VCD Hessen Nachrichten http://hessen.vcd.org de_DE VCD Hessen Tue, 22 Oct 2019 22:00:37 +0200 Tue, 22 Oct 2019 22:00:37 +0200 TYPO3 EXT:news news-5403 Thu, 17 Oct 2019 23:07:24 +0200 Mit Sicherheit für Fußgänger https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mit-sicherheit-fuer-fussgaenger-1/ „Was im Bund noch Zeit brauchen wird, könnte in Frankfurt deutlich schneller gehen“, findet Mathias Biemann vom Verkehrsclub Deutschland. Eine gute Chance sieht er durch die Beschlüsse der Stadt zum Radentscheid.

Wenn in den nächsten Jahren die Strukturen für den Radverkehr an vielen Stellen in der Stadt verbessert werden, ist das der richtige Zeitpunkt, dort auch die Gefahrenstellen für Fußgänger zu entschärfen und ihnen mehr Raum und mehr Sicherheit zu geben, fordert er.
Und auch ohne eine besondere Initiative des Bundes wäre es möglich das Gehwegparken, dort wo es die Bürgersteige zu stark verengt, aufzuheben und Straßenecken so zu verändern, dass sie nicht mehr zugeparkt werden können.

Weitere strukturelle Verbesserungen, die der großen Bedeutung der Fußgänger im städtischen Verkehr Rechnung tragen, könnten in ein Gesamt-Verkehrskonzept einfließen. Bis dahin wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch der VCD-Mann hofft, dass Bund und Länder diese Zeit nutzen werden, um den Forderungen der Verkehrsministerkonferenz Taten folgen zu lassen.

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news-5388 Wed, 16 Oct 2019 12:13:49 +0200 Mit Sicherheit für Fußgänger https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mit-sicherheit-fuer-fussgaenger/ Wenn in den nächsten Jahren die Strukturen für den Radverkehr an vielen Stellen in der Stadt verbessert werden, ist das der richtige Zeitpunkt, dort auch die Gefahrenstellen für Fußgänger zu entschärfen und ihnen mehr Raum und mehr Sicherheit zu geben, fordert er.
Und auch ohne eine besondere Initiative des Bundes wäre es möglich das Gehwegparken, dort wo es die Bürgersteige zu stark verengt, aufzuheben und Straßenecken so zu verändern, dass sie nicht mehr zugeparkt werden können.

Weitere strukturelle Verbesserungen, die der großen Bedeutung der Fußgänger im städtischen Verkehr Rechnung tragen, könnten in ein Gesamt-Verkehrskonzept einfließen. Bis dahin wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch der VCD-Mann hofft, dass Bund und Länder diese Zeit nutzen werden, um den Forderungen der Verkehrsministerkonferenz Taten folgen zu lassen.


Für Rückfragen:
Mathias Biemann
M.: 0178 1949560?
VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.
Regionalgruppe Rhein-Main

Heiko Nickel
M.: 0151 2015 3300
Politischer Geschäftsführer
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Hessen e.V.

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news-5364 Tue, 08 Oct 2019 21:14:32 +0200 Kolumne: Jetzt Klima, Vermögen und Ansehen retten! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-jetzt-klima-vermoegen-und-ansehen-retten/ Psst! Hallo Sie! Sie haben heute Ihren SUV um die Ecke geparkt. Und nicht wie bisher vorm Haus. Gestern hat sich Ihre Tochter geweigert, einzusteigen, rannte dann wütend zu Fuß zur Schule. Es ist ein mittleres Vermögen, das Sie jetzt verschämt vor der Familie, den Bekannten, den Nachbarn verstecken.

Retten Sie wenigstens einen großen Teil dieses Vermögens und Ihres Ansehens. Verkaufen Sie die Karre so schnell wie möglich! Bevor solch modisch-imposante Vehikel – und Ihre Besitzer - nicht nur bei der Jugend, sondern in der gesamten Zivilgesellschaft in ihrer wahrhaftigen Peinlichkeit wahrgenommen werden, vulgo: mega-out sind. Dann bliebe doch nur noch der Schrottwert.

Vom Erlös kaufen Sie sich ein solides Fahrrad. Denn Radfahren ist jetzt angesagt. Zumal bei der Elite. Wie sieht das denn aus, wenn morgens Ihre Chefin grad ihr Rad abschließt, wenn Sie nebendran Ihren SUV parken? Auch eine BahnCard100 gilt neuerdings als unscheinbares, aber begehrtes Statussymbol. Recht teuer, aber deutlich günstiger als ein SUV.

Die privat inszenierte Verkehrswende ist jetzt der Lifestyle schlechthin. Machen Sie mit. Retten Sie Ihr Image und Vermögen!  

Ihr Werner Geiß

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news-5360 Mon, 07 Oct 2019 20:27:41 +0200 Einladung zum Themenabend "Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs - Die hessische Landesbahn" https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/einladung-zum-themenabend-zukunft-des-oeffentlichen-nahverkehrs-die-hessische-landesbahn/ In Zusammenarbeit mit den Grünen Friedberg laden wir zu einem Themenabend zur "Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs - Die hessische Landesbahn" am 30.10.2019 um 19:00 Uhr in der Stadthalle Friedberg. Neben einem Vortrag von Veit Salzmann, Geschäftsführer der HLB, über die aktuelle Situation und die Zukunft der HLB gibt es eine offene Frage- und Diskussionsrunde. Schwerpunkte werden Themen rund um den Schienenverkehr sein.
Wir laden sie zu einer regen Diskussionsrunde ein! 

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news-5358 Mon, 07 Oct 2019 09:31:28 +0200 Über die Elite https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/ueber-die-elite/ Mit der These von der selbst verschuldeten Unmündigkeit hatte Immanuel Kant doch recht. Denn nach „Fridays for Future“, bestätigt durch „Scientists for Future“, weiß nun jeder, aber auch jeder, welchen Schaden er mit seinem SUV, den Flugreisen und Schiffskreuzfahrten anrichtet. Galten solche Konsumgewohnheiten eben noch als (teuer erkaufte) Grundlage gesellschaftlicher Teilhabe und Anerkennung, erweist sich das nun als schiere Geldverschwendung. Klingt absurd, aber künftig wird man gerade durch teure Investitionen in den vermeintlich angesagten Statuskonsum „abgehängt“. Im benachbarten Europa, zumal in Skandinavien und der Schweiz, hat sich schon ein klimaschonender Wertewandel durchgesetzt. Der erreicht inzwischen auch die traditionellen deutschen Hochschulstandorte und infiziert von dort aus die Wohnquartiere.

Also, liebe Konsumenten, Obacht! Wenn Sie demnächst in den Biergarten streben, parken Sie Ihren SUV lieber unsichtbar um die Ecke, so Sie nicht sowieso Ihr neues Fahrrad nehmen. Verkneifen Sie sich lieber den Reisebericht von Ihrem Tauchkurs in Thailand oder dem Meditationsseminar in Indien, wenn am Biertisch über Romanrezensionen, Theaterpremieren und Biolandbau diskutiert wird. Gesellschaftliche Teilhabe definiert sich grad ganz neu, ganz anders, ganz ohne SUV und Flugtourismus.

Nach dem dritten Bier gelangen Sie zu der Erkenntnis, dass die verhasste „Elite“ sich nicht durch noch größere SUVs, noch mehr und weitere Flugreisen auszeichnet. Im Gegenteil, die „Elite“ ist erhaben über schnöden Konsum. Und wenn Sie über die neuen Werte – Kultur, Bildung, Forschung, Umwelt – mitreden können, dann gehören Sie auch dazu, zur Elite!

Ihr Werner Geiß

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news-5070 Sat, 14 Sep 2019 10:00:00 +0200 #aussteigen - Fahrradsternfahrt und Demonstration anlässlich der IAA https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/aussteigen-fahrradsternfahrt-und-demonstration-anlaesslich-der-iaa/ Liebe VCD Mitglieder in der Wetterau,

der VCD Bundesverband hat zu einer Demonstration und Fahrradsternfahrt anlässlich der IAA in Frankfurt aufgerufen. Mit der Teilnahme an der Aktion #aussteigen – jetzt beginnt die Verkehrswende wollen wir gemeinsam ein Zeichen gegen die derzeitige Verkehrspolitik setzen. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass die Straße nicht nur für den Autoverkehr gedacht ist, sondern wir erobern uns die Straße zurück. 

Dies wollen wir auch ganz real durchführen. Am 14.9.2019 startet am Gießener Messeplatz um 7:35 Uhr ein Stern der Fahrradsternfahrt nach Frankfurt. Die Route führt mitten durch die Wetterau und somit durch das Gebiet des Kreisverbandes. Wir rufen alle unsere Mitglieder, Freunde und Unterstützer auf, nehmen sie Teil an dieser Sternfahrt!
Die genaue Route und Zeiten können sie hier nachverfolgen

Die Sternfahrt ist von Profis geplant und ist von den Behörden genehmigt.

Die Planung kann noch so gut sein, aber für die Durchführung werden Helfer benötigt. Die Aufgabe der Helfer ist es die von der Polizei vorab abgesperrten Kreuzungen, Einmündungen zu übernehmen und abzusperren, bis der Tross vorbei ist. Hierfür werden noch jede Menge Helfer gesucht. Offizieller Helfer kann nur jemand sein, der vorab an einer Schulung teilgenommen hat. Auch hier rufe ich zur Mitarbeit auf. Interessenten können sich hier anmelden.

Ich freue mich schon auf eure rege Teilnahme

Christoph Winterberg

 

Facebook: https://www.facebook.com/pg/iaademo/events/?ref=page_internal
Instagram: https://www.instagram.com/iaademo/
Twitter: https://twitter.com/iaademo

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news-4916 Mon, 19 Aug 2019 12:35:00 +0200 Verkehrswende Demo zur IAA in Frankfurt #Aussteigen: Verkehrswende jetzt! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrswende-demo-zur-iaa-in-frankfurt-aussteigen-verkehrswende-jetzt/ Am 14. September, wenn die IAA für Besucher*innen eröffnet, demonstrieren wir mit
vielen Tausenden Menschen für die Verkehrswende: Eine Fahrrad-Sternfahrt aus dem Rhein-Main-Gebiet führt uns vor die Tore des Messegeländes. Mit einem familienfreundlichen Kidical Ride demonstrieren Kinder und Ihre Eltern auf Fahrrädern. Die Demonstrationen enden mit einer gemeinsamen Kundgebung vor der Messe.

Zusammen mit fünf weiteren Umweltverbänden bildet der VCD den Trägerkreis dieser Demonstration. Gemeinsam mit dem “Sternfahrtbündnis” organisiert der VCD Landesverband diese Großveranstaltung hier vor Ort.

Bitte helft uns!
Interessierte an der Leitung oder Führung oder Mithilfe eines Zuges der Radsternfahrt wenden sich bitte direkt an Werner Buthe (werner.buthe@gmx.de, Tel. 0177 6664078) (Meldet euch bitte aus allen Regionen, insbesondere aus Fulda und Gießen).

Wer in Frankfurt bei der Fuß-Demo, der Bühne und allgemein helfen möchte, wendet sich bitte an Micaela Leon (micaela@iaa-demo.de).

Wer etwas zum Stand des VCD beitragen möchte wendet sich an Katja Täubert (katja.taeubert@vcd.org) oder Heiko Nickel (landespolitik@vcd-hessen.de). 

Bitte Aktiviert in jedem Fall eure Mitglieder vor Ort, in den KVs und Regionalgruppen. Dies ist eine einmalige Gelegenheit der Verkehrswende, für die wir seit unserer Gründung im Jahre 1986 kämpfen, ein Gesicht zu geben.

Mit unserer Demo und Sternfahrt erobern wir uns die Straße zurück. Wir bewegen
uns zu Fuß, mit dem Fahrrad und der Bahn. Damit zeigen wir Politik und
Autoindustrie wie die Verkehrswende aussieht: 

Deshalb fordern wir:
- Sofortiger Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor
- Klimaneutraler Verkehr bis 2035
- Ein starkes Klimaschutzgesetz bis Ende 2019, das das Erreichen des 1,5
Grad Zieles sicherstellt
- Vorrang für Fuß- und Radverkehr und massiver Ausbau von Bus und Bahn
- Einführung einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf Autobahnen, 80
km/h außerorts und 30 km/h innerorts
- Effiziente Elektromobilität statt dicker E-SUVs
- Saubere Luft in unseren Städten

Alle Infos auf:
VCD.org
iaa-demo.de
facebook.com/iaademo
facebook.com/events/567487330442153/
twitter.com/iaademo
instagram.com/iaademo    

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news-5054 Mon, 05 Aug 2019 21:49:47 +0200 VCD fordert schnelle Einführung von Tempo-30 vor Schulen und Kindergärten https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-fordert-schnelle-einfuehrung-von-tempo-30-vor-schulen-und-kindergaerten/ Seit Mai 2017 ist die Stadt Gießen verpflichtet, vor Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen Tempo 30 auszuweisen. Angesichts des kommenden Schulbeginns kritisiert der Verkehrsclub Deutschland, dass in Gießen auch über zwei Jahre nach der StVO-Änderung noch kein einziges neues Tempo-30-Schild aufgestellt wurde.
Das Ziel der Bundesregierung war 2017 klar: Die Sicherheit von Kindern und Senioren sollte erhöht werden. Aus diesem Grund soll Tempo-30 nicht mehr nur in den Nebenstraßen der Wohngebiete die Regellösung sein, sondern auch auf Hauptverkehrsstraßen, wenn an diesen ein Zugang zu einer Schule, einem Kindergarten oder einem Seniorenheim liegt. Die Gießener Koalition von SPD, CDU und Grünen dürfte dies gefreut haben, denn wenige Monate zuvor hatte sie im Juni 2016 im Koalitionsvertrag festgelegt: „Wir wollen Tempo-30-Zonen in allen Wohn -und Neubaugebieten und vor Kindertagesstätten und Schulen einrichten.“
Inzwischen sind mehr als zwei Jahre vergangen und noch immer ist an keiner einzigen Stelle Tempo 30 neu beschildert worden. Dabei hatte die Straßenverkehrsbehörde frühzeitig den Auftrag zur Prüfung aller Stellen erhalten, nachdem das Stadtparlament eine Umsetzung der StVO-Änderung gefordert hatte. CDU-Dezernent Neidel hatte daraufhin den Stadtverordneten schriftlich zugesagt, dass die Umsetzung bis Ende 2018 erfolgen werde. Beispielhaft nannte der VCD die Kindertagesstätten in der Krofdorfer Straße, in der Ludwigstraße oder in der Gießener Straße in Wieseck.
Der VCD kritisiert die fehlende Umsetzung, die auf Kosten von Kindern und Senioren geht. Er verweist darauf, dass dies kein Einzelfall ist. Auch in den Nebenstraßen in weiten Teilen von Wieseck steht die bereits 2015 angekündigte generelle Ausweisung von Tempo-30-Zonen nach wie vor aus. „Es ist uns unerklärlich, dass das Thema Verkehrssicherheit in der Stadtverwaltung eine so geringe Priorität haben kann“, so der VCD. Im konkreten Fall scheint die schleppende Umsetzung auch nicht an unterschiedlichen Sichtweisen in der Koalition zu liegen: Im CDU-Wahlprogramm hieß es 2016: „Zur Verkehrsberuhigung sollen innerhalb von Wohn- und Neubaugebieten und vor 63 Kindertagesstätten und Schulen Tempo-30-Zonen eingerichtet werden.“
Ein grundsätzliches Problem liegt allerdings seit Jahren vor: In der Straßenverkehrsbehörde gibt es zu wenig Personal für alle gesetzlichen Aufgaben. Selbst 20 Jahre alte StVO-Änderungen sind bis heute nicht komplett umgesetzt und Projekte wie die 2015 angekündigte Bewohnerparkzone in der Nordstadt, die seit 2009 immer wieder angekündigte Fahrradstraße in der Goethestraße oder die Beendung der Duldung des illegalen Gehwegparkens kommen nicht voran. „Hier wäre es auch Aufgabe der Stadtverordneten und der Oberbürgermeisterin, im Haushalt ausreichende Personalstellen in Ordnungs- und Tiefbauamt vorzusehen, damit politisch beschlossene Projekte auch umgesetzt werden“, so VCD-Vorstand Patrik Jacob.
 

