VCD Hessen Nachrichten http://hessen.vcd.org de_DE VCD Hessen Wed, 18 May 2022 05:21:48 +0200 Wed, 18 May 2022 05:21:48 +0200 TYPO3 EXT:news news-10463 Sun, 15 May 2022 15:00:00 +0200 Kinderfahrraddemo "Kidical Mass" am 15. Mai /startseite/detail/kinderfahrraddemo-kidical-mass-am-15mai Die Kidical Mass soll Kindern Raum geben, in dem sie sicher und frei mit ihren Fahrrädern auf der Straße fahren können und als ECHTE Verkehrsteilnehmer*innen wahrgenommen werden. Gleichzeitig soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie Kinder durch das Fehlen von sicheren Wegen und die nur auf den Autoverkehr ausgerichtete Straßenaufteilung in ihrer Mobilität eingeschränkt werden.

Mehr Informationen gibt es auf der Kidical Mass-Webseite des ADFC Wiesbaden.

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news-10505 Sun, 15 May 2022 12:49:26 +0200 Praktisch und konkret – Ein Abend bunter und kreativer Aktionsideen im Maulbeergarten/Arheilgen mit Tobi Rosswog /startseite/detail/praktisch-und-konkret-ein-abend-bunter-und-kreativer-aktionsideen-im-maulbeergarten-arheilgen-mit-tobi-rosswog  

Es gibt viele Möglichkeiten das Thema Verkehrswende in die Öffentlichkeit zu bringen und Schritt für Schritt zu einer zukunftsfähigen Mobilität zu kommen. Dieser Abend voller bunter Bilder aus kreativen Aktionen soll einladen selbst aktiv zu werden und Banden zu bilden.

Ankommen ab 17 Uhr / Vortrag um 18 Uhr

Als Aktivist, freier Dozent, Autor und Initiator ist Tobi Rosswog für die sozial-ökologische Transformation unterwegs. Im Rahmen von “Cycling the Change” fährt er 3.000 km mit dem Rad quer durch Deutschland und macht dabei auch in Darmstadt Station.

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news-10477 Tue, 10 May 2022 15:42:48 +0200 VCD fordert ganzheitliches Mobilitätskonzept für Offenbach /startseite/detail/vcd-rhein-main-stadt-offenbach-sendet-falsches-signal Der VCD weist darauf hin, dass sowohl Firmen und Gewerbegebiete als auch
alle Seniorenheime und Orte der Freizeitgestaltung auf funktionierende und regelmäßige Angebote mit dem Nahverkehr angewiesen sind. Kurzfristiges Denken gelte es also zu vermeiden.
„Wir fordern den Offenbacher Magistrat auf, den städtischen ÖPNV-Deckel zu prüfen und neu zu bewerten“, so Henning Kühl vom VCD Offenbach. „Dies ist nicht nur aus Klimaschutzgründen geboten, sondern auch um in Offenbach die Daseinsvorsorge und Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten.“
„Für den geplanten Innovationscampus muss ein nachhaltiges Mobilitätskonzept erstellt werden“, so der VCD weiter. „Parkplätze in Fußballfeldgröße und eine Straße neu zu errichten, zählen nicht dazu!“
Stattdessen sollte die Verkehrsplanung und damit die Einsparziele in Offenbach ganzheitlich betrachtet werden. „Wir fordern Stadt und Investoren auf, alle Verkehrsteilnehmenden in den Blick zu nehmen und sich nicht allein auf Pkw-Anbindungen beim Ausbau zu fokussieren. Das ist das falsche Signal.“

 

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news-10448 Tue, 03 May 2022 15:42:21 +0200 Uns gehört die Straße – Kinder-Fahrraddemos in sechs hessischen Städten /startseite/detail/uns-gehoert-die-strasse-kinder-fahrraddemos-in-sechs-hessischen-staedten  

Am 14. und 15. Mai 2022 bringt das Kidical Mass Aktionsbündnis Familien
auf die Straße. In 180 Orten in ganz Deutschland, sechs davon in Hessen, finden unter dem Motto „Uns gehört die Straße“ Fahrraddemos für kinder- und fahrradfreundliche Städte und Gemeinden statt.

Der VCD Hessen unterstützt die Kidical Mass Veranstaltungen in Gießen, Marburg, Wiesbaden, Frankfurt und Offenbach personell und ideel vor Ort. Gemütlich werden wir eine Stunde und circa drei bis fünf Kilometer durch die Städte radeln. Die gemeinsamen Ziele sind allen Kindern und Jugendlichen Sicherheit und Selbständigkeit, ob mit dem Fahrrad, dem Roller, ob zu Fuß oder im Rollstuhl, auf hessischen Straßen zu gewähren. Dafür müssen wir uns sichtbar machen. Denn das aktuelle Straßenverkehrsrecht bevorzugt das Auto.

Anja Zeller, VCD-Landesgeschäftsführerin Hessen, fordert: „Unsere Jüngsten müssen sich frei und sicher auf hessischen Straßen bewegen können. Häufig gibt es dafür nicht genügend Raum. Zugestellte Fuß- und Radwege und durch Parkflächen beengte Straßen schränken die Verkehrssicherheit für Kinder ein. Um dies zu ändern, hat der VCD Hessen gemeinsam mit anderen Verbänden in Hessen ein Verkehrswendegesetz vorgeschlagen. Wir wollen, dass Verkehr in Zukunft ganzheitlich geplant wird und Klimaschutz und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden an erster Stelle stehen."


Alle Infos zum Volksbegehren Verkehrswendegesetz Hessen unter
www.verkehrswende-hessen.de

Pressekontakt: Anja Zeller
Verkehrspolitische Sprecherin VCD Hessen e.V.
E-Mail: anja.zeller@vcd-hessen.de
Mobil: 0157/52495659

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news-10422 Mon, 02 May 2022 07:18:11 +0200 Für ein Mobilitätsgesetz in Hessen - wir brauchen Ihre Unterschrift! /startseite/detail/fuer-ein-mobilitaetsgesetz-in-hessen-wir-brauchen-ihre-unterschrift  

Damit ein Volksbegehren in Hessen erfolgreich sein kann, werden vom Gesetzgeber im 1. Schritt 45.000 analoge Unterschriften von wahlberechtigten Hessinnen und Hessen verlangt. Deshalb sind wir derzeit im ganzen Land mit mobilen Sammelteams unterwegs und haben über 300 Sammelstellen eingerichtet: www.verkehrswende-hessen.de/sammelstellen


Lesen Sie unseren Gesetzesvorschlag unter www.verkehrswende-hessen.de/Ziele

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

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news-10387 Sat, 30 Apr 2022 15:00:00 +0200 Fahrraddemo auf der A661 - Protest gegen Riederwaldtunnel /startseite/detail/fahrraddemo-auf-der-a661-protest-gegen-riederwaldtunnel-1 Im Falle des Riederwaldtunnels kostet es ein wertvolles Biotop und die Lebensqualität tausender Frankfurterinnen und Frankfurter. Die Bauwerke für den Tunnel werden den Wald im Erlenbruch, mit seiner teils einzigartigen Flora und Fauna, zerstören. Der Autoverkehr soll, so prognostizieren es Berechnungen der Autobahnplaner, auf mehreren Verkehrsachsen, wie dem Ratsweg, dem Alleenring oder der Friedberger Landstraße, um mehr als 30 Prozent anwachsen. Im Beispielfall der schon heute hoch belasteten Friedberger Landstraße würde das eine Steigerung um 8.900 Kfz am Tag bedeuten.

