium und Neubewertung https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/stoppt-den-weiterbau-der-a49-petition-fuer-moratorium-und-neubewertung/ Ob der Weiterbau der A49 in Mittelhessen oder der A44 bei Kassel, ob der Ausbau der A3 südlich von Frankfurt oder der A5 nahe Darmstadt und Frankfurt: Neu- und Ausbauprojekte von Fernstraßen - und insbesondere von Autobahnen - müssen gestoppt werden, bis der Bundesverkehrswegeplan überprüft, grundlegend überarbeitet und an die Ziele einer Mobilitätswende angepasst wurde.

Die A49 ist ein Symbol dafür. Seit Jahrzehnten wird um ihren Weiterbau gerungen. Der VCD vor Ort positioniert sich seit vielen Jahren dagegen: https://hessen.vcd.org/der-vcd-vor-ort/marburg-biedenkopf/ausbau-a49/

Der VCD in Hessen unterstützt die Petition zum Stop der A49: https://weact.campact.de/petitions/stopp-a49-nur-10-km-bundesstrasse-statt-30-km-autobahn?source=rawlink&utm_medium=recommendation&utm_source=rawlink&share=e5411c6c-9bdc-45be-b680-bebb0ba0a623

Wer ehrlichgemeinte Klimapolitik im Sinne des Gerichts-Beschlusses will (https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html), kann nicht mit jahrzehntealten Verkehrsplanungen weitermachen.

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news-8806 Sun, 06 Jun 2021 14:30:00 +0200 Fahrraddemo für die Verkehrswende in Wiesbaden https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/fahrraddemo-fuer-die-verkehrswende-in-wiesbaden/ Aus dem Rheingau-Taunus-Kreis sowie aus Mainz sind Sternfahrten nach Wiesbaden geplant. Mehr Informationen auf der Homepage von Wiesbaden neu bewegen.

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news-8823 Wed, 02 Jun 2021 12:35:57 +0200 Kolumne: Flughafendämmerung https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-flughafendaemmerung/ Wohl dröhnen noch diverse Riesenjets als Frachter gen Frankfurt, jedoch dürfte im Lichte der aktuellen Klimaziele der Lufttransport insbesondere von Konsumgütern lange vor dem Passagierverkehr beendet werden. „Frisch eingeflogene“ Ware gilt nicht mehr als schick. Drum muss der Frankfurter Flughafen nicht weiter größter Frachtflughafen und der größte Fischereihafen der Republik bleiben.

Galten vor Corona interkontinentale Dienstreisen ebenso wie der Pauschaltourismus als unverzichtbare Statussymbole, haben sich während Corona und aufgrund des Klimawandels nun die Gewohnheiten und Werte verschoben. In den Unternehmen haben sich längst die Videokonferenzen etabliert, und es bedarf schon sehr stichhaltiger Argumente für die Dienstreise.

Waren vor Corona der Erholungswert und das Image des Strandurlaubes eindeutig von den zurückgelegten Flugstunden abhängig, dreht sich nun der Trend. Heimische Strände sind – gerade im Hinblick auf die Klimadebatte - eher angesagt. Insofern fühlen sich heimkehrende Malediven-Urlauber nicht mehr trendy, sondern blamiert, weil nachweislich bildungsfern.

Im Jahre 1947 beherrschte die Dampflok den Schienenverkehr. Zur gleichen Zeit startete erstmals das Vorbild der heute eingesetzten Verkehrsflugzeuge: der Bomber Boeing „Stratojet“. Dampflokomotiven sind seit Jahrzehnten Geschichte. Dank steuerfreiem Kerosin und hoch subventionierter Luftfahrtindustrie (den nun stillgelegten Riesen-Airbus A380 haben wir mit über vier Mrd. Euro Steuergeld finanziert!) hat eine so altbackene, extrem klimaschädliche Technologie samt gigantischer Infrastruktur wie dem hiesigen Flughafen viel zu lange überlebt.

Höchste Zeit für technischen Fortschritt, zeitgemäße Lebensstile, Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten! Das sollten sowohl die Landesregierung als auch die Fraport-Chefetage bedenken, wenn es um die Zukunft dieses völlig überdimensionierten Flughafens geht.


Werner Geiß, VCD Hessen, 1. Juni 2021

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news-8821 Wed, 02 Jun 2021 10:18:12 +0200 Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende Jetzt! Fahrraddemo in Wetzlar am 5. Juni 2021 https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/sozial-und-klimagerechte-mobilitaetswende-jetzt-fahrraddemo-in-wetzlar-am-5-juni-2021/ Ein alternatives Mobilitätskonzept soll darauf abzielen, den motorisierten Individualverkehr ab- und den Fuß- und Radverkehr in Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln massiv auszubauen.
Dafür müssen die Bahn und der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) gestärkt werden – auch im ländlichen Raum! Die Arbeitsbedingungen in den Verkehrsbetrieben müssen verbessert, und die öffentlichen Verkehrsmittel für alle erschwinglich sein. Klimagerechte Technologie und Infrastruktur muss gefördert werden, statt Transportmittel der fossilen Energie und der Ausbau deren Infrastruktur. Die Mobilitätswende kann sogar, wie die Energiewende, ein Jobmotor sein, wenn die "Weichen" von der Regierung richtig gestellt werden. Auf lokaler Ebene fordert das Bündnis einen Ausbau des ÖPNV, eine rasche Umsetzung des bestehenden Rad- und Fußverkehrskonzeptes, den Ausbau von Radwegen und einen Stopp des Parkhausbaus auf der Marienwiese.
Ein alternatives Mobilitätskonzept soll es ermöglichen, die Wege des Alltags weitgehend ohne Auto zu bewältigen.

