VCD Hessen Nachrichten http://hessen.vcd.org de_DE VCD Hessen Sun, 29 Mar 2020 00:30:27 +0100 Sun, 29 Mar 2020 00:30:27 +0100 TYPO3 EXT:news news-6490 Thu, 19 Mar 2020 23:14:10 +0100 Jahreshauptversammlung, Regionaler Nahverkehrsplan, Straßenfest und Landesmitgliederversammlung https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/jahreshauptversammlung-regionaler-nahverkehrsplan-strassenfest-und-landesmitgliederversammlung/ Jahreshauptversammlung verschoben, neuer Termin: Dienstag, 1. September 2020

Eigentlich wollten wir unsere Jahreshauptversammlung zum Beginn des Jahres veranstalten. Weil das neuartige Coronavirus Sars-Cov-2 verschärfte Regelungen für Versammlungen mit sich bringt, wollen wir die Gesundheit der VCD-Mitglieder und ihrer Angehörigen, Freund*innen und Kolleg*innen keinesfalls gefährden.

Deshalb werden wir die Jahreshauptversammlung erst am Dienstag, 1. September 2020 ab 19:30 Uhr in der Holzhofallee 21, 64295 Darmstadt in den Räumen von CoWo 21 abhalten. Die offizielle Einladung mit Tagesordnung erfolgt gem. § 7 Abs. 2 unserer Satzung über die Mitgliederzeitschrift. Dies ist dann die Ausgabe 1/2020 des Magazins Kettenblatt, die wir Mitte Mai in Zusammenarbeit mit dem ADFC an alle VCD-Mitglieder verschicken.

Anträge an die Mitgliederversammlung werden bis zwei Wochen vor der Versammlung am besten an vorstand@vcd-darmstadt.org gesendet. Wir sammeln sie transparent auf der Website des Kreisverbands.


Stellungnahme zum Regionalen Nahverkehrsplan

Zusammen mit Aktiven aus der VCD-Kreisverbänden im RMV-Gebiet bereiten gerade eine Stellungnahme zum regionalen Nahverkehrsplan (RNVP) vor. Wir machen uns für mehr Angebote mit Bahn und Bus stark: günstigere und einfache Tarife, ein dichtes Angebot in Stadt und Land, attraktive Haltestellen, ein gut ausgebautes und voll elektrifiziertes Schienennetz sowie moderne Fahrzeuge sind der Schlüssel für einen guten Nahverkehr, den wir dringend für die Verkehrswende und den Klimaschutz brauchen.

Wer sich den Beratungen anschließen will, ist herzlich zur Webkonferenz am Samstag, 21. März 2020 um 11:00 Uhr eingeladen.


Straßenfest geplant

Sobald die aktuellen Beschränkungen auf Grund des neuartigen Coronavirus aufgehoben sind, wollen wir wieder auf der Straße aktiv werden. Dazu planen wir aktuell eine größere Veranstaltung mit vielen Verbänden und Gruppen. Wir suchen engagierte Helfer*innen und Kontakte für ein breites Bündnis.

Du möchtest uns am Tag oder vorher tatkräftig unterstützen? Melde dich bitte unter kontakt@vcd-darmstadt.org mit dem Betreff „Straßenfest“.


Stellenausschreibungen

Der VCD schreibt derzeit mehrere Stellen im Rahmen des bundesweiten Netzwerk Wohnen und Mobilität aus:

Für die Verkehrswende werden weiterhin gute Köpfe gebraucht. Die Stadt Darmstadt sucht derzeit:

Auch bei der HEAG mobilo sind Stellen frei, um Busse und Straßenbahnen in Betrieb zu halten:

Für das freie Lastenrad-Projekt Heinerbike werden in Darmstadt gesucht:

  • aktuell geöffnete Geschäfte, die ein online gebuchtes Lastenrad verleihen können
  • Patinnen und Paten, die sich einmal im Monat darum kümmern, das das Lastenrad zum nächsten Geschäft gebracht wird oder im Falle eines Schadens seinen Weg zum Reparaturbetrieb findet (es muss nicht selber geschraubt werden).

Beide Tätigkeiten werden mit einer Aufwandsentschädigung vergütet. Interessierte melden sich bitte unter info@heinerbike.de


Bericht von der Landesmitgliederversammlung

Am Samstag, 29. Februar 2020 waren wir auf der Landesmitgliederversammlung des VCD in Hessen. Es gab Vorträge und eine Podiumsdiskussion zum Fernbahntunnel in Frankfurt. Die Folien von Gerd-Dietrich Bolte (DB Netz) und Klaus Gietinger sowie eine Videoaufzeichnung sind online abrufbar.

Aus unserem Kreise wurde Stephan Voeth in den Landesvorstand des VCD gewählt. David Grünewald vertritt uns wieder auf der Bundesdelegiertenversammlung.


Nächstes Treffen

Im Moment finden wegen des neuartigen Coronavirus im gesamten VCD keine Treffen und Präsenzveranstaltungen statt. Anstelle des üblichen Termins am 1. Dienstag des Monats ist am Dienstag, 7. April 2020 ab 19:30 Uhr eine Webkonferenz geschaltet.

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Felix, Stephan und David

 

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news-6004 Thu, 27 Feb 2020 13:01:11 +0100 Osttangente als Straßenbahn durch Offenbach https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/osttangente-als-strassenbahn-durch-offenbach/ "Eine Straßenbahn zwischen Offenbach und Frankfurt wäre ein wichtiger Beitrag zur Verbindung der beiden Großstädte", sagt Henning Kühl von der VCD Regionalgruppe Rhein-Main, " Zwischen Offenbach und Frankfurt gibt es die meisten Pendler im Rhein-Main-Gebiet". 

Auch die Überlegung, den Hauptbahnhof in Offenbach an das Straßenbahnnetz anzubinden und dem Bahnhof wieder mehr regionale Bedeutung zu geben, begrüßt der alternative Verkehrsclub: „Wir brauchen ein attraktives Nahverkehrsnetz, das die Kommunen im Umland direkt, also ohne Umweg über Frankfurt verbindet. Eine schnelle Straßenbahn von Neu-Isenburg über den Hauptbahnhof in Offenbach bis nach Bad Vilbel, als regionale Osttangente, wäre die perfekte Lösung dafür,“ findet Henning Kühl von der Offenbacher Gruppe des VCD. 

In Neu-Isenburg wäre es möglich diese "Regionaltangente Ost" mit der schon beschlossenen "Regionaltangente West" zu verbinden. Damit würde ein weiteres wichtiges Stück des vom VCD geforderten Schienenrings um Frankfurt entstehen. Durch Haltestellen in Fechenheim und Bad Vilbel könnten Verknüpfungen zur Nordmainischen S-Bahn sowie der S 6 geschaffen werden und damit neue interessante Anschlüsse und Pendlerverbindungen entstehen. Auch die Verknüpfung mit der von Offenbach gewünschten Südtangente, mit Halt am dortigen Hauptbahnhof, wäre gegeben. 

„Die Straßenbahn nach Frankfurt wäre damit nicht überflüssig, denn die hohe Zahl der Pendler aus Offenbach rechtfertigt eine parallel zur S-Bahn verlaufende Strecke“ ist Mathias Biemann vom VCD aus Frankfurt überzeugt. Auch könnte die von Frankfurt kommende Linie in Offenbach verlängert werden, um die schon heute bis an die Maximalgrenze ausgereizte Busverbindung aus der Innenstadt in Richtung Bürgel zu entlasten. Der Verkehrsclub hat die Strecken in ihrem Verlauf betrachtet und hält die Linienführung für technisch und wirtschaftlich umsetzbar.

Die Darstellung des Streckenverlaufs finden Sie hier: https://hidrive.ionos.com/lnk/COBJjtM7

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news-5781 Wed, 26 Feb 2020 08:00:00 +0100 Podiumsdiskussion zum Schienenknoten Frankfurt und Landesmitgliederversammlung des VCD Hessen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/podiumsdiskussion-zum-schienenknoten-frankfurt-und-landesmitgliederversammlung-des-vcd-hessen/ Die Vorträge von Gerd-Dietrich Bolte und Klaus Gietinger sowie die Podiumsdiskussion wurden gefilmt vom Social Tech e.V..

Hier geht’s zu den drei Videos,

zum Programm, den Folien der Vortragenden und weiteren Infos

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news-5998 Tue, 25 Feb 2020 21:08:36 +0100 Stellungnahme des VCD Hessen zur Reaktivierung von Bahnstrecken in Hessen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/stellungnahme-des-vcd-hessen-zur-reaktivierung-von-bahnstrecken-in-hessen/ Der VCD Hessen begrüßt die neue Wertschätzung der Eisenbahn als klimafreundlichen Verkehrsträger und die damit verbundene Offenheit für die Reaktivierung von Bahnstrecken und die Neueinrichtungen von Schieneninfrastruktur.

Wir halten dabei die Betonung des ländlichen Raumes für wichtig - die Bahn muss wieder in die Fläche zurück! Aus sogenannten Entleerungsgebieten können wieder attraktive Lebensräume werden, in denen man nicht mehr vom Auto abhängig ist.

Das gelingt nur mit einer mutigen Reaktivierungsoffensive, die nicht bei einigen Leuchtturmprojekten Halt macht.

Um das zu erreichen, brauchen wir ein transparentes, nachvollziehbares Bewertungsverfahren für Reaktivierungen und Neubauten. Ein daraus entstehendes Ranking von Kandidaten muss laufend aktualisiert werden, wenn aus Erfahrungen neue Erkenntnisse erwachsen.

Dabei sollten Maßnahmen für erste aussichtsreiche Kandidaten auch zur Gewinnung von Erfahrung schnell in Angriff genommen werden. Es scheint uns wichtig zu sein, die weitere Planung iterativ anhand eines Rankings vorzunehmen, das sich im Zeitablauf durch veränderte Vorgaben, gewonnene Erfahrungen auch hinsichtlich der Bewertungsmethodik und sich ändernde Strukturdaten durchaus ändern kann.

Wir fordern daher das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen auf,

  • einen Vorschlag für die Bewertungsmethodik vorzulegen und
  • eine Liste mit den erfolgversprechendsten Reaktivierungskandidaten und
  • bis Ende 2020 eine bewertete Liste mit weiteren Reaktivierungskandidaten vorzulegen.

Jede Reaktivierung muss von Anfang an durch den regional zuständigen Aufgabenträger für den ÖPNV durch die Planung von Buszubringerverkehren, aber auch mit neuen Mobilitätskonzepten wie insbesondere On-Demand-Verkehre für den ländlichen Raum begleitet werden.

Wir fordern aber auch: Wo Reaktivierung und Neubau erkennbar keinen Sinn ergeben, da muss es einen Busverkehr mit einem vergleichbaren Anspruch an Verfügbarkeit und Qualität geben. In der Schweiz kann man noch das entlegenste, touristisch uninteressante Bergdorf stündlich per (Klein-) Bus erreichen, natürlich in den Taktfahrplan und in ein landesweites Tarifsystem integriert. Zwei Schulbusfahrten am Tag für die sogenannten „Zwangskunden“ (Verkehrsteilnehmer ohne Führerschein oder Auto) sind einfach nicht akzeptabel.

 

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news-5874 Wed, 29 Jan 2020 21:24:27 +0100 Pressemitteilung: Radwege endlich instand setzen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-radwege-endlich-instand-setzen/ Im Schwalmtal gibt es einen weitgehend gut befahrbaren hessischen Fernradweg, den R4. Eine Ausnahme bildet ein etwa 700 Meter langes Stück im Bereich des Hochwasserrückhaltebeckens bei Heidelbach. Hier führt der offiziell ausgezeichnete Radweg über einen völlig unbefestigten Feldweg, der tiefe Spurrillen aufweist, die von den landwirtschaftlichen Fahrzeugen hervorgerufen wurden. „Ich radle mit meiner Feierabend-Radgruppe oft den Schwalmradweg entlang. Bei trockenem Wetter macht uns der lose Schotter zu schaffen, bei schlechtem Wetter ist der Weg durch die vielen Pfützen quasi unbefahrbar. Oft weichen dann Mitglieder der Gruppe auf die benachbarte Landesstraße 3156 aus, die stark befahren ist. Das ist meiner Einschätzung nach gefährlich und ich bin immer heilfroh, wenn die Gruppe wieder zusammen auf dem offiziellen Radweg ist,“ erläutert Mirjam Kneußel vom Kreisverband Vogelsberg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC).

Wegen dieses untragbaren Zustands hatten sich die Mobilitäts- und Umweltclubs schon vor Jahren als Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule gewandt. Dieser verwies auf seinen Kollegen Andreas Schultheis in Schreckbach, weil der Radweg sich auf dem Gebiet dieser Gemeinde befindet. Auch in Schrecksbach war man offensichtlich zunächst bereit, die Radweg-Instandsetzung anzugehen. Denn jetzt konnte Bürgermeister Schultheis den Gemeindevertretern bereits über bereitstehende Fördermittel des Landes berichten, die 80 Prozent der Bausumme von rund 166 000 Euro abdecken.