Immer wieder wird behauptet, es sei zu spät den Bau zu stoppen. Das ist nicht richtig. Die Koalition im Bund kann das tun, aber sie braucht noch etwas Motivation für diese Entscheidung. Die Stadt Frankfurt sollte von ihr den Baustopp fordern, denn ist der Riederwaldtunnel einmal fertig, werden mit Eröffnung des Tunnels, voraussichtlich 2030, alle Erfolge bei der Minderung des städtischen Autoverkehrs und seiner negativen Folgen wieder auf NULL gesetzt werden.

Das wollen wir nicht hinnehmen. Deshalb gehen wir am Samstag, den 30.04.2022 mit insgesamt 35 Initiativen auf die Straße. Komm mit!

15 Uhr startet die Raddemo am Mainkai, weiter zur Grünen Lunge und über die A661 zum Erlenbruch.

Noch etwas Hintergrund: Mit seinem Urteil vom März 2021 hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt, dass der Gesetzgeber nicht hinter das Niveau dieses Klimaschutzabkommens von Paris zurückfallen darf. Damit hat es dem Klimaschutz faktischen Verfassungsrang verliehen (BVerfG, Beschluss vom 24. März 2021 – 1 BvR 2656/18 –, BVerfGE 157, 30-177, juris Rn. 212). Im Zusammenspiel mit der durch Art. 20a GG aufgegebenen Treibhausgasminderungslast besteht eine Verpflichtung bereits jetzt effektive Maßnahmen zur Minderung der Netto-Treibhausgasemissionen zu ergreifen, damit die Treibhausgasminderungslast nicht einseitig in die Zukunft verlagert wird (BVerfG, Beschluss vom 24. März 2021 – 1 BvR 2656/18 –, BVerfGE 157, 30-177, juris Rn. 192, 193).

Konkretisiert wird die verfassungsrechtlich gebotene Treibhausgasminderung durch die nationalen Klimaschutzziele. Diese werden u. a. in § 3 Abs. 1 und 2 Klimaschutzgesetz (KSG) formuliert und weiterhin in § 4 KSG durch jährliche Emissionsbudgets für einzelne Sektoren, u.a. den Sektor Verkehr, konkretisiert.
Da das Jahresemissionsbudget für den Verkehrssektor im vergangen Jahr bereits überschritten und die Klimaziele verfehlt wurden, kann die Zulassung weiterer klimaschädlicher Projekte vor dem Hintergrund des § 13 Abs. 1 Satz 1 KSG i.V.m. § 17 Abs. 1 Satz 4 FStrG nur dann erfolgen, wenn die klimaschädlichen Folgen durch entsprechende Vermeidungs- oder Ausgleichsmaßnahmen so weit wie möglich gemindert werden.

Dieses Gebot ist bei der Bauplanung für den Riederwaldtunnel nicht berücksichtigt worden.

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news-10415 Fri, 29 Apr 2022 15:16:37 +0200 VCD Hessen: Nach dem 9-Euro-Ticket muss das 365-Euro-Bürgerticket für alle Hessinnen und Hessen kommen /startseite/detail/vcd-hessen-nach-dem-9-euro-ticket-muss-das-365-euro-buergerticket-fuer-alle-hessinnen-und-hessen-kommen "Zugegeben, auch wir freuen uns auf einen fast kostenlosen Nahverkehr über die Sommermonate in ganz Deutschland", so Anja Zeller, verkehrspolitische Sprecherin des VCD Landesverbands Hessen. "Uns ist aber klar, dass es Mobilität nicht umsonst gibt." Deshalb fordern wir Bund und Land auf, mit der Nahmobilitätsförderung ab dem 1. September 2022 nicht wieder nachzulassen, sondern das lange angekündigte 365-Euro-Ticket als notwendigen zweiten Schritt in Hessen zügig einzuführen. Dazu braucht es mehr als kurzfristige Geschenke in Milliardenhöhe aus Berlin, sondern eine langfristig gesicherte finanzielle Ausstattung, die es Land, Kreisen und Kommunen ermöglicht, ein solches Ticket schnell anzubieten. Darüber hinaus darf in Hessen auch beim Ausbau des Angebots und der Infrastruktur nicht nachgelassen werden, sonst klappt es mit den Zielen, die Fahrgastzahlen merklich zu erhöhen, nicht.

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news-10410 Wed, 27 Apr 2022 15:30:40 +0200 Fahrraddemo gegen den Autobahnausbau /startseite/detail/fahrraddemo-gegen-den-autobahnausbau-2  

 

Im Falle des Riederwaldtunnels kostet es ein wertvolles Biotop und die Lebensqualität tausender Frankfurterinnen und Frankfurter. Die Bauwerke für den Tunnel werden den Wald im Erlenbruch, mit seiner teils einzigartigen Flora und Fauna, zerstören. Der Autoverkehr soll, so prognostizieren es Berechnungen der Autobahnplaner, auf mehreren Verkehrsachsen, wie dem Ratsweg, dem Alleenring oder der Friedberger Landstraße, um mehr als 30 Prozent anwachsen. Im Beispielfall der schon heute hoch belasteten Friedberger Landstraße würde das eine Steigerung um 8.900 Kfz am Tag bedeuten.

Immer wieder wird behauptet, es sei zu spät den Bau zu stoppen. Das ist nicht richtig. Die Koalition im Bund kann das tun, aber sie braucht noch etwas Motivation für diese Entscheidung. Die Stadt Frankfurt sollte von ihr den Baustopp fordern, denn ist der Riederwaldtunnel einmal fertig, werden mit Eröffnung des Tunnels, voraussichtlich 2030, alle Erfolge bei der Minderung des städtischen Autoverkehrs und seiner negativen Folgen wieder auf NULL gesetzt werden.

Das wollen wir nicht hinnehmen. Deshalb gehen wir am Samstag, den 30.04.2022 mit insgesamt 35 Initiativen auf die Straße. Komm mit!

15 Uhr startet die Raddemo am Mainkai, weiter zur Grünen Lunge und über die A661 zum Erlenbruch.

Noch etwas Hintergrund: Mit seinem Urteil vom März 2021 hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt, dass der Gesetzgeber nicht hinter das Niveau dieses Klimaschutzabkommens von Paris zurückfallen darf. Damit hat es dem Klimaschutz faktischen Verfassungsrang verliehen (BVerfG, Beschluss vom 24. März 2021 – 1 BvR 2656/18 –, BVerfGE 157, 30-177, juris Rn. 212). Im Zusammenspiel mit der durch Art. 20a GG aufgegebenen Treibhausgasminderungslast besteht eine Verpflichtung bereits jetzt effektive Maßnahmen zur Minderung der Netto-Treibhausgasemissionen zu ergreifen, damit die Treibhausgasminderungslast nicht einseitig in die Zukunft verlagert wird (BVerfG, Beschluss vom 24. März 2021 – 1 BvR 2656/18 –, BVerfGE 157, 30-177, juris Rn. 192, 193).

Konkretisiert wird die verfassungsrechtlich gebotene Treibhausgasminderung durch die nationalen Klimaschutzziele. Diese werden u. a. in § 3 Abs. 1 und 2 Klimaschutzgesetz (KSG) formuliert und weiterhin in § 4 KSG durch jährliche Emissionsbudgets für einzelne Sektoren, u.a. den Sektor Verkehr, konkretisiert.
Da das Jahresemissionsbudget für den Verkehrssektor im vergangen Jahr bereits überschritten und die Klimaziele verfehlt wurden, kann die Zulassung weiterer klimaschädlicher Projekte vor dem Hintergrund des § 13 Abs. 1 Satz 1 KSG i.V.m. § 17 Abs. 1 Satz 4 FStrG nur dann erfolgen, wenn die klimaschädlichen Folgen durch entsprechende Vermeidungs- oder Ausgleichsmaßnahmen so weit wie möglich gemindert werden.