Wir laden euch ebenfalls zum Wetzlarer Stadtradeln vom 7. - 27. Juni ein. Hier können alle Wetzlarer*innen öffentlichkeitswirksam zeigen, wie wichtig ihnen das Rad als Fortbewegungsmittel ist. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Demonstration mit FFP2-Masken und dem nötigen Sicherheits-Abstand stattfinden. Zum Verkehrswende-Bündnis gehören u.a. attac Lahn-Dill, BI Lebenswerte Altstadt Wetzlar, BUND Herborn, Fridays for Future Wetzlar, Greenpeace Wetzlar, Natufreunde Wetzlar, VCD Lahn-Dill, Verein für nachhaltige Flächennutzung und Umweltkommunikation e.V.   
Ver.di Mittelhessen ruft ebenfalls zur Demo auf im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen zur sozial gerechten Verkehrs- und Energiewende.

Kontakt unter:  verkehrswende-wetzlar@lists.riseup.net

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news-8797 Fri, 28 May 2021 17:09:40 +0200 Heinerbike ausgebaut, HeinerLiner gestartet, Stadtradeln zu Ende gegangen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/heinerbike-ausgebaut-heinerliner-gestartet-stadtradeln-zu-ende-gegangen/  

Acht weitere Lastenräder kommen gut an in Darmstadt und Alsbach-Hähnlein

Seit dem 14. April 2021 stehen in vier Alnatura-Supermärkten in Südhessen acht weitere Lastenräder zum kostenlosen Ausleihen zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit dem VCD Darmstadt-Dieburg und Riese & Müller bieten drei Alnatura Märkte in Darmstadt sowie der Markt in Alsbach-Hähnlein je zwei Packster 60 Cargo Bikes zur Nutzung an.

Durch die Kooperation konnte die Flotte der freien Lastenräder in Darmstadt auf 14 erweitert werden. Von Beginn an werden die Räder dankbar angenommen und sorgen gemeinsam mit den acht kommerziellen Cargo Bikes von Sigo für eine bessere Mobilität in und um Darmstadt. Inzwischen sind alle mit je zwei Kindersitzen ausgestattet.


Heinerbike vom 5. Juni bis 3. Juli als Teil der #MySolution Challenge von Deutschland.de

Deutschland.de ruft Interessierte dazu auf, Ideen und Lösungen für mehr ökologische Nachhaltigkeit mit einem Post auf Instagram und/oder Twitter zu präsentieren. Dies erfolgt im Rahmen der Deutschland.de Kampagne #MySolution zum Start der UN-Dekade zur Wiederherstellungvon Ökosystemen am Weltumwelttag 2021.

#MySolution - ab dem „Internationalen Tag der Umwelt“ am 5. Juni wird Deutschland.de vier Wochen lang über soziale Medien den Bereich Nachhaltigkeit näher bringen und zeigen, dass jeder einzelne Mensch dazu beitragen kann, die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität zu schützen.


Kettenblatt 1-2021 erschienen

Das Kettenblatt 1-2021 ist erschienen und beschäftigt sich unter anderem mit der verkehrspolitischen Situation in und um Darmstadt. Die VCD-Beiträge finden sich ab Seite 20. Wir befassen uns mit den Ergebnisse der Kommunalwahl in Darmstadt. Der VCD verweist hier auf den besonderen Handlungsbedarf bei der Mobilität. Diese muss in Zukunft wesentlich nachhaltiger gestaltet werden, was Mut und Visionen erfordert.

Um eine Vision zur Zukunft der Mobilität in Darmstadt geht es u.a. im Interview mit Bettina Clüsserath, der neuen Geschäftsführerin der HEAG mobilo GmbH. Auch an anderer Stelle spielt das Thema Vision eine Rolle. Wenn man einen gut bezahlten Job aufgibt und in einer Garage in Ober-Ramstadt ein Mobilitäts-Unternehmen gründet, dann ist davon auszugehen, dass man seine Vision lebt.

Das Kettenblatt erhalten alle Mitglieder kostenlos mit der Post. Außerdem gibt es das PDF online zu lesen.


Ludwigshöhviertel - Planungen gehen voran

Im Darmstädter Ludwigshöhviertel sollen ab 2023 die ersten von 3.000 Menschen ein neues Zuhause finden. Es liegt zwischen Bessungen und Eberstadt. Durch die Verlängerung der Straßenbahntrasse soll es gut an das bestehende ÖPNV-Netz angebunden werden. Eine gute Fuß- und Radverkehrserschließung ist ein weiterer Schwerpunkt bei der Entwicklung des neuen Viertels.

Weitere Informationen


Koalitionsgespräche in Stadt und Landkreis

In der Stadt Darmstadt sortieren sich nach der Kommunalwahl vom 14. März die 71 Stadtverordneten gerade neu. Derzeit laufen Koalitionsverhandlungen zwischen den Grünen (20), CDU (11), und VOLT (5). Diese Koalition hätte 36 der 71 Sitze. Als Vorbote der Veränderungen wurden in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung bereits Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) und Baudezernentin Barbara Boczek (Grüne) aus dem Magistrat abgewählt.


Am 7. Mai haben SPD (23) und CDU (18) einen Koalitionsvertrag für den Landkreis Darmstadt-Dieburg für die Wahlperiode 2021 – 2026 geschlossen. Sie vereinigen 41 der 71 Sitze.

Am 30. Mai wird der Landrat neu gewählt. Die Kandidaten sind: Klaus Peter Schellhaas (SPD), Robert Ahrnt (GRÜNE), Tom Volkert (Die LINKE) und Luke Laumann (Die PARTEI).