„Das ist für eine kleine Gemeinde ein beachtlicher Betrag, der aber gut investiert wäre. Der Radweg wird sicher nach dem Ausbau noch deutlich mehr Radfahrer anziehen, als jetzt schon da sind,“ meint Philipp Balles vom BUND-Kreisverband. Außerdem sei die Radwegverbindung für die Alltagsradler aus Schreckbach und Heidelbach wichtig, beispielsweise um umweltfreundlich zur Arbeit in Alsfeld zu fahren.

Dass dieser Aufwand in keinem Verhältnis zu dem Nutzen stehe, wie jetzt von den Gegnern des Ausbaus argumentiert wurde, können die Verbände deshalb nicht nachvollziehen. Ein gut ausgebauter Radweg ermöglicht in Verbindung mit gastronomischen Angeboten und Übernachtungsmöglichkeiten gerade in ländlichen Gebieten wirtschaftliche Perspektiven und eine Wertschöpfung, die auch der Gemeindekasse zugutekommt. Gerhard Kaminski vom VCD-Kreisverband verweist auf vergleichbare Radverkehrsförderungen entlang der oberen Lahn oder auch im Zusammenhang mit dem Vulkanexpress zum Hoherodskopf, der ein weit über die Region hinaus beliebtes Kombiangebot zur Fahrradtour mit Unterstützung durch den Bustransport biete. „Auf der Basis eines attraktiven Radwegs im Schwalmtal ließe sich auch hier über ein parallel laufendes Busangebot nachdenken, das die touristischen Initiativen im Rotkäppchenland umweltfreundlich, im Sinn eines ‚sanften Tourismus‘ mit denen im Vogelsberg verbinden könnte,“ so Kaminski.

Da die ablehnende Entscheidung in der Schrecksbacher Gemeindevertretung mit einem Patt von sechs zu sechs Stimmen erfolgte, hoffen die Verbände noch auf ein Überdenken der Entscheidung und eine Korrektur durch eine Abstimmung der Gemeindevertretung im Vollbesetzung. Und sie hoffen, dass die zugesagten Fördermittel dann noch bereitstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Mirjam Kneußel

(ADFC, Kreisverband Vogelsberg)

Philipp Balles

(BUND, Kreisverband Vogelsberg)

Gerhard Kaminski

(VCD, Kreisverband Vogelsberg-Wetterau)

Weitere Informationen:

Mirjam Kneußel: Tel.: 06631 – 74210.

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news-5721 Wed, 22 Jan 2020 17:03:00 +0100 Vorträge: Verkehr entsteht, wenn etwas verkehrt steht https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vortraege-verkehr-entsteht-wenn-etwas-verkehrt-steht/ Dazu referieren Dr. Martin Tschopp (Bundesamt für Raumentwicklung der Schweiz) und
Camillo Huber-Braun (Leiter Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden)  am 22. Januar 2020 um 18:30 Uhr in der Hochschule RheinMain, Campus Kurt-Schumacher-Ring 18
(Gebäude G Raum 102). Die Veranstaltung ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen. eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Infos auf der Webseite der Hochschule RheinMain.

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news-5725 Wed, 15 Jan 2020 19:30:00 +0100 Diskussion: Klimawandel in Hessen und Wiesbaden verfehlt sein Ziel https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/diskussion-klimawandel-in-hessen-und-wiesbaden-verfehlt-sein-ziel/ "Es ist Zeit zu handeln" lautete das Motto des gescheiterten UN-Klimagipfels im letzten Monat in Madrid. "Ein Desaster" urteilte Joachim Wille (Frankfurter Rundschau vom 11.12.2019); die Aussichten für die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens seien nun "noch schlechter als vorher". Aber die Abgesandten von Trump, Bolsonaro und dem australischen Premier Morrison standen in Madrid gegen den Rest der Welt und sie sehen sich - trotz ihrer Blockadehaltung - in ihren eigenen Ländern auf regionaler und kommunaler Ebene mit Klimaschutz-Aktivitäten konfrontiert. Im Falle von Australien leider auch mit einer vorhersehbaren, nationalen Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes.

Nach dem Motto “Think global - act local!” wird es an dem Abend auch um die lokalen Bemühungen in Wiesbaden gehen.  Was ist aus dem 2007 vom Stadtparlament beschlossenen Vorhaben, bis 2020 den gesamten Energieverbrauch im Stadtgebiet um 20% gegenüber 1990 zu verringern und den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch auf 20% zu steigern, geworden? Und was sind unsere Möglichkeiten und weiteren Pläne?

Veranstalter ist die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, Mitveranstalterin die Büchergilde Wiesbaden; sie wird brandaktuelle Bücher zum Thema "Klimakrise & Klimaschutz" anbieten. Der Eintritt ist frei.

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news-5770 Tue, 14 Jan 2020 22:06:30 +0100 Rabenau und Grünberg sind bei Verkehrsberuhigung Schlusslicht – Heuchelheim und Lich vorbildlich https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/rabenau-und-gruenberg-sind-bei-verkehrsberuhigung-schlusslicht-heuchelheim-und-lich-vorbildlich/ Seit vielen Jahren sieht die Straßenverkehrsordnung vor, dass abseits von Vorfahrtstraßen Tempo-30-Zonen ausgewiesen werden sollen. Ziel der Vorgabe des Bundesverkehrsministeriums ist es, die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Tempo 30 verhindert Unfälle, denn nach nur 13,3 Metern steht ein Auto, das mit 30 km/h unterwegs ist.  Ein Auto, das mit Tempo 50 unterwegs ist, hat nach 13 Metern noch nicht einmal abgebremst. Der Aufprall erfolgt bei voller Geschwindigkeit. Hintergrund ist, dass sich der Anhalteweg aus Reaktionsweg und Bremsweg zusammensetzt.

Ebenso sollen durch Tempo 30 die Bewohner der Städte und Dörfer vor Lärm und Abgasen geschützt werden und Schleichverkehr unattraktiv gemacht werden.

Der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hat in einer umfassenden Analyse das 1.250 Kilometer lange innerörtliche Straßennetz untersucht. Nur 190 Kilometer davon sind innerörtliche Hauptstraßen. Mit 1060 Kilometern bilden dagegen Nebenstraßen den größten Teil des Netzes. Die VCD-Untersuchung zeigt, dass Heuchelheim und Lich bei der Verkehrsberuhigung vorbildlich sind: In mehr als 90 % aller Nebenstraßen gilt dort Tempo 30 oder weniger. Einzig in Gewerbegebieten darf 50km/h gefahren werden. Schlusslichter im Gießener Land sind Rabenau, Grünberg und Staufenberg, wo in weniger als 50% aller Nebenstraßen bisher Tempo-30-Zonen ausgewiesen sind. In Staufenberg wurde das Problem bereits erkannt: Bürgermeister Peter Gefeller hat angekündigt, in allen Nebenstraßen Tempo 30 auszuweisen. Der VCD wünscht sich derartige Initiativen aber auch von anderen Kommunen, wie Rabenau, Grünberg und Hungen. Kaum eine Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sei so einfach und kostengünstig umzusetzen wie die Ausweisung von Tempo 30 in Nebenstraßen. Der Verkehrsclub verweist dabei auf die Gemeinde Buseck, wo Bürgermeister Haas im Juli 2017 auf 10 Kilometern Straßenlänge Tempo 30 ausgewiesen hat. Die Zone im Süden Großen-Busecks ließ sich dabei kostengünstig mit nur sechs neuen Schildern und einigen Markierungen realisieren. Gerade Anlieger loben die Verkehrsberuhigung, weil nicht nur die Wege zur Gesamtschule deutlich sicherer geworden sind, sondern auch der Autolärm zurückging.

Im Gegensatz zu Hauptstraßen, können Tempo-30-Zonen in Nebenstraßen ohne größere Hürden eingeführt werden. Es bedarf dafür nur eines Beschlusses der Kommune, der auch auf Antrag der Stadtverordneten oder eines Ortsbeirats herbeigeführt werden kann. Auch Anwohner können Tempo-30-Zonen bei der kommunalen Straßenverkehrsbehörde bzw. dem Bürgermeister anregen. Die Polizei ist zwar anzuhören, wird aber im Regelfall das mehr an Sicherheit begrüßen, sofern keine Vorfahrtstraßen betroffen sind.

Vordinglich sei Tempo 30 aus Sicht des VCD nicht nur dort, wo es in engen Gassen keine oder zu schmale Gehwege gebe. Kommunen sollten in allen Wohngebieten flächendeckend Tempo-30-Zonen ausweisen. Wenn wie in Lich oder Heuchelheim klar ist, dass abseits von Vorfahrtstraßen Tempo 30 gilt, sei die Akzeptanz der Regelung deutlich besser als wenn Tempo-30-Zonen nur wenige Straßen umfassten.

Der VCD sieht daher auch das uneinheitliche Vorgehen in Biebertal oder Allendorf (Lumda) kritisch, wo zwar fast flächendeckend Tempo 30 gilt, aber in einzelnen Ortsteilen wie Königsberg oder Nordeck bisher keine Tempo-30-Zonen ausgewiesen wurden. „Hier würden wir uns auch die Initiative der Ortsbeiräte wünschen, da diese die Verkehrssituation vor Ort am besten einschätzen können“, so Patrik Jacob vom VCD Kreisverband Gießen. Der VCD verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass alle etablierten Parteien und auch der ADAC sich für Tempo 30 in Wohnstraßen aussprechen. Einzig bei der Frage nach Tempo 30 auf Hauptstraßen gebe es unterschiedliche politische Positionen bei Verbänden und Parteien.

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news-5719 Sat, 04 Jan 2020 15:32:46 +0100 VCD Gießen kritisiert Umgestaltung der Johannesstraße https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-giessen-kritisiert-umgestaltung-der-johannesstrasse/ Keine deutlichen Verbesserungen erkennt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bei der Neugestaltung der Johannesstraße für Fußgänger. Insbesondere die Einmündung Goethestraße/Johannesstraße sei weiterhin unübersichtlich, so der ökologische Verkehrsclub.
Die Neugestaltung der Johannesstraße hat mit der neuen Querung zum Theaterpark am Seniorenwohnheim eine kleine Verbesserung gebracht. Eine deutliche Verbesserung für Radfahrende gibt es aber nach Beobachtungen des VCD Gießen nicht, denn nach wie vor befahren Autofahrer ohne Grund den Radfahrstreifen und behindern oder gefährden so Radfahrende, die ihnen in der Einbahnstraße entgegenkommen. Die erhoffte Entspannung durch schrägere Parkstände kann der VCD nicht erkennen
Besonders kritisch sieht der VCD die Querung der Johannesstraße im Verlauf der Goethestraße. Statt die Fußgänger sicher mit einem Zebrastreifen Richtung Seltersweg zu führen, fehlt hier eine gesicherte Querungsmöglichkeit. Die Gestaltung an der Stelle verstößt dabei auch gegen den Koalitionsvertrag, den SPD, CDU und Grüne geschlossen haben: Im Vertrag heißt es: „An Kreuzungen sollten bei Neubau und Sanierung Gehwegnasen geschaffen werden, die Fußgängern wie Autofahrern eine bessere Sicht im Kreuzungsbereich ermöglichen und die Querung sicherer machen.“ Statt einer Gehwegnase sei dort aber eine Sperrfläche markiert, dass an dieser Stelle Fußgänger mit Vorrang queren, ist baulich nicht erkennbar. Da der Gehweg aus dem Theaterpark an dieser Stelle abgesetzt ist, ist für Autofahrer auch nicht gut erkennbar, dass sie einen Abbiegevorgang vollziehen und sie daher querenden Fußgängern nach § 9 StVO Vorrang zu gewähren haben. Beobachtungen vor Ort zeigen, dass ein Großteil der Autofahrer beim Abbiegen weder blinkt noch für die Fußgänger anhält. Fußgängern rät der VCD, Anzeige zu erstatten, wenn sie beim Abbiegen gefährdet werden. Autofahrer, die abbiegen, ohne Fußgängern den Vorrang zu gewähren, erhalten bei diesem schweren Verstoß ein Bußgeld in Höhe von mindestens 70 Euro und einen Punkt in Flensburg. Hinzu kommen gegebenenfalls noch 10 Euro für fehlendes Blinken.
Grundsätzlich plädiert der VCD dafür, innerhalb des Anlagenrings für Nicht-Anwohner lediglich Ladezonen und keine Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Der Umbau der Johannesstraße unter Beibehalt zahlreicher Parkplätze sei daher ein falsches Signal, das nicht mehr in die heutige Zeit passe, so das Kreisvorstandsmitglied Patrik Jacob. Ziel müsse es sein, möglichst viel Verkehr auf Bus, Bahn und Fahrrad zu verlagern. Personen, die aufs Auto angewiesen sind, sollen direkt in die Parkhäuser am Anlagenring fahren. Dies gilt auch für Autos mit elektrischem Antrieb: kostenloses Parken für Elektrofahrzeuge innerhalb des Anlagenrings reduziert nicht den Autoverkehr in der Innenstadt.
 