Dieses Gebot ist bei der Bauplanung für den Riederwaldtunnel nicht berücksichtigt worden.

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news-10376 Sun, 24 Apr 2022 11:41:35 +0200 Fahrraddemo am 30. April, 15 Uhr /startseite/detail/fahrraddemo-am-30-april-15-uhr https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-protest-gegen-autobahnausbau-91495129.html

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news-10354 Tue, 19 Apr 2022 16:00:16 +0200 VCD informiert sich über Fußverkehr in Oberursel /startseite/detail/vcd-informiert-sich-ueber-fussverkehr-in-oberursel news-10336 Mon, 11 Apr 2022 22:13:00 +0200 DARMSTADT_SPEAKERS – Die Kultur öffnet Türen /startseite/detail/darmstadt-speakers-die-kultur-oeffnet-tueren news-10328 Mon, 11 Apr 2022 17:12:17 +0200 RMV hält ab Juni wieder in Farbwerke-Höchst: Gewinn für den Berufsverkehr /startseite/detail/gewinn-fuer-den-berufsverkehr Komfortable Bahnverbindungen sind ein wichtiger Baustein der Verkehrswende - gerade im täglichen Berufsverkehr. "Wir sind hocherfreut, dass der RMV die im Dezember 2021 weggefallenen Halte an der Station Frankfurt-Höchst Farbwerke wieder aufnimmt und damit eine Fehlentscheidung rückgängig macht", so Anja Zeller, politische Geschäftsführerin des VCD Hessen. Die Abschaffung der Halte hatte bei Pendlerinnen und Pendlern aus dem Raum Limburg, Bad Camberg und Idstein zur Verlängerung ihrer Reisezeiten um mindestens 10 Minuten geführt. Außerdem mussten sie kurz vor ihrem Ziel in die ohnehin vollen S-Bahnen der Linie S2 umsteigen, wie Till Schäfer vom Landesvorstand des VCD schon im Dezember bemängelte. Nicht nur aufgrund der aktuellen Pandemie, sondern auch hinsichtlich der allgemein stark ausgelasteten S-Bahnen im Berufsverkehr hielten wir dies für keine gute Lösung, so Schäfer weiter. "Es ist ein Gewinn für alle Pendlerinnen und Pendler, dass Mitte Juni die bewährten Halte am Industriepark Höchst wieder aktiviert werden und der Protest gewirkt hat."

Reisezeit und Komfort sind im Pendler- und Alltagsverkehr entscheidende Größen. Dass durch diese Halte maßgebliche Verspätungen entstehen können, sieht der VCD nicht. Es ist ohnehin vorgesehen ein leistungsfähigeres Überwerfungsbauwerk an den Farbwerken zur Pünktlichkeitssteigerung der S-Bahn zu errichten. "Wir fordern den RMV auf, Projekte aus dem Maßnahmenpaket S-Bahn Plus wie dieses dringend anzugehen, um auch das Verspätungspotential von S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet weiter zu reduzieren.”

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news-10274 Thu, 31 Mar 2022 21:40:15 +0200 Aktiventreff in Nidda /startseite/detail/aktiventreff-in-nidda-2 Wir laden alle Interessierten zum Aktiventreffen am Donnerstag, 07.04.2022 um 19:00 Uhr in Nidda in der Traube am Marktplatz statt. 

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news-10258 Tue, 29 Mar 2022 09:11:22 +0200 FahrRad! Fürs Klima auf Tour - VCD Jugendkampagne gestartet /startseite/detail/fahrrad-fuers-klima-auf-tour-vcd-jugendkampagne-gestartet Die Abhängigkeit vom Import fossiler Energien drastisch reduzieren, ist das Gebot der Stunde. Das gilt ganz besonders für den Verkehrsbereich. "Jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten, vor allem bei den täglichen Wegen wie etwa zur Schule", so Anja Zeller, Landesgeschäftsführerin des VCD in Hessen. Der VCD ruft mit der Kampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ bundesweit Jugendliche und ihre Eltern dazu auf, das Elterntaxi stehen zu lassen und stattdessen mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Alle mit dem Rad zurückgelegten Kilometer können auf der Webseite www.klima-tour.de gesammelt werden. Zum Ende des Aktionszeitraums im August 2022 gibt es tolle Preise zu gewinnen.

So funktioniert die Klimatour: Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren melden sich mit ihren Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien fortlaufend bis Ende August unter www.klima-tour.de an. Jeder erradelte Kilometer wird auf dem Online-Portal eingetragen. Das bringt die teilnehmenden Gruppen gleichzeitig auf einer virtuellen Tour durch Deutschland und Europa. An 18 Stationen auf der Online-Tour werden Fahrrad- und Klimathemen jugendgerecht präsentiert. Entlang der Route warten spannende Mitmachaktionen und Quizfragen. Für die Kombination aus richtigen Antworten und gesammelten Fahrradkilometern können als Hauptgewinn bis zu 500 Euro für die Gruppenkasse, eine Fahrradabstellanlage und weiteres Equipment für kommende Radausflüge gewonnen werden. Lehrkräfte und Jugendgruppenleiter finden auf der Webseite Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen aus den Bereichen Fahrrad, Klimaschutz und Mobilitätsbildung. Hier gehts zur Anmeldung: www.klima-tour.de/service/anmeldung

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news-10251 Fri, 25 Mar 2022 10:38:24 +0100 Mobil ohne Putins Öl /startseite/detail/mobil-ohne-putins-oel Es liegt nun an der motorisierten Mobilitätsgesellschaft, dass wir ohne fossile russische Energieträger auskommen. Dazu braucht es eines ebenso schnellen wie tiefgreifenden Strukturwandels, wobei wirksame Maßnahmen, auch unterstützt durch Corona, sofort einsetzen können.

Grundsätzlich gliedert sich motorisierte Mobilität in zwei Elemente:

  • Transport von Mensch und Ware

  • „angesagter“ Statuskonsum

Letzterer ließe sich beim doch so aufgeklärten Volk der Dichter und Denker unmittelbar und ohne sachlich zu rechtfertigende Verluste sofort einstellen: Flugtourismus, Schiffskreuzfahrten, der Betrieb von SUV und „Premium-Autos“. Tempo 100 kann jeder mündige Bürger problemlos einhalten. Hier gilt nun der ethische Grundsatz: Wer diese elementaren Regeln nicht einhält, gefährdet den Weltfrieden und bereichert sich auf Kosten aller Mitmenschen, die ihre Wohnung nicht mehr heizen und wirklich notwendige Transporte nicht mehr leisten können. Mobiler Statuskonsum ist höchst unmoralisch!

Nun zu den notwendigen Transporten, nur denen die nun verabschiedeten Subventionen auf teuren Sprit gelten. „Ich bin aufs Auto angewiesen“ lautet eine Standardthese. Zweifellos sind Rettungsdienste, Feuerwehr, mobile Pflege und Gehbehinderte auf Kraftfahrzeuge angewiesen. Aber rechtfertigt die längere Fahrzeit mit Fahrrad, Bus und Bahn zum Büro gleich die Autofahrt? Muss man sich regelmäßig „angesagte“ Konsumgüter vom Diesellaster anliefern lassen? Brauchen wir fürs Seelenheil dauernd neue Klamotten, Kaffeemaschinen oder gar Küchen- und Badeinrichtungen, wie die Prospekte im Briefkasten uns suggerieren? Oder investieren wir lieber in Kultur, Kunst, Bildung, Literatur? Denn geistige Mobilität kann motorisierte glatt ersetzen.