HeinerLiner ergänzt das Mobilitätsangebot

Seit April ergänzen Heinerliner, emissionsfreie Mercedes eVito Tourer, das Mobilitätsangebot von HEAG mobilo. Fahrten kosten 4 € plus Entfernungspauschale ab dem zweiten Kilometer (0,35 €/km) und sind von vier Uhr morgens bis ein Uhr nachts, Freitag- und Samstagnacht sogar durchgängig möglich. Kinder bis 5 Jahren fahren in Begleitung kostenlos. Weitere Rabatte gibt es für ÖPNV-Kartenbesitzer*innen, Kinder (6-14) und Schwerbehinderte

Weitere Informationen


LieferradDA sucht begeisterte Radler*innen und Organisationstalente

Um zu einer klimafreundlichen Logistik bei zugleich fairen Löhnen für Kuriere beizutragen ist der Oberbürgermeister Jochen Partsch Schirmherr von LieferradDA geworden und die Fortführung bis Ende 2021 ist gewährleistet. Wer sich berufen fühlt, dass Projekt weiter zu betreiben, darf sich bei radlieferdienst-darmstadt@h-da.de melden.

LieferradDA bietet die Chance, dem Bestellen im Internet etwas entgegenzusetzen und ressourcenschonend, absolut flexibel und made in Darmstadt den lokalen Handel zu stärken. Bis 12 Uhr bestellt und am Nachmittag kosten- und emissionsfrei per Lastenrad zugestellt.

Weitere Informationen


7. Nationaler Radverkehrskongress

Beim Nationalen Radverkehrskongress Ende April in Hamburg (und online) wurde der Umbau der Kreuzung Landgraf-Georg-Straße /Teichhaus- bzw. Pützerstraße als holländische Kreuzung vorgestellt

Bei der zweijährlichen Veranstaltung wurde der Deutsche Fahrradpreis in verschiedenen Kategorien u.a. verliehen für:

Der 8. Nationale Radverkehrskongress wird 2023 in Hessen stattfinden.


Stadtradeln in Darmstadt 1.-21. Mai 2021

Über 3.245 Radfahrende, darunter 40 der 71 Stadtverordneten, haben in drei Wochen mit über 500.000 geradelten Kilometern ein Zeichen gesetzt. Gut für die eigene Gesundheit und gut für die Umwelt. CO2-Vermeidung von 76 t, etwa die Menge, die 76 Buchen in 80 Jahren aufnehmen.


Umfrage bis zum 11. Juni 2021

Aktuell läuft die Umfrage Chancen und Herausforderungen bei dem Ausbau von Fahrrad Radinfrastrukturen in Städten - am Beispiel der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Umfrage dauert ca. 10 bis 15 Minuten, ist anonym und geht noch bis zum 11. Juni 2021.


Nächstes Treffen

Im Moment finden wegen des neuartigen Coronavirus im gesamten VCD keine Treffen und Präsenzveranstaltungen statt, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Anstelle des üblichen Termins am 2. Dienstag des Monats ist auch am Dienstag, 8. Juni 2021 ab 19:30 Uhr eine Webkonferenz geschaltet.

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Jörn, David, Stephan und Thomas

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news-8772 Tue, 25 May 2021 17:55:45 +0200 Digitale VCD-Konferenz “Deutschland braucht ein Bundesmobilitätsgesetz - jetzt!" https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/digitale-vcd-konferenz-deutschland-braucht-ein-bundesmobilitaetsgesetz-jetzt/ Anmeldung und weitere Infos:

https://www.vcd.org/artikel/digitale-vcd-konferenz-deutschland-braucht-ein-bundesmobilitaetsgesetz-jetzt/

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news-8760 Sun, 23 May 2021 13:52:35 +0200 Jetzt unterschreiben: Petition für kinderfreundlichen Verkehr in Wiesbaden https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/jetzt-unterschreiben-petition-fuer-kinderfreundlichen-verkehr-in-wiesbaden/ Die Forderungen für Wiesbaden sind im einzelnen:

  • Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbständig mit dem Fahrrad und zu Fuß in der Stadt bewegen können.
  • Wir wollen für alle Menschen angstfreies Radfahren
  • Tempo 30 für sicheren Straßenverkehr innerorts
  • Geringer Umwegfaktor für sicheren Rad- und Fußverkehr
  • Durchgängig sichere und breite Wege
  • Sichtachsen in Kreuzungsbereichen und bei Überwegen, damit Kinder sichtbar sind und selbst Sicht haben
  • Wiesbaden muss Fahrrad- und Fußgängerstadt werden, denn nur das macht eine Stadt zu einer kinderfreundlichen Stadt!

Unterschrieben werden kann die Petition “Kinder auf’s Rad – für ein lebenswertes Wiesbaden” auf der Petitionsplattform We act.

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news-8725 Sat, 15 May 2021 19:57:12 +0200 KlimaGerechtUnterwegs. Mobilitätswende JETZT! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/klimagerechtunterwegs-mobilitaetswende-jetzt-1/ Die Kommunalwahl hat in Frankfurt und in vielen Kommunen der Region eine Stimmenmehrheit für die Parteien ergeben, die wirklichen Klimaschutz und eine Mobilitätswende befürworten. Zuverlässiger und erschwinglicher ÖPNV, der konsequente Ausbau des Radverkehrsnetzes, bessere Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie die Neuverteilung des öffentlichen Raums sind dafür die Voraussetzung. Und dafür stehen auch die Forderungen, die wir – ein Bündnis aus mehr als 20 Klima-, Umwelt- und Verkehrsinitiativen – mit der Sternfahrt verknüpft haben: https://www.klima-gerecht-unterwegs.de/initiativen/

Wenn wir das Ganze im Lichte der jüngsten Entscheidung des Bundesverfassungs- gerichts zum Bundesklimaschutzgesetz sehen, zeigt sich, dass das JETZT! entscheidend ist. https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html

Abwarten und Untätigkeit sind unzulässig!