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news-5041 Fri, 02 Aug 2019 16:21:00 +0200 Jetzt ist der Moment - IAA-Demo und weitere Aktionen auf der Straße, Tempo 30 und Radinfrastruktur https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/jetzt-ist-der-moment-iaa-demo-und-weitere-aktionen-auf-der-strasse-tempo-30-und-radinfrastruktur/ Mit dieser und den folgenden Mitgliederinformationen wollen wir über die Entwicklungen rund um das Thema Mobilität im Kreisverband informieren. Es bewegt sich auch im Juli und August eine ganze Menge im Kreisverband Darmstadt-Dieburg.

Du willst immer sofort informiert werden? Trage dich für unseren Newsletter unter newsletter.vcd-darmstadt.org ein und abboniere uns auf Twitter.

Proteste zur internationalen Automobilausstellung

Die internationale Automobilausstellung (IAA) wird dieses Jahr von einer Reihe von Protesten begleitet. Am 14. September gibt es eine große Demonstration und Sternfahrt.

Die Hauptrouten der Sternfahrt starten in Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Gießen, Aschaffenburg, Gelnhausen und Usingen. Auch in vielen weiteren Orten machen sich Radfahrer*innen gemeinsam auf den Weg.

In Frankfurt fährt die Demonstration über gesperrte Autobahnen. Dabei nutzt sie auch die größten Straßen Frankfurts und führt über den Alleering. Eltern mit Kindern treffen sich am Frankfurter Nibelungenplatz zum Kidical Ride. Wenn der große Fahrradkorso eintrifft, führen die Kinder diesen bis zur Frankfurter Messe an.

Vor der Messe Frankfurt treffen die Züge die Fußgänger*innen-Demo. Gemeinsam versammeln sich zur großen Abschlusskundgebung in der Friedrich-Ebert-Anlage.

Weitere Infos und die genaue Route finden sich auf der Website des Orgateams.


Aktionen zur europäischen Mobilitätswoche

Vom 16. bis 22.09. findet die Europäische Mobilitätswoche (EMW) statt. Die EMW ist eine seit 2002 veranstaltete Kampagne der Europäischen Kommission. Sie ist eigentlich dafür gedacht, dass Kommunen selbst innovative Verkehrslösungen präsentieren oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität werben. Leider hat die Stadt Darmstadt bisher nicht bei der EMW teilgenommen. Daher haben wir bereits in den vergangenen Jahren verschiedenste Aktionen im Rahmen der EMW veranstaltet und wollen dies auch in diesem Jahr tun.

Geplant sind kleinere und größere Aktionen. Wir freuen uns bei diesen über aktive Unterstützung. So wird es gemeinsam mit Fridays for Future am 20. September ein großes Straßenfest geben. Außerdem wollen wir wieder einen Park(ing) Day veranstalten.

Wer sich beteiligen möchte, sollte zu unserem Treffen am 6. August ab 19:30 Uhr in die Holzhofallee 21, Darmstadt kommen. Helfer*innen für das Fest können sich auch unter globalstrike@darmstadtforfuture.de melden.


Kidical Mass: noch drei Ausgaben dieses Jahr

 

Die Kidical Mass ist eine Fahrraddemo, die auf fehlende Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr aufmerksam machen will, vor allem aber allen ermöglicht, ausnahmsweise völlig ungefährdet durch Darmstadt zu radeln. Die nächsten Termine sind:

  • Sonntag, 11. August 2019 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
  • Sonntag, 15. September 2019 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
  • Sonntag, 13. Oktober 2019 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz

Das Wichtigste ist der Spaß am Radfahren mit Musik und Polizeischutz.

Die Tour startet jeweils um 15.30 Uhr am Karolinenplatz mit einer Kundgebung und fährt gegen 16 Uhr los. Die Route führt auf etwa 5 Kilometern durch Darmstadt. Nach etwa 45 Minuten kommt die Gruppe wieder am Karolinenplatz an und fährt von dort durch den Herrngarten bis zum Aktivspielplatz, wo sich der der Nachmittag ausklingen lässt.

Ihr wollt die Veranstaltung mit Flyern und Plakaten bewerben, in eurem Lieblingsladen, Kita, Vereinsheim etc. fehlt das Plakat? Meldet euch, wir stellen die Materialien gerne kostenlos zu Verfügung, damit sie ausgelegt werden können.


Jetzt ist der Moment!

 

Von klein auf sollten unsere Kinder erfahren, dass es Spaß macht, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Roller und mit Bus und Bahn unterwegs zu sein. Sicher, kindgerecht, umweltfreundlich und bezahlbar ? für diese Mobilität setzen wir uns ein: Werdet jetzt mit der ganzen Familie VCD-Mitglied und empfehlt dies auch euren Nachbarn, Freunden und Bekannten! Für alle neuen Familienmitglieder gibt es eine kleine Willkommensbox: Mehr Informationen

VCD-Mitglieder, die neue Mitglieder werben, bekommen zudem das VCD-Buch „mit Füßen und Pedalen“ als Prämie.


Radentscheid geht weiter

In den letzten 1,5 Jahren hat der Radentscheid Darmstadt die Verkehrspolitik mit Hilfe vieler Unterschriften gedreht. Zum aktuellen Stand sind in den letzten Wochen Hintergrundartikel erschienen:

Derzeit verhandelt der Radentscheid den Fahrplan, welche Straßen und vor allem in welcher Qualität neu gestaltet werden, damit ein lückenloses Radwege-Netz für alle von 8 bis 108 Jahre entsteht. Für alle, die heute schon fahren und für alle, die es in Zukunft wollen.


Neue Fahrgastinformation in Busse und Bahnen der HEAG mobilo

 

Die HEAG mobilo überarbeitet die Anzeigen zur Fahrgastinformation in ihren Bussen und Bahnen. Auf Twitter und Facebook sind dazu Entwürfe erschienen, die gerne kommentiert werden können.

Wer keinen Account in einem der Netzwerke hat, kann sich auch an auch per E-Mail z.B. an kundendialog@heagmobilo.de einbringen.


RMV-Community

Der RMV möchte sein Nahverkehrsangebot, seine App und weitere Angebote weiterentwickeln. Dazu werden 500 Teilnehmer*innen für die RMV-Community gesucht. Hier geht’s zur Anmeldung.


Einwendung Straßenbahnmasten Bessungen

Wie auch an andere Stellen im Stadtgebiet, plant die HEAG die Oberleitung der Straßenbahnen zu renovieren. Neue Vorschriften und auch neue Bahnen mit stärkeren Motoren und damit höherem Strombedarf machen eine verstärkte, also dickere Leitung notwendig. Damit einher geht auch ein höheres Gewicht der Leitung, weshalb viele der alten Befestigungspunkte nicht mehr verwendet werden können. Bisher wurden häufig Wandanker an Gebäude eingesetzt. Mit der Erneuerung sollen diese wie auch einige alte Masten durch neue Masten ersetzt werden.

Die geplanten Standorte schränken den Fußverkehr allerdings stark ein. Der VCD hat daher eine Einwendung gegen den Plan eingelegt. Weiterlesen


Ausbau der Jägertorstraße in Kranichstein

Die Stadt Darmstadt plant einen sehr fragwürdige und unzureichenden Ausbau der Jägertorstraße in Kranichstein. Timm Schwendy fasst die Problematik in seinem Blog zusammen. Du bist mit den Plänen ebenfalls unglücklich? Lass es die Entscheidungsträger*innen der Stadtverordentenversammlung, im Dezernat III und die Öffentlichkeit wissen. Wichtige Adressen:

  • Stadtspitze: dezernatIII@darmstadt.de 
  • Stadtverordnete: stavo@darmstadt.de
  • Zeitung: darmstaedter-echo@vrm.de

Tempo 30 Heinrichstraße und Tempo 30 Kirchstraße

In der Darmstädter Heinrichstraße gilt jetzt ganztags Tempo 30! Wir begrüßen die Maßnahme sehr, weil Tempo 30 Lärm, Abgase, Feinstaub und Unfälle verringert. Alle profitieren von einem besseren Miteinander auf den Straßen. Tempo 30 innerorts ist eine Kernforderung des VCD für die Verkehrswende.

Auch auf der Kirchstraße gibt es wahrscheinlich bald Tempo 30. Ein Antrag der Stadt Darmstadt an das RP Darmstadt wartet noch auf seine finale Abstimmung Mitte August 2019. Dem Antrag war ein tödlicher Unfall und ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Anfang des Jahres vorausgegangen.


Stellenausschreibungen

Der VCD sucht wieder Personal. In der Bundesgeschäftsstelle in Berlin sind diese Stellen zu besetzen:

  • Referent*in/Sprecher*in klima-und sozialverträgliche Mobilität
  • Traineeship für politische Kommunikation im Fachbereich Mobilität

Auch in Darmstadt kannst du dein Geld mit der Verkehrswende verdienen. Beispielsweise gibt es eine Reihe von Jobs in unterschiedlichen Qualifizierungsstufen bei der HEAG mobilo.


Nächstes Treffen

Wir sehen uns wie gewohnt am 1. Dienstag im Monat, das nächste Mal am Dienstag, 6. August 2019 um 19:30 Uhr. Wir tagen in der Holzhofallee 21, Darmstadt (Coworkingspace CoWo 21). Dann folgen reguläre Treffen:

  • Dienstag, 3. September 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 1. Oktober 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 5. November 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 3. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um in der Zwischnzeit nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Felix, Stephan und David

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news-5040 Wed, 31 Jul 2019 14:44:00 +0200 Darmtadt-Bessungen: Fahrleitungsmasten auf Gehweg geplant https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/darmtadt-bessungen-fahrleitungsmasten-auf-gehweg-geplant/ Planfeststellungsverfahren für die Erneuerung und Verstärkung der Fahrleitungsanlage für die Straßenbahn-Linie 3 in Darmstadt. So sperrig ließt sich der Titel des Anhörungsverfahren welches am 03. Juli endete. Der Plan ist eigentlich recht einfach erklärt: Wie auch an andere Stellen im Stadtgebiet, plant die HEAG die Oberleitung der Straßenbahnen zu renovieren. Neue Vorschriften und auch neue Bahnen mit stärkeren Motoren und damit höherem Strombedarf machen eine verstärkte, also dickere Leitung notwendig. Damit einher geht auch ein höheres Gewicht der Leitung, weshalb viele der alten Befestigungspunkte nicht mehr verwendet werden können. Bisher wurden häufig Wandanker an Gebäude eingesetzt. Mit der Erneuerung werden diese aber auch einige alte Masten durch neue Masten ersetzt.

Bei jedem Bauplanungsverfahren und insbesondere im Rahmen eines solchen Planfestellungsverfahren müssen die Auswirkungen des Baus auf verschiedenste Weisen geprüft werden. So gibt es bspw. Umweltverträglichkeitsprüfungen, aber auch die Auswirkungen auf andere Verkehrsarten. Es ist daher sehr erstaunlich, dass HEAG Mobilo wie auch die zuständige städtische Planungsbehörde bei der Planung den Fußverkehr vergessen haben. Die neu geplanten Masten wurden ohne Beachtung der verkehrlichen Belange des Fußverkehrs teilweise mitten auf ohnehin schmale Gehwege geplant. Zudem wurde mit veralteten Plänen gearbeitet die teilweise nicht mit der heutigen Situation übereinstimmen.

Der VCD hat daher Einwände gegen einen Großteil der Masten und das gesamte Planungsverfahren eingelegt. Der Ausbau des ÖPNV wie auch die Ertüchtigung der Masten ist notwendig. Allerdings müssen dabei auch andere Verkehrsarten des Umweltverbundes beachtet werden. Wir hoffen, dass HEAG und Stadt die Planungen zeitnah nachbessern und bessere Lösungen als die Vorgelegten finden.