Kurzum: Nie war private Mobilität eine derartige Gewissensfrage wie jetzt. Bund, Länder und Kommunen können das Gewissen erleichtern, indem sie schnellstens die Angebote von Bus und Bahn erweitern, finanziert durch Kostenwahrheit. Anwohnerparken, Flug- und Schiffstreibstoffe etc. müssen ihre volkswirtschaftlichen Kosten fortan decken.

Es ist nun Aufgabe der zivilgesellschaftlichen Initiativen wie VCD und Umweltverbänden, die plötzlich so unvermeidbare Verkehrswende von der Konsumgesellschaft einzufordern. Gern mag die verantwortliche Politik, abhängig vom motorisierten Wahlvolk, uns den schwarzen Peter zuschieben. Aber gemacht werden muss es jetzt!

Denn eine aufgeklärte Zivilgesellschaft kommt ohne Putins Öl, Gas und Kohle aus.

 

 

 

 

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news-10234 Mon, 21 Mar 2022 06:59:08 +0100 Imperiale Elektro-Automobilität - Vortrag von Prof. Markus Wissen /startseite/detail/imperiale-elektro-automobilitaet-vortrag-von-prof-markus-wissen Zur Präsentation des Vortrags “Imperiale Elektro-Automobilität” von Professor Markus Wissen, den er bei der VCD Hessen Landesmitgliederversammlung am 12. März 2022 in Darmstadt gehalten hat ...

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news-10228 Fri, 18 Mar 2022 08:10:45 +0100 Der nächste Klimastreiktag ist auch Supersammeltag für das hessische Verkehrswendegesetz /startseite/detail/der-naechste-klimastreiktag-ist-auch-supersammeltag-fuer-das-hessische-verkehrswendegesetz Am Freitag, den 25. März ruft "Fridays for future" wieder zu Klima-Demonstrationen auf. Der VCD Hessen ist mit einem konkreten Anliegen dabei. „Wir haben zusammen mit anderen Verbänden einen Mobilitätsgesetzentwurf für Hessen erarbeitet“, so Landesgeschäftsführerin Anja Zeller. „Wir wollen damit den rechtlichen Rahmen für nachhaltige Mobilität für alle schaffen. In dem von uns vorgeschlagenen Gesetz soll kein Verkehrsmittel mehr bevorzugt werden, sondern Flächen und Mittel für alle Mobilitätsarten gerecht zur Verfügung stehen.“

Für das "Volksbegehren Verkehrswendegesetz Hessen" werden im ersten Schritt 50.000 Unterschriften von in Hessen Wahlberechtigten benötigt. Die Unterschrift kann nur analog abgegeben werden. Es gibt hessenweit über 270 Sammelstellen, außerdem sind mobile Sammelteams - wie am Klimastreiktag in Hanau und Frankfurt - unterwegs. Weitere Informationen und der Gesetzesvorschlag finden Sie unter: www.verkehrswende-hessen.de

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news-10191 Mon, 14 Mar 2022 16:34:02 +0100 Neuer Landesvorstand des VCD Hessen /startseite/detail/neuer-landesvorstand-des-vcd-hessen  

Wieder dabei sind: Sandra Laaz aus Marburg, Mathias Biemann aus Frankfurt, Andreas Henning aus Wiesbaden (nicht im Bild) und Schatzmeister Jörg Liermann aus Frankfurt (geschäftsführender Vorstand) sowie die Beisitzer:in Amata Schneider-Ludorff aus Fulda, Till Schäfer aus Hanau, Stephan Voeth aus Darmstadt, Wolfgang Sprick aus Waldems und (neu) Nils Kahl aus Butzbach. Werner Geiß war nach vielen Jahren ehrenamtlichen Engagements nicht mehr angetreten.

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news-10189 Mon, 14 Mar 2022 16:23:21 +0100 VCD begrüßt Vorzugsvariante Fulda-Gerstungen /startseite/detail/vcd-begruesst-vorzugsvariante-fulda-gerstungen 14.03.2022 Die frühzeitige Einbeziehung der Öffentlichkeit hat zum zweiten Mal in Hessen eine verkehrlich sinnvolle Variantenentscheidung herbeigeführt. Der VCD dankt insbesondere dem Land Hessen und der Deutschen Bahn für dieses ergebnisoffene und transparente Verfahren in einem umwelttechnisch und raumordnerisch anspruchsvollen Gebiet. „Wir befürworten solche planungsbegleitenden Dialoge zwischen Fachplanern, Fahrgast- und Umweltverbänden sowie Kommunen und Bürgerinitiativen“, so Till Schäfer vom Landesvorstand des VCD Hessen. „Der VCD wird das Projekt Fulda–Gerstungen weiterhin konstruktiv, aber fachlich kritisch zum Wohle der Region und aller Fahrgäste begleiten.“

Der Dialog zum Projekt FuldaGerstungen begann mit wenigen fachlich begründeten Vorgaben im Jahr 2018 auf dem vielzitierten „weißen Blatt“. Es gab – mit Ausnahme des Fernverkehrshalts im Raum Bad Hersfeld, der gesetzlichen und technischen Vorgaben und dem Anspruch durch die Fahrzeitkürzung mehr und schnellere Anschlüsse einzurichten – im Suchraum keine nicht plausiblen Begrenzungen. Mit der Neubaustrecke über Bad Hersfeld verkürzen sich nun nicht nur die Reisezeiten nach Frankfurt am Main, Erfurt und darüber hinaus. Es bietet sich die einmalige Chance, Bad Hersfeld zur Verkehrsdrehscheibe in Osthessen auszubauen und dort Fernverkehr, Regionalverkehr sowie Stadt- und Lokalbusse miteinander zu vernetzen. „Wir fordern die Aufgabenträger auf, dies im Rahmen der Projektumsetzung weiterzuverfolgen“, so Marc Lerch. „Der Deutschlandtakt muss zwingend als integrierte, gemeinschaftliche Planung von Fern-, Regional- und Güterverkehr gedacht und weiterentwickelt werden. Hierbei sind die hessischen Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr, also NVV und RMV, besonders gefordert.“
Nur eine solche integrierte Planung wird es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen im ländlichen Osthessen den öffentlichen Verkehr stärker zu nutzen, vorausgesetzt, der Bad Hersfelder Bahnhof kann aus der Region mindestens stündlich an allen Tagen der Woche mit Bahn und Bus erreicht werden.

Mit der Vorzugsvariante steht zwar die grobe Linienführung fest, die die DB in das Raumordnungs-verfahren einbringen wird. Die Arbeit im DB-Dialogforum ist damit aber noch lange nicht beendet. Der VCD Hessen wird auf die nutzerfreundliche Umgestaltung des Bad Hersfelder Bahnhofs drängen sowie auf weitere nötige Ausbauten im Knoten Fulda, um die Mehrverkehre bewältigen zu können. Die Ausbaulücke zwischen Kalbach (Ende der geplanten Neubaustrecke von Gelnhausen) und Langenschwarz in Norden (Anfang der geplanten Strecke nach Gerstungen) droht zu einem Engpass zu werden.