Die Bundesregierung, aber auch die Regierenden in den Bundesländern, Städten und Kommunen stehen in der Pflicht, wegweisende Maßnahmen zur CO2-Minderung nicht nur festzusetzen, sondern auch direkt und zeitnah umzusetzen. Das Urteil aus Karlsruhe sollte allen klar gemacht haben, dass wir kein Recht haben, in den nächsten zehn Jahren einen Großteil des verbleibenden CO2-Budgets zu verschwenden und damit den künftigen Generationen drastische und radikale Enthaltsamkeit aufzubürden.

Darum ist jetzt der Zeitpunkt zum Handeln!

Das heißt:

  • strengere CO2-Ziele bis 2030
  • schlüssige und konkrete Reduktionspfade umsetzen
  • vorausschauender Klimaschutz statt scheibchenweisen Stückwerks
  • Kohleausstieg vorziehen! Energiewende voranbringen
  • Verbrennungsmotoren früher von der Straße, Ausbau von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr
  • Landwirtschaft, die Klima und Natur schützt und nicht ausbeutet

Es können keine Maßnahmen aufgeschoben werden. Die Lasten der Emissionsminderung dürfen nicht künftigen Generationen vor die Füße geworfen werden und so deren Freiheitsrechte extrem einschränken.

Deshalb werden wir uns im Bündnis „KlimaGerechtUnterwegs. Mobilitätswende JETZT!“ auch vor der kommenden Bundestagswahl wieder zeigen und die
Abkehr von den vielen immer noch in Planung befindlichen, unsinnigen Straßen- und Autobahnerweiterungen fordern.

„Wer Straßen baut und ausbaut, wird Autoverkehr ernten.“ Dieser Ausspruch aus den 80er Jahren ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Die Verkehrspolitik der vergangenen Jahrzehnte hat in Frankfurt dazu geführt, dass die CO2-Emissionen im Verkehr seit 1990 um 11 % gestiegen sind. Trotzdem geht der Wahnsinn weiter.

Wer konsequenten Klimaschutz will, darf das nicht mehr tun!

Schluss mit der Aufschieberei und den ständigen Zugeständnissen an diejenigen, die das Thema Verkehr nur aus der Lenkradperspektive betrachten, die sich darüber beschweren, dass ihnen Platz weggenommen wird, um Gehwege breiter zu machen und neue Radwege oder Grünflächen anzulegen, aber selbst immer mehr, immer größere Autos kaufen, die allen den Platz weg nehmen.

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news-8698 Sun, 09 May 2021 23:20:19 +0200 KlimaGerechtUnterwegs im Wohnquartier https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/klimagerechtunterwegs-im-wohnquartier/ Im Quartier gilt es, attraktive Angebote für eine umweltgerechte Mobilität zu schaffen. Autos im Wohnquartier sind flächenintensiv. Mindestens 12 Quadratmeter nimmt ein gewöhnlicher KFZ-Stellplatz in Anspruch. Das entspricht in etwa der Größe eines Kinderzimmers.

Betrachtet man zudem die Fläche der Zuwegung wird klar, dass diese Form der Mobilität nicht mit einem geringen Versiegelungsgrad zu verwirklichen ist. Der Flächenverlust geht wiederum auf Kosten der Fuß- und Radwegeinfrastruktur sowie auf Kosten der Grünflächen und Spielplätze.

Autos im Wohnquartier sind teuer. Die Herstellung von KFZ-Stellplätzen macht einen zusätzlichen Flächenerwerb erforderlich. Im Tiefgeschossbau sind die Parkplätze mit so hohen Kosten verbunden, dass sie nur durch eine Querfinanzierung durch die Wohnungsmieten realisiert werden können. Eine Stellplatzmiete alleine ist zur Finanzierung einer Tiefgarage nicht ausreichend. Somit zahlen alle Menschen im Wohnquartier die KFZ-Infrastruktur mit; auch jene, die sich selbst kein eigenes Auto leisten können oder wollen.

Autos im Wohnquartier verursachen schlechtere Bedingungen für die klimafreundlichen Alternativen des Umweltverbunds. Fuß- und Radwege durch das Wohngebiet werden durch die flächenintensiven KFZ-Stellflächen strukturell verlängert. Zusätzliche Kreuzungspunkte mit dem MIV sind erforderlich. Der ÖPNV ist durch die geringere Wohndichte pro Hektar, bedingt durch die Stellflächen im Quartier, nicht in einem optimalen Rahmen zu betreiben.  

Wir fordern daher, im Wohnungsbau konsequent nach den Bedürfnissen des Umweltverbunds zu planen und auch in Bestandsquartieren die Strukturen für den ÖPNV, den Fuß- und den Radverkehr zu verbessern. Den Menschen muss der Zugang zu umweltgerechten Mobilitätsangeboten für ihre alltäglichen Wege künftig erleichtert werden. In reinen Wohngebieten sollten immer Lebensmittelgeschäfte sowie Einrichtungen der gesundheitlichen Versorgung und der Bildung vorgesehen werden, um allen Bewohnerinnen und Bewohnern kurze Alltagswege für zu ermöglichen.

Nächste Aktionen
Um den zukünftigen Koalitionären in Frankfurt deutlich zu machen, dass „Wegducken und Aussitzen“ nicht mehr gut genug ist, hatten wir uns gemeinsam mit vielen anderen Initiativen an der großen Fahrradsternfahrt von „KlimaGerechtUnterwegs.: Mobilitätswende JETZT! Anfang Mai 2021 beteiligt. Weiter Veranstaltungen werden folgen.