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news-5403 Thu, 17 Oct 2019 23:07:24 +0200 Mit Sicherheit für Fußgänger https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mit-sicherheit-fuer-fussgaenger-1/ „Was im Bund noch Zeit brauchen wird, könnte in Frankfurt deutlich schneller gehen“, findet Mathias Biemann vom Verkehrsclub Deutschland. Eine gute Chance sieht er durch die Beschlüsse der Stadt zum Radentscheid.

Wenn in den nächsten Jahren die Strukturen für den Radverkehr an vielen Stellen in der Stadt verbessert werden, ist das der richtige Zeitpunkt, dort auch die Gefahrenstellen für Fußgänger zu entschärfen und ihnen mehr Raum und mehr Sicherheit zu geben, fordert er.
Und auch ohne eine besondere Initiative des Bundes wäre es möglich das Gehwegparken, dort wo es die Bürgersteige zu stark verengt, aufzuheben und Straßenecken so zu verändern, dass sie nicht mehr zugeparkt werden können.

Weitere strukturelle Verbesserungen, die der großen Bedeutung der Fußgänger im städtischen Verkehr Rechnung tragen, könnten in ein Gesamt-Verkehrskonzept einfließen. Bis dahin wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch der VCD-Mann hofft, dass Bund und Länder diese Zeit nutzen werden, um den Forderungen der Verkehrsministerkonferenz Taten folgen zu lassen.

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news-5388 Wed, 16 Oct 2019 12:13:49 +0200 Mit Sicherheit für Fußgänger https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mit-sicherheit-fuer-fussgaenger/ Wenn in den nächsten Jahren die Strukturen für den Radverkehr an vielen Stellen in der Stadt verbessert werden, ist das der richtige Zeitpunkt, dort auch die Gefahrenstellen für Fußgänger zu entschärfen und ihnen mehr Raum und mehr Sicherheit zu geben, fordert er.
Und auch ohne eine besondere Initiative des Bundes wäre es möglich das Gehwegparken, dort wo es die Bürgersteige zu stark verengt, aufzuheben und Straßenecken so zu verändern, dass sie nicht mehr zugeparkt werden können.

Weitere strukturelle Verbesserungen, die der großen Bedeutung der Fußgänger im städtischen Verkehr Rechnung tragen, könnten in ein Gesamt-Verkehrskonzept einfließen. Bis dahin wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch der VCD-Mann hofft, dass Bund und Länder diese Zeit nutzen werden, um den Forderungen der Verkehrsministerkonferenz Taten folgen zu lassen.


Für Rückfragen:
Mathias Biemann
M.: 0178 1949560?
VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.
Regionalgruppe Rhein-Main

Heiko Nickel
M.: 0151 2015 3300
Politischer Geschäftsführer
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Hessen e.V.

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news-5364 Tue, 08 Oct 2019 21:14:32 +0200 Kolumne: Jetzt Klima, Vermögen und Ansehen retten! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-jetzt-klima-vermoegen-und-ansehen-retten/ Psst! Hallo Sie! Sie haben heute Ihren SUV um die Ecke geparkt. Und nicht wie bisher vorm Haus. Gestern hat sich Ihre Tochter geweigert, einzusteigen, rannte dann wütend zu Fuß zur Schule. Es ist ein mittleres Vermögen, das Sie jetzt verschämt vor der Familie, den Bekannten, den Nachbarn verstecken.

Retten Sie wenigstens einen großen Teil dieses Vermögens und Ihres Ansehens. Verkaufen Sie die Karre so schnell wie möglich! Bevor solch modisch-imposante Vehikel – und Ihre Besitzer - nicht nur bei der Jugend, sondern in der gesamten Zivilgesellschaft in ihrer wahrhaftigen Peinlichkeit wahrgenommen werden, vulgo: mega-out sind. Dann bliebe doch nur noch der Schrottwert.

Vom Erlös kaufen Sie sich ein solides Fahrrad. Denn Radfahren ist jetzt angesagt. Zumal bei der Elite. Wie sieht das denn aus, wenn morgens Ihre Chefin grad ihr Rad abschließt, wenn Sie nebendran Ihren SUV parken? Auch eine BahnCard100 gilt neuerdings als unscheinbares, aber begehrtes Statussymbol. Recht teuer, aber deutlich günstiger als ein SUV.

Die privat inszenierte Verkehrswende ist jetzt der Lifestyle schlechthin. Machen Sie mit. Retten Sie Ihr Image und Vermögen!  

Ihr Werner Geiß

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news-5360 Mon, 07 Oct 2019 20:27:41 +0200 Einladung zum Themenabend "Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs - Die hessische Landesbahn" https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/einladung-zum-themenabend-zukunft-des-oeffentlichen-nahverkehrs-die-hessische-landesbahn/ In Zusammenarbeit mit den Grünen Friedberg laden wir zu einem Themenabend zur "Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs - Die hessische Landesbahn" am 30.10.2019 um 19:00 Uhr in der Stadthalle Friedberg. Neben einem Vortrag von Veit Salzmann, Geschäftsführer der HLB, über die aktuelle Situation und die Zukunft der HLB gibt es eine offene Frage- und Diskussionsrunde. Schwerpunkte werden Themen rund um den Schienenverkehr sein.
Wir laden sie zu einer regen Diskussionsrunde ein! 

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news-5358 Mon, 07 Oct 2019 09:31:28 +0200 Über die Elite https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/ueber-die-elite/ Mit der These von der selbst verschuldeten Unmündigkeit hatte Immanuel Kant doch recht. Denn nach „Fridays for Future“, bestätigt durch „Scientists for Future“, weiß nun jeder, aber auch jeder, welchen Schaden er mit seinem SUV, den Flugreisen und Schiffskreuzfahrten anrichtet. Galten solche Konsumgewohnheiten eben noch als (teuer erkaufte) Grundlage gesellschaftlicher Teilhabe und Anerkennung, erweist sich das nun als schiere Geldverschwendung. Klingt absurd, aber künftig wird man gerade durch teure Investitionen in den vermeintlich angesagten Statuskonsum „abgehängt“. Im benachbarten Europa, zumal in Skandinavien und der Schweiz, hat sich schon ein klimaschonender Wertewandel durchgesetzt. Der erreicht inzwischen auch die traditionellen deutschen Hochschulstandorte und infiziert von dort aus die Wohnquartiere.

Also, liebe Konsumenten, Obacht! Wenn Sie demnächst in den Biergarten streben, parken Sie Ihren SUV lieber unsichtbar um die Ecke, so Sie nicht sowieso Ihr neues Fahrrad nehmen. Verkneifen Sie sich lieber den Reisebericht von Ihrem Tauchkurs in Thailand oder dem Meditationsseminar in Indien, wenn am Biertisch über Romanrezensionen, Theaterpremieren und Biolandbau diskutiert wird. Gesellschaftliche Teilhabe definiert sich grad ganz neu, ganz anders, ganz ohne SUV und Flugtourismus.

Nach dem dritten Bier gelangen Sie zu der Erkenntnis, dass die verhasste „Elite“ sich nicht durch noch größere SUVs, noch mehr und weitere Flugreisen auszeichnet. Im Gegenteil, die „Elite“ ist erhaben über schnöden Konsum. Und wenn Sie über die neuen Werte – Kultur, Bildung, Forschung, Umwelt – mitreden können, dann gehören Sie auch dazu, zur Elite!

Ihr Werner Geiß

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news-5070 Sat, 14 Sep 2019 10:00:00 +0200 #aussteigen - Fahrradsternfahrt und Demonstration anlässlich der IAA https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/aussteigen-fahrradsternfahrt-und-demonstration-anlaesslich-der-iaa/ Liebe VCD Mitglieder in der Wetterau,

der VCD Bundesverband hat zu einer Demonstration und Fahrradsternfahrt anlässlich der IAA in Frankfurt aufgerufen. Mit der Teilnahme an der Aktion #aussteigen – jetzt beginnt die Verkehrswende wollen wir gemeinsam ein Zeichen gegen die derzeitige Verkehrspolitik setzen. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass die Straße nicht nur für den Autoverkehr gedacht ist, sondern wir erobern uns die Straße zurück. 

Dies wollen wir auch ganz real durchführen. Am 14.9.2019 startet am Gießener Messeplatz um 7:35 Uhr ein Stern der Fahrradsternfahrt nach Frankfurt. Die Route führt mitten durch die Wetterau und somit durch das Gebiet des Kreisverbandes. Wir rufen alle unsere Mitglieder, Freunde und Unterstützer auf, nehmen sie Teil an dieser Sternfahrt!
Die genaue Route und Zeiten können sie hier nachverfolgen

Die Sternfahrt ist von Profis geplant und ist von den Behörden genehmigt.

Die Planung kann noch so gut sein, aber für die Durchführung werden Helfer benötigt. Die Aufgabe der Helfer ist es die von der Polizei vorab abgesperrten Kreuzungen, Einmündungen zu übernehmen und abzusperren, bis der Tross vorbei ist. Hierfür werden noch jede Menge Helfer gesucht. Offizieller Helfer kann nur jemand sein, der vorab an einer Schulung teilgenommen hat. Auch hier rufe ich zur Mitarbeit auf. Interessenten können sich hier anmelden.

Ich freue mich schon auf eure rege Teilnahme

Christoph Winterberg

 

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Twitter: https://twitter.com/iaademo

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news-4916 Mon, 19 Aug 2019 12:35:00 +0200 Verkehrswende Demo zur IAA in Frankfurt #Aussteigen: Verkehrswende jetzt! https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrswende-demo-zur-iaa-in-frankfurt-aussteigen-verkehrswende-jetzt/ Am 14. September, wenn die IAA für Besucher*innen eröffnet, demonstrieren wir mit
vielen Tausenden Menschen für die Verkehrswende: Eine Fahrrad-Sternfahrt aus dem Rhein-Main-Gebiet führt uns vor die Tore des Messegeländes. Mit einem familienfreundlichen Kidical Ride demonstrieren Kinder und Ihre Eltern auf Fahrrädern. Die Demonstrationen enden mit einer gemeinsamen Kundgebung vor der Messe.

Zusammen mit fünf weiteren Umweltverbänden bildet der VCD den Trägerkreis dieser Demonstration. Gemeinsam mit dem “Sternfahrtbündnis” organisiert der VCD Landesverband diese Großveranstaltung hier vor Ort.

Bitte helft uns!
Interessierte an der Leitung oder Führung oder Mithilfe eines Zuges der Radsternfahrt wenden sich bitte direkt an Werner Buthe (werner.buthe@gmx.de, Tel. 0177 6664078) (Meldet euch bitte aus allen Regionen, insbesondere aus Fulda und Gießen).

Wer in Frankfurt bei der Fuß-Demo, der Bühne und allgemein helfen möchte, wendet sich bitte an Micaela Leon (micaela@iaa-demo.de).

Wer etwas zum Stand des VCD beitragen möchte wendet sich an Katja Täubert (katja.taeubert@vcd.org) oder Heiko Nickel (landespolitik@vcd-hessen.de). 

Bitte Aktiviert in jedem Fall eure Mitglieder vor Ort, in den KVs und Regionalgruppen. Dies ist eine einmalige Gelegenheit der Verkehrswende, für die wir seit unserer Gründung im Jahre 1986 kämpfen, ein Gesicht zu geben.