Der Deutschlandtakt sieht bislang zwar Fernzughalte in Bad Hersfeld vor, allerdings – wie auch in Gotha – nur zweistündlich bzw. mit wechselnden Zeitlagen. Aus Sicht des VCD Hessen sind auf der Gesamtachse von Fulda bis Erfurt weitere Maßnahmen nötig um die Fahrzeit so zu kürzen, dass beide Halte in einem zuverlässigen Stundentakt bedient werden und dadurch zum örtlichen ÖPNV zuverlässige Anschlüsse hergestellt werden können.

Weiteres Beschleunigungspotential sieht der VCD Hessen zwischen Ronshausen und Eisenach. Eine höhenfreie zweigleisige Einfädelung westlich von Hönebach sollte so konzipiert werden, dass eine spätere Verlängerung des Neubauabschnitts in Richtung Osten nicht verbaut wird.

Der Umbau des Knotens Erfurt Hauptbahnhof ist ein weiterer Baustein, um für die künftigen Schienenverkehre Fahrzeitkürzungen sowie eine höhere Pünktlichkeit zu erreichen.

Der VCD Hessen fordert die Bundes- und die Landespolitik in Thüringen auf, diese Maßnahmen endlich anzugehen. Erfurt wird als zentraler Knoten Mitteldeutschlands durch die Aus- und Neubaustrecke FuldaGerstungen weiter gestärkt, hat aber bislang ein dafür nur bedingt taugliches Gleisbild. Für Anwohner und Natur bietet die nun gewählte Vorzugsvariante großen Nutzen: Bad Hersfeld wird in Zukunft zwar weiterhin von allen Zügen durchfahren werden, doch durch das Neubauprojekt erhalten die angrenzenden Bebauungen zukünftig einen tags wie nachts sehr wirksamen Lärmschutz. Der VCD setzt sich überdies für sinnvolle Lärmentlastungsmaßnahmen auch an den Bestandsstrecken ein.

Der VCD fordert für die weiteren Planungsschritte:

  • Ausbau des Bahnhofs Bad Hersfeld zum regionalen Knoten mit barrierefreien Bahnsteigen, schnelleren Aus- und Einfahrten sowie der Möglichkeit die Strecke nach Niederaula zukünftig für den Schienenpersonenverkehr reaktivieren zu können und Züge von Bebra dorthin durchzubinden.

  • Ausbau des Knotens Fulda im Abschnitt Langenschwarz–Fulda–Kalbach unter Betrachtung der Ausweitung des Fern-, Güter- und Regionalverkehrs

  • Ausbau des Knotens Erfurt zur Vermeidung von Konflikten und zur Stabilisierung der Anschlüsse.

  • Prüfung der Möglichkeit für weitere abschnittsweise Aus- oder Neubaumaßnahmen zwischen Ronshausen und Eisenach

  • Ausbau des Lärmschutzes an der Bestandsstrecke für den zukünftig wachsenden Güterverkehr.

  • Intensivere Zusammenarbeit der hessischen Aufgabenträger NVV und RMV sowie des Landes Hessen bei der Planung der hessischen Verkehrsangebote, und der Umsetzung des Deutschlandtaktes als gemeinschaftlich Ziel für eine Verkehrswende

  • Ausstattung der Knotenbahnhöfe Bad Hersfeld und Schlüchtern mit leistungsfähigen Verknüpfungen zwischen Bestandsstrecken und Neubaustrecken, um bei Störungen und Baumaßnahmen sowie im planmäßigen Betrieb höhere Flexibilität und Fahrplanstabilität zu gewährleisten

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news-10178 Fri, 11 Mar 2022 08:36:43 +0100 VCD Hessen berät hessische Kommunen zu Lastenrad-Leihangeboten /startseite/detail/vcd-hessen-beraet-hessische-kommunen-zu-lastenrad-leihangeboten-1 Über 40 Lastenräder stehen dank des VCD Hessen zur kostenlosen Ausleihe in Hessen bereit, so in Frankfurt/Offenbach (www.main-lastenrad.de), in Darmstadt (www.heinerbike.de), in Fulda (www.allerleihrad.de) und in Alsfeld (https://vogelsberg-lastenrad.de). Leihlastenradsysteme funktionieren besonders gut in Kooperation mit dem Einzelhandel, der von diesem Angebot ebenfalls profitiert. Die Räder werden an festen Standorten (z.B. Supermärkten) ausgeliehen und zurückgebracht, die Ausleihe ist dabei über mehrere Tage möglich.

Handreichung für Kommunen und Ehrenamtliche

Der VCD Hessen hat nun eine Handreichung für Kommunen und ehrenamtlich Aktive erstellt, die wichtige Informationen zu Einrichtung und Betrieb von Leihlastenrad-Stationen zusammenfasst: Welche Fördermittel gibt es? Welche Lastenradmodelle eignen sich? Welche Software ist zu nutzen?
Außerdem gibt der VCD Hessen seine Erfahrungen auch im persönlichen Gespräch weiter und unterstützt Kommunen mit Rat und Tat, die ein solches Leihlastenradangebot einrichten wollen.

"Mit unserer Handreichung für Hessen können sich Interessierte einen Überblick verschaffen, welche Schritte nötig sind, um Lastenräder anzuschaffen, Fördermittel zu nutzen, Kooperationspartner zu finden, Leihstationen einzurichten und den Betrieb zu garantieren", so Anja Zeller, verkehrspolitische Sprecherin des VCD Hessen. "Wir beraten auch telefonisch oder kommen vor Ort vorbei."

Die Handreichung ist auf der Homepage des VCD Hessen zum Download zu finden oder kann zugesendet werden. Email: kontakt@vcd-hessen.de

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news-10171 Tue, 08 Mar 2022 14:28:36 +0100 Kostenloser Lastenrad-Verleih in deiner Kommune - so geht's! /startseite/detail/kostenloser-lastenrad-verleih-in-deiner-kommune-so-gehts Tipps, Tricks, die wichtigsten Links und Fördermöglichkeiten haben wir nun in einer “Handreichung” für die Städte und Gemeinden in Hessen zusammengetragen:

https://hessen.vcd.org/der-vcd-vor-ort/darmstadt-darmstadt-dieburg/handreichung-lastenradverleih/

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news-10163 Fri, 04 Mar 2022 18:43:06 +0100 Warum höhere Anwohnerparkgebühren sozialer und gerechter sind /startseite/detail/warum-hoehere-anwohnerparkgebuehren-sozialer-und-gerechter-sind-1 „Die Änderung im Straßenverkehrsgesetz ist ein wichtiger Schritt zu mehr Kosten- und Flächengerechtigkeit", konstatiert Anja Zeller, politische Geschäftsführerin des Verkehrsclub Deutschland, Hessen e.V. „Die bisherigen äußerst niedrigen Anwohnerparkgebühren haben meist nicht einmal die Verwaltungskosten gedeckt geschweige denn die wahren Kosten abgebildet, die das Parken von Pkws in unseren Städten und Gemeinden verursacht und damit zu einer ungerechten und unsozialen Verkehrspolitik beigetragen." Dass öffentlicher Straßenraum der Allgemeinheit entzogen und wie selbstverständlich als billige Autoabstellfläche angeboten wird, sei in Zeiten der Klimakrise und der damit verbundenen nötigen Verhaltensänderungen nicht mehr angemessen. Höhere Kosten fürs Parken könnten nun für alle, die ihr Auto nur wenige Male im Monat benutzen, Anreiz sein, es abzuschaffen, um auf Sharing-Angebote oder den Umweltverbund umzusteigen. Dies würde gleichzeitig Lücken für diejenigen auftun, die tatsächlich noch auf das Auto und einen Parkplatz angewiesen sind.
„In Städten wie Frankfurt am Main, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern hohe Gebühren für die Reinigung und Entwässerung des Straßenraums samt der Parkplätze abverlangen, gleichzeitig aber viele Haushalte ohne eigenen Pkw verzeichnen, war die bisherige Regelung schon lange nicht mehr vertretbar“, ergänzt Mathias Biemann, Sprecher der VCD Regionalgruppe Rhein-Main. Zukünftige Mehreinnahmen könnten hier für geringere Kosten für die Vielen sorgen.