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news-5001 Wed, 24 Jul 2019 10:33:00 +0200 Kolumne: Lieber geistig abheben als starten https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-lieber-geistig-abheben-als-starten/ So viel Trübsal war ja noch nie in den knallvollen Wide-Body-Fernfliegern. Die gnadenlose Fridays for Future-Jugend hat den Konsumenten weltweit gehörig die Stimmung vermiest, weshalb die dann frustriert noch weiter fliegen mussten. Wie kann man so noch  Urlaubsstimmung und Erholung genießen? Erst recht, wenn man dummerweise in Neu Seeland die Nachbarn trifft, die sogar Business Class geflogen sind und im Hilton nächtigen?
Der VCD weiß Abhilfe:

    1. Fernflugtourismus ist out. Ist doch rausgeschmissenes Urlaubsgeld, wenn man stolz das Selfie vorm Taj Mahal postet und prompt eine Retoure der Nachbarn vorm Opernhaus in Sydney erhält. Welche Schmach. Die sind viel weiter geflogen. Liebe Konsumenten: Fernfliegen bringt’s nicht mehr. Jeder war schon überall. Vor allem: jeder war noch weiter weg. Die neuen Statussymbole sind heute wieder die ganz alten: Theater-, Konzert-, Opern-Abo. So richtig im Abendkleid und schwarzen Anzug. Hinterher kluge Reden schwingen im Theaterrestaurant. Macht richtig Eindruck, wenn man sogar die Intendantin kennt. Ist nebenbei sehr klimaschonend. Fliegen tut doch nur noch der Pöbel.


    2. Fliegen ist Technik von vorgestern. Der Bomber Boeing B47 „Stratojet“ aus dem Jahre 1947 bleibt Pate aller „modernen“ Verkehrsflugzeuge. Gepfeilte Flügel, drunter die Turbinen, dreiteiliges Leitwerk hinten, das Ganze aus genietetem Alu-Blech. Und die üblichen Fan-Triebwerke trieben schon 1960 die Boeing 720b an. Schon vor 11 Jahren planten EU („Clean Sky“) und die NASA die überfällige Neukonstruktion von Verkehrsflugzeugen und Antrieben zwecks Halbierung des Verbrauchs und der Emissionen. Doch steuerfreies Kerosin war und ist weiterhin so billig, dass Airbus und sodann Boeing die Mitwirkung am teuren Projekt verweigerten. Als viel teurer erweist sich jetzt nach zwei Abstürzen mit Hunderten Todesopfern die Produktion eines 52 Jahre alten Flugzeugs mit inzwischen riesigen Fantriebwerken, die nicht mehr unter die Flügel passen. Die Boeing 737max muss am Boden bleiben. Alternative Konstruktionen wie Nurflügel, Entenflugzeuge oder Doppelrumpf mit großer Spannweite beweisen im Militär-, Experimental- und Privateinsatz, dass man viel klimafreundlicher fliegen kann. Mehr Auftrieb spart Antrieb. Anstelle der technisch ausgereizten Fans („Bypass“) sind offene Antriebe effizienter.


    3. Kostenwahrheit ist die Grundlage für einen volkswirtschaftlich und ökologisch vertretbaren Flugverkehr. Die sukzessive Aufhebung der Steuerbefreiung von Flugtreibstoffen liefert den  Anreiz für die Neukonstruktion von sparsamen Flugzeugen und Triebwerken. Aufgrund des geringeren Verbrauchs wird das Fliegen dann langfristig kaum teurer, und der viel geringere Treibstoffbedarf könnte vielleicht durch Ökosprit gedeckt werden. Schon die sparsameren Langstreckenjets Boeing 787 und Airbus 350 aus Verbundwerkstoff wurden explizit für profitablen Betrieb mit versteuertem Treibstoff ausgelegt. Also höchste Zeit für die Treibstoffsteuer!


Fazit: Flugtourismus darf nicht länger ein ausufernder, weil hoch subventionierter Statuskonsum bleiben.  Als unverzichtbarer Teil der Weltwirtschaft und schlicht als eine der größten Errungenschaften muss Fliegen aber weiterhin möglich und bezahlbar sein. Dies gelingt nur durch sparsame, innovative Technologie, die den Einsatz fossiler Brennstoffe erübrigt. Dann müssen wir uns beim Fliegen auch nicht mehr schämen.

Werner Geiß

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news-4917 Mon, 01 Jul 2019 17:17:46 +0200 Kolumne: Verkehrtwende https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-verkehrtwende/ Was ist wichtiger: Wachstum, Beschäftigung, Bürgerwille?

Oder Verkehrswende?

 

Das deutsche Wirtschaftsprinzip funktioniert bislang zuverlässig: unsere so tüchtige Industrie liefert immer mehr, immer größere Vehikel – die von ebenso tüchtigen Werbeagenturen global erfolgreich vermarktet werden. Die „sozialen Medien“ beschleunigen den Trend zum angepassten, nein: angesagten Mobilitätsverhalten. Das Wohlbefinden, sogar die gesellschaftliche Teilhabe von Konsumenten in aller Welt hängt vom Besitz deutscher Premium-Autos, von Billigflügen im deutschen Airbus 320, von den Kreuzfahrten auf den gigantischen Schiffen der Meyer-Werft ab.

 

Zweifellos bieten diese Industrien viele leidlich gut bezahlte Jobs, steigern das Bruttoinlandsprodukt (was gemeinhin als „Wachstum“ definiert wird), liefern das, was die mündigen (?) Bürger wollen, scheinbar ganz dringend brauchen. Solange so definierte Begriffe für Beschäftigung, Wachstum und Bürgerwille von Politik und Wahlvolk als wichtigste Werte der Gesellschaft aufgefasst werden, wird das nichts mit der Verkehrswende.

 

Im Bewusstsein solch betonierter Vorgaben flüchten sich die immer zahlreicheren Tagungen um die Verkehrswende auf Nebenschauplätze. Behörden, Politik, engagierte Bürger und Umweltverbände diskutieren leidenschaftlich über Seilbahnen, Lastenfahrräder, Tretroller und Fahrradständer. Anwesende frustrierte Wissenschaftler beschränken sich auf sarkastische Bemerkungen, im Bewusstsein, dass wieder mal die wesentlichen Kriterien einer Verkehrswende umgangen werden.

 

Also höchste Zeit, die Merkmale deutschen Wohlbefindens und damit deutscher Mobilität zu revidieren:

 

Wachstum: Wachsen soll der Wohlstand der Gesellschaft. Und nicht die uralte Kennziffer „BIP“ (Bruttoinlandsprodukt), die z.B. auch dann steigt, wenn ein Radfahrer von einem LKW überfahren wird und schwerverletzt im Krankenhaus landet, dort immense Heilungskosten verursacht, die sodann das BIP steigern. Gesellschaftlicher Wohlstand hängt doch viel mehr ab von der Einkommensverteilung, den Bildungsinvestitionen, Klima- und Umweltbelastungen, den Vorkehrungen dagegen, dem ehrenamtlichen Engagement und diversen anderen Faktoren, die z.B. im nationalen Wohlstandsindex (NWI) enthalten sind, nicht aber im „BIP“, das nur Umsätze addiert. Der hessische Koalitionsvertrag strebt z.B. auf Anregung eines VCD-Mitgliedes eine adäquate Wohlstandsbewertung an.

 

Beschäftigung: Nicht jeder siebte, sondern nur etwa jeder 22. Job hängt vom Auto ab. Rund 850.000 Werktätige sind in der Auto- und Zuliefererindustrie beschäftigt. Inklusive Linienbusse für den ÖPNV. Trotzdem schaffen mehr Menschen allein bei Caritas und Diakonie als bei Auto-, Flugzeugindustrie und zivilem Schiffbau zusammen. Entscheidend für die Beschäftigung und damit den Wohlstand ist die „Lohnquote“, also der Anteil der Lohnkosten am Umsatz. Und die ist bei der Autoindustrie mit ca. 12% extrem niedrig. Wer sein sauer Erspartes nicht für den dicken SUV, sondern für Bahn und Bus, Bildung, Kunst, Kultur und Literatur ausgibt, erzeugt viel mehr Jobs, viel mehr Wohlstand, obwohl das „BIP“ dann sogar sinkt.

 

Bürgerwille: Ganz schwieriges Thema.

  • Weil Bürgerwille mitunter das Gemeinwohl den Eigeninteressen unterordnet. Dank Bürgerbeteiligung dauert die Realisierung von Schienenprojekten rund 25 Jahre, viel zu lange für die dringende Verkehrswende.
  • Weil Bürgerwille in Wahrheit „Wirtschaftswille“ ist. Denn der Autoindustrie, den Flug- und Kreuzfahrttouristikbranchen ist es gelungen, ihre Angebote den Konsumenten als absolut unverzichtbares Bedürfnis zu suggerieren. Das Statussymbol dominiert längst über die Mobilitätsfunktion.

Und die verantwortlichen, demokratisch gewählten Volksvertreter müssen diesen Bürgerwillen, konkreter: den Wählerwillen nun mal respektieren, allein schon aus Gründen des Machterhalts.

 

Die anspruchsvolle Aufgabe der Politik ist es also, die Konsumgesellschaft wieder in eine aufgeklärte Zivilgesellschaft zu verwandeln. Die sich ihre gesellschaftliche Teilhabe nicht durch fremdbestimmte Konsumgewohnheiten diktieren lässt. Die gemeinnützige Schienenprojekte nicht um des persönlichen Vorteils („nicht hinter unserem Haus!“) willen verhindert. Wie die Europawahl zeigt, haben das nicht nur die Kinder und Enkel begriffen, sondern auch viele wahlberechtigte Eltern und Großeltern.

 

 

Fazit: Eine effektive Verkehrswende ersetzt motorisierte durch geistige Mobilität, bewirkt also einen gesellschaftlichen Wertewandel. Dann wird es gelingen, die Klimakrise zu bremsen und zugleich Wohlstand, Wachstum, Beschäftigung und damit einen freien, nicht manipulierten Bürgerwillen zu stärken.

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news-4907 Tue, 25 Jun 2019 19:44:47 +0200 Mit dem ParkBike ein Zeichen setzen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mit-dem-parkbike-ein-zeichen-setzen/

Das „ParkBikeist ein Lastenrad mit bepflanzter Transport­fläche. Wo es steht, dämpft es die sommerliche Überhitzung in seiner direkten Umgebung und lässt es einen kleinen „Park“ für Bienen oder andere Insekten entstehen.     
Seitlich angebrachte Sitzflächen bieten allen, die zu Fuß unterwegs sind, einen Platz zum Verschnaufen und Verweilen und an einem Fahrrad­ständer können Räder abgestellt werden.

Wer gerne vor seiner Haustüre ein Zeichen für die lebenswerte Stadt setzen möchte, kann das „ParkBike“ kostenlos leihen und auf einem Parkplatz oder einem anderen geeigneten Platz parken. Die Reservierung soll über eine eigene Homepage, die auch für die Idee wirbt, möglich sein.

Es werden Leute gesucht, die das Rad mit aufbauen oder die Werbung und den Internetauftritt gestalten. Wenn Ihr Lust habt mitzumachen, wendet Euch an mathias.biemann@vcd-rhein-main.de

Um den Bau und die Homepage finanzieren zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Bitte spendet zweckgebunden an den

VCD Hessen e. V.
IBAN DE27 5009 0500 0000 9532 40
BIC GENODEF1S12 Sparda Hessen eG
Stichwort: Spende ParkBike

Die Spende ist dann steuerlich abzugsfähig!
Wird eine Spendenquittung gewünscht, bitte die Adresse angeben.

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news-4891 Fri, 21 Jun 2019 13:43:21 +0200 Bericht zur Fahrradtour ins Allnatal https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/bericht-zur-fahrradtour-ins-allnatal/ Unsere diesjährige Fahrradtour hat uns ins Allnatal geführt. Da wir unsere Radtour gerne auch mit einem verkehrspolitischem Hintergrund verbinden, sindwir dieses Mal in Verbindung mit der Bürgerinitiative „Allnatalweg Stop“ entlang der Trasse der angedachten Umgehungsstraße geradelt.

Der Startpunkt war in Niederweimar von dort führte uns die Strecke durch das Allnatal, entlang des Elnhäuser Wassers, über Dagobertshausen, hin zum Pharmastandort Görzhäuser Hof, durch Michelbach bis nach Sterzhausen.Zwischendurch gab es einige Informationen zum geplanten Bauvorhaben und eine ausgiebige Rast mit reichhaltigem Essen auf einem Reiterhof.

Die ca. 25 km lange Strecke führte durch eine sehr idyllische Landschaft bei herrlichem Sommerwetter und die ca. 40 Mitfahrenden hatten einen informativen und schönen Tag. In Sterzhausen kam die Gruppe dann am Nachmittag pünktlich an und jeder fuhr dann individuell von dort nach Hause.

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news-4842 Mon, 10 Jun 2019 22:13:04 +0200 Parken auch im Umland ein erhebliches Problem https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/parken-auch-im-umland-ein-erhebliches-problem/ Verkehrsclub: Parken auch im Umland ein erhebliches Problem

Gießen, 7.6.2019

Eine erschreckende Bilanz zog der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) zur Parksituation in den Kreisgemeinden.
Nachdem der VCD bei der ersten bundesweiten Falschparker-Aktionswoche  im letzten Jahr der Situation in der Stadt Gießen widmete, verteilte der Kreisverband bei der Neuauflage nun „Gelbe Karten“ an Falschparker in Großen-Linden als exemplarischen Stadtteil einer Umlandgemeinde. In knapp einer Stunde wurden letzten Donnerstagabend ca. 200 Gelbe Karten hinter die Scheibenwischer der falsch parkenden Pkw gesteckt.
Während in Gießen vermutlich der Mangel an Parkplätzen Ursache für das häufige Falschparken sei, scheine in den Umlandgemeinden vielfach Gedankenlosigkeit und mangelndes Unrechtsbewusstsein der Grund zu sein. Hauptproblem in Linden sei das illegale Gehwegparken. An ganzen Straßenzügen werde ohne Erlaubnis der Gehweg als Parkfläche genutzt. Besonders negativ aufgefallen seien dabei z.B. die Straßen „Alte Heerstraße“, „Moltkestraße“, „Großen-Lindener-Straße“, „Hüttenberger Straße“, „Fronhofstraße“ und „Mahrweg“. Es dränge sich die Vermutung auf, die Pkw parkten auf dem Gehweg, um den Autoverkehr zu erleichtern. Dies gehe aber zu Lasten der zu Fuß Gehenden, und damit der schwächsten Verkehrsteilnehmer.

Illegales Gehwegparken sei kein Kavaliersdelikt, sondern behindere Fußgänger, insbesondere Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen aber auch beispielsweise Rad fahrende Kinder unter 8 Jahren, so Patrik Jacob für den VCD. Teilweise blieben nur noch absolut indiskutable Restbreiten für die schwächsten Verkehrsteilnehmer übrig. Grundsätzlich sollen Gehwege nach den seit 2002 geltenden Bauvorschriften mindestens eine Breite von 2,20 m bis 2,50 m aufweisen, die auch bei offiziellem Gehwegparken nicht unterschritten werden dürfen.