Mit unserer Demo und Sternfahrt erobern wir uns die Straße zurück. Wir bewegen
uns zu Fuß, mit dem Fahrrad und der Bahn. Damit zeigen wir Politik und
Autoindustrie wie die Verkehrswende aussieht: 

Deshalb fordern wir:
- Sofortiger Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor
- Klimaneutraler Verkehr bis 2035
- Ein starkes Klimaschutzgesetz bis Ende 2019, das das Erreichen des 1,5
Grad Zieles sicherstellt
- Vorrang für Fuß- und Radverkehr und massiver Ausbau von Bus und Bahn
- Einführung einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf Autobahnen, 80
km/h außerorts und 30 km/h innerorts
- Effiziente Elektromobilität statt dicker E-SUVs
- Saubere Luft in unseren Städten

Alle Infos auf:
VCD.org
iaa-demo.de
facebook.com/iaademo
facebook.com/events/567487330442153/
twitter.com/iaademo
instagram.com/iaademo    

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news-5054 Mon, 05 Aug 2019 21:49:47 +0200 VCD fordert schnelle Einführung von Tempo-30 vor Schulen und Kindergärten https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-fordert-schnelle-einfuehrung-von-tempo-30-vor-schulen-und-kindergaerten/ Seit Mai 2017 ist die Stadt Gießen verpflichtet, vor Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen Tempo 30 auszuweisen. Angesichts des kommenden Schulbeginns kritisiert der Verkehrsclub Deutschland, dass in Gießen auch über zwei Jahre nach der StVO-Änderung noch kein einziges neues Tempo-30-Schild aufgestellt wurde.
Das Ziel der Bundesregierung war 2017 klar: Die Sicherheit von Kindern und Senioren sollte erhöht werden. Aus diesem Grund soll Tempo-30 nicht mehr nur in den Nebenstraßen der Wohngebiete die Regellösung sein, sondern auch auf Hauptverkehrsstraßen, wenn an diesen ein Zugang zu einer Schule, einem Kindergarten oder einem Seniorenheim liegt. Die Gießener Koalition von SPD, CDU und Grünen dürfte dies gefreut haben, denn wenige Monate zuvor hatte sie im Juni 2016 im Koalitionsvertrag festgelegt: „Wir wollen Tempo-30-Zonen in allen Wohn -und Neubaugebieten und vor Kindertagesstätten und Schulen einrichten.“
Inzwischen sind mehr als zwei Jahre vergangen und noch immer ist an keiner einzigen Stelle Tempo 30 neu beschildert worden. Dabei hatte die Straßenverkehrsbehörde frühzeitig den Auftrag zur Prüfung aller Stellen erhalten, nachdem das Stadtparlament eine Umsetzung der StVO-Änderung gefordert hatte. CDU-Dezernent Neidel hatte daraufhin den Stadtverordneten schriftlich zugesagt, dass die Umsetzung bis Ende 2018 erfolgen werde. Beispielhaft nannte der VCD die Kindertagesstätten in der Krofdorfer Straße, in der Ludwigstraße oder in der Gießener Straße in Wieseck.
Der VCD kritisiert die fehlende Umsetzung, die auf Kosten von Kindern und Senioren geht. Er verweist darauf, dass dies kein Einzelfall ist. Auch in den Nebenstraßen in weiten Teilen von Wieseck steht die bereits 2015 angekündigte generelle Ausweisung von Tempo-30-Zonen nach wie vor aus. „Es ist uns unerklärlich, dass das Thema Verkehrssicherheit in der Stadtverwaltung eine so geringe Priorität haben kann“, so der VCD. Im konkreten Fall scheint die schleppende Umsetzung auch nicht an unterschiedlichen Sichtweisen in der Koalition zu liegen: Im CDU-Wahlprogramm hieß es 2016: „Zur Verkehrsberuhigung sollen innerhalb von Wohn- und Neubaugebieten und vor 63 Kindertagesstätten und Schulen Tempo-30-Zonen eingerichtet werden.“
Ein grundsätzliches Problem liegt allerdings seit Jahren vor: In der Straßenverkehrsbehörde gibt es zu wenig Personal für alle gesetzlichen Aufgaben. Selbst 20 Jahre alte StVO-Änderungen sind bis heute nicht komplett umgesetzt und Projekte wie die 2015 angekündigte Bewohnerparkzone in der Nordstadt, die seit 2009 immer wieder angekündigte Fahrradstraße in der Goethestraße oder die Beendung der Duldung des illegalen Gehwegparkens kommen nicht voran. „Hier wäre es auch Aufgabe der Stadtverordneten und der Oberbürgermeisterin, im Haushalt ausreichende Personalstellen in Ordnungs- und Tiefbauamt vorzusehen, damit politisch beschlossene Projekte auch umgesetzt werden“, so VCD-Vorstand Patrik Jacob.
 

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news-5041 Fri, 02 Aug 2019 16:21:00 +0200 Jetzt ist der Moment - IAA-Demo und weitere Aktionen auf der Straße, Tempo 30 und Radinfrastruktur https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/jetzt-ist-der-moment-iaa-demo-und-weitere-aktionen-auf-der-strasse-tempo-30-und-radinfrastruktur/ Mit dieser und den folgenden Mitgliederinformationen wollen wir über die Entwicklungen rund um das Thema Mobilität im Kreisverband informieren. Es bewegt sich auch im Juli und August eine ganze Menge im Kreisverband Darmstadt-Dieburg.

Du willst immer sofort informiert werden? Trage dich für unseren Newsletter unter newsletter.vcd-darmstadt.org ein und abboniere uns auf Twitter.

Proteste zur internationalen Automobilausstellung

Die internationale Automobilausstellung (IAA) wird dieses Jahr von einer Reihe von Protesten begleitet. Am 14. September gibt es eine große Demonstration und Sternfahrt.

Die Hauptrouten der Sternfahrt starten in Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Gießen, Aschaffenburg, Gelnhausen und Usingen. Auch in vielen weiteren Orten machen sich Radfahrer*innen gemeinsam auf den Weg.

In Frankfurt fährt die Demonstration über gesperrte Autobahnen. Dabei nutzt sie auch die größten Straßen Frankfurts und führt über den Alleering. Eltern mit Kindern treffen sich am Frankfurter Nibelungenplatz zum Kidical Ride. Wenn der große Fahrradkorso eintrifft, führen die Kinder diesen bis zur Frankfurter Messe an.

Vor der Messe Frankfurt treffen die Züge die Fußgänger*innen-Demo. Gemeinsam versammeln sich zur großen Abschlusskundgebung in der Friedrich-Ebert-Anlage.

Weitere Infos und die genaue Route finden sich auf der Website des Orgateams.


Aktionen zur europäischen Mobilitätswoche

Vom 16. bis 22.09. findet die Europäische Mobilitätswoche (EMW) statt. Die EMW ist eine seit 2002 veranstaltete Kampagne der Europäischen Kommission. Sie ist eigentlich dafür gedacht, dass Kommunen selbst innovative Verkehrslösungen präsentieren oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität werben. Leider hat die Stadt Darmstadt bisher nicht bei der EMW teilgenommen. Daher haben wir bereits in den vergangenen Jahren verschiedenste Aktionen im Rahmen der EMW veranstaltet und wollen dies auch in diesem Jahr tun.

Geplant sind kleinere und größere Aktionen. Wir freuen uns bei diesen über aktive Unterstützung. So wird es gemeinsam mit Fridays for Future am 20. September ein großes Straßenfest geben. Außerdem wollen wir wieder einen Park(ing) Day veranstalten.

Wer sich beteiligen möchte, sollte zu unserem Treffen am 6. August ab 19:30 Uhr in die Holzhofallee 21, Darmstadt kommen. Helfer*innen für das Fest können sich auch unter globalstrike@darmstadtforfuture.de melden.


Kidical Mass: noch drei Ausgaben dieses Jahr

 

Die Kidical Mass ist eine Fahrraddemo, die auf fehlende Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr aufmerksam machen will, vor allem aber allen ermöglicht, ausnahmsweise völlig ungefährdet durch Darmstadt zu radeln. Die nächsten Termine sind:

  • Sonntag, 11. August 2019 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
  • Sonntag, 15. September 2019 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
  • Sonntag, 13. Oktober 2019 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz

Das Wichtigste ist der Spaß am Radfahren mit Musik und Polizeischutz.

Die Tour startet jeweils um 15.30 Uhr am Karolinenplatz mit einer Kundgebung und fährt gegen 16 Uhr los. Die Route führt auf etwa 5 Kilometern durch Darmstadt. Nach etwa 45 Minuten kommt die Gruppe wieder am Karolinenplatz an und fährt von dort durch den Herrngarten bis zum Aktivspielplatz, wo sich der der Nachmittag ausklingen lässt.

Ihr wollt die Veranstaltung mit Flyern und Plakaten bewerben, in eurem Lieblingsladen, Kita, Vereinsheim etc. fehlt das Plakat? Meldet euch, wir stellen die Materialien gerne kostenlos zu Verfügung, damit sie ausgelegt werden können.


Jetzt ist der Moment!

 

Von klein auf sollten unsere Kinder erfahren, dass es Spaß macht, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Roller und mit Bus und Bahn unterwegs zu sein. Sicher, kindgerecht, umweltfreundlich und bezahlbar ? für diese Mobilität setzen wir uns ein: Werdet jetzt mit der ganzen Familie VCD-Mitglied und empfehlt dies auch euren Nachbarn, Freunden und Bekannten! Für alle neuen Familienmitglieder gibt es eine kleine Willkommensbox: Mehr Informationen

VCD-Mitglieder, die neue Mitglieder werben, bekommen zudem das VCD-Buch „mit Füßen und Pedalen“ als Prämie.


Radentscheid geht weiter

In den letzten 1,5 Jahren hat der Radentscheid Darmstadt die Verkehrspolitik mit Hilfe vieler Unterschriften gedreht. Zum aktuellen Stand sind in den letzten Wochen Hintergrundartikel erschienen:

Derzeit verhandelt der Radentscheid den Fahrplan, welche Straßen und vor allem in welcher Qualität neu gestaltet werden, damit ein lückenloses Radwege-Netz für alle von 8 bis 108 Jahre entsteht. Für alle, die heute schon fahren und für alle, die es in Zukunft wollen.


Neue Fahrgastinformation in Busse und Bahnen der HEAG mobilo

 

Die HEAG mobilo überarbeitet die Anzeigen zur Fahrgastinformation in ihren Bussen und Bahnen. Auf Twitter und Facebook sind dazu Entwürfe erschienen, die gerne kommentiert werden können.

Wer keinen Account in einem der Netzwerke hat, kann sich auch an auch per E-Mail z.B. an kundendialog@heagmobilo.de einbringen.


RMV-Community

Der RMV möchte sein Nahverkehrsangebot, seine App und weitere Angebote weiterentwickeln. Dazu werden 500 Teilnehmer*innen für die RMV-Community gesucht. Hier geht’s zur Anmeldung.


Einwendung Straßenbahnmasten Bessungen

Wie auch an andere Stellen im Stadtgebiet, plant die HEAG die Oberleitung der Straßenbahnen zu renovieren. Neue Vorschriften und auch neue Bahnen mit stärkeren Motoren und damit höherem Strombedarf machen eine verstärkte, also dickere Leitung notwendig. Damit einher geht auch ein höheres Gewicht der Leitung, weshalb viele der alten Befestigungspunkte nicht mehr verwendet werden können. Bisher wurden häufig Wandanker an Gebäude eingesetzt. Mit der Erneuerung sollen diese wie auch einige alte Masten durch neue Masten ersetzt werden.

Die geplanten Standorte schränken den Fußverkehr allerdings stark ein. Der VCD hat daher eine Einwendung gegen den Plan eingelegt. Weiterlesen


Ausbau der Jägertorstraße in Kranichstein

Die Stadt Darmstadt plant einen sehr fragwürdige und unzureichenden Ausbau der Jägertorstraße in Kranichstein. Timm Schwendy fasst die Problematik in seinem Blog zusammen. Du bist mit den Plänen ebenfalls unglücklich? Lass es die Entscheidungsträger*innen der Stadtverordentenversammlung, im Dezernat III und die Öffentlichkeit wissen. Wichtige Adressen:

  • Stadtspitze: dezernatIII@darmstadt.de 
  • Stadtverordnete: stavo@darmstadt.de
  • Zeitung: darmstaedter-echo@vrm.de

Tempo 30 Heinrichstraße und Tempo 30 Kirchstraße

In der Darmstädter Heinrichstraße gilt jetzt ganztags Tempo 30! Wir begrüßen die Maßnahme sehr, weil Tempo 30 Lärm, Abgase, Feinstaub und Unfälle verringert. Alle profitieren von einem besseren Miteinander auf den Straßen. Tempo 30 innerorts ist eine Kernforderung des VCD für die Verkehrswende.

Auch auf der Kirchstraße gibt es wahrscheinlich bald Tempo 30. Ein Antrag der Stadt Darmstadt an das RP Darmstadt wartet noch auf seine finale Abstimmung Mitte August 2019. Dem Antrag war ein tödlicher Unfall und ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Anfang des Jahres vorausgegangen.


Stellenausschreibungen

Der VCD sucht wieder Personal. In der Bundesgeschäftsstelle in Berlin sind diese Stellen zu besetzen:

  • Referent*in/Sprecher*in klima-und sozialverträgliche Mobilität
  • Traineeship für politische Kommunikation im Fachbereich Mobilität

Auch in Darmstadt kannst du dein Geld mit der Verkehrswende verdienen. Beispielsweise gibt es eine Reihe von Jobs in unterschiedlichen Qualifizierungsstufen bei der HEAG mobilo.