„Wir fordern die 422 Kommunen in Hessen auf, bald Gebrauch von der neuen Freiheit zu machen und die Anwohnerparkgebühren sinnvoll anzupassen", Anja Zeller weiter. „Dafür liegen schon einige Modelle vor. Die Mehreinnahmen sollten die Bürgerinnen und Bürger an anderer Stelle entlasten und möglichst sichtbar in nachhaltige Mobilitätsangebote einfließen, beispielsweise in günstigere oder stabile ÖPNV-Tickets und den Ausbau der Rad- und Fußwegeinfrastruktur.“

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news-10122 Sun, 27 Feb 2022 18:25:46 +0100 Aktiventreff in Nidda /startseite/detail/aktiventreff-in-nidda-1 Wir laden alle Interessierten zum ersten Aktiventreffen im neuen Jahr am 03.03.2022 um 19:00 Uhr in Nidda in der Traube am Marktplatz statt. 

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news-10114 Wed, 23 Feb 2022 12:54:58 +0100 Vision Zero in Hessen nicht in Sicht /startseite/detail/vision-zero-in-hessen-nicht-in-sicht 23.02.2022 Auch wenn die Zahl der Personenschäden im Straßenverkehr so gering ist wie zuletzt 1951 (vgl. Pressemeldung des Statistischen Landesamts Hessen vom 23.2.22), so ist „Vision Zero“ (null Tote im Straßenverkehr) in Hessen nicht in Sicht. Gerade um die Sicherheit von allen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, ist es nicht gut bestellt. Wenn die Zahl der Verkehrstoten weiter gesunken ist, dann ist das u.a. auf zurückgegangenen Autoverkehr durch Corona zurückzuführen, aber auch darauf, auf welche Verkehrsteilnehmenden man seinen Blick richtet. Ein neues Framing ist an dieser Stelle überfällig.

In vielen Kommunen steigt der Anteil des Rad- und Fußverkehrs. Dies ist aus vielen Gründen wünschenswert. Doch steigt die Verkehrssicherheit bei dieser Gruppe der Verkehrsteilnehmenden nicht mit. Im Gegenteil. Sie verringerte sich zuletzt, etwa in Frankfurt am Main.
Die Sicherheit für die vielen unterschiedlich Mobilen in dicht besiedelten Gebieten lässt sich nur durch die Senkungen von Geschwindigkeiten, gut einsehbaren Kreuzpunkten, breiten und getrennten Flächen für Zufußgehende, Radfahrende und Pkw-Nutzende erreichen. Solange Gehwege zur Hälfte als Parkflächen für Autos dienen dürfen, ist dies beispielsweise nicht der Fall.

Es hängt also am Platz, den wir zur Verfügung stellen, wer sich mit wem und mit wie viel Abstand begegnen kann. Dieser Abstand ist – in Verbindung mit dem Tempo – entscheidend, ob „Vision Zero“ auch für Zufußgehende und Radfahrende erreichbar ist.

Die mangelnde Sicherheit im Fußverkehr geht im Übrigen besonders zulasten von Kindern und Senioren, die hier überrepräsentiert sind (vgl. Masterplan Mobilität Frankfurt). Auch Frauen sind gefährdeter als Männer, da sie am Tag mehr Wege zurücklegen.

Nicht zuletzt sollten die Spät- und Langzeitfolgen aller Verletzten untersucht und zukünftig in Statistiken berücksichtigt werden. Personen, die nach der 30-Tages-Frist an Unfallverletzungen sterben, werden beispielsweise nicht mehr als Verkehrstote gerechnet.

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news-10097 Fri, 18 Feb 2022 11:06:13 +0100 Volksbegehren zur Verkehrswende - Viele neue Sammelstellen in Gießen eingerichtet /startseite/detail/volksbegehren-zur-verkehrswende-viele-neue-sammelstellen-in-giessen-eingerichtet In ganz Hessen hat sich ein breites Bündnis verkehrs- und umweltpolitischer Verbände und Initiativen zusammengefunden, um gesetzliche Mindeststandards für die Stärkung  des „Umweltverbundes“ aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Rad- und Fußverkehr zu schaffen, soweit das Land hierfür verantwortlich ist. Aktive Träger des Volksbegehrens, eines in der hessischen Landesverfassung vorgesehen Elements der Bürgerbeteiligung, sind im Landkreis Gießen die Kreisverbände des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und des  Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sowie der Regionalverband Mittelhessen des Fahrgastverbandes PRO BAHN.

Ziel des Gesetzentwurfs ist es, die „Mobilität in Hessen … bis 2030 umwelt- und sozialverträglich, klimaneutral, verkehrssicher und durchgängig barrierefrei“ zu gestalten. Es gelte, auch im ländlichen Raum attraktive Alternativen zum Auto zu schaffen. Dazu gehören ein hessenweites Radwegenetz ebenso wie die Stärkung des Öffentlichen Verkehrs durch ein flächendeckendes Liniennetz, kürzere Fahrzeiten und höhere Taktfrequenzen. In Stadt und Land sollen u.a. breitere Gehwege und sichere Straßenüberquerungen die Verkehrssicherheit erhöhen. Das gilt ganz besonders für alle Schulwege.

Das Volksbegehren wurde in Gießen im Dezember 2021 in der Agenda-21-Gruppe „Nachhaltige Mobilität“ vorgestellt. Seither wurde eine große Zahl neuer Sammelstellen eingerichtet, in denen Unterschriftenbögen ausliegen und ausgefüllt zurückgenommen werden. Zu beachten ist, dass nur der Originalvordruck benutzt und nur von und für jeweils eine Person ausgefüllt werden darf. Die notwendige Bescheinigung des Stimmrechts wird durch Beauftragte des Trägerkreises für das Volksbegehren bei der Stadt Gießen oder in der jeweiligen Kreisgemeinde eingeholt.

Sammelstellen in Gießen sind die Fahrradgeschäfte in der Kernstadt MF-Bikes, Switch-Bike und  Reiner Bike, Klatschmohn-Naturkost, die Buchhandlung Uptodate (Wilson-/Ecke Liebigstraße), der AStA der Justus-Liebig-Universität, das Café Klein-Paulsen  im Tannenweg  sowie die „Kü-Ché“ in der „Anschlussverwendung“ in der Grünberger Straße (Nähe Licher Gabel). Abgabestellen für ausgefüllte Bögen gibt es auch in Lollar und Buseck.

Adressen und Öffnungszeiten aller Sammelstellen finden sich im Internet unter verkehrswende-hessen.de, ebenso alle stets aktuellen Informationen zur Verkehrswende. Wer keinen Zugang zu einer der Sammelstellen oder zu Organisationen des Trägerkreises hat, kann Unterschriftenbögen auch online anfordern und sich zusenden lassen. 