In Straßen, in denen Parkplätze abmarkiert wurden, seien vergleichsweise wenig Falschparker registriert worden. Dies zeige, dass die Verkehrsbehörden aktiv werden und den Autofahrern durch Markierungen deutlich machen sollten, wo Parken möglich und nicht behindernd ist. Stellen, an denen Gehwegparken erlaubt wurde, sollten auf Rechtskonformität überprüft werden, insbesondere hinsichtlich der verbleibenden Restbreiten der Gehwege. Hier habe sich die Stadt Linden oft nicht an die Richtlinien gehalten. So sei nach den Verwaltungsvorschriften der Straßenverkehrsordnung „das Parken auf Gehwegen nur zuzulassen, „wenn genügend Platz für den unbehinderten Verkehr von Fußgängern gegebenenfalls mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern auch im Begegnungsverkehr bleibt, die Gehwege und die darunter liegenden Leitungen durch die parkenden Fahrzeuge nicht beschädigt werden können und der Zugang zu Leitungen nicht beeinträchtigt werden kann.“

Der VCD fordert die Stadt Linden, aber auch die Verwaltungen aller Kreiskommunen auf, illegales Gehwegparken strikt zu ahnden. In den Gießener Stadtteilen und in einigen Wohngebieten sei dies in der Vergangenheit bereits mit großem Erfolg umgesetzt worden und der Anteil der Gehwegparker drastisch gesunken.
Positive Nebeneffekte seien, dass der Sanierungsaufwand der Gehwege sinke und sich durch das versetzte Parken die Geschwindigkeiten in den Wohnstraßen verringerten.

Die Aktion des Kreisverbandes unter dem Motto „Parke nicht auf unseren Wegen!“ ist Teil der bundesweiten Falschparker-Aktionswoche vom 3. bis 7. Juni, zu der der VCD, der Fuss e.V. und die Initiative Clevere Städte aufgerufen haben. Ziel der Aktionswoche ist es, auf die Beeinträchtigungen und Gefahren durch falsch geparkte Pkw und Lkw für Fußgänger und Radfahrer aufmerksam zu machen und höhere Bußgelder für gefährliches Falschparken zu erreichen (www.vcd.org/falschparker-aktionswoche/).

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news-4825 Wed, 05 Jun 2019 07:32:13 +0200 IC-34 Frankfurt – Siegen – Münster, Erklärung der Verbände https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/ic-34-frankfurt-siegen-muenster-erklaerung-der-verbaende/ Bessere Chancen mit mehr Halten in Mittelhessen

Voraussichtlich im Dezember 2020 geht die IC-Linie 34 an den Start. Sie verbindet Frankfurt mit Münster, ähnlich wie die frühere Interregiolinie. Damit bekommt die Dill- und Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Wetzlar und Lethmate ihren Fernverkehr zurück. Richtung Norden soll es einzelne abweichende Zugläufe geben, und zwar sowohl nach Hagen - Essen als auch über Münster hinaus nach Norddeich.  Gießen werden die Züge generell auf der als "Bergwerkswaldkurve" genannten Umfahrungsstrecke umgehen, wogegen in Siegen der Hauptbahnhof angefahren wird, trotz des dort erforderlichen Fahrtrichtungswechsels. Regelmäßig Halte in Hessen werden Frankfurt, Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg. In Nordrhein-Westfalen ist eine wesentlich höhere Haltestellendichte vorgesehen. Dort soll der IC34 einen Teil der Regionalexpresszüge ersetzen, dort ist auch die Integration in die Verbundtarife bzw. in den Landestarif vorgesehen. In Hessen hat sich der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) dagegen deutlich gegen die Anerkennung von Verbund-Fahrausweisen ausgesprochen. 

Die Verbände Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Fahrgastverband PRO BAHN (Regionalverband Mittelhessen) und der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus im Deutschen Bahnkundenverband begrüßen die Wiederaufnahme des Fernverkehrs ausdrücklich. Die Einbindung des Siegerlandes ins Fernzugnetz ist überfällig. Für die Region Mittelhessen sehen die Verkehrsverbände allerdings erheblichen Nachbesserungsbedarf. Denn was im Siegerland offenbar hohe Priorität genießt - die Einbindung der Züge in den Siegener Hauptbahnhof und damit in den wichtigsten Umsteigeknoten der Region - unterbleibt in Mittelhessen. Konkret geht es um den fehlenden Halt in Gießen, also in der größten Stadt der Region mit den meisten Umsteigemöglichkeiten. Gießen wird aus fünf Richtungen von Bahnstrecken erreicht, so viel wie keine andere Stadt der Region außer Friedberg. Die Bedeutung Gießens als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Gesundheitsstandort nimmt stetig zu.   

Ein Halt in Gießen wäre mit einem Fahrtrichtungswechsel der IC-34-Züge verbunden, entsprechend auch mit einem Fahrzeitverlust in der Größenordnung von schätzungsweise 10 Minuten. Das zusätzliche Fahrgastpotenzial macht die Fahrzeitverlängerung aber erträglich, zumal viele Fahrgäste durch die bessere Umsteigesituation in Gießen auch Zeit und Wege sparen. Für den Knoten Gießen gibt es Konzepte zum Ausbau (ein weiterer Bahnsteig, direkte Fahrmöglichkeit vom westlichen Bahnhofsteil in Richtung Wetzlar), so dass die technische Leistungsfähigkeit des Bahnhofs steigen und die Verspätungsanfälligkeit künftig sinken wird. 

 

 

In den Fahrplanentwürfen für den IC-34 sind engere Haltestellenabstände in Nordrhein-Westfalen als in Hessen zu erkennen, was auch damit zu tun hat, dass der IC-34 in NRW - in Absprache mit den zuständigen Zweckverbänden - Funktionen des Regionalverkehrs übernehmen soll, in Hessen dagegen ausdrücklich nicht. In Hessen wird es keine Kooperation zwischen dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Deutschen Bahn geben, weder bei der gegenseitigen Anerkennung von Fahrausweisen noch beim Aufbau eines gemeinsamen Fahrplanangebotes.  Daraus ergeben sich für den hessischen Regionalverkehr teils gravierende Nachteile, welche die Freude über das neue Intercity-Angebot trüben.

 

IC 34 lässt den Regionalexpress Gießen - Siegen regelmäßig langsamer werden

Der Regionalexpress RE 99 bietet heute im exakten Stundentakt schnelle Verbindungen von und nach Siegen, wo - mit knapper Umsteigezeit - in den RE 9 nach Köln gewechselt werden kann.  Dieser Umstieg vom Regionalexpress zum Regionalexpress wird künftig nur noch alle zwei Stunden möglich sein. In den Stunden, in denen der IC 34 fährt, soll der RE 99 nicht nur nordwärts hinter und südwärts vor dem Doppelstock-Intercity her fahren, zusätzlich wird er voraussichtlich zwischen Dillenburg und Siegen auch noch durch zusätzliche Halte zur Regionalbahn abgewertet. Die schnelle RE-Verbindung zwischen Gießen und Siegen funktioniert dann nur noch alle zwei Stunden. Dazwischen ist die Fahrt im langsamen RE99 mit halt an allen Stationen zwischen Dillenburg und Siegen angesagt. Oder es könnte Umsteigeverbindungen Gießen - Wetzlar - Siegen geben, mit Nahverkehr zwischen Gießen und Wetzlar und IC-Verkehr zwischen Wetzlar und Siegen. Der RMV hat Pendelzüge Gießen-Wetzlar zur besseren Anbindung des ICs an Gießen in Aussicht gestellt, leider ohne ein kombiniertes Tarifangebot etwa für eine Fahrt von der Gießener in die Siegener Innenstadt mit ebendiesen Zügen. 

Die Reisekette Köln - Siegen - Frankfurt im RE 9 / RE 99 wird heute gerne von preissensiblen Kunden genutzt, die zwangsweise auch den knapp kalkulierten und häufig verpassten Anschluss in Siegen in Kauf nehmen. Diese Fahrgäste werden sich künftig auf die verbleibenden schnellen Verbindungen konzentrieren müssen - und dort an manchen Tagen für Überfüllungen sorgen. Nebenbei wird durch den IC 34 auch der spätnachmittägliche "LDK-Sprinter" Frankfurt - Wetzlar - Siegen aus seiner Fahrplanlage verdrängt, der zusammen mit seinem morgendlichen Gegenstück als schnelle Pendlerverbindung konzipiert ist und Gießen bereits heute auf der "Bergwerkswaldkurve" umgeht. 

Auch über die anderen mittelhessischen Halte der IC-Linie 34 kann und sollte diskutiert werden. Bad Nauheim hat sicher Potenzial für einen Fernzughalt, bessere Umsteigemöglichkeiten finden sich aber im benachbarten Friedberg. Und Herborn bietet ein ähnliches Fahrgastpotenzial wie Dillenburg. Die lange Wendezeit in Frankfurt, am südlichen Ende der IC-Linie 34, lässt weitere Halte in Mittelhessen ohne größere Probleme möglich werden. Sind sie auch sinnvoll, oder leidet die Reisezeit dann doch zu sehr? Die Priorität der Verkehrsverbände liegt auf dem wichtigen Zusatzhalt in Gießen.

 

 

 

VCD, der Fahrgasverband PRO BAHN (Regionalverband Mittelhessen) und Pro Bahn & Bus im Deutschen Bahnkundenverband erheben daher die folgenden Kernforderungen:

- Gießen muss Systemhalt der IC-Linie 34 werden.

- Der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die Deutsche Bahn sollen sich auf gemeinsame Tarifangebote für den IC und den Regionalverkehr einigen, um die entstehenden Nachteile für RMV-Kunden abzumildern.

- Weitere Halte in Mittelhessen sollen geprüft werden, vor allem Friedberg und Herborn.

 

Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Gießen e.V.

c/o Gerhard Born

Bernbachstraße 11

www.hessen.vcd.org

35457 Lollar

Tel. 06406 6892

 

Verkehrsclub Deutschland Regionalgruppe Lahn-Dill

c/o Barbara Böcher Frankenstraße 62a

www.hessen.vcd.org

35578 Wetzlar

Tel. 06441 277 34

 

Fahrgastverband PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen

Postfach 10 07 28

www.pro-bahn-mittelhessen.de

35337 Gießen

Tel. 06441 963 189 9

 

Fahrgastverband Pro Bahn & Bus 

Bahnhofstraße 102

www.probahn-bus.org

36341 Lauterbach

Tel. 06641 627 27

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news-4838 Mon, 03 Jun 2019 10:22:00 +0200 Falschparker-Aktionswoche, Fahrleitungsmasten auf dem Gehweg, neue Radstrategie verabschiedet, Stadtradeln https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/falschparker-aktionswoche-fahrleitungsmasten-auf-dem-gehweg-neue-radstrategie-verabschiedet-stadtradeln/

Mit dieser und den folgenden Mitgliederinformationen wollen wir über die Entwicklungen rund um das Thema Mobilität im Kreisverband informieren. Es bewegt sich auch im Juni eine ganze Menge im Kreisverband Darmstadt-Dieburg.


Falschparker-Aktionswoche vom 3. bis 7. Juni 2019

Falschparken ist kein Kavaliersdelikt, denn oft behindern oder gefährden Falschparkende andere Verkehrsteilnehmende durch ihr Fehlverhalten.

Durch falsch geparkte Fahrzeuge werden Gehwege so schmal, dass Personen mit Rollstuhl oder Kinderwagen häufig an gefährlichen Stellen auf die Fahrbahn gezwungen werden oder Wege gar nicht mehr benutzen können. Ebenso sind Radwege häufig blockiert und dadurch Radfahrende gezwungen, sich plötzlich auf die Fahrbahn zu begeben oder auf den Fußweg auszuweichen. Nicht selten kommt es dann mit zu Fuß Gehenden oder unachtsamen Autofahrenden zu weiteren Konflikten. Kinder sind durch falschparkende Autos besonders gefährdet, sie können aufgrund ihrer Körpergröße noch nicht über die Autos hinwegsehen und werden dadurch gezwungen beim Queren weit auf die Fahrbahn zu treten, um freien Blick auf den Verkehr auf der Fahrbahn zu bekommen.

Zusammen mit dem ADFC, FUSS e.V. und weGErecht unterstützen wir eine bundesweite Falschparker-Aktionswoche vom 3. bis 7. Juni 2019.

Wenn Du Interesse an einer Beteiligung hast, statten wir dich gerne mit Flyern aus. Diese kannst Du dann im Laufe der Woche an falsch parkenden Fahrzeugen anbringen. Wir wollen uns dabei vor allem auf unnötiges und behinderndes Parken konzentrieren. Grundsätzlich kannst Du aber an allen Fahrzeugen Flyer anbringen, solange sie in irgendeiner Weise falsch parken. Kontaktiere uns dazu einfach über die E-Mail-Adresse freie.wege@wegerecht.org

Auch außerhalb der Aktionswoche kannst Du Falschparker mit den gelben Karten des VCD auf gefährdende oder behinderne Parkweise aufmerksam machen. Diese kannst du direkt beim Bundesverband bestellen oder über uns beziehen.


Straßenbahn: Fahrleitungsmasten auf dem Gehweg

Derzeit läuft eine Planfeststellung für die Erneuerung und Verstärkung der Fahrleitungsanlage für die Straßenbahn-Linie 3 in Darmstadt. Einwendungen können bis zum 3. Juli 2019 beim RP Darmstadt eingereicht werden.

Gegenstand des Vorhabens ist insbesondere

  • der Rückbau von 41 Fahrleitungsmasten und der Neubau von 105 Fahrleitungsmasten
  • der Rückbau von 129 Wandankern und der Neubau von 2 Wandankern
  • der Ersatz der vorhandenen Fahrleitung durch neue silberlegierte Fahrdrähte auf einer Streckenlänge von ca. 2.300 m

Bei einem Blick in die Unterlagen fällt auf, dass viele Maststandorte auf dem Gehweg geplant sind und die Fahrgäste auf dem Weg von und zur Haltestelle sowie Fußgänger stark behindern. An vielen Stellen bieten sich günstigere Standorte an.