Nächstes Treffen

Wir sehen uns wie gewohnt am 1. Dienstag im Monat, das nächste Mal am Dienstag, 6. August 2019 um 19:30 Uhr. Wir tagen in der Holzhofallee 21, Darmstadt (Coworkingspace CoWo 21). Dann folgen reguläre Treffen:

  • Dienstag, 3. September 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 1. Oktober 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 5. November 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 3. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um in der Zwischnzeit nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Felix, Stephan und David

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news-5040 Wed, 31 Jul 2019 14:44:00 +0200 Darmtadt-Bessungen: Fahrleitungsmasten auf Gehweg geplant https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/darmtadt-bessungen-fahrleitungsmasten-auf-gehweg-geplant/ Planfeststellungsverfahren für die Erneuerung und Verstärkung der Fahrleitungsanlage für die Straßenbahn-Linie 3 in Darmstadt. So sperrig ließt sich der Titel des Anhörungsverfahren welches am 03. Juli endete. Der Plan ist eigentlich recht einfach erklärt: Wie auch an andere Stellen im Stadtgebiet, plant die HEAG die Oberleitung der Straßenbahnen zu renovieren. Neue Vorschriften und auch neue Bahnen mit stärkeren Motoren und damit höherem Strombedarf machen eine verstärkte, also dickere Leitung notwendig. Damit einher geht auch ein höheres Gewicht der Leitung, weshalb viele der alten Befestigungspunkte nicht mehr verwendet werden können. Bisher wurden häufig Wandanker an Gebäude eingesetzt. Mit der Erneuerung werden diese aber auch einige alte Masten durch neue Masten ersetzt.

Bei jedem Bauplanungsverfahren und insbesondere im Rahmen eines solchen Planfestellungsverfahren müssen die Auswirkungen des Baus auf verschiedenste Weisen geprüft werden. So gibt es bspw. Umweltverträglichkeitsprüfungen, aber auch die Auswirkungen auf andere Verkehrsarten. Es ist daher sehr erstaunlich, dass HEAG Mobilo wie auch die zuständige städtische Planungsbehörde bei der Planung den Fußverkehr vergessen haben. Die neu geplanten Masten wurden ohne Beachtung der verkehrlichen Belange des Fußverkehrs teilweise mitten auf ohnehin schmale Gehwege geplant. Zudem wurde mit veralteten Plänen gearbeitet die teilweise nicht mit der heutigen Situation übereinstimmen.

Der VCD hat daher Einwände gegen einen Großteil der Masten und das gesamte Planungsverfahren eingelegt. Der Ausbau des ÖPNV wie auch die Ertüchtigung der Masten ist notwendig. Allerdings müssen dabei auch andere Verkehrsarten des Umweltverbundes beachtet werden. Wir hoffen, dass HEAG und Stadt die Planungen zeitnah nachbessern und bessere Lösungen als die Vorgelegten finden.

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news-5001 Wed, 24 Jul 2019 10:33:00 +0200 Kolumne: Lieber geistig abheben als starten https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-lieber-geistig-abheben-als-starten/ So viel Trübsal war ja noch nie in den knallvollen Wide-Body-Fernfliegern. Die gnadenlose Fridays for Future-Jugend hat den Konsumenten weltweit gehörig die Stimmung vermiest, weshalb die dann frustriert noch weiter fliegen mussten. Wie kann man so noch  Urlaubsstimmung und Erholung genießen? Erst recht, wenn man dummerweise in Neu Seeland die Nachbarn trifft, die sogar Business Class geflogen sind und im Hilton nächtigen?
Der VCD weiß Abhilfe:

    1. Fernflugtourismus ist out. Ist doch rausgeschmissenes Urlaubsgeld, wenn man stolz das Selfie vorm Taj Mahal postet und prompt eine Retoure der Nachbarn vorm Opernhaus in Sydney erhält. Welche Schmach. Die sind viel weiter geflogen. Liebe Konsumenten: Fernfliegen bringt’s nicht mehr. Jeder war schon überall. Vor allem: jeder war noch weiter weg. Die neuen Statussymbole sind heute wieder die ganz alten: Theater-, Konzert-, Opern-Abo. So richtig im Abendkleid und schwarzen Anzug. Hinterher kluge Reden schwingen im Theaterrestaurant. Macht richtig Eindruck, wenn man sogar die Intendantin kennt. Ist nebenbei sehr klimaschonend. Fliegen tut doch nur noch der Pöbel.


    2. Fliegen ist Technik von vorgestern. Der Bomber Boeing B47 „Stratojet“ aus dem Jahre 1947 bleibt Pate aller „modernen“ Verkehrsflugzeuge. Gepfeilte Flügel, drunter die Turbinen, dreiteiliges Leitwerk hinten, das Ganze aus genietetem Alu-Blech. Und die üblichen Fan-Triebwerke trieben schon 1960 die Boeing 720b an. Schon vor 11 Jahren planten EU („Clean Sky“) und die NASA die überfällige Neukonstruktion von Verkehrsflugzeugen und Antrieben zwecks Halbierung des Verbrauchs und der Emissionen. Doch steuerfreies Kerosin war und ist weiterhin so billig, dass Airbus und sodann Boeing die Mitwirkung am teuren Projekt verweigerten. Als viel teurer erweist sich jetzt nach zwei Abstürzen mit Hunderten Todesopfern die Produktion eines 52 Jahre alten Flugzeugs mit inzwischen riesigen Fantriebwerken, die nicht mehr unter die Flügel passen. Die Boeing 737max muss am Boden bleiben. Alternative Konstruktionen wie Nurflügel, Entenflugzeuge oder Doppelrumpf mit großer Spannweite beweisen im Militär-, Experimental- und Privateinsatz, dass man viel klimafreundlicher fliegen kann. Mehr Auftrieb spart Antrieb. Anstelle der technisch ausgereizten Fans („Bypass“) sind offene Antriebe effizienter.


    3. Kostenwahrheit ist die Grundlage für einen volkswirtschaftlich und ökologisch vertretbaren Flugverkehr. Die sukzessive Aufhebung der Steuerbefreiung von Flugtreibstoffen liefert den  Anreiz für die Neukonstruktion von sparsamen Flugzeugen und Triebwerken. Aufgrund des geringeren Verbrauchs wird das Fliegen dann langfristig kaum teurer, und der viel geringere Treibstoffbedarf könnte vielleicht durch Ökosprit gedeckt werden. Schon die sparsameren Langstreckenjets Boeing 787 und Airbus 350 aus Verbundwerkstoff wurden explizit für profitablen Betrieb mit versteuertem Treibstoff ausgelegt. Also höchste Zeit für die Treibstoffsteuer!


Fazit: Flugtourismus darf nicht länger ein ausufernder, weil hoch subventionierter Statuskonsum bleiben.  Als unverzichtbarer Teil der Weltwirtschaft und schlicht als eine der größten Errungenschaften muss Fliegen aber weiterhin möglich und bezahlbar sein. Dies gelingt nur durch sparsame, innovative Technologie, die den Einsatz fossiler Brennstoffe erübrigt. Dann müssen wir uns beim Fliegen auch nicht mehr schämen.

Werner Geiß

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news-4917 Mon, 01 Jul 2019 17:17:46 +0200 Kolumne: Verkehrtwende https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-verkehrtwende/ Was ist wichtiger: Wachstum, Beschäftigung, Bürgerwille?

Oder Verkehrswende?

 

Das deutsche Wirtschaftsprinzip funktioniert bislang zuverlässig: unsere so tüchtige Industrie liefert immer mehr, immer größere Vehikel – die von ebenso tüchtigen Werbeagenturen global erfolgreich vermarktet werden. Die „sozialen Medien“ beschleunigen den Trend zum angepassten, nein: angesagten Mobilitätsverhalten. Das Wohlbefinden, sogar die gesellschaftliche Teilhabe von Konsumenten in aller Welt hängt vom Besitz deutscher Premium-Autos, von Billigflügen im deutschen Airbus 320, von den Kreuzfahrten auf den gigantischen Schiffen der Meyer-Werft ab.

 

Zweifellos bieten diese Industrien viele leidlich gut bezahlte Jobs, steigern das Bruttoinlandsprodukt (was gemeinhin als „Wachstum“ definiert wird), liefern das, was die mündigen (?) Bürger wollen, scheinbar ganz dringend brauchen. Solange so definierte Begriffe für Beschäftigung, Wachstum und Bürgerwille von Politik und Wahlvolk als wichtigste Werte der Gesellschaft aufgefasst werden, wird das nichts mit der Verkehrswende.

 

Im Bewusstsein solch betonierter Vorgaben flüchten sich die immer zahlreicheren Tagungen um die Verkehrswende auf Nebenschauplätze. Behörden, Politik, engagierte Bürger und Umweltverbände diskutieren leidenschaftlich über Seilbahnen, Lastenfahrräder, Tretroller und Fahrradständer. Anwesende frustrierte Wissenschaftler beschränken sich auf sarkastische Bemerkungen, im Bewusstsein, dass wieder mal die wesentlichen Kriterien einer Verkehrswende umgangen werden.

 

Also höchste Zeit, die Merkmale deutschen Wohlbefindens und damit deutscher Mobilität zu revidieren:

 

Wachstum: Wachsen soll der Wohlstand der Gesellschaft. Und nicht die uralte Kennziffer „BIP“ (Bruttoinlandsprodukt), die z.B. auch dann steigt, wenn ein Radfahrer von einem LKW überfahren wird und schwerverletzt im Krankenhaus landet, dort immense Heilungskosten verursacht, die sodann das BIP steigern. Gesellschaftlicher Wohlstand hängt doch viel mehr ab von der Einkommensverteilung, den Bildungsinvestitionen, Klima- und Umweltbelastungen, den Vorkehrungen dagegen, dem ehrenamtlichen Engagement und diversen anderen Faktoren, die z.B. im nationalen Wohlstandsindex (NWI) enthalten sind, nicht aber im „BIP“, das nur Umsätze addiert. Der hessische Koalitionsvertrag strebt z.B. auf Anregung eines VCD-Mitgliedes eine adäquate Wohlstandsbewertung an.

 

Beschäftigung: Nicht jeder siebte, sondern nur etwa jeder 22. Job hängt vom Auto ab. Rund 850.000 Werktätige sind in der Auto- und Zuliefererindustrie beschäftigt. Inklusive Linienbusse für den ÖPNV. Trotzdem schaffen mehr Menschen allein bei Caritas und Diakonie als bei Auto-, Flugzeugindustrie und zivilem Schiffbau zusammen. Entscheidend für die Beschäftigung und damit den Wohlstand ist die „Lohnquote“, also der Anteil der Lohnkosten am Umsatz. Und die ist bei der Autoindustrie mit ca. 12% extrem niedrig. Wer sein sauer Erspartes nicht für den dicken SUV, sondern für Bahn und Bus, Bildung, Kunst, Kultur und Literatur ausgibt, erzeugt viel mehr Jobs, viel mehr Wohlstand, obwohl das „BIP“ dann sogar sinkt.

 

Bürgerwille: Ganz schwieriges Thema.

  • Weil Bürgerwille mitunter das Gemeinwohl den Eigeninteressen unterordnet. Dank Bürgerbeteiligung dauert die Realisierung von Schienenprojekten rund 25 Jahre, viel zu lange für die dringende Verkehrswende.
  • Weil Bürgerwille in Wahrheit „Wirtschaftswille“ ist. Denn der Autoindustrie, den Flug- und Kreuzfahrttouristikbranchen ist es gelungen, ihre Angebote den Konsumenten als absolut unverzichtbares Bedürfnis zu suggerieren. Das Statussymbol dominiert längst über die Mobilitätsfunktion.

Und die verantwortlichen, demokratisch gewählten Volksvertreter müssen diesen Bürgerwillen, konkreter: den Wählerwillen nun mal respektieren, allein schon aus Gründen des Machterhalts.

 

Die anspruchsvolle Aufgabe der Politik ist es also, die Konsumgesellschaft wieder in eine aufgeklärte Zivilgesellschaft zu verwandeln. Die sich ihre gesellschaftliche Teilhabe nicht durch fremdbestimmte Konsumgewohnheiten diktieren lässt. Die gemeinnützige Schienenprojekte nicht um des persönlichen Vorteils („nicht hinter unserem Haus!“) willen verhindert. Wie die Europawahl zeigt, haben das nicht nur die Kinder und Enkel begriffen, sondern auch viele wahlberechtigte Eltern und Großeltern.

 

 

Fazit: Eine effektive Verkehrswende ersetzt motorisierte durch geistige Mobilität, bewirkt also einen gesellschaftlichen Wertewandel. Dann wird es gelingen, die Klimakrise zu bremsen und zugleich Wohlstand, Wachstum, Beschäftigung und damit einen freien, nicht manipulierten Bürgerwillen zu stärken.