Die Aktiven wollen im Frühjahr wieder verstärkt auf den Straßen präsent sein und die Menschen für ihr Anliegen begeistern. Sie gehen davon aus, dass die für die Zulassung des Volksbegehrens notwendige Anzahl von ca. 45.000 Unterschriften deutlich überschritten wird. Je mehr Menschen sich beteiligen desto besser. Der Trägerkreis ruft daher dazu auf, diese Informationen an alle Interessierten weiterzugeben.

Wer das Volksbegehren im Raum Gießen über seine oder ihre Unterschrift hinaus unterstützen möchte, sende eine E-Mail an das folgende Postfach Verkehrswende-hessen.gi@gmx.de

 

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news-10071 Sun, 13 Feb 2022 17:28:59 +0100 RMV Vergabe verhindert Barrierefreiheit im Kinzigtal /startseite/detail/rmv-vergabe-verhindert-barrierefreiheit-im-kinzigtal 13.02.2022 Am Freitag hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Vergabe der Verkehrsleistungen für die Kinzigtalbahn zwischen Frankfurt, Fulda und Bebra für den Zeitraum vom 14. Dezember 2025 bis zum 8. Dezember 2040 vergeben. Diese Vergabe sieht neue Fahrzeuge vor, für die auch eine Wiedereinsatzgarantie für die anschließende Vertragsperiode nach 2040 versprochen wird. Daher ist davon auszugehen, dass die neuen Doppelstockzüge „Coradia Stream HC“ vom französischen Hersteller ALSTOM bis Mitte der 2050er Jahre zum Einsatz kommen werden.

Till Schäfer, Mitglied im Landesvorstand des VCD Hessen, kritisiert: „Trotz gesetzlicher Vorgaben und aktiven Engagements der Kommunen Hanau, Rodenbach, Langenselbold, Hasselroth und Gelnhausen wird Barrierefreiheit für die Fahrgäste damit verhindert. Ein stufenloses Einsteigen ist erst in den 2050er Jahren erwartbar, wenn der RMV nicht zeitig reagiert.“

Konkret sind es die folgenden Punkte des Angebots ab 2025 im Kinzigtal, die dem VCD Hessen negativ aufgefallen sind:

  • Zentrales Problem ist die damit auch in Zukunft mangelnde Barrierefreiheit: Die Einstiegshöhe der neuen Züge von 60 cm sorgt keineswegs dafür, dass „an den meisten Bahnhöfen ein barrierefreier Einstieg möglich ist“, sondern in Wahrheit dauerhaft nur zwischen Hünfeld und Bebra, da dort die heutige und zukünftige Bahnsteighöhe nahezu ebenerdig bei 55 cm liegt. Im Kinzigtal hingegen werden die Bahnsteige auf 76 cm erhöht. Barrierefreiheit ist also nur dort zu erwarten, wo es sie heute schon gibt.

  • Dass Barrierefreiheit mit der aktuellen Vergabe nicht der Fall sein wird, ist umso unverständlicher vor dem Hintergrund, dass die Kommunen im Rahmen des „Dialogprozesses zur Aus- und Neubaustrecke Hanau–Fulda“ beim Bundestag erfolgreich barrierefreie Bahnsteige samt Zugängen eingefordert haben. Der VCD hat diese sinnvolle Forderung stets unterstützt und dankt daher den Kommunen im Main-Kinzig-Kreis, solch maßvolle und fachlich begründete Wünsche im Rahmen des „Bedarfsplanumsetzungsgesetzes“ eingebracht zu haben. Stufenfreiheit dient nicht nur Rollstuhlfahrern, sondern auch Reisenden mit Kindern oder schwerem Gepäck, Rädern oder mit sonstigen Einschränkungen. Insbesondere in einer alternden Gesellschaft spielt dies eine immer entscheidendere Rolle. Der RMV war an dem Dialogprozess beteiligt und kennt den Wunsch der Kommunen nach Barrierefreiheit. Zu Barrierefreiheit kann es zukünftig aber nur kommen, wenn passende Fahrzeuge eingesetzt werden.

  • Das Zugangebot wird reduziert. Die meisten RE5-Züge sind im Fahrplan nicht mehr enthalten. Fahrzeitkürzungen der RE50-Züge sowie die leichte Erhöhung der Sitzplätze kompensieren hier die markante permanente Angebotskürzung nicht. Nicht mal die im Rahmen des „Dialogprozesses zur Aus- und Neubaustrecke Hanau–Fulda“ versprochenen werktäglichen Halbstundentakte des RE50 und der RB51 finden sich außerhalb der ohnehin bestehenden Verstärkerfahrten. Und dies auf einer der Verkehrsachsen mit den höchsten zu erwartenden Fahrgastzuwächsen.

  • Durch die neuen Zeitlagen entstehen in Hanau, Gelnhausen, Flieden, Fulda und in Bebra teilweise erheblich längere Umsteigezeiten. Flieden ersetzt dabei den heutigen „30er Knoten“ des RE50 mit der RB53. Genau hier wäre aber eine Verbesserung dringend erforderlich.

  • Mit Verlegung des Endpunkts der Linie RB53 von Schlüchtern nach Flieden entstehen für den Fahrgast nicht nur längere Reisezeiten aus dem Sinntal in die Kreisstadt Gelnhausen, sondern auch höhere Fahrpreise. Hintergrund für diese Verschlechterung ist die Überlastung der Strecke.

Die Forderungen des VCD Hessen:

  • Dringend mit DB Regio als Betreiber und Besteller der Fahrzeuge und ALSTOM als Fahrzeughersteller eine Umbestellung durchführen, damit mindestens ein Wagen pro Zugteil wirklich barrierefrei für die vorhandenen und neuen 76 cm-Bahnsteige gebaut wird.

  • Die Einbindung der Fahrgastverbände in eine aktive gemeinsame und langfristige Verkehrsangebotsplanung sowie eine öffentliche Fahrgastbeteiligung bei Aufstellung von neuen Jahresfahrplänen. Dies ist heutzutage von vielen progressiveren Bestellern zwischen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg bereits gang und gäbe.

  • Das Land Hessen und auch die anderen Gesellschafter müssen sich stärker ihrer Aufgabe der Kontrolle und Aufsicht über den Rhein-Main-Verkehrsverbund bewusst werden und dies aktiver umsetzen.

  • Der RMV muss konkret darlegen, wie er durchgehende Barrierefreiheit erreichen will. Besondere Probleme stellen dabei das Aufeinandertreffen der abweichenden Einstiegshöhen von S-Bahn, Regionalverkehr im ländlichen Raum und auf Hauptstrecken sowie die Mischnutzungen durch der Regionaltangente West dar. All das sind Themen, die bei Aufnahme der Geschäftstätigkeit des RMV bekannt waren und zu denen bis heute keine fachlich plausible Lösung vorliegt, obwohl das Personenbeförderungsgesetz eine generelle Umsetzung mit begründeten Ausnahmen bis zum 1. Januar 2022 vorsah.
    Die Fahrverbindung von Sinntal nach Gelnhausen darf auch beim Umweg über Flieden nicht teurer tarifiert werden als der heutige, direktere Weg. Der RMV muss sich zusätzlich dafür einsetzen, die Engpässe in Fulda zu beheben, so dass die Linie RB53 (wenn sie schon nicht mehr nach Schlüchtern fahren darf) wenigstens Fulda umsteigefrei erreicht.