Wir befürworten die Ertüchtigung der Straßenbahn. Gleichzeitig sehen wir es sehr kritisch, wenn Fahrgäste und Fußgänger*innen unter den Maststandorten zu leiden haben. Da, wo z.B. Parkstände eingerichtet sind, sollte der Gehweg so verbreitert werden, dass der Mast außerhalb der Gehfläche steht. Grenzen Grünanlagen an, können Masten auch häufig dort Platz finden und Bäume überragen. Damit die über 100 Masten einen optimalen Standort erhalten, sind noch Einwendungen bis zum 3. Juli direkt beim RP Darmstadt möglich.


Babenhausen: E-Lotse Achim Knick für zukunftsfähige Mobilität

In Babenhausen setzt sich seit ein paar Monaten E-Lotse Achim Knick für zukunftsfähige Mobilität ein. Unterstützt wird er dabei von Joachim Knoke, dem Bürgermeister von Babenhausen. Auf dessen Anregung besuchte der 59 -jährige Achim Knick letzten Herbst das Seminar zum E-Lotsen vom Land Hessen mit Erfolg und versucht nun in Babenhausen die Bürgerschaft in Sachen E-Mobilität zu beraten und voran zubringen. Sowohl mit E-Autos als auch auf dem Rad. Regelmäßig soll nun nach Darmstädter Vorbild eine sog. Critical Mass alle 8 Wochen, das nächste Mal am 9. Juli ab der Stadthalle, stattfinden um gemeinsam durch die Stadt zu radeln und Präsenz zu zeigen. Ein erster Schritt für eine bessere Fahrradkultur sei es bereits, die Falschparkerei auf den Gehwegen zu ahnden.

Weiterführender Artikel im Darmstädter Echo (Paywall)


Darmstadt: Neue Radstrategie verabschiedet

Im letzten August fasste die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Darmstadt den Beschluss, in den kommenden vier Jahren je vier Millionen Euro in den Radverkehr zu investieren und vier weitere Planer*innen einzustellen, nachdem der Radentscheid rund 11.300 Unterschriften für ein Bürgerbegehren eingereicht hatte. Außerdem sollte eine Radverkehrsstrategie verhandelt werden. Nach einem intensiven Verhandlungsprozess wurde eine Reihe von Sofortmaßnahmen eingeleitet und langfristige Ziele vereinbart. Die Radverkehrsstrategie hat der Magistrat in seiner letzten Sitzung übernommen. Damit ist der Weg für die parlamentarische Beratung frei und der Beschluss soll dann am 18. Juni in der letzten Sitzung vor der Sommerpause gafasst werden.

Die Strategie gibt ein umfassenendes Arbeitsprogramm für die Stadtverwaltung vor. Radverkehr wird im System gedacht und insbesondere in den Bereichen der Haupt- und Nebenstraßen, Kreuzungen und bei den Abstellanlagen verbessert. Kommende Radschnellwege werden miteinander verknüpft und es werden Zählungen durchgeführt, um Planungen weiter zu verbessern. Es findet eine Qualitätssicherung unter Beteiligung des Radenscheids, der Fachverbände und der Unfallauswertung statt und besonders gefährliche Stellen werden durch Sicherheitsaudits untersucht.

Einige Maßnahmen sind bereits umgesetzt, viele weitere werden folgen.


Stadtradeln vom 28. Mai bis zum 17. Juni 2019 in Darmstadt

Auch dieses Jahr nimmt Darmstadt wieder am Stadtradeln teil. Die Aktion wird erstmals durch eine App unterstützt, mit der sich die gefahrenen Kilometer leicht ermitteln lassen. Zusätzlich können Mängel am Radwegenetz erfasst werden. Die Aktion generiert wichtige Daten über die von den Radler*innen genutzten Wege und werden in anonymisierter Form der Stadtverwaltung zu Verfügung gestellt. Zusätzlich finden stationäre Zählungen statt, um die App-gestützten Werte zu validieren.

Wir unterstützen das Team vom Radentscheid. Im letzten Jahr belegte der Radentscheid den dritten Platz. Vielleicht schaffen wir es ja noch weiter nach vorne? Mach mit!

Auch im Landkreis nehmen dieses Jahr einige Kommunen am Stadtradeln teil. Die zeitlich nächste Kommune ist Groß-Umstadt vom 19.08. bis 08.09.2019. Alle anderen Kommunen starten am 01.09.2019. Mehr Infos auf dazu auf stadtradeln.de


Schulfahrradkorso erfolgreich

Gut 200 Schüler*innen radelten durch Darmstadt, um auf ihre unzureichende Verkehrssituation aufmerksam zu machen. Organisiert hatte die Fahrt Sigita Urdze vom Stadtelternbeirat, dem Stadtschüler*innenrat und dem ADFC. Trotz strömenden Regens fuhren ca. 200 Schüler*innen ab dem Messplatz eine Stunde begleitet von der Polizei und Helfer*innenn durch die Straßen. Die Veranstaltung ist Auftakt des Stadt- und Schulradelns in Darmstadt. Die Initiativen wollen auf die Belange der radfahrenden Kinder und Jugendlichen aufmerksam machen. Die meisten Schulwege sind mit dem Rad gut machbar, wäre da die nicht die oft schwierige Verkehrssituation. Dennoch wollen viele Kinder lieber mit dem Rad kommen, als die oft übervollen Busse zu nehmen. Für nächstes Jahr ist schon wieder eine weitere Fahrt geplant.


Rückblick Cargobike Roadshow

Wann hat man schon mal die Möglichkeit gleich 12 verschiedene Arten von Lastenrädern Test zu fahren? Auf dem Riegerplatz war das Ende Mai in Darmstadt im Rahmen der Cargobike Roadshow möglich. Auf Einladung des Fahrradbeauftragten machte die Roadshow auch in Darmstadt für einen Tag Halt. Die unabhängige Ausstellung tourt dieses Jahr durch 11 Städte. Den Anfang machte Stuttgart und den Schluss dieses Mal Kelsterbach. So manche*r Städter*in liebäugelt schon länger damit sich so ein besonderes Rad statt dem Auto zu kaufen. Mit E-Motor ausgestattet lassen sich auch schwerere Lasten wie mehrere Kinder oder Einkäufe gut bewegen und somit vielleicht auch das Zweitauto ersetzen, wenn nicht sogar ganz aufs Auto verzichten.


Saubere Luft für Darmtadt: Luftreinhalteplan in Kraft

VCD und Deutsche Umwelthilfe haben einen neuen Luftreinhalteplan für Darmstadt erstritten. Das Maßnahmenpaket ist jetzt zum 1. Juni in Kraft getreten.

Wir werden die weitere Umstzung kritisch begleiten und den VCD-Bundesverband sowie die Deutsche Umwelthilfe z.B. bei der Auswahl geeigneter Punkte für eigene Kontrollmessungen unterstützen. So stellen wir sicher, dass die Luft im ganzen Stadtgebiet tatsächlich im Bereich der wissenschaftlich abgesicherten Grenzwerte liegt.


Nächstes Treffen

Wir sehen uns wie gewohnt am 1. Dienstag im Monat, das nächste Mal am Dienstag, 4. Juni 2019 um 19:30 Uhr. Wir tagen in der Holzhofallee 21, Darmstadt (Coworkingspace CoWo 21). Dann folgen reguläre Treffen:

  • Dienstag, 2. Juli 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 6. August 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 3. September 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 1. Oktober 2019 um 19:30 Uhr

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um in der Zwischnzeit nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Felix, Stephan und David

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news-4798 Thu, 30 May 2019 12:44:56 +0200 Kolumne: Europawahl https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-europawahl/ Eindeutiger Wahlsieger sind die Grünen, präferiert von jener typisch urbanen gehobenen Mittelschicht, der mitunter klimaschädlicher Statuskonsum wie Premium-Autos, Fernflugreisen und Schiffskreuzfahrten unterstellt wird.
So man diese Wahlentscheidung als Einsicht in einen Wertewandel interpretiert, dürfen wir doch nun mit einer Verkehrswende rechnen, die nicht nur von einer einfluss- reicheren grünen Politik, sondern gerade auch von einer aufgeklärten Gesellschaft getragen wird.

Wir rechnen fest damit, dass der Radverkehr massiv zunimmt, Bahnen und Busse rappelvoll und schon bald die Autostaus Geschichte sind. Dieselfahrverbote erledigen sich von selbst. Die höllisch lauten Riesenjets verschwinden, weil die neue, leisere und sparsamere Flugzeuggeneration ausreicht, um die schwindende Nachfrage nach Fernflugtouristik zu bewältigen. Es wird deutlich ruhiger im Luftraum über Rhein-Main. In deutschen Seehäfen legen Dreimastsegler dort ab, wo bislang überdimensionale Kreuzfahrtschiffe die Gegend verrußten.

Nun ja, heute, wenige Tage nach der Wahl, war’s noch nicht so weit. Frankfurts Straßen verstopft wie selten; eingekeilt zwischen Autos kamen Busse und Tram kaum von der Stelle. Der Verkehrsfunk im Radio berichtete nur noch über Staus ab 10 Km, um die Sendezeit nicht zu strapazieren. Über Rhein-Main dröhnten noch mehr Riesenjets als sonst.

Hatte das urbane Wahlvolk die Reisen schon vor seinem einsichtigen Wertewandel gebucht? Oder hat das Kreuz bei den Grünen schlicht den Wertewandel ersetzt?

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news-4794 Wed, 29 May 2019 12:43:44 +0200 Aktionswoche gegen Falschparker: Falsches Parken gefährdet die Gesundheit anderer Menschen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/aktionswoche-gegen-falschparker-falsches-parken-gefaehrdet-die-gesundheit-anderer-menschen/

Falschparker auf Gehwegen versperren Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrern, Senioren oder anderen Fußgängern den Weg und zwingen sie damit nicht selten auf die Fahrbahn. Wenn Autos Straßenecken zu parken, wird das Überqueren der Straße, vor allem für Kinder, oft lebensbedrohlich. Besonders dreist und gefährlich ist das zunehmende Falschparken an Zebrastreifen und Ampel-Übergängen.

Durch Falschparker verspäten sich Busse und Bahnen. Radweg-Parker zwingen Fahrradfahrer dazu, gefährlich weit auf die Fahrbahn auszuweichen und der zunehmende Lieferverkehr, der meist in zweiter Reihe parkt, verschärft das Problem.

„Eben mal kurz an falscher Stelle zu parken ist kein Kavaliersdelikt. Wir wollen Falschparker deshalb in der Aktionswoche mit „Gelben Karten“ und Sprühsahne darauf aufmerksam machen, dass ihr Verhalten nicht erste Sahne ist“, erklärt Mathias Biemann vom VCD in Frankfurt. Die Aktionswoche startet am 3. Juni. Wer auch „Gelbe Karten“ und „Parke nicht auf unseren Wegen“ Hinweise verteilen möchte, kann sie in den Mehrgenerationenhäusern von Kinder im Zentrum Gallus e.V., Idsteiner Straße 91 und dem Nachbarschaftszentrum Ostend, Waldschmidtstraße 39, während der Öffnungszeiten abholen.

Wer in der Woche gerne eigene Aktionen starten möchte, findet Aktionsideen auf den Internetseiten des VCD, der Initiative Clevere Städte und dem Fuss e.V.

Der VCD Landesverband Hessen fordert die Schwarz-Grüne Landesregierung in diesem Zusammenhang auf, die in ihrem Koalitionsvertrag vereinbarte Kampagne für mehr Rücksichtnahme zwischen allen Verkehrsteilnehmern so schnell wie möglich zu starten und das Falschparken landesweit in den Focus zu rücken, damit Gedankenlosigkeit nicht weiter Kinder und Erwachsene zu Fuß oder auf dem Rad in Gefahr bringt. „Wer danach noch falsch parkt, sollte härter belangt werden, als es heute üblich ist“, fordert Biemann, „20 Euro für gefährliches Falschparken sind keine Strafe.“ Er fordert von der Landesregierung deshalb mehr Druck auf den Bundesverkehrsminister zu machen und Bußgelder von mindestens 100 Euro durchzusetzen.

Wer diese Forderung persönlich unterstützen möchte, kann im Internet die Petition „Knolle statt Knöllchen!“ auf vcd.org unterzeichnen. Sie fordert Bundesverkehrsminister Scheuer auf, die Bußgelder für falsches Parken deutlich anzuheben.

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news-4753 Mon, 27 May 2019 18:18:03 +0200 Frankfurt: Main-Lastenrad wächst mit kostenlosem Angebot https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/frankfurt-main-lastenrad-waechst-mit-kostenlosem-angebot/

Im Juni 2018 startete der Verkehrsclub Deutschland den kostenlosen Verleih auf der Internetseite Main-Lastenrad. Die ersten drei Räder, mit Preisgeld aus dem Ideenwettbewerb Klimaschutz der Stadt Frankfurt finanziert, waren von Anfang an begehrt. Wer nicht schon Wochen im Voraus buchte ging leer aus.

„Das wird sich nun bessern“ ist Mathias Biemann, einer der Ideengeber von Main-Lastenrad, überzeugt. Er hat weitere Mitstreiter gefunden, die neue Räder zur Verfügung stellen: Die Lastenradler Frankfurt, die mit einem Crowdfunding das Geld für drei Räder auftreiben konnten und den Frankfurter Verband, der zwei seiner Räder zeitweise zur Verfügung stellt. 

Ab 1. Juni unterstützt dann auch der Bio-Lebensmittelhändler Alnatura die Initiative mit drei neuen Lastenrädern. In den Alnatura Super Natur Märkten in der Bockenheimer Landstraße, der Eschersheimer Landstraße und der Karl-von-Drais-Straße können die Räder von Kunden und den mehr als eintausend bei Main-Lastenrad registrierten Nutzern kostenlos geliehen werden.

Das Angebot auf Main-Lastenrad.de steigt damit auf elf Räder, und ein Zwölftes steht auch schon in Aussicht. „Ein Zuwachs auf den wir stolz sind. Wer schafft es schon, sein Angebot in einem Jahr um 300 Prozent auszubauen“ freut sich Biemann. Er ruft auch andere Einzelhändler und Gewerbetreibende auf, dem Beispiel von Alnatura zu folgen und so seinen Kunden, aber auch allen anderen Stadtbewohnerinnen, die Möglichkeit zu geben, Waren und Lasten klimafreundlich zu transportieren.

Gleichzeitig bittet er um Spenden, damit die Buchungsseite im Internet weiterhin gepflegt und die Lastenräder regelmäßig von einer Radwerkstatt überprüft werden können. Das Spendenkonto wird auf der Internetseite von Main-Lastenrad angegeben.