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news-4907 Tue, 25 Jun 2019 19:44:47 +0200 Mit dem ParkBike ein Zeichen setzen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/mit-dem-parkbike-ein-zeichen-setzen/

Das „ParkBikeist ein Lastenrad mit bepflanzter Transport­fläche. Wo es steht, dämpft es die sommerliche Überhitzung in seiner direkten Umgebung und lässt es einen kleinen „Park“ für Bienen oder andere Insekten entstehen.     
Seitlich angebrachte Sitzflächen bieten allen, die zu Fuß unterwegs sind, einen Platz zum Verschnaufen und Verweilen und an einem Fahrrad­ständer können Räder abgestellt werden.

Wer gerne vor seiner Haustüre ein Zeichen für die lebenswerte Stadt setzen möchte, kann das „ParkBike“ kostenlos leihen und auf einem Parkplatz oder einem anderen geeigneten Platz parken. Die Reservierung soll über eine eigene Homepage, die auch für die Idee wirbt, möglich sein.

Es werden Leute gesucht, die das Rad mit aufbauen oder die Werbung und den Internetauftritt gestalten. Wenn Ihr Lust habt mitzumachen, wendet Euch an mathias.biemann@vcd-rhein-main.de

Um den Bau und die Homepage finanzieren zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Bitte spendet zweckgebunden an den

VCD Hessen e. V.
IBAN DE27 5009 0500 0000 9532 40
BIC GENODEF1S12 Sparda Hessen eG
Stichwort: Spende ParkBike

Die Spende ist dann steuerlich abzugsfähig!
Wird eine Spendenquittung gewünscht, bitte die Adresse angeben.

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news-4891 Fri, 21 Jun 2019 13:43:21 +0200 Bericht zur Fahrradtour ins Allnatal https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/bericht-zur-fahrradtour-ins-allnatal/ Unsere diesjährige Fahrradtour hat uns ins Allnatal geführt. Da wir unsere Radtour gerne auch mit einem verkehrspolitischem Hintergrund verbinden, sindwir dieses Mal in Verbindung mit der Bürgerinitiative „Allnatalweg Stop“ entlang der Trasse der angedachten Umgehungsstraße geradelt.

Der Startpunkt war in Niederweimar von dort führte uns die Strecke durch das Allnatal, entlang des Elnhäuser Wassers, über Dagobertshausen, hin zum Pharmastandort Görzhäuser Hof, durch Michelbach bis nach Sterzhausen.Zwischendurch gab es einige Informationen zum geplanten Bauvorhaben und eine ausgiebige Rast mit reichhaltigem Essen auf einem Reiterhof.

Die ca. 25 km lange Strecke führte durch eine sehr idyllische Landschaft bei herrlichem Sommerwetter und die ca. 40 Mitfahrenden hatten einen informativen und schönen Tag. In Sterzhausen kam die Gruppe dann am Nachmittag pünktlich an und jeder fuhr dann individuell von dort nach Hause.

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news-4842 Mon, 10 Jun 2019 22:13:04 +0200 Parken auch im Umland ein erhebliches Problem https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/parken-auch-im-umland-ein-erhebliches-problem/ Verkehrsclub: Parken auch im Umland ein erhebliches Problem

Gießen, 7.6.2019

Eine erschreckende Bilanz zog der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) zur Parksituation in den Kreisgemeinden.
Nachdem der VCD bei der ersten bundesweiten Falschparker-Aktionswoche  im letzten Jahr der Situation in der Stadt Gießen widmete, verteilte der Kreisverband bei der Neuauflage nun „Gelbe Karten“ an Falschparker in Großen-Linden als exemplarischen Stadtteil einer Umlandgemeinde. In knapp einer Stunde wurden letzten Donnerstagabend ca. 200 Gelbe Karten hinter die Scheibenwischer der falsch parkenden Pkw gesteckt.
Während in Gießen vermutlich der Mangel an Parkplätzen Ursache für das häufige Falschparken sei, scheine in den Umlandgemeinden vielfach Gedankenlosigkeit und mangelndes Unrechtsbewusstsein der Grund zu sein. Hauptproblem in Linden sei das illegale Gehwegparken. An ganzen Straßenzügen werde ohne Erlaubnis der Gehweg als Parkfläche genutzt. Besonders negativ aufgefallen seien dabei z.B. die Straßen „Alte Heerstraße“, „Moltkestraße“, „Großen-Lindener-Straße“, „Hüttenberger Straße“, „Fronhofstraße“ und „Mahrweg“. Es dränge sich die Vermutung auf, die Pkw parkten auf dem Gehweg, um den Autoverkehr zu erleichtern. Dies gehe aber zu Lasten der zu Fuß Gehenden, und damit der schwächsten Verkehrsteilnehmer.

Illegales Gehwegparken sei kein Kavaliersdelikt, sondern behindere Fußgänger, insbesondere Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen aber auch beispielsweise Rad fahrende Kinder unter 8 Jahren, so Patrik Jacob für den VCD. Teilweise blieben nur noch absolut indiskutable Restbreiten für die schwächsten Verkehrsteilnehmer übrig. Grundsätzlich sollen Gehwege nach den seit 2002 geltenden Bauvorschriften mindestens eine Breite von 2,20 m bis 2,50 m aufweisen, die auch bei offiziellem Gehwegparken nicht unterschritten werden dürfen.

In Straßen, in denen Parkplätze abmarkiert wurden, seien vergleichsweise wenig Falschparker registriert worden. Dies zeige, dass die Verkehrsbehörden aktiv werden und den Autofahrern durch Markierungen deutlich machen sollten, wo Parken möglich und nicht behindernd ist. Stellen, an denen Gehwegparken erlaubt wurde, sollten auf Rechtskonformität überprüft werden, insbesondere hinsichtlich der verbleibenden Restbreiten der Gehwege. Hier habe sich die Stadt Linden oft nicht an die Richtlinien gehalten. So sei nach den Verwaltungsvorschriften der Straßenverkehrsordnung „das Parken auf Gehwegen nur zuzulassen, „wenn genügend Platz für den unbehinderten Verkehr von Fußgängern gegebenenfalls mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern auch im Begegnungsverkehr bleibt, die Gehwege und die darunter liegenden Leitungen durch die parkenden Fahrzeuge nicht beschädigt werden können und der Zugang zu Leitungen nicht beeinträchtigt werden kann.“

Der VCD fordert die Stadt Linden, aber auch die Verwaltungen aller Kreiskommunen auf, illegales Gehwegparken strikt zu ahnden. In den Gießener Stadtteilen und in einigen Wohngebieten sei dies in der Vergangenheit bereits mit großem Erfolg umgesetzt worden und der Anteil der Gehwegparker drastisch gesunken.
Positive Nebeneffekte seien, dass der Sanierungsaufwand der Gehwege sinke und sich durch das versetzte Parken die Geschwindigkeiten in den Wohnstraßen verringerten.

Die Aktion des Kreisverbandes unter dem Motto „Parke nicht auf unseren Wegen!“ ist Teil der bundesweiten Falschparker-Aktionswoche vom 3. bis 7. Juni, zu der der VCD, der Fuss e.V. und die Initiative Clevere Städte aufgerufen haben. Ziel der Aktionswoche ist es, auf die Beeinträchtigungen und Gefahren durch falsch geparkte Pkw und Lkw für Fußgänger und Radfahrer aufmerksam zu machen und höhere Bußgelder für gefährliches Falschparken zu erreichen (www.vcd.org/falschparker-aktionswoche/).

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news-4825 Wed, 05 Jun 2019 07:32:13 +0200 IC-34 Frankfurt – Siegen – Münster, Erklärung der Verbände https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/ic-34-frankfurt-siegen-muenster-erklaerung-der-verbaende/ Bessere Chancen mit mehr Halten in Mittelhessen

Voraussichtlich im Dezember 2020 geht die IC-Linie 34 an den Start. Sie verbindet Frankfurt mit Münster, ähnlich wie die frühere Interregiolinie. Damit bekommt die Dill- und Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Wetzlar und Lethmate ihren Fernverkehr zurück. Richtung Norden soll es einzelne abweichende Zugläufe geben, und zwar sowohl nach Hagen - Essen als auch über Münster hinaus nach Norddeich.  Gießen werden die Züge generell auf der als "Bergwerkswaldkurve" genannten Umfahrungsstrecke umgehen, wogegen in Siegen der Hauptbahnhof angefahren wird, trotz des dort erforderlichen Fahrtrichtungswechsels. Regelmäßig Halte in Hessen werden Frankfurt, Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg. In Nordrhein-Westfalen ist eine wesentlich höhere Haltestellendichte vorgesehen. Dort soll der IC34 einen Teil der Regionalexpresszüge ersetzen, dort ist auch die Integration in die Verbundtarife bzw. in den Landestarif vorgesehen. In Hessen hat sich der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) dagegen deutlich gegen die Anerkennung von Verbund-Fahrausweisen ausgesprochen. 

Die Verbände Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Fahrgastverband PRO BAHN (Regionalverband Mittelhessen) und der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus im Deutschen Bahnkundenverband begrüßen die Wiederaufnahme des Fernverkehrs ausdrücklich. Die Einbindung des Siegerlandes ins Fernzugnetz ist überfällig. Für die Region Mittelhessen sehen die Verkehrsverbände allerdings erheblichen Nachbesserungsbedarf. Denn was im Siegerland offenbar hohe Priorität genießt - die Einbindung der Züge in den Siegener Hauptbahnhof und damit in den wichtigsten Umsteigeknoten der Region - unterbleibt in Mittelhessen. Konkret geht es um den fehlenden Halt in Gießen, also in der größten Stadt der Region mit den meisten Umsteigemöglichkeiten. Gießen wird aus fünf Richtungen von Bahnstrecken erreicht, so viel wie keine andere Stadt der Region außer Friedberg. Die Bedeutung Gießens als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Gesundheitsstandort nimmt stetig zu.   

Ein Halt in Gießen wäre mit einem Fahrtrichtungswechsel der IC-34-Züge verbunden, entsprechend auch mit einem Fahrzeitverlust in der Größenordnung von schätzungsweise 10 Minuten. Das zusätzliche Fahrgastpotenzial macht die Fahrzeitverlängerung aber erträglich, zumal viele Fahrgäste durch die bessere Umsteigesituation in Gießen auch Zeit und Wege sparen. Für den Knoten Gießen gibt es Konzepte zum Ausbau (ein weiterer Bahnsteig, direkte Fahrmöglichkeit vom westlichen Bahnhofsteil in Richtung Wetzlar), so dass die technische Leistungsfähigkeit des Bahnhofs steigen und die Verspätungsanfälligkeit künftig sinken wird. 

 

 

In den Fahrplanentwürfen für den IC-34 sind engere Haltestellenabstände in Nordrhein-Westfalen als in Hessen zu erkennen, was auch damit zu tun hat, dass der IC-34 in NRW - in Absprache mit den zuständigen Zweckverbänden - Funktionen des Regionalverkehrs übernehmen soll, in Hessen dagegen ausdrücklich nicht. In Hessen wird es keine Kooperation zwischen dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Deutschen Bahn geben, weder bei der gegenseitigen Anerkennung von Fahrausweisen noch beim Aufbau eines gemeinsamen Fahrplanangebotes.  Daraus ergeben sich für den hessischen Regionalverkehr teils gravierende Nachteile, welche die Freude über das neue Intercity-Angebot trüben.

 

IC 34 lässt den Regionalexpress Gießen - Siegen regelmäßig langsamer werden

Der Regionalexpress RE 99 bietet heute im exakten Stundentakt schnelle Verbindungen von und nach Siegen, wo - mit knapper Umsteigezeit - in den RE 9 nach Köln gewechselt werden kann.  Dieser Umstieg vom Regionalexpress zum Regionalexpress wird künftig nur noch alle zwei Stunden möglich sein. In den Stunden, in denen der IC 34 fährt, soll der RE 99 nicht nur nordwärts hinter und südwärts vor dem Doppelstock-Intercity her fahren, zusätzlich wird er voraussichtlich zwischen Dillenburg und Siegen auch noch durch zusätzliche Halte zur Regionalbahn abgewertet. Die schnelle RE-Verbindung zwischen Gießen und Siegen funktioniert dann nur noch alle zwei Stunden. Dazwischen ist die Fahrt im langsamen RE99 mit halt an allen Stationen zwischen Dillenburg und Siegen angesagt. Oder es könnte Umsteigeverbindungen Gießen - Wetzlar - Siegen geben, mit Nahverkehr zwischen Gießen und Wetzlar und IC-Verkehr zwischen Wetzlar und Siegen. Der RMV hat Pendelzüge Gießen-Wetzlar zur besseren Anbindung des ICs an Gießen in Aussicht gestellt, leider ohne ein kombiniertes Tarifangebot etwa für eine Fahrt von der Gießener in die Siegener Innenstadt mit ebendiesen Zügen. 