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news-8642 Thu, 29 Apr 2021 12:08:39 +0200 Verkehrsclub fordert Tempo 30 auf der Rodheimer Straße in Gießen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrsclub-fordert-tempo-30-auf-der-rodheimer-strasse-in-giessen/ Kaum eine Straße ist so lärmgeplagt wie die Rodheimer Straße in der Gießener Weststadt. Seit die Konrad-Adenauer-Brücke am 22. Oktober 2020 für schwere und breitere Fahrzeuge als 2,10 m gesperrt wurde, hat der Verkehr erneut zugenommen, denn selbst die meisten SUVs dürfen die baufällige Brücke nicht mehr befahren. Nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht wird die Straße vom verstärkt vom Durchgangsverkehr genutzt und die Anwohner leiden unter dem gestiegenen Verkehrslärm. Unter ihnen sind auch viele Personen, die derzeit im Homeoffice sind oder die wegen der geschlossenen Hochschulen in der Wohnung tagsüber lernen müssen, sich aber bei dem Verkehr schlecht konzentrieren können und auch in der Nacht Probleme haben, durchzuschlafen. Einzelne Studierende weichen bereits in die Universitätsbibliothek aus, um dort wenigstens für wenige Stunden in Ruhe arbeiten zu können. Die Fahrt in die Uni mit dem Bus und der Aufenthalt in gemeinsam genutzten öffentlichen Räumen sind dabei ganz sicher nicht im Sinne des Infektionsschutzes.
Der Verkehrsclub Deutschland hat daher den Internationalen Tag des Lärms am 28.4. zum Anlass genommen und den Magistrat aufgefordert, in der Rodheimer Straße endlich Tempo 30 am Tag und vor allem in der Nacht einzuführen. Der Lärmaktionsplan des Regierungspräsidiums Gießen sah diese Maßnahme schon vor der Zunahme des Autoverkehrs als wichtige Maßnahme zum Lärmschutz vor. Immerhin wirkt eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von 50km/h auf 30km/h wie eine Halbierung des Kfz-Verkehrs und ist damit die wirksamste und am schnellsten umsetzbare Maßnahme, um die lärmgeplagten Weststadtbewohner gesundheitlich zu schützen. Der VCD weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Tempo 30 aus Lärmschutzgründen gerade auch auf Hauptstraßen von der Stadt rechtssicher beschildert werden kann. Während Tempo 30 aus Verkehrssicherheitsgründen nur nach Unfallhäufungen ausgewiesen werden darf, erfährt Tempo 30 aus Lärmschutzgründen stets die Zustimmung der Aufsichtsbehörden, wenn die Lärmminderung durch ein Gutachten nachgewiesen wird. Der VCD Gießen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass alle Bürgermeister des Gießener Lands jeglicher politischen Couleur selbstverständlich Tempolimits umsetzen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und deshalb in fast allen Umlandkommunen Tempo 30 auf Hauptstraßen bei Überschreitung der Lärmgrenzwerte längst eingeführt wurde. Warum der Magistrat der Stadt Gießen und die Gießener Stadtverordnetenversammlung sich dem Thema Lärmschutz seit Jahren nicht zuwenden, ist für den VCD unerklärlich. Es würde gerade auch der Oberbürgermeisterin gut zu Gesicht stehen, wenn sie als Sozialdemokratin sich für diejenigen einsetzt, die mit geringem Haushaltseinkommen an verlärmten und verdreckten Straßen wohnen und unter dem nicht enden wollenden Lärm derer leiden müssen, die als Kfz-Pendler tagtäglich mit überdimensionierten Autos durch die Rodheimer Straße fahren. Der VCD sieht es als die Pflicht des Magistrats an, alle Bürger vor gesundheitsschädlichem Lärm und Abgasen bestmöglich zu schützen. ?
 

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news-8585 Mon, 19 Apr 2021 21:36:55 +0200 RMV plant Wiedereinführung eines Regionalexpresses zwischen Gießen und Alsfeld https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/rmv-plant-wiedereinfuehrung-eines-regionalexpresses-zwischen-giessen-und-alsfeld/ Gießen, 18.04.2021

Bis zum Jahr 2011 gab es zwischen Gießen und Fulda einen Regionalexpress, der nur an den stark nachgefragten Bahnhöfen wie Reiskirchen, Grünberg oder Alsfeld hielt. Der RMV hat nun beschlossen, den Regionalexpress unter dem Namen „RE 44“ wieder einzuführen.