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news-4738 Tue, 21 May 2019 22:31:35 +0200 VCD und PRO BAHN: Neue Bahnhöfe in Pohlheim haben sehr hohen Nutzen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-und-pro-bahn-neue-bahnhoefe-in-pohlheim-haben-sehr-hohen-nutzen/ Der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und der Regionalverband Mittelhessen des Fahrgastverbandes PRO BAHN sprechen sich für die beiden neuen Bahnhaltepunkte in Hausen und Garbenteich aus. Durch den seit langem geforderten neuen Bahnhof in Hausen bei gleichzeitiger Verschiebung des Bahnhofs Garbenteich nach Süden können täglich rund 130 neue Fahrgäste gewonnen werden.

Dies ergab eine Untersuchung des renommierten Planungsbüros PTV, die kürzlich den Pohlheimer Stadtverordneten vorgestellt wurde. Durch den Umstieg auf die Bahn sparen die neuen Bahnkunden jährlich 271.000 Euro durch kürzere Reisezeiten und geringere Fahrkosten. Durch vermiedene Autounfälle und geringere Lärm- und Schadstoffbelastung entsteht so ein gesellschaftlicher Nutzen von 366.000 Euro pro Jahr, so dass sich die Investitionen innerhalb weniger Jahre bezahlt machen werden. Da sich durch die beiden neuen Bahnhaltepunkte auch die Fahrzeit auf der Strecke von Gießen nach Lich nur um eine Minute verlängern wird, haben die bisherigen Durchreisenden keinen nennenswerten Nachteil. Auch die Betriebskosten steigen laut Gutachten kaum an. Insgesamt hat die Untersuchung ergeben, dass der Nutzen 5,7 mal so hoch ist wie die Kosten der beiden Bahnhaltepunkte. „Der Nutzen-Kosten-Faktor von fast 6 ist für ein Neubauprojekt grandios“, bewertet VCD-Vorstand Patrik Jacob die hohe Rentabilität der Investition in die beiden neuen Bahnhaltepunkte. VCD und PRO BAHN verweisen auf andere Schienenprojekte, wie zum Beispiel den viergleisigen Ausbau der Main-Weser-Bahn, bei dem der Nutzen-Kosten-Faktor 1,67 beträgt und wo dennoch in großem politischen Konsens der Ausbau beschlossen wurde. Angesichts der hohen Rentabilität der neuen Bahnhaltepunkte erwarten die Fahrgastverbände, dass die Stadt Pohlheim und der Landkreis Gießen umgehend die Grundlagen für den Bau der beiden neuen Bahnhöfe beschließen. Damit könne zusammen mit dem von der Stadt Gießen geplanten Halt am Aulweg ein weiterer Beitrag dazu geleistet werden, dass die Fahrgastzahlen auf der Bahnstrecke zwischen Hungen und Gießen ansteigen.

Die geplante Reaktivierung der Horlofftalbahn mit dem Umsteigebahnhof Hungen sowie die Einbindung von Zugpaaren in den Fahrplan der Lahn-Kinzig-Bahn seien ein weiteres Indiz dafür, dass Wirtschaftlichkeit und Fahrgastzahlen auf der Bahnstrecke noch weiter steigen, so PRO BAHN-Regionalsprecher Thomas Kraft. Die neuen Bahnhöfe in Pohlheim seien auch ein erster Einstieg in die von der Stadt Gießen ins Spiel gebrachte Mittelhessen-S-Bahn, die in einem besseren Takt fahren soll.

Entscheidend für eine schnelle Umsetzung sei, dass sich der Landkreis und die Stadt Gießen in den Gremien des RMV sowohl für die beiden Bahnhaltepunkte, als auch den weiteren Ausbau der Bahnlinien stark machen, denn am Ende profitiere das ganze Gießener Land davon, wenn die Züge auf den Bahnlinien häufiger fahren und in allen Stadtteilen auf der Strecke halten. PRO BAHN und VCD verweisen auch darauf, dass derzeit die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf der Lahn-Kinzig-Bahn nur 80km/h beträgt, während die Züge auf der Vogelsbergbahn 120km/h fahren können. Durch sprintstärkere Züge und Erhöhung der Streckengeschwindigkeit ließen sich die Reisezeiten auf der Strecke trotz weiterer neuer Bahnhaltepunkte reduzieren. Entscheidende Voraussetzung sei dafür aber eine möglichst große Zustimmung im Pohlheimer Parlament für die weitere Planung.

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news-4686 Tue, 07 May 2019 19:55:00 +0200 E-Roller in Darmstadt, Barrierefreiheit, Bürgerhaushalt, neuer Radweg Rheinstraße, Fahrradaktionen, Lärmaktionsplan https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/e-roller-in-darmstadt-barrierefreiheit-buergerhaushalt-neuer-radweg-rheinstrasse-fahrradaktionen-laermaktionsplan/

Wir freuen uns Dir heute eine Mitgliederinformation des VCD-Kreisverbandes Darmstadt-Dieburg zusenden zu dürfen.

Mit dieser und den folgenden Mitgliederinformationen wollen wir über die Entwicklungen rund um das Thema Mobilität im Kreisverband informieren. Es bewegt sich auch im Mai eine ganze Menge im Kreisverband Darmstadt-Dieburg.


Elektro-Roller für Darmstadt

In Deutschland brodelt eine emotionale Debatte um ein neues Verkehrsmittel. Aller Voraussicht werden in den nächsten Monaten Elektrotretroller auf unseren Straßen erlaubt sein. Die Scooter sind dabei keinesfalls so neu, wie sie scheinen. Schon 1910 waren ähnliche Roller unterwegs und wurden dann vom Auto verdrängt.

In anderen Ländern sind die Fahrzeuge bereits im Einsatz. In den meisten Fällen werden sie wie Fahrräder behandelt, dürfen also keine Gehwege nutzen und wenn es benutzungspflichtige Radwege gibt, sind sie auf der Fahrbahn tabu.

Auch Deutschland tendiert nach massivem Druck der ökologischen Verkehrsverbände für diese Einstufung. Als VCD plädieren wir dafür, dass nur eine Fahrzeugkategorie im Bereich von 12 bis 20 km/h zugelassen wird, diese wie Fahrräder behandelt wird (also keine Nutzung auf Gehwegen) und sie von Jugendlichen ab 15 Jahren genutzt werden darf. Viele Fragen und Antworten findest du beim VCD-Bundesverband.

Besonders spannend ist, dass die Roller nicht nur als private Fahrzeuge in den Startlöchern stehen, sondern auch verschiedene Vermietsysteme in Darmstadt erscheinen werden. Beispielweise haben die Firmen Flash und Tier Stellen ausgeschrieben und werden mit mehreren hundert Rollern nach Darmstadt kommen.


Barrierefreiheit in Nieder-Ramstadt

Behindertenbeauftragte und Bürgermeister haben Nieder-Ramstadt auf das Thema Barrierefreiheit untersucht. Es gibt noch eine Menge zu tun und es lohnt sich, im ganzen Landkreis Darmstadt-Dieburg für freie und breite Gehwege einzutreten, Bordsteinabsenkungen bzw. Aufpflasterungen einzurichten, damit der Weg im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen nicht zur Qualäerei wird.

Auch der Übergang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, wie man an Bahnsteige und Bushaltestellen kommt, ist von entscheidender Bedeutung, ob alle Menschen selbstständig am öffentlichen Leben teilnehmen können.


Bürgerhaushalt Darmstad: bis zum 16. Mai abstimmen

Auch dieses Jahr wirbt die Stadt Darmtadt um Beteiligung und hat einen Bürgerhaushalt aufgelegt. Dabei dominiert das Thema Mobilität und man kann bis zum 16. Mai seine Kommentare und Stimmen abgeben.

Vieles dreht sich um die Einrichtung von guten Radwegen, freie Gehwegen, kostenlosen bzw. günstigen ÖPNV und die Bewirtschaftung von Parkplätzen, um die Verkehrswende voranzutreiben.


Geschützter Radfahrstreifen Rheinstraße

Der Radentscheid hat zusammen mit der Stadt Darmstadt ein erstes größeres Projekt dem Verkehr übergeben. In der Rheinstraße ist ein 2,30 breiter und geschützter Radfahrstreifen entstanden.

Druck von unten und aus der Zivilgesellschaft hat möglich gemacht, was vor einem Jahr noch als Utopie erschien: die Wegnahme von Park- und Haltemöglichkeiten von Kraftfahrzeugen an einer wichtigen Hauptstraße und die Umverteilung von Raum zu Rad- und Fußverkehr.


Ring frei! Der Cityring erhält einen breiten und geschützten Radfahrstreifen

Auf dem Darmstädter Cityring war ein Fahrstreifen wegen der Baustelle Friedensplatz monatelang gesperrt. Wir fordern Ring frei für's Rad! Bis Ende des Jahres kommt dazu tatsächlich ein Plan zur Umsetzung. Dazu zeigten wir schon im Kettenblatt 2018/2 (S. 19) ein visionäres Bild und waren damit jetzt erfolgreich!


Nationaler Radverkehrskongress

Stephan und David vertreten uns auf dem Nationalen Radverkehrskongress vom 13. bis zum 14. Mai in Dresden. Neben dem offiziellen Programm gibt es eine Reihe von Side-Events und die Gelegenheit zur weiteren Vernetzung lokaler Initiativen.


Ride of Silence am Mittwoch, 15. Mai

Der Straßenverehr bringt eine Menge Gefahren mit sich und leider sind besonders oft Radfahrende und Fußgänger am Stärksten von Unfallfolgen betroffen. Wir beteiligen uns am Mittwoch, 15. Mai ab 19:00 Uhr an einer Fahrrad-Demonstration vom Karolinenplatz, Darmstadt. Wir radeln in vorwiegend weißer Kleidung in aller Stille etwas mehr als eine Stunde durch die Stadt und weisen auf besonders gefährliche Stellen hin, an denen in den letzten Jahren Menschen zu Tode gekommen sind.


Wer will zwölf verschiedene E-Cargobikes an einem Tag ausprobieren?

Am Sonntag, 26. Mai besucht uns die Cargobike-Roadshow von 10:00 bis 16:00 Uhr am Riegerplatz in Darmstadt. Die Tour ist unabhängig von Herstellern und Händler. So kann man sich frei informieren, Probe fahren und dann selbst entscheiden, ob man sich für ein Transportfahrrad mit Unterstützung durch einen E-Motor entscheidet oder nicht. Die gezeigten Räder sind für den privaten Gebrauch vorgerüstet und man kann auch Kinder damit transportieren. Wer sich eher für den gewerblichen Bereich interessiert, findet während der Roadshow allerdings auch kompetente Beratung. Weitere Infos


Schulfahrradkorso am Dienstag, 28. Mai

Der Darmstädter Stadtschüler*innenrat, Elternbeirat und ADFC veranstalten am 28. Mai ab 9:00 Uhr einen Wandertag mit dem Rad durch die Stadt. Ab 9:45 Uhr setzt sich der Zug vom Messplatz in Bewegung und es werden noch Ordner*innen gesucht, die sich direkt über die Infoseite melden können. Anmeldungen für Schulklassen oder ganze Schulen sind weiterhin möglich.


Brennstoffzellenbusse für Darmstadt-Dieburg

Auf den Linien 671 (Darmstadt - Dieburg - Groß-Umstadt - Wiebelsbach/Babenhausen) und X 71 (Darmstadt - Groß-Umstadt - Wiebelsbach) wird erstmals in Hessen ein Brennstoffzellenbus eingesetzt. Die Fahrzeuge werden mit Wasserstoff angetrieben und im Industriepark Höchst in Frankfurt betankt.

Parallel gehen im Darmstädter Stadtgebiet Batteriebusse in den Linienverkehr und ersetzen ältere Dieselbusse. Die Elektrobusse sind Teil des neuen Luftreinhalteplans, den VCD und Deutsche Umwelthilfe erstritten haben.


3. Lärmaktionsplan

Der motorisierte Verkehr bringt nicht nur eine Menge Schadstoffe in unsere Luft, sondern sorgt auch für Lärm, der Stress erzeugt und auf Dauer krank macht. Aktuell ist die zweite Stufe des Lärmaktionsplans in Kraft. Diese wird bald durch eine dritte Stufe abgelöst, welche weitere Entlastungen mit sich bringen wird. Eine sehr wirkungsvolle Maßnahme ist beispielsweise die Ausweisung von Tempo 30 auf Hauptstraßen, um den Verkehrslärm einzudämmen.

Wir wollen uns in diesen Prozess aktiv einbringen. Wenn du Vorschläge für Maßnahmen hast, kannst du dich gerne unter vorstand@vcd-darmstadt.org melden.


Im neuen Gewand

Der Newsletter erscheint heute im neuen Design. Neben der Anpassung an die Gestaltung der Homepage hoffen wir mit der Änderung auch die letzten Probleme bei der Darstellung auf Mobilgeräten behoben zu haben.

Wir freuen uns wie üblich über Rückmeldungen zu Lesbarkeit und Bedienung.


Nächstes Treffen

Wir sehen uns wie gewohnt am 1. Dienstag im Monat, das nächste Mal am Dienstag, 7. Mai 2018 um 19:30 Uhr. Wir tagen in der Holzhofallee 21, Darmstadt (Coworkingspace CoWo 21). Dann folgen reguläre Treffen:

  • Dienstag, 4. Juni 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 2. Juli 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 6. August 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 3. September 2019 um 19:30 Uhr

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um in der Zwischnzeit nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Felix, Stephan und David

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news-4685 Mon, 06 May 2019 18:39:06 +0200 Wohnen leitet Mobilität: Lebensqualität statt Hochhausstandorte https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/wohnen-leitet-mobilitaet-lebensqualitaet-statt-hochhausstandorte/

Gerade erst hat die Stadt Frankfurt am Main an den Verwaltungsgerichtshof in Kassel geschrieben. Um die drohenden Dieselfahrverbote abzuwenden, hat sie auf den überlasteten Nahverkehr hingewiesen. Ohne seinen Ausbau, der Jahre in Anspruch nehmen werde, könnten die Bahnen und Busse die Belastung durch zusätzliche Fahrgäste nicht verkraften, so das Argument der Stadt.