Die Reisekette Köln - Siegen - Frankfurt im RE 9 / RE 99 wird heute gerne von preissensiblen Kunden genutzt, die zwangsweise auch den knapp kalkulierten und häufig verpassten Anschluss in Siegen in Kauf nehmen. Diese Fahrgäste werden sich künftig auf die verbleibenden schnellen Verbindungen konzentrieren müssen - und dort an manchen Tagen für Überfüllungen sorgen. Nebenbei wird durch den IC 34 auch der spätnachmittägliche "LDK-Sprinter" Frankfurt - Wetzlar - Siegen aus seiner Fahrplanlage verdrängt, der zusammen mit seinem morgendlichen Gegenstück als schnelle Pendlerverbindung konzipiert ist und Gießen bereits heute auf der "Bergwerkswaldkurve" umgeht. 

Auch über die anderen mittelhessischen Halte der IC-Linie 34 kann und sollte diskutiert werden. Bad Nauheim hat sicher Potenzial für einen Fernzughalt, bessere Umsteigemöglichkeiten finden sich aber im benachbarten Friedberg. Und Herborn bietet ein ähnliches Fahrgastpotenzial wie Dillenburg. Die lange Wendezeit in Frankfurt, am südlichen Ende der IC-Linie 34, lässt weitere Halte in Mittelhessen ohne größere Probleme möglich werden. Sind sie auch sinnvoll, oder leidet die Reisezeit dann doch zu sehr? Die Priorität der Verkehrsverbände liegt auf dem wichtigen Zusatzhalt in Gießen.

 

 

 

VCD, der Fahrgasverband PRO BAHN (Regionalverband Mittelhessen) und Pro Bahn & Bus im Deutschen Bahnkundenverband erheben daher die folgenden Kernforderungen:

- Gießen muss Systemhalt der IC-Linie 34 werden.

- Der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die Deutsche Bahn sollen sich auf gemeinsame Tarifangebote für den IC und den Regionalverkehr einigen, um die entstehenden Nachteile für RMV-Kunden abzumildern.

- Weitere Halte in Mittelhessen sollen geprüft werden, vor allem Friedberg und Herborn.

 

Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Gießen e.V.

c/o Gerhard Born

Bernbachstraße 11

www.hessen.vcd.org

35457 Lollar

Tel. 06406 6892

 

Verkehrsclub Deutschland Regionalgruppe Lahn-Dill

c/o Barbara Böcher Frankenstraße 62a

www.hessen.vcd.org

35578 Wetzlar

Tel. 06441 277 34

 

Fahrgastverband PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen

Postfach 10 07 28

www.pro-bahn-mittelhessen.de

35337 Gießen

Tel. 06441 963 189 9

 

Fahrgastverband Pro Bahn & Bus 

Bahnhofstraße 102

www.probahn-bus.org

36341 Lauterbach

Tel. 06641 627 27

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news-4838 Mon, 03 Jun 2019 10:22:00 +0200 Falschparker-Aktionswoche, Fahrleitungsmasten auf dem Gehweg, neue Radstrategie verabschiedet, Stadtradeln https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/falschparker-aktionswoche-fahrleitungsmasten-auf-dem-gehweg-neue-radstrategie-verabschiedet-stadtradeln/

Mit dieser und den folgenden Mitgliederinformationen wollen wir über die Entwicklungen rund um das Thema Mobilität im Kreisverband informieren. Es bewegt sich auch im Juni eine ganze Menge im Kreisverband Darmstadt-Dieburg.


Falschparker-Aktionswoche vom 3. bis 7. Juni 2019

Falschparken ist kein Kavaliersdelikt, denn oft behindern oder gefährden Falschparkende andere Verkehrsteilnehmende durch ihr Fehlverhalten.

Durch falsch geparkte Fahrzeuge werden Gehwege so schmal, dass Personen mit Rollstuhl oder Kinderwagen häufig an gefährlichen Stellen auf die Fahrbahn gezwungen werden oder Wege gar nicht mehr benutzen können. Ebenso sind Radwege häufig blockiert und dadurch Radfahrende gezwungen, sich plötzlich auf die Fahrbahn zu begeben oder auf den Fußweg auszuweichen. Nicht selten kommt es dann mit zu Fuß Gehenden oder unachtsamen Autofahrenden zu weiteren Konflikten. Kinder sind durch falschparkende Autos besonders gefährdet, sie können aufgrund ihrer Körpergröße noch nicht über die Autos hinwegsehen und werden dadurch gezwungen beim Queren weit auf die Fahrbahn zu treten, um freien Blick auf den Verkehr auf der Fahrbahn zu bekommen.

Zusammen mit dem ADFC, FUSS e.V. und weGErecht unterstützen wir eine bundesweite Falschparker-Aktionswoche vom 3. bis 7. Juni 2019.

Wenn Du Interesse an einer Beteiligung hast, statten wir dich gerne mit Flyern aus. Diese kannst Du dann im Laufe der Woche an falsch parkenden Fahrzeugen anbringen. Wir wollen uns dabei vor allem auf unnötiges und behinderndes Parken konzentrieren. Grundsätzlich kannst Du aber an allen Fahrzeugen Flyer anbringen, solange sie in irgendeiner Weise falsch parken. Kontaktiere uns dazu einfach über die E-Mail-Adresse freie.wege@wegerecht.org

Auch außerhalb der Aktionswoche kannst Du Falschparker mit den gelben Karten des VCD auf gefährdende oder behinderne Parkweise aufmerksam machen. Diese kannst du direkt beim Bundesverband bestellen oder über uns beziehen.


Straßenbahn: Fahrleitungsmasten auf dem Gehweg

Derzeit läuft eine Planfeststellung für die Erneuerung und Verstärkung der Fahrleitungsanlage für die Straßenbahn-Linie 3 in Darmstadt. Einwendungen können bis zum 3. Juli 2019 beim RP Darmstadt eingereicht werden.

Gegenstand des Vorhabens ist insbesondere

  • der Rückbau von 41 Fahrleitungsmasten und der Neubau von 105 Fahrleitungsmasten
  • der Rückbau von 129 Wandankern und der Neubau von 2 Wandankern
  • der Ersatz der vorhandenen Fahrleitung durch neue silberlegierte Fahrdrähte auf einer Streckenlänge von ca. 2.300 m

Bei einem Blick in die Unterlagen fällt auf, dass viele Maststandorte auf dem Gehweg geplant sind und die Fahrgäste auf dem Weg von und zur Haltestelle sowie Fußgänger stark behindern. An vielen Stellen bieten sich günstigere Standorte an.

Wir befürworten die Ertüchtigung der Straßenbahn. Gleichzeitig sehen wir es sehr kritisch, wenn Fahrgäste und Fußgänger*innen unter den Maststandorten zu leiden haben. Da, wo z.B. Parkstände eingerichtet sind, sollte der Gehweg so verbreitert werden, dass der Mast außerhalb der Gehfläche steht. Grenzen Grünanlagen an, können Masten auch häufig dort Platz finden und Bäume überragen. Damit die über 100 Masten einen optimalen Standort erhalten, sind noch Einwendungen bis zum 3. Juli direkt beim RP Darmstadt möglich.


Babenhausen: E-Lotse Achim Knick für zukunftsfähige Mobilität

In Babenhausen setzt sich seit ein paar Monaten E-Lotse Achim Knick für zukunftsfähige Mobilität ein. Unterstützt wird er dabei von Joachim Knoke, dem Bürgermeister von Babenhausen. Auf dessen Anregung besuchte der 59 -jährige Achim Knick letzten Herbst das Seminar zum E-Lotsen vom Land Hessen mit Erfolg und versucht nun in Babenhausen die Bürgerschaft in Sachen E-Mobilität zu beraten und voran zubringen. Sowohl mit E-Autos als auch auf dem Rad. Regelmäßig soll nun nach Darmstädter Vorbild eine sog. Critical Mass alle 8 Wochen, das nächste Mal am 9. Juli ab der Stadthalle, stattfinden um gemeinsam durch die Stadt zu radeln und Präsenz zu zeigen. Ein erster Schritt für eine bessere Fahrradkultur sei es bereits, die Falschparkerei auf den Gehwegen zu ahnden.

Weiterführender Artikel im Darmstädter Echo (Paywall)


Darmstadt: Neue Radstrategie verabschiedet

Im letzten August fasste die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Darmstadt den Beschluss, in den kommenden vier Jahren je vier Millionen Euro in den Radverkehr zu investieren und vier weitere Planer*innen einzustellen, nachdem der Radentscheid rund 11.300 Unterschriften für ein Bürgerbegehren eingereicht hatte. Außerdem sollte eine Radverkehrsstrategie verhandelt werden. Nach einem intensiven Verhandlungsprozess wurde eine Reihe von Sofortmaßnahmen eingeleitet und langfristige Ziele vereinbart. Die Radverkehrsstrategie hat der Magistrat in seiner letzten Sitzung übernommen. Damit ist der Weg für die parlamentarische Beratung frei und der Beschluss soll dann am 18. Juni in der letzten Sitzung vor der Sommerpause gafasst werden.

Die Strategie gibt ein umfassenendes Arbeitsprogramm für die Stadtverwaltung vor. Radverkehr wird im System gedacht und insbesondere in den Bereichen der Haupt- und Nebenstraßen, Kreuzungen und bei den Abstellanlagen verbessert. Kommende Radschnellwege werden miteinander verknüpft und es werden Zählungen durchgeführt, um Planungen weiter zu verbessern. Es findet eine Qualitätssicherung unter Beteiligung des Radenscheids, der Fachverbände und der Unfallauswertung statt und besonders gefährliche Stellen werden durch Sicherheitsaudits untersucht.

Einige Maßnahmen sind bereits umgesetzt, viele weitere werden folgen.


Stadtradeln vom 28. Mai bis zum 17. Juni 2019 in Darmstadt

Auch dieses Jahr nimmt Darmstadt wieder am Stadtradeln teil. Die Aktion wird erstmals durch eine App unterstützt, mit der sich die gefahrenen Kilometer leicht ermitteln lassen. Zusätzlich können Mängel am Radwegenetz erfasst werden. Die Aktion generiert wichtige Daten über die von den Radler*innen genutzten Wege und werden in anonymisierter Form der Stadtverwaltung zu Verfügung gestellt. Zusätzlich finden stationäre Zählungen statt, um die App-gestützten Werte zu validieren.

Wir unterstützen das Team vom Radentscheid. Im letzten Jahr belegte der Radentscheid den dritten Platz. Vielleicht schaffen wir es ja noch weiter nach vorne? Mach mit!

Auch im Landkreis nehmen dieses Jahr einige Kommunen am Stadtradeln teil. Die zeitlich nächste Kommune ist Groß-Umstadt vom 19.08. bis 08.09.2019. Alle anderen Kommunen starten am 01.09.2019. Mehr Infos auf dazu auf stadtradeln.de


Schulfahrradkorso erfolgreich

Gut 200 Schüler*innen radelten durch Darmstadt, um auf ihre unzureichende Verkehrssituation aufmerksam zu machen. Organisiert hatte die Fahrt Sigita Urdze vom Stadtelternbeirat, dem Stadtschüler*innenrat und dem ADFC. Trotz strömenden Regens fuhren ca. 200 Schüler*innen ab dem Messplatz eine Stunde begleitet von der Polizei und Helfer*innenn durch die Straßen. Die Veranstaltung ist Auftakt des Stadt- und Schulradelns in Darmstadt. Die Initiativen wollen auf die Belange der radfahrenden Kinder und Jugendlichen aufmerksam machen. Die meisten Schulwege sind mit dem Rad gut machbar, wäre da die nicht die oft schwierige Verkehrssituation. Dennoch wollen viele Kinder lieber mit dem Rad kommen, als die oft übervollen Busse zu nehmen. Für nächstes Jahr ist schon wieder eine weitere Fahrt geplant.


Rückblick Cargobike Roadshow

Wann hat man schon mal die Möglichkeit gleich 12 verschiedene Arten von Lastenrädern Test zu fahren? Auf dem Riegerplatz war das Ende Mai in Darmstadt im Rahmen der Cargobike Roadshow möglich. Auf Einladung des Fahrradbeauftragten machte die Roadshow auch in Darmstadt für einen Tag Halt. Die unabhängige Ausstellung tourt dieses Jahr durch 11 Städte. Den Anfang machte Stuttgart und den Schluss dieses Mal Kelsterbach. So manche*r Städter*in liebäugelt schon länger damit sich so ein besonderes Rad statt dem Auto zu kaufen. Mit E-Motor ausgestattet lassen sich auch schwerere Lasten wie mehrere Kinder oder Einkäufe gut bewegen und somit vielleicht auch das Zweitauto ersetzen, wenn nicht sogar ganz aufs Auto verzichten.


Saubere Luft für Darmtadt: Luftreinhalteplan in Kraft

VCD und Deutsche Umwelthilfe haben einen neuen Luftreinhalteplan für Darmstadt erstritten. Das Maßnahmenpaket ist jetzt zum 1. Juni in Kraft getreten.