Der im letzten November vom RMV-Aufsichtsrat beschlossene Regionalen Nahverkehrsplan sieht die Einführung einer regelmäßigen, schnellen Regionalexpressverbindung zwischen Gießen und Alsfeld vor . Wie dieser Regionalexpress auf der eingleisigen Strecke so eingebunden werden kann, dass er wirklich schneller ist und nicht die Regionalbahn aus dem Takt bringt, ist derzeit jedoch noch ungewiss. Der RMV verweist gegenüber dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) darauf, dass er eine „gesamthafte Untersuchung“ anstrebe, mit der „die Realisierbarkeit und die damit verbundenen Ausbauerfordernisse“ überprüft werden sollen. Der mit Fragen des Nahverkehrs vom Landkreis beauftragte Zweckverband Oberhessische Verkehrsbetriebe (ZOV) verweist darauf, dass eine erste Fahrplanstudie erstellt sei . Voraussetzung für den Regionalexpress sei ein elektronisches Stellwerk für die Vogelsbergbahn, so dass gleichzeitige Einfahren von Zügen in Begegnungsbahnhöfen möglich würden, so dass die Fahrzeiten etwas kürzer und flexibler gestaltet werden können. Zusätzlich müssten neue Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden, wobei deren Lage davon abhängt, welcher Anschluss in Gießen hergestellt werden soll. Für einen Anschluss aus Richtung Alsfeld auf den RE 30 nach Frankfurt in Gießen würden zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten in Zell-Romrod und im Bereich Saasen – Grünberg erforderlich. Für den entsprechenden Anschluss in entgegengesetzter Richtung sei ein „zweigleisiger Begegnungsabschnitt zwischen Gießen-Licher Straße und Gießen-Flughafen“ nötig.
Der VCD-Kreisverband Gießen mahnt, dass sich die Politik aus dem Gießener Land unbedingt in den aktuellen Planungsprozess einbringen solle, denn schließlich sind es die Landkreise und kreisfreien Städte, die am Ende in den RMV-Gremien entscheiden, wie schnell der neue Regionalexpress Wirklichkeit wird. Entsprechend sollten Landkreis und Stadt Gießen nun auch klare Vorgaben machen, was in der „gesamthaften Untersuchung“ für die Vogelsbergbahn alles berücksichtigt werden soll.
Aus Sicht des VCD Gießen kommt es darauf an, dass ein Gesamtkonzept für Regionalbahn und Regionalexpress entwickelt wird und dass dieses mit dem Deutschlandtakt kompatibel ist. Wichtig sei auch, dass die neuen Bahnhalte Gießen-Marshallsiedlung/US-Depot, Gießen-Rödgen, Buseck-Edekastraße, Reiskirchen-Lindenstruth sowie weitere Halte im Vogelsbergkreis mit untersucht werden und der Halbstundentakt der Regionalbahn im Gießener Land erhalten bleibt und nicht auf Kosten des schnellen Regionalverkehrs ausgedünnt wird. Wenn erst einmal ein Fahrplankonzept mit festgelegten Begegnungsbahnhöfen auf der Strecke besteht, lassen sich neue Bahnhalte nur schwer nachträglich integrieren.
Dass der Regionalexpress 44 nur zwischen Gießen und Alsfeld fahren soll, sieht der VCD Gießen kritisch, denn eine Weiterführung zum ICE-Bahnhof Fulda würde einen wirklichen Mehrwert bringen, auch für den Tourismus im Vogelsberg. Gerade weil der RMV eigentlich das Ziel hat, dass der Frankfurter Hauptbahnhof durch Tangentialverbindungen entlastet werden soll, hält der VCD es für nötig, dass der Regionalexpress nicht nur von Gießen nach Alsfeld, sondern möglichst weiter nach Fulda fährt. Derzeit 
fahren wegen der langen Reisezeit auf der Vogelsbergbahn viele Gießener lieber über Frankfurt nach Fulda, statt die umsteigefreie Verbindung über Alsfeld zu wählen. Wenn der RE 44 bis Fulda fahren würde, könnten in Fulda möglicherweise auch bessere Umsteigezeiten entstehen, denn wer derzeit in Fulda von der Vogelsbergbahn in Richtung Bad Hersfeld, Schlüchtern oder Gersfeld umsteigen will, muss oftmals 37 bis 51 Minuten auf den nächsten Zug warten – ein weiterer Grund, warum viele Bahnkunden derzeit lieber über Frankfurt von Gießen nach Fulda fahren.
Der VCD hofft, dass der RE44 Gießen-Alsfeld im Gesamtzusammenhang mit dem Regionalexpress 25, der zwischen Koblenz und Gießen fährt, geplant wird. Bereits im Dezember 2021 wird ein ebenfalls als „RE 44“ bezeichneter Regionalexpress zwischen Limburg und Gießen starten und den bisher alle zwei Stunden fahrenden RE 25 (Koblenz-Limburg-Gießen) teilweise zum Stundentakt ergänzen. Der im Dezember startende RE 44 (Gießen Limburg) wird auch die Gießener zum neuen Intercity 34 Frankfurt-Wetzlar-Siegen-Münster bringen, denn der IC 34 wird nicht am Gießener Bahnhof halten, sondern über die Kleinlindener Bergwerkskurve von Bad Nauheim direkt nach Wetzlar fahren.

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news-8578 Sun, 18 Apr 2021 22:34:03 +0200 KlimaGerechtUnterwegs. Fahrradstadt Frankfurt? Noch ein weiter Weg https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/klimagerechtunterwegs-fahrradstadt-frankfurt-noch-ein-weiter-weg/ An vielen Ampelkreuzungen fehlt der Sicherheitsbereich für Radler hinter der Haltelinie. Es bleibt einem daher nichts anderes übrig, als sich vor die Haltelinie zu stellen, in den Bereich, der eventuell von Fußgängern genutzt wird. Nach der STVO hat man damit schon einen Verstoß begangen, indem die Haltelinie bei Rotlicht überquert wurde. Zum Glück sind die wenigsten Ordnungshüter so spitzfindig. 

Vorrang für den Rad- oder Fußverkehr? Kaum in Sicht.
Es ist immer noch die Regel, dass sich Fahrrad- und Fußverkehr den Platz teilen müssen, der übrig bleibt, nachdem man dem Autoverkehr seinen Platz gegeben hat, im Fahren, wie im Stehen. Das muss sich endlich ändern, damit mehr Menschen Lust haben, auf das Rad umzusteigen oder zu Fuß zu gehen.

Wir brauchen endlich ein Konzept für den Radverkehr für ganz Frankfurt.
Ausgewählte Vorzeigetrassen in roter Farbe sind zu wenig. Vor allen Dingen, wenn man selbst dort plötzlich vor die Wahl gestellt wird, sich in das Blechgetümmel zu stürzen oder das Rad auf dem Gehweg zu schieben.