„Was erwarten die Verantwortlichen dann erst, wenn in den nächsten Monaten und Jahren tausende Arbeitsplätze in neuen Hochhäusern hinzukommen“ fragt Mathias Biemann vom Vorstand des VCD Hessen.

Die Entscheidungen der vergangenen Jahre bieten keine Lösungen. Das vor gut 5 Jahren mit großen Erwartungen gestartete „Integrierte Stadtentwicklungskonzept“ hat bisher nur zu einem Streit mit den Nachbarkommunen geführt. Der Gesamtverkehrsplan, fast 15 Jahre alt, aus einer Zeit als das Wachstum der Stadt stagnierte, ist dringend anpassungsbedürftig. Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans, der regelmäßig überarbeitet werden soll, ist seit vielen Jahren überfällig und Schienenverkehrsprojekte wie die Ringstraßenbahn oder die Verlängerung der U5 wurden zurückgestellt.

Und auch die Immobilienbranche hat keine Lösungen zu bieten. Sie hat sich in der Vergangenheit nur für den Bau von neuen Gebäuden interessiert, ohne sich Gedanken um die von den Immobilien ausgehenden Verkehrsprobleme zu machen. Mit neuen Gebäuden müssen zukünftig Mobilitätskonzepte für die Nutzer entwickelt und angeboten werden.

Erst wenn Stadtverwaltung und Immobilienbranche ihre Hausaufgaben gemacht haben, kann die Kommunalpolitik ernsthaft über neue Hochhausstandorte nachdenken. Mehr Autoverkehr darf den schon heute unter den Pendlerströmen leidenden Stadtbewohnerinnen nicht zugemutet werden.

Aber auch für neue Wohngebiete darf die Verkehrsfrage nicht erst im Nachhinein gelöst werden. "Die Mobilitätsangebote am Wohnstandort entscheiden maßgeblich über das Verkehrsverhalten seiner Bewohner", sagt Eric Kruzycki, Regionalkoordinator des VCD-Projektes Wohnen leitet Mobilität "Wenn das ÖPNV-Angebot erst Jahre nach dem Bezug von Neubauvierteln gebaut wird, dann bleibt den Bewohnern gar nichts anderes übrig, als mit dem Auto zu fahren. Diese Gewohnheit lässt sich dann später nur noch sehr schwer ändern."
Man muss sich bewusst machen, dass 80 % aller täglichen Wege am Wohnstandort beginnen oder enden. Hier entscheidet sich, welches Verkehrsmittel auf dem Weg durch die Stadt oder zum Arbeitsplatz genutzt wird.

Hinweis:
Der VCD veranstaltet regelmäßig das Dialogforum: "Wohnen Leitet Mobilität". Wohnungsbauunternehmen, Mobilitätsdienstleister und Planer erarbeiten dort Lösungen, um den zusätzlichen Autoverkehr zu reduzieren und dessen Flächenbedarf in Wohnquartieren so gering wie möglich zu halten.

Mehr zu Wohnen leitet Mobilität:
https://www.vcd.org/themen/wohnen-und-mobilitaet

Wohnen leitet Mobilität für die Region Rhein-Main:
https://www.vcd.org/themen/wohnen-und-mobilitaet/projektregionen/rhein-main/

Kontakt:
Eric Kruzycki
eMail: eric.kruzycki@vcd.org
M.: 0176/56 98 92 65

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news-4598 Fri, 12 Apr 2019 15:09:11 +0200 Kolumne: Nordwind – ein höchst seltenes Naturereignis https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-nordwind-ein-hoechst-seltenes-naturereignis/

Der Flugverkehr nimmt permanent zu, zum Wohlgefallen der Fraport-Eigner, zum Nachteil der Bevölkerung im Ballungsraum, die ebenfalls zunimmt.
Nur selten lässt sich die wachsende Zahl der Flugbewegungen noch zwischen fünf und 23 Uhr abwickeln. Bei Nordwind aber braucht man definitiv die Nacht!

Dann ist die Startbahn West - nur zugelassen für Starts nach Süden - nicht zu gebrauchen. Denn Flugzeuge starten gegen den Wind, mit Rückenwind geht’s nicht.
Die übrigen Bahnen reichen dann angeblich nicht aus, um den Verkehr ohne Nachtbetrieb abzuwickeln. Deshalb dröhnten auch gestern Nacht (am 11. April) die startenden Jets im Minutenabstand über Neu-Isenburg, Frankfurt und Offenbach hinweg, weil die nordöstliche Startrichtung („Runway 07“) die einzig geeignete ist.

Um 23 Uhr 33 tobte der letzte Langstreckenjet, vom Nordwind etwas abgetrieben, dicht über Neu-Isenburg hinweg. Heute Morgen um fünf Uhr zwei dann der erste des Tages. War also mal wieder eine kurze Nacht. Bestätigt von der Landesregierung, blüht uns solches Nachtinferno regelmäßig. Zumindest bei Nordwind.

Es ist schon grotesk. Nachdem schon vor Jahrzehnten weltweit alle vergleichbaren Luftfahrtdrehkreuze an die Peripherie der Ballungsräume verlegt waren, verblieb der wachsende Frankfurter Flughafen inmitten dichtester Besiedlung, die ebenfalls weiter zunehmen wird. Zwei Entwicklungen, die einander ausschließen.

Was tun?

  • Bedarfsgerechte Verlagerung des Fernflugverkehrs auf alle deutschen Metropol- regionen durch Nutzung der neuen leisen und sparsamen Flugzeuggeneration, die globale Ziele ohne Zubringerflüge und Umsteigen an einem „Drehkreuz“ direkt verbinden können.
    Das wäre aber geschäftsschädigend für Fraport und die Lufthansa, die ihre riesigen, veralteten, lauten Langstreckenflieger weiter gewinnbringend einsetzen will.

  • Nutzung der Startbahn West auch in nördlicher Richtung. Geht nicht wegen der Hindernisse in den Ausläufern des Taunus (womit nicht unbedingt das leicht ansteigende Gelände, sondern der politische Einfluss der dort ansässigen Geldelite gemeint sein mag).

  • Die öffentlichen Fraport-Mehrheitseigner besinnen sich auf ihre Verpflichtung fürs Gemeinwohl und schränken den Betrieb auf leise Flugzeuge ein.
    Flugverbot in der gesetzlichen Nacht zwischen 22 und sechs Uhr!

  • Oder: Die verantwortliche Politik verlegt das lärmsensible Rhein-Main-Gebiet samt wachsender Bevölkerung in den Odenwald, damit auch der Flugbetrieb weiter wachsen kann.

„Ethik der Mobilität“ war letzte Woche der Titel einer bundesweit beachteten Tagung am Flughafen, wohl auch getrieben vom Jugendprotest „Fridays for Future“. Vor dem Hintergrund der moralischen Debatte um klimaschädliche Konsum- und Reisegewohnheiten erscheint die Kapitulation der Landespolitik vor den nun anscheinend notwendigen Konsequenzen aufgrund des Nordwindes absurd. Zur Wahrung des gesellschaftlichen Vertrauens in den Rechtsstaat und in die gewählte Volksvertretung muss diese jetzt unbedingt entscheiden. Zugunsten des Gemeinwohls und zulasten des Flugverkehrs. Denn der Nordwind wird auch künftig wehen.

Windige Grüße,

Euer Werner Geiß

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news-4565 Sun, 07 Apr 2019 12:07:34 +0200 Kolumne: Dinosaurier https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-dinosaurier/

Konkret jene überdimensionierten motorisierten Vehikel, die aufgrund ihrer imposanten Größe nur noch Statussymbol, aber nicht mehr Verkehrsmittel sind. „Big Boy“, die größte Dampflok aller Zeiten, wurde schon nach wenigen Betriebsjahren verschrottet, womit zugleich das Dampfzeitalter auf nordamerikanischen Gleisen recht abrupt beendet wurde. Auch der „Hummer“, größter ziviler Geländewagen, natürlich ein US-Produkt, ist schon Geschichte. Möge sein Dahinscheiden Vision für alle anderen „SUVs“ sein. Selbst die teils steuerfinanzierte Produktion des größten Verkehrsflugzeuges aller Zeiten, des Airbus A380, findet nun ein vorzeitiges Ende. Vor einigen Wochen noch ihr Prestigeobjekt, kündigt die Lufthansa eiligst den sukzessiven Abschied vom entweihten Riesenflieger an.

Nur die gigantischen Kreuzfahrtschiffe, die schlimmsten Klimakiller unter den Verkehrsmitteln, scheinen unverwüstlich. Doch die Havarie vor Norwegens Küste möge den kreuzfahrenden Konsumenten vor Augen führen, dass die von den Riesenschiffen mit verursachten klimabedingten Wetterphänomene jene selbst in Seenot bringt. Seefahrt tut Not? Seefahrt ist Not!

Was alternden Ökos kaum gelang, könnte das Erfolgsrezept des globalen Jugendprotests – „Fridays for Future“ – sein: Ein gesellschaftlicher Wertewandel vom überdimensionalen Statussymbol zur kultivierten „nachhaltigen“ Zivilgesellschaft. Schon in jungen Jahren offensichtlich gebildeter, ja aufgeklärter als ihre Eltern und Großeltern, kritisieren sie zu Recht deren primitiven, geltungssüchtigen Statuskonsum, der künftige Lebensgrundlagen massiv bedroht. Endlich ist die Ethik des Konsums, insbesondere auch der monströsen Mobilität, mal Gegenstand gesellschaftlicher Debatte.

Das muss nun konkretisiert werden! Möge nun für alle Geländewagen, „Premium-Autos“, den Fernflugtourismus und Schiffskreuzfahrten das Attribut ihrer wahren Eigenschaften gelten: Geltungssucht, Geschmacklosigkeit, schlicht: Protz.

Auf dass jene Dinosaurier, die gewaltigen Irrtümer der Industriegeschichte schnellstens einen Platz im Museum – gleich neben „Big Boy“, „Hummer“ und „A380“ - finden.

Mit reuigen Rentnergrüßen

Euer Werner Geiß

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news-4531 Tue, 02 Apr 2019 21:46:32 +0200 30 Jahre Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Stadt und Landkreis Gießen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/30-jahre-verkehrsclub-deutschland-vcd-in-stadt-und-landkreis-giessen/ Am 28. Februar 1989 wurde in der "Alten Kate" mit 18 Gründungsmitgliedern der Kreisverband des VCD gegründet. Mit Manfred Schlosser aus Gießen (Schatzmeister) und Gerhard Born aus Lollar (Vorstandsmitglied) sind 30 Jahre später immer noch zwei Gründungsmitglieder im Kreisverband aktiv. Mittlerweile 250 Mitglieder setzen sich im Kreisverband Gießen für eine nachhaltige Mobilität und umweltschonendes Reisen ein. Der VCD ist ein Sprachrohr für mehr Sicherheit für Kinder, für ein gutes Bus- und Bahnangebot, mehr Platz für Fahrräder und Fußgänger.

"Wegen der katastrophalen Verkehrssituation in Gießen", lautete vor 30 Jahren die Einladung zur Gründungsversammlung. Der Mitgliederzeitschrift "fairkehr" war damals zu entnehmen "Das Fahrrad ist in der Stadt das schnellste Verkehrsmittel - und das sauberste. Nicht nur für die Umwelt, denn wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, atmet mehr Schadstoffe ein, als wenn er mit dem Rad unterwegs ist." Diese 30 Jahre alten Aussagen haben an Aktualität nichts verloren, so Antonius Scholten aus Wettenberg für den VCD-Vorstand.

Bereits im März 1991 habe der VCD im Seltersweg Unterschriften für die Einrichtung einer Stadtbahn in Gießen und Umgebung gesammelt. Es sei begrüßenswert, dass solch eine Verbesserung des Schienenverkehrs in Mittelhessen mittlerweile auch breit in der Öffentlichkeit diskutiert werde. Die neu gegründete Agenda-Gruppe "Nachhaltiger Verkehr" und weitere Initiativen mit dem Ziel einer Verkehrswende und der Rückgewinnung von Lebensqualität in Gießen und Umgebung ließen hoffen, dass der Unterstützerkreis für eine nachhaltige Mobilität in der Region wachse.

Auf der Mitgliederversammlung Ende März in Gießen wurden unter Leitung von Christoph Winterberg vom Landesvorstand Patrik Jacob, Gerhard Born und Antonius Scholten wieder einstimmig in den gleichberechtigten Vorstand gewählt. Auch Manfred Schlosser wurde erneut als Schatzmeister das Vertrauen ausgesprochen. Ebenfalls einstimmig wurde die neue Satzung angenommen, die nach 30 Jahren aktualisiert wurde.

Zum anstehenden Stadtradeln vom 18.Mai bis 7. Juni 2019 werde der VCD die begleitende Ausstellung "Radlust" von Prof. Dr. Heiner Monheim im Rathaus finanzieren und natürlich auch erneut als für alle offene Gruppe teilnehmen.

Zur Klage des VCD-Landesverbandes gegen den Planfeststellungsbeschluss der Ortsumgehung der B49 Reiskirchen/Lindenstruth berichtete Christoph Winterberg. Das Mediationsverfahren beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel sei gescheitert und beendet. Da mit allen Beteiligten Stillschweigen vereinbart wurde, könne man auch im Nachhinein in der Öffentlichkeit nicht über die Gründe des Scheiterns berichten. Die Anwesenden waren sich einig, dass die Klage aufrecht zu halten sei und nunmehr ins eigentliche Klageverfahren eingetreten werde.

Der kommende Aktiventreff des VCD-Kreisverbandes findet am 10. April 2019 um 20.00 Uhr im Cafe/Bistro Da Vinci, Neuenweg 7 in Gießen statt. Weitere Informationen des VCD unter www.vcd.org/giessen.

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news-4490 Tue, 19 Mar 2019 15:31:00 +0100 VCD-Hessen ist offizieller Partner der Diskussion "Ethik der Mobilität" 2019 https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-hessen-ist-offizieller-partner-der-diskussion-ethik-der-mobilitaet-2019/

Auf dem Podium sitzen an diesem Abend:

Jesko Treiber und Felix Quartier, beide Mitorganisatoren der Fridays for Future Demonstrationen,
Prof. Dr.-Ing. Lamia Messari-Becker, Universität Siegen, Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung,
Dirk Kannacher, Vorstand GLS Bank,
Prof. Dr. Michael Schreckenberg, Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Physik von Transport und Verkehr, und
Volker Angres, Leiter und Moderator von ZDF.Umwelt und Leiter und Presenter von planet e .