  • Die Ausweitung des RE5 mit einem systematischen Zweistundentakt. Bei Fertigstellung von Teilabschnitten der Aus- und Neubaustrecke Hanau–Fulda kann der RE5 jene Abschnitte mitbenutzen, um die Fahrzeiten zwischen Frankfurt, Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern und Fulda zu verkürzen. Die Vorzugsvariante IV mit der Führung über Schlüchtern ermöglicht es, die ehemalige Kreisstadt einzubinden und von hier aus deutlich schnellere Fahrten anzubieten.
    Sobald der Ausbau es ermöglicht, sollten neue Fahrplanlagen für kürze Umsteigezeiten in den Bahnhöfen von Hanau, Gelnhausen, Flieden und Fulda angestrebt werden.

  • Durchbindung des RE50 über den Flughafen nach Wiesbaden mit Inbetriebnahme der „Wallauer Spange“, um Osthessen an den Flughafen und die Landeshauptstadt anzubinden.

     

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news-10027 Fri, 11 Feb 2022 07:30:00 +0100 Der VCD in Offenbach zum Winter Bike to Work Day /startseite/detail/der-vcd-in-offenbach-zum-winter-bike-to-work-day Mit Kaffee, Tee und frischen Brezeln erwarten Euch VCD Hessen und Radentscheid Offenbach am “Internationalen Winter Bike to Work Day” auf dem Mainradweg in Offenbach, nähe Hafen 2.

Wir wollen uns für ganzjähriges Radeln und Radpendeln bedanken und Unterschriften für das Verkehrswendegesetz in Hessen sammeln.

Kontakt per E-Mail: kontakt@vcd-hessen.de

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news-10064 Thu, 10 Feb 2022 16:56:58 +0100 Unterwegs auf Fahrradstraßen in Frankfurt /startseite/detail/unterwegs-auf-fahrradstrassen-in-frankfurt  

Trotz frischer Temperaturen waren wir am 10. Februar 2022 mit Studierenden des Geographischen Instituts der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität in Frankfurt-Bockenheim  unterwegs, haben das kostenlose Leihlastenradsystem “Main-Lastenrad” vorgestellt, das wir zusammen mit Alnatura betreiben, und die fahrradfreundlichen Maßnahmen in der Schlossstraße und im Oeder Weg besichtigt. Mathias Biemann zeigt, wie kleine infrastrukturelle Veränderungen Pkw-Parken auf dem Radweg für immer verhindern können. Dass die "Türzone" ein Abstandhalter zum Auto ist und nicht der Schutzstreifen für Radfahrende, das haben heute sicherlich alle behalten.

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news-10059 Wed, 09 Feb 2022 18:09:08 +0100 Warum höhere Anwohnerparkgebühren sozialer und gerechter sind /startseite/detail/warum-hoehere-anwohnerparkgebuehren-sozialer-und-gerechter-sind „Die Änderung im Straßenverkehrsgesetz ist ein wichtiger Schritt zu mehr Kosten- und Flächengerechtigkeit", konstatiert Anja Zeller, politische Geschäftsführerin des Verkehrsclub Deutschland, Hessen e.V. „Die bisherigen äußerst niedrigen Anwohnerparkgebühren haben meist nicht einmal die Verwaltungskosten gedeckt geschweige denn die wahren Kosten abgebildet, die das Parken von Pkws in unseren Städten und Gemeinden verursacht und damit zu einer ungerechten und unsozialen Verkehrspolitik beigetragen." Dass öffentlicher Straßenraum der Allgemeinheit entzogen und wie selbstverständlich als billige Autoabstellfläche angeboten wird, sei in Zeiten der Klimakrise und der damit verbundenen nötigen Verhaltensänderungen nicht mehr angemessen. Höhere Kosten fürs Parken könnten nun für alle, die ihr Auto nur wenige Male im Monat benutzen, Anreiz sein, es abzuschaffen, um auf Sharing-Angebote oder den Umweltverbund umzusteigen. Dies würde gleichzeitig Lücken für diejenigen auftun, die tatsächlich noch auf das Auto und einen Parkplatz angewiesen sind.
„In Städten wie Frankfurt am Main, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern hohe Gebühren für die Reinigung und Entwässerung des Straßenraums samt der Parkplätze abverlangen, gleichzeitig aber viele Haushalte ohne eigenen Pkw verzeichnen, war die bisherige Regelung schon lange nicht mehr vertretbar“, ergänzt Mathias Biemann, Sprecher der VCD Regionalgruppe Rhein-Main. Zukünftige Mehreinnahmen könnten hier für geringere Kosten für die Vielen sorgen.

„Wir fordern die 422 Kommunen in Hessen auf, bald Gebrauch von der neuen Freiheit zu machen und die Anwohnerparkgebühren sinnvoll anzupassen", Anja Zeller weiter. „Dafür liegen schon einige Modelle vor. Die Mehreinnahmen sollten die Bürgerinnen und Bürger an anderer Stelle entlasten und möglichst sichtbar in nachhaltige Mobilitätsangebote einfließen, beispielsweise in günstigere oder stabile ÖPNV-Tickets und den Ausbau der Rad- und Fußwegeinfrastruktur.“

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news-10051 Tue, 08 Feb 2022 08:10:36 +0100 Kolumne: Gemeines Gemeinwohl /startseite/detail/kolumne-gemeines-gemeinwohl Steuern dienen dem Gemeinwohl, deswegen werden sie von allen Steuerpflichtigen erhoben, denn sie kommen ja auch in den Genuss gemeinnütziger Leistungen. Für spezifische Leistungen für spezifische Nutzerinnen und Nutzer erhebt die öffentliche Hand hingegen spezifische Abgaben, also keine Steuern. Ergo auch für Autobesitzerinnen und Autobesitzer, denen in den Kommunen die meisten Flächen des öffentlichen Raumes exklusiv vorbehalten sind, fürs Fahren und Parken.

Aber nur im benachbarten Europa: Dort werden kostengerechte Anliegerparkgebühren erhoben, mitunter auch Maut. Bislang nicht so im Autoparadies Deutschland, wo Kommunen eben keine Kraftfahrzeug- und Mineralölsteuer erhalten, um die besonderen Kosten des örtlichen Autoverkehrs zu decken. Wo zudem Kommunen immer noch keine „Begegnungszonen“ zur gleichberechtigten Nutzung des öffentlichen Raumes – ohne Vorteil fürs Auto – einrichten können.

Neuerdings dürfen auch deutsche Kommunen Anliegerparkgebühren erheben. Zaghaft tun manche Großstädte dies: In Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden sind ganze 120 Euro p.a. vorgesehen. Die angrenzenden Kommunen im Speckgürtel, wo die Autobestandsdichte noch viel höher ist, drücken sich weiterhin. Dient hier der Autoverkehr trotz aller Klima- und Umweltschäden dem Gemeinwohl? Müssen deshalb die wenigen nicht motorisierten, ergo mündigen Bürgerinnen und Bürger, die Steuern zahlen, den fast gänzlich vom Autoverkehr beanspruchten öffentlichen Raum mitfinanzieren, wiewohl sie ihn zu Fuß und radelnd kaum noch nutzen dürfen?

Anscheinend. Ein konservativer Speckgürtel-Stadtrat beklagt den enormen „Parkdruck“, an dem die automobile Bevölkerung (680 Autos je 1000 Einwohner) so bitter leidet. Eine junge, unerfahrene Politesse, die Knöllchen wegen Parkens auf dem Gehweg verteilte, wurde rüde zurechtgewiesen. Der Bürgermeister entschuldigte sich bei den betroffenen Autohaltern, denen das Strafgeld erstattet wurde. Die örtliche Polizeibehörde hat