Wir befürchten, dass die neue Römerkoalition die Versprechen zum Radentscheid „vergisst“ und nicht konsequent weitermacht, Frankfurt zur Fahrradstadt zu wandeln. Bisher gab es nur kosmetische Verbesserungen an manchen Strecken. Aber das Gesamtkonzept ist nicht erkennbar. Wenn es dabei bleibt, ist die Verkehrswende nicht mal auf halbem Wege stecken geblieben.

Nächste Aktionen
Um den zukünftigen Koalitionären in Frankfurt deutlich zu machen, dass „Wegducken und Aussitzen“ nicht mehr gut genug ist, planen wir gemeinsam mit vielen anderen Initiativen eine Großveranstaltung unter dem Motto KlimaGerechtUnterwegs: MOBILITÄTSWENDE JETZT!

Kontakt: Lastenradler Frankfurt, Manfred Fußnecker, Mobil +49 (0)178 919 7426, mfussnecker@gmx.de

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news-8567 Sat, 17 Apr 2021 13:52:37 +0200 Acht weitere Lastenräder für Südhessen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/acht-weitere-lastenraeder-fuer-suedhessen/  

Seit Mitte April machen insgesamt acht weitere Lastenräder umweltfreundliches Einkaufen in Darmstadt und Alsbach leichter.

An allen drei Darmstädter Alnatura Märkten und am Alnatura Markt in Alsbach sind jetzt dauerhaft je zwei R&M Packster zum kostenlosen Verleih stationiert - vier CargoBikes mit Kindersitzen und vier reine Lastenräder. Nach einer Online-Registrierung auf der Plattform von Heinerbike, einem Projekt von TransitionTown Darmstadt und VCD Darmstadt-Dieburg, kann man sich bis zu 3 Tage ein Lastenrad ausleihen.

Durch die Kooperation des VCD Darmstadt-Dieburg mit Alnatura und Riese & Müller wird das nachhaltige Transportangebot mit bisher fünf Lastenrädern erneuert und erweitert.

Fotos: Stefan Daub

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news-8560 Fri, 16 Apr 2021 08:52:30 +0200 KlimaGerechtUnterwegs. Mobilitätswende JETZT! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/klimagerechtunterwegs-mobilitaetswende-jetzt/ Ende 2019 wurde über die Höhe des CO2-Preises für den Verkehr gestritten. Gegner versuchten die CO2-Abgabe mit dem Argument vom Tisch zu bekommen, der ärmere Teil der Bevölkerung könne sich das Autofahren dann nicht mehr leisten.

Tatsächlich ist es teuer, ein Auto zu besitzen. Für Sprit, Steuern, Wertverlust und Reparaturen müssen durchschnittlich 425 Euro im Monat aufgebracht werden, wie eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung ergab. Kein Wunder, dass 53 Prozent der Menschen im unteren Einkommensfünftel gar keinen Pkw besitzen. Dazu kommen noch Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, die ganz besonders auf ein gut ausgebautes, behinderungsfreies Netz von Fußwegen, ein sicheres Radverkehrsnetz und einen zuverlässigen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angewiesen sind.

Zu Fuß und mit dem Rad unterwegs zu sein, ist die sozialste Art voranzukommen. Es ist kostengünstig, macht keinen Lärm und schützt das Klima. Auch der ÖPNV schneidet da noch deutlich besser ab als der Autoverkehr: Der PKW-Verkehr in einer deutschen Großstadt kostet die öffentliche Hand und die Allgemeinheit etwa das Dreifache wie der ÖPNV. Das haben die Forschungen des Fachgebiets Verkehrsplanung und Verkehrssysteme an der Universität Kassel ergeben.

Das Wahlergebnis zeigt eine Stimmenmehrheit für die Parteien, die einen zuverlässigen und erschwinglichen ÖPNV, einen konsequenten Ausbau des Radverkehrsnetzes, bessere Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und den Stadtteilen in ihren Wahlprogrammen befürwortet haben. Die neue Stadtregierung muss diesem Ergebnis Rechnung tragen und ihr Handeln danach ausrichten.

Um den zukünftigen Koalitionären in Frankfurt deutlich zu machen, dass „Wegducken und Aussitzen“ nicht mehr gut genug ist, werden wir in den kommenden Wochen gemeinsam mit vielen anderen Initiativen unsere Forderungen für mehr Klimaschutz und eine Mobilitätswende in Frankfurt am Main auf der Internetseite KlimaGerechtUnterwegs.de und in den sozialen Medien veröffentlichen.

Dafür werden wir auch auf die Straße gehen! Zuerst mit einer Großveranstaltung am 2. Mai 2021 unter dem Motto KlimaGerechtUnterwegs. Mobilitätswende JETZT!

Kontakt: mathias.biemann@vcd-rhein-main.de, Mobil +49 (0) 151 268 464 75

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news-8490 Wed, 31 Mar 2021 22:46:27 +0200 Offener Brief zu den Koalitionsverhandlungen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/offener-brief-zu-den-koalitionsverhandlungen/ Das Bündnis Verkehrswende Frankfurt, in dem die Regionalgruppe Mitglied ist, hat folgenden Offenen Brief an die Verhandlungsführer*innen der Grünen in Frankfurt am Main geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wissen, dass Sie die Erwartungen der Frankfurter Bürger*innen im Römer vertreten wollen. Einen Teil dieses Bürgerwillens, den auf ein generelles Umdenken in Verkehrsfragen, haben wir Ihnen verschiedentlich schon dargestellt und er liegt Ihnen in Form eines gültigen Forderungskatalogs vor, der schnell umgesetzt werden soll, denn Zeit haben wir nicht mehr! Planungs- und Umsetzungsverfahren müssen dringend beschleunigt werden.