Der provokante Titel soll zu offener und kontroverser Diskussion über Klimawandel, Verkehr, Transformation und Ethik zwischen Vertretern von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft interdisziplinär, generationen- und branchenübergreifend einladen.

Die Diskussion moderieren Bibiana Barth (hr-info) und Jürgen Schultheis (HOLM GmbH)

zur (kostenfreien) Anmeldung

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news-4418 Mon, 11 Mar 2019 23:17:00 +0100 Freie Fahrt zur Schülerdemo statt Millionengeschenke für Dienstwagen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/freie-fahrt-zur-schuelerdemo-statt-millionengeschenke-fuer-dienstwagen/

Heute leidet das Klima mehr als noch in den 1990er Jahren unter den Abgasen der Verbrennungsmotoren. Der Verkehrssektor, einer der größten Klimakiller, tritt auf der Stelle. „Die Autoindustrie hat Ihre damalige Selbstverpflichtung ad acta gelegt, als sie erkannte, dass mit dicken Karren mehr zu verdienen ist, als mit spritsparenden Kleinwagen“ kritisiert Mathias Biemann vom VCD Hessen „und die regierenden Parteien unterstützen sie bis heute dabei, durch Vergünstigungen für Diesel und spritschluckende, tonnenschwere Dienstwagen.“

Sinnvoller wäre es die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Ein erster symbolischer Schritt könnte die freie Anfahrt mit Bussen und Bahnen zur Großdemonstration am Freitag sein.

Als Gesellschafter der hessischen Verkehrsverbünde haben es das Land Hessen, die Kommunen und die Kreise in der Hand, dass hessenweit auch die zur Demo kommen, die einen weiten Weg und wenig Geld haben. Die Politiker müssten hier nur Ihren Willen erklären. Aber der Vorschlag ist wahrscheinlich gegen jeden gesunden Menschenverstand.

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news-4371 Sun, 03 Mar 2019 22:50:42 +0100 Tempo 30, mehr Platz für's Rad, freie Gehwege, ÖPNV-Ausbau im Landkreis https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/tempo-30-mehr-platz-fuers-rad-freie-gehwege-oepnv-ausbau-im-landkreis/

Tempo 30 auf dem Cityring in Darmstadt

Am Mittwoch, 6. Februar 2019 wurde eine Fußgängerin, die ihr Rad schob, auf der Darmstädter Kirchstraße (Cityring) überfahren. Nach einer Mahnwache und einer Reihe von Artikeln und Leserbriefen im Darmstädter Echo hat der Bauausschuss nun einen Antrag beschlossen, dort Tempo 30 einzuführen. Für Tempo 30 sprechen viele gute Gründe, beim VCD gibt es dazu eine eigene Themenseite. Tempo 30 bringt:

  • mehr Sicherheit auf unseren Straßen
  • deutlich weniger Lärm
  • ein flüssiger und gleichmäßiger Verkehrsablauf
  • bessere Übersicht
  • weniger Verwaltungsaufwand und geringere Kosten
  • mehr Akzeptanz für Tempo 30

Wir fordern außerdem, einen Fahrstreifen zu reduzieren und sichere, ebenerdige Querugsstellen einzurichten, so wie es schon in den Konzepten des Verkehrsentwicklungsplans von 2006 (S. 75 und 99) vorgesehen ist.


Tempo 30 auch in Reinheim

Eine Bürgerinitiative streitet für Reinheim ohne Lkw-Durchgangsverkehr sowie für Tempo 30. Diesen Sommer wird die Bahnhofstraße saniert und für acht Wochen der LKW-Verkehr ausgesperrt. Der LKW-Verkehr wird über eine längere Strecke umgeleitet. Auch hier zeigt sich, wie sehr Mensch und Umwelt leiden, wenn Transportkapazitäten auf der Schiene über Jahre abgebaut werden und sich Schwerverkehre auf die Straße verlagern.


Freie Gehwege

Letztes Jahr haben wir gemeinsam mit FUSS e.V., ADFC und weGErecht eine Aktionswoche für freie Gehwege durchgeführt. Jetzt ist ein bemerkenswerter Zeitungsartikel erschienen. Beispielsweise wird im Heinz-Heim-Weg im Darmstädter Komponistenviertel das Parken auf Gehwegen ab sofort geahndet. Vorher waren es jahrelang geduldet worden. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, alle Gehwege zurückzuerobern, aber ein Anfang ist gemacht. Besonders in Straßen ohne Parkdruck müssen Gehwege für Menschen frei bleiben.


Radentscheid Darmstadt: Erste Protected Bike Lane wird umgesetzt

Der Radentscheid Darmstadt kann einen weiteren großen Erfolg vermelden. Vor einem Jahr begann die Unterschriftensammlung, jetzt hat der Magistrat der Stadt Darmstadt beschlossen, in der mittleren Rheinstraße einen geschützten Radfahrstreifen (Protected Bike Lane) anzulegen. Das Konzept bindet Fußgänger*innen, Radfahrende und Einzelhandel (Außengastronomie und Ladezone) ein. Eine tolle Visualisierung findet sich beispielsweise im Artikel im Darmstädter Echo. Die Verkehrswende nimmt damit Fahrt auf, weitere Projekte werden folgen.


Mor Pedal: türkischer Frauen-Fahrradverein

Mor Pedal, ein Frauen-Fahrradverein mit Sitz in Mugla/Türkei (Großraum Izmir) wurde 2017 vorn Yasemin Duygulu gegründet und seit 2018 von Doris Behr aus München unterstützt. Da bis heute Rad fahrende Frauen in der türkischen Gesellschaft nicht selbstverständlich sind, hat Mor Pedal sich das Ziel gesetzt türkischen Frauen Fahrradkurse anzubieten und dafür zu sorgen, dass Vorurteile in der Gesellschaft gegen Rad fahrende Frauen abgebaut werden. Gemeinsam machen die Frauen jeden Mittwoch Stadtrundfahrten und unterstützen auch soziale Projekte.

Solidarität unter Frauen ist nun seit zwei Jahren in der Philosophie des Vereins fest verankert. Yasemin Duygulu und Doris Behr werden an diesem Abend auch zwei Aktionen vorstellen und zwar das "MOR PEDAL-Frauen Rad Festival", das vom 17. - 19. Juni 2019 stattfindet und "Mit den Pedalen von West nach Ost" vom 02.- 09. September 2019.

Genauere Informationen erhalten gibt es bei der Veranstaltung am

Donnerstag, 14. März 2019 ab 18:00 Uhr im Frauenzentrum, Emilstraße 10, Darmstadt.

Mor Pedal lädt alle Freundinnen ein, an diesen Aktionen teilzunehmen, um die Solidarität und Freundschaft zwischen Radfahrerinnen zu erleben und zu festigen.


Kidical Mass läuft wieder an

Am Sonntag, 10. März startet die Kidical Mass ab 15:30 Uhr vom Karolinenplatz in Darmstadt. Die Fahrraddemo für die ganze Familie will gemeinsam ein Zeichen für sichere Straßen setzen, damit wir unsere Kinder sorglos mit dem Rad fahren lassen können. Denn sie sind ja unsere Zukunft.

Bitte kommt zahlreich und bringt gute Laune und Spaß mit! Weiter Termine dieses Jahr:

  • Sonntag, 14. April 2019 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
  • Sonntag, 12. Mai 2019 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
  • Sonntag, 16. Juni 2019 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz

Lastenradbefragung der Hochschule Darmstadt

Die Hochschule Darmstadt (h_da) forscht zum Thema Lastenrad und Infrastruktur und bittet um rege Teilnahme an der Onlinebefragung zum Thema. Dieser Bitte schließen wir uns natürlich gerne an.


Bessere ÖPNV-Anbindung für Schaafheim

In Schaafheim tut sich was! Die Buslinie K86 wird von Babenhausen bis Kleinwallstadt verlängert, so der Plan der DADINA. Es entsteht ein Anschluss an die S-Bahn in Rodgau und damit nach Frankfurt und die ganze Region.


Teilautonome Straßenbahn für Darmstadt

Die TU Darmstadt und die HEAG mobilo arbeiten an einem Konzept für eine teilautonome Straßenbahn. Das bedeutet, dass auch weiterhin ein*e Fahrer*in an Board ist. Erste Ergebnisse werden im Sommer erwartet.


Bürgerbeteiligung zum Darmstädter Marienplatz

Auch der Darmstädter Marienplatz wird heute zum Parken genutzt, dabei sollten dort viel besser Menschen leben können. Jetzt sucht die Stadt Bürger*innen für eine Preisgerichtsjury. Die Jury soll dabei auch auf alternative Mobilitätskonzepte Wert legen.


Jahreshauptversammlung

Wir laden Dich herzlich zur Mitgliederversammlung des VCD-Kreisverbands Darmstadt-Dieburg e.V. am Dienstag, 2. April 2019 um 19:30 Uhr in der Holzhofallee 21, 64295 Darmstadt ein. Die Versammlung findet in den Räumen von Coworking Darmstadt (CoWo 21) statt.

Wir schlagen als Tagesordnung vor:

  1. Begrüßung
  2. Wahl der Versammlungsleitung und der Protokollführung
  3. Beschlussfassung zu Anträgen von Mitgliedern des Kreisverbandes
  4. Entgegennahme des Rechenschaftsberichts
  5. Entlastung des Vorstandes
  6. Neufassung der Satzung des Kreisverbandes
  7. Nachwahl Schatzmeister*in den vertretungsberechtigen Vorstand
  8. Verabschiedung des Haushaltsplanes
  9. Verschiedenes

Die ausführliche Einladung inkl. eines Entwurfs für die neue Satzung hast du bereits mit der Post erhalten. Du findest die Informationen auch auf unserer Homepage.


Landesmitgliederversammlung

Außerdem möchten wir auf die Landesmitgliederversammlung am Samstag, 30. März 2019 um 11:00 Uhr im Tagungsraum 13 des Bahnhofes Fulda hinweisen. Eingeladen sind alle VCD-Mitglieder in Hessen. Eine gemeinsame Anreise von Darmstadt Hauptbahnhof ist um 8:30 Uhr ab Gleis 7 mit Umstieg in Frankfurt Hauptbahnhof möglich. Wir können gerne Fahrgemeinschaften auf Hessentickets bilden. Bitte komm bei Interesse rechtzeitig auf uns zu, da in Hessentickets Namen aller reisenden Personen eingetragen werden müssen.

Wir freuen uns auf einen interessanten Vortrag von Dr. Jutta Deffner vom Institut für sozial-ökologische Forschung Frankfurt. Grußworte kommen unter anderem von:

  • Karin Müller, MdL, verkehrspolitische Sprecherin von Bündnis‘90/Die Grünen
  • Tobias Eckert, MdL, verkehrspolitischer Sprecher der SPD
  • Dr. Stefan Naas, MdL, verkehrspolitischer Sprecher der FDP

Stellenausschreibungen

Die VCD-Bundesgeschäftsstelle in Berlin sucht derzeit mehrere neue Mitarbeiter*innen zum 01.04.2019:

  • eine*n Verkehrspolitische*n Sprecher*in (Vollzeit 38,5 Wochenstunden) zunächst befristet auf 2 Jahre
  • eine*n Trainee Projektmanagement für „Wohnen leitet Mobilität“ (38,5 Wochenstunden befristet bis 31.12.2019)
  • eine*n Projektpraktikant*in für das NRVP-Projekt „Pedelec statt Auto – aber sicher!“ (35 Wochenstunden, 12 Wochen)

Außerdem ab sofort:

  • eine*n Volontär*in für Öffentlichkeitsarbeit und Marketingkommunikation (Vollzeit mit 38,5 Wochenstunden)
  • eine studentische Assistenz im Fachbereich Verband/Service (bis zu 20 Wochenstunden)

Alle Stellenausschreibungen des VCD finden sich auf der Website.


Nächstes Treffen

Wir sehen uns wie gewohnt am 1. Dienstag im Monat, das nächste Mal am Dienstag, 5. März 2018 um 19:30 Uhr in der Holzhofallee 21 im Coworkingspace CoWo 21. Dann folgen:

  • Dienstag, 5. März 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 2. April 2019 um 19:30 Uhr (Jahreshauptversammlung)
  • Dienstag, 7. Mai 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 4. Juni 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 2. Juli 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 6. August 2019 um 19:30 Uhr

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um in der Zwischnzeit nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Felix, Stephan und David

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news-4361 Fri, 01 Mar 2019 18:59:11 +0100 Kolumne: Brutal mobil, Moral egal? https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-brutal-mobil-moral-egal/ Auch lockt diese lässige, gemächliche Mobilität mehr Publikum an, erzeugt mehr Begeisterung als Geländewagen, Langstreckenjets oder Kreuzfahrtschiffe. Vielflieger, Autofahrer, Radler und Fußgänger liegen sich bierselig in den Armen.

Was lernen wir draus, was wäre die Konsequenz nicht nur für die Fastenzeit?

Wir sollten Massenmobilität nicht länger als brutalen Kampf Jeder gegen Jeden auffassen, sondern als gemeinsames Leiden, nein: gemeinsames Lustempfinden. Der Nervenkrieg auf der Überholspur hat ein Ende, der allmorgendliche Stau wird gelassen hingenommen, auch weil er hinsichtlich der Geschwindigkeit dem Faschingsumzug gleicht. Nicht jedoch bezüglich dessen Kreativität, was alsbald in der nüchternen Erkenntnis mündet, doch gleich das Fahrrad zu nehmen. Zumal das Radfahren den Gemeinsinn fördert. Die anonymisierende, körperlich wie optisch schützende Blechhülle des Autos verleitet zu Rücksichtslosigkeit.

In diesem Sinne ist das zuweilen von den Kirchen empfohlene Autofasten nicht nur als Entbehrung aufzufassen. Unterstützung bietet das gerade in der Fastenzeit von der katholischen Kirche ausdrücklich geduldete Starkbier, das den Verzicht auf kalorienreiche Küche erleichtert, den Gemeinsinn fördert (s. Karneval) und uns zwingt, den Autoschlüssel liegen zu lassen. Mit 0,5 Promille darf man ja noch Fahrrad fahren.

Nach der Fastenzeit haben wir dann alle gelernt, dass friedliche, autofreie Massenmobilität vielleicht sogar ohne Starkbier funktioniert.

Herzliche Grüße
Euer Werner Geiß

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