Wir werden die weitere Umstzung kritisch begleiten und den VCD-Bundesverband sowie die Deutsche Umwelthilfe z.B. bei der Auswahl geeigneter Punkte für eigene Kontrollmessungen unterstützen. So stellen wir sicher, dass die Luft im ganzen Stadtgebiet tatsächlich im Bereich der wissenschaftlich abgesicherten Grenzwerte liegt.


Nächstes Treffen

Wir sehen uns wie gewohnt am 1. Dienstag im Monat, das nächste Mal am Dienstag, 4. Juni 2019 um 19:30 Uhr. Wir tagen in der Holzhofallee 21, Darmstadt (Coworkingspace CoWo 21). Dann folgen reguläre Treffen:

  • Dienstag, 2. Juli 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 6. August 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 3. September 2019 um 19:30 Uhr
  • Dienstag, 1. Oktober 2019 um 19:30 Uhr

In der Zwischenzeit kannst du uns gerne jederzeit an vorstand@vcd-darmstadt.org Anregungen, Kritik und Hinweise auf wichtige Mobilitätsthemen in der Region schicken! Außerdem kannst du uns auf Twitter folgen, um in der Zwischnzeit nichts zu verpassen.

Euer Vorstand

Sabine, Felix, Stephan und David

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news-4798 Thu, 30 May 2019 12:44:56 +0200 Kolumne: Europawahl https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/kolumne-europawahl/ Eindeutiger Wahlsieger sind die Grünen, präferiert von jener typisch urbanen gehobenen Mittelschicht, der mitunter klimaschädlicher Statuskonsum wie Premium-Autos, Fernflugreisen und Schiffskreuzfahrten unterstellt wird.
So man diese Wahlentscheidung als Einsicht in einen Wertewandel interpretiert, dürfen wir doch nun mit einer Verkehrswende rechnen, die nicht nur von einer einfluss- reicheren grünen Politik, sondern gerade auch von einer aufgeklärten Gesellschaft getragen wird.

Wir rechnen fest damit, dass der Radverkehr massiv zunimmt, Bahnen und Busse rappelvoll und schon bald die Autostaus Geschichte sind. Dieselfahrverbote erledigen sich von selbst. Die höllisch lauten Riesenjets verschwinden, weil die neue, leisere und sparsamere Flugzeuggeneration ausreicht, um die schwindende Nachfrage nach Fernflugtouristik zu bewältigen. Es wird deutlich ruhiger im Luftraum über Rhein-Main. In deutschen Seehäfen legen Dreimastsegler dort ab, wo bislang überdimensionale Kreuzfahrtschiffe die Gegend verrußten.

Nun ja, heute, wenige Tage nach der Wahl, war’s noch nicht so weit. Frankfurts Straßen verstopft wie selten; eingekeilt zwischen Autos kamen Busse und Tram kaum von der Stelle. Der Verkehrsfunk im Radio berichtete nur noch über Staus ab 10 Km, um die Sendezeit nicht zu strapazieren. Über Rhein-Main dröhnten noch mehr Riesenjets als sonst.

Hatte das urbane Wahlvolk die Reisen schon vor seinem einsichtigen Wertewandel gebucht? Oder hat das Kreuz bei den Grünen schlicht den Wertewandel ersetzt?

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news-4794 Wed, 29 May 2019 12:43:44 +0200 Aktionswoche gegen Falschparker: Falsches Parken gefährdet die Gesundheit anderer Menschen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/aktionswoche-gegen-falschparker-falsches-parken-gefaehrdet-die-gesundheit-anderer-menschen/

Falschparker auf Gehwegen versperren Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrern, Senioren oder anderen Fußgängern den Weg und zwingen sie damit nicht selten auf die Fahrbahn. Wenn Autos Straßenecken zu parken, wird das Überqueren der Straße, vor allem für Kinder, oft lebensbedrohlich. Besonders dreist und gefährlich ist das zunehmende Falschparken an Zebrastreifen und Ampel-Übergängen.

Durch Falschparker verspäten sich Busse und Bahnen. Radweg-Parker zwingen Fahrradfahrer dazu, gefährlich weit auf die Fahrbahn auszuweichen und der zunehmende Lieferverkehr, der meist in zweiter Reihe parkt, verschärft das Problem.

„Eben mal kurz an falscher Stelle zu parken ist kein Kavaliersdelikt. Wir wollen Falschparker deshalb in der Aktionswoche mit „Gelben Karten“ und Sprühsahne darauf aufmerksam machen, dass ihr Verhalten nicht erste Sahne ist“, erklärt Mathias Biemann vom VCD in Frankfurt. Die Aktionswoche startet am 3. Juni. Wer auch „Gelbe Karten“ und „Parke nicht auf unseren Wegen“ Hinweise verteilen möchte, kann sie in den Mehrgenerationenhäusern von Kinder im Zentrum Gallus e.V., Idsteiner Straße 91 und dem Nachbarschaftszentrum Ostend, Waldschmidtstraße 39, während der Öffnungszeiten abholen.

Wer in der Woche gerne eigene Aktionen starten möchte, findet Aktionsideen auf den Internetseiten des VCD, der Initiative Clevere Städte und dem Fuss e.V.

Der VCD Landesverband Hessen fordert die Schwarz-Grüne Landesregierung in diesem Zusammenhang auf, die in ihrem Koalitionsvertrag vereinbarte Kampagne für mehr Rücksichtnahme zwischen allen Verkehrsteilnehmern so schnell wie möglich zu starten und das Falschparken landesweit in den Focus zu rücken, damit Gedankenlosigkeit nicht weiter Kinder und Erwachsene zu Fuß oder auf dem Rad in Gefahr bringt. „Wer danach noch falsch parkt, sollte härter belangt werden, als es heute üblich ist“, fordert Biemann, „20 Euro für gefährliches Falschparken sind keine Strafe.“ Er fordert von der Landesregierung deshalb mehr Druck auf den Bundesverkehrsminister zu machen und Bußgelder von mindestens 100 Euro durchzusetzen.

Wer diese Forderung persönlich unterstützen möchte, kann im Internet die Petition „Knolle statt Knöllchen!“ auf vcd.org unterzeichnen. Sie fordert Bundesverkehrsminister Scheuer auf, die Bußgelder für falsches Parken deutlich anzuheben.

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news-4753 Mon, 27 May 2019 18:18:03 +0200 Frankfurt: Main-Lastenrad wächst mit kostenlosem Angebot https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/frankfurt-main-lastenrad-waechst-mit-kostenlosem-angebot/

Im Juni 2018 startete der Verkehrsclub Deutschland den kostenlosen Verleih auf der Internetseite Main-Lastenrad. Die ersten drei Räder, mit Preisgeld aus dem Ideenwettbewerb Klimaschutz der Stadt Frankfurt finanziert, waren von Anfang an begehrt. Wer nicht schon Wochen im Voraus buchte ging leer aus.

„Das wird sich nun bessern“ ist Mathias Biemann, einer der Ideengeber von Main-Lastenrad, überzeugt. Er hat weitere Mitstreiter gefunden, die neue Räder zur Verfügung stellen: Die Lastenradler Frankfurt, die mit einem Crowdfunding das Geld für drei Räder auftreiben konnten und den Frankfurter Verband, der zwei seiner Räder zeitweise zur Verfügung stellt. 

Ab 1. Juni unterstützt dann auch der Bio-Lebensmittelhändler Alnatura die Initiative mit drei neuen Lastenrädern. In den Alnatura Super Natur Märkten in der Bockenheimer Landstraße, der Eschersheimer Landstraße und der Karl-von-Drais-Straße können die Räder von Kunden und den mehr als eintausend bei Main-Lastenrad registrierten Nutzern kostenlos geliehen werden.

Das Angebot auf Main-Lastenrad.de steigt damit auf elf Räder, und ein Zwölftes steht auch schon in Aussicht. „Ein Zuwachs auf den wir stolz sind. Wer schafft es schon, sein Angebot in einem Jahr um 300 Prozent auszubauen“ freut sich Biemann. Er ruft auch andere Einzelhändler und Gewerbetreibende auf, dem Beispiel von Alnatura zu folgen und so seinen Kunden, aber auch allen anderen Stadtbewohnerinnen, die Möglichkeit zu geben, Waren und Lasten klimafreundlich zu transportieren.

Gleichzeitig bittet er um Spenden, damit die Buchungsseite im Internet weiterhin gepflegt und die Lastenräder regelmäßig von einer Radwerkstatt überprüft werden können. Das Spendenkonto wird auf der Internetseite von Main-Lastenrad angegeben.

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news-4738 Tue, 21 May 2019 22:31:35 +0200 VCD und PRO BAHN: Neue Bahnhöfe in Pohlheim haben sehr hohen Nutzen https://hessen.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-und-pro-bahn-neue-bahnhoefe-in-pohlheim-haben-sehr-hohen-nutzen/ Der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und der Regionalverband Mittelhessen des Fahrgastverbandes PRO BAHN sprechen sich für die beiden neuen Bahnhaltepunkte in Hausen und Garbenteich aus. Durch den seit langem geforderten neuen Bahnhof in Hausen bei gleichzeitiger Verschiebung des Bahnhofs Garbenteich nach Süden können täglich rund 130 neue Fahrgäste gewonnen werden.

Dies ergab eine Untersuchung des renommierten Planungsbüros PTV, die kürzlich den Pohlheimer Stadtverordneten vorgestellt wurde. Durch den Umstieg auf die Bahn sparen die neuen Bahnkunden jährlich 271.000 Euro durch kürzere Reisezeiten und geringere Fahrkosten. Durch vermiedene Autounfälle und geringere Lärm- und Schadstoffbelastung entsteht so ein gesellschaftlicher Nutzen von 366.000 Euro pro Jahr, so dass sich die Investitionen innerhalb weniger Jahre bezahlt machen werden. Da sich durch die beiden neuen Bahnhaltepunkte auch die Fahrzeit auf der Strecke von Gießen nach Lich nur um eine Minute verlängern wird, haben die bisherigen Durchreisenden keinen nennenswerten Nachteil. Auch die Betriebskosten steigen laut Gutachten kaum an. Insgesamt hat die Untersuchung ergeben, dass der Nutzen 5,7 mal so hoch ist wie die Kosten der beiden Bahnhaltepunkte. „Der Nutzen-Kosten-Faktor von fast 6 ist für ein Neubauprojekt grandios“, bewertet VCD-Vorstand Patrik Jacob die hohe Rentabilität der Investition in die beiden neuen Bahnhaltepunkte. VCD und PRO BAHN verweisen auf andere Schienenprojekte, wie zum Beispiel den viergleisigen Ausbau der Main-Weser-Bahn, bei dem der Nutzen-Kosten-Faktor 1,67 beträgt und wo dennoch in großem politischen Konsens der Ausbau beschlossen wurde. Angesichts der hohen Rentabilität der neuen Bahnhaltepunkte erwarten die Fahrgastverbände, dass die Stadt Pohlheim und der Landkreis Gießen umgehend die Grundlagen für den Bau der beiden neuen Bahnhöfe beschließen. Damit könne zusammen mit dem von der Stadt Gießen geplanten Halt am Aulweg ein weiterer Beitrag dazu geleistet werden, dass die Fahrgastzahlen auf der Bahnstrecke zwischen Hungen und Gießen ansteigen.

Die geplante Reaktivierung der Horlofftalbahn mit dem Umsteigebahnhof Hungen sowie die Einbindung von Zugpaaren in den Fahrplan der Lahn-Kinzig-Bahn seien ein weiteres Indiz dafür, dass Wirtschaftlichkeit und Fahrgastzahlen auf der Bahnstrecke noch weiter steigen, so PRO BAHN-Regionalsprecher Thomas Kraft. Die neuen Bahnhöfe in Pohlheim seien auch ein erster Einstieg in die von der Stadt Gießen ins Spiel gebrachte Mittelhessen-S-Bahn, die in einem besseren Takt fahren soll.

Entscheidend für eine schnelle Umsetzung sei, dass sich der Landkreis und die Stadt Gießen in den Gremien des RMV sowohl für die beiden Bahnhaltepunkte, als auch den weiteren Ausbau der Bahnlinien stark machen, denn am Ende profitiere das ganze Gießener Land davon, wenn die Züge auf den Bahnlinien häufiger fahren und in allen Stadtteilen auf der Strecke halten. PRO BAHN und VCD verweisen auch darauf, dass derzeit die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf der Lahn-Kinzig-Bahn nur 80km/h beträgt, während die Züge auf der Vogelsbergbahn 120km/h fahren können. Durch sprintstärkere Züge und Erhöhung der Streckengeschwindigkeit ließen sich die Reisezeiten auf der Strecke trotz weiterer neuer Bahnhaltepunkte reduzieren. Entscheidende Voraussetzung sei dafür aber eine möglichst große Zustimmung im Pohlheimer Parlament für die weitere Planung.

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