Heute benennen wir noch einmal einige unabdingbare Kernpunkte und erwarten, dass diese Essentials in den anstehenden Verhandlungen mit neuen Koalitionspartnern durchgesetzt werden.

Über allem steht die Forderung nach einem nachhaltigen und zukunftsorientierten Mobilitätsplan, der wiederum nur Teil sein muss eines umfassenden Stadtent-wicklungsplanes.

Wichtigste Schwerpunkte sind für uns aktuell:
1. Die drastische Verringerung des motorisierten Individualverkehrs in die Stadt
    (um 50% innerhalb von 10 Jahren) durch
a. Reduzierung des Pendlerverkehrs,
b. Schaffung preiswerten Wohnraums in der Stadt
    (Baustopp für Luxuswohnungen, siehe auch Initiative Mietentscheid),
c. mehr Home-Office bei städtischen Behörden und Firmen,
d. Ausbau des E-Governments,
e. Ausbau von Park-and-Ride-Flächen schon weit außerhalb der Stadt, von dort flächendeckendes Schnellbusnetz, soweit keine Schienenanbindung vorhanden ist.

2. Die Stadt fordert vom Bund, den Autobahnausbau um Frankfurt herum zu stoppen!
    Das heißt:
a. kein A66-Riederwaldtunnel,
b. keine A661 Rampe Friedberger Landstraße,
c. keine zusätzlichen Spuren auf der A3, und A5,
    denn ausgebaute Autobahnen bringen mehr Autos in unsere Stadt, nicht weniger!
d. Rückbau des Miquelknotens in die Hand der Stadt, etc.
Wir kennen die juristischen Schwierigkeiten, wissen aber auch um die Möglichkeiten der Stadt, Einfluss zu nehmen. Frankfurt muss Vorreiter sein für eine bundesweite Verkehrswende.
Hintergrund für den motorisierten Individualverkehr (MIV) sowie den Güterverkehr muss ein bundesweiter Wandel sein: „Auf die Schiene, weg von der Straße!“

3. Konsequente Weiterentwicklung und Ausbau des Radverkehrsnetzes innerhalb der Stadt und ins Umland

4. 365-Euro-RMV-Ticket für alle

5. Eine Innenstadt mit weniger Autoverkehr. Das erreicht man durch
a. rigorose Parkraumbewirtschaftung im ganzen Stadtgebiet,
b. fußgängerfreundliche Zonen im Zentrum und in den Stadtteilen,
c. Tempo 30 auf Haupt- und Durchgangsstraßen ganztägig
d. ein Lieferzonen-Konzept, das auch „neue Formen der Belieferung“ berücksichtigt.
Für den Handel und die Gastronomie kommt mehr Geld zu Fuß und mit dem Rad als mit dem Auto. Wichtig sind kleinteilige Aufenthaltsangebote, die eine gute Atmosphäre herstellen und Begegnungen ermöglichen.

6. Beschleunigter Bau neuer Straßenbahnstrecken (z. B. die Alleen-Ring-Straßenbahn), denn U-Bahn-Strecken sind zehnmal teurer und benötigen lange Planungs- und Bauzeiten. Straßenbahnen sind auch einfacher umzuleiten und umzubauen.

Durch alle diese Maßnahmen werden ÖPNV und Radfahren viel attraktiver. Lärm- und Schadstoffemissionen werden deutlich reduziert und Verkehrsunfälle nicht nur in der Zahl, sondern auch in der Schwere gravierend gesenkt.

„Die Krankheit der Städte ist das Auto. Wer die Verkehrswende möchte, muss das Auto angreifen oder er ist ungeeignet in der Politik oder Verkehrsplanung.“ sagt Hermann Knoflacher, der Schritt für Schritt den Stadtumbau von Wien durchgesetzt hat. Diese Konsequenz führte zur Verdrängung des Autos. Gerade deshalb gilt Wien heute weltweit als die Stadt mit der höchsten Lebensqualität, gefolgt von Kopenhagen, ebenfalls autoarm.

Wir hoffen, Sie gehen konsequent den ökologisch richtigen Weg zu unser aller Wohl. Dreiviertel der Bevölkerung will die Verkehrswende (Umfrage 2019). Handeln Sie jetzt und gestalten Sie die Wende.

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news-8483 Wed, 31 Mar 2021 10:30:19 +0200 Kolumne: Wahlergebnisse - auch eine ökologische Selbstverpflichtung? https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-wahlergebnisse-auch-eine-oekologische-selbstverpflichtung/ Wer ökologisch gesinnt wählt – das gilt neben Grün auch für die Linke und das neue klimaorientierte SPD-Programm –, verpflichtet sich selbst auch zu ökologischem Lebensstil, oder nicht?
Meldet man jetzt endlich den Zweitwagen ab? Bleiben Fernflug- und Schiffsreisen auch nach Corona entbehrlich? Sucht man sportliche Alternativen zum Abfahrtski auf künstlichen Schneepisten oder Restgletschern? Werden Literatur, Kunst, Theater, Konzert, Oper wieder zu klimaschonenden Leidenschaften des „Volkes der Dichter und Denker“?

Freilich muss eine grüne Politik im Sinne der Kostenwahrheit die Voraussetzungen für den gesellschaftlichen Wertewandel schaffen. Wer zumindest den Zweitwagen abschafft, mit der Bahn in den Urlaub reist, dem wird es ja egal sein, wenn Anliegerparken künftig 800 Euro jährlich kostet, Kerosin und Diesel voll versteuert werden. Die aufgeklärte Zivilgesellschaft, die urteilsfähigen, mündigen Bürger treffen sich in der Straßenbahn, begegnen sich auf dem Radweg und im Wald. Mit SUV und „Premium“-Auto kann man sich nach dieser Wahl nur noch blamieren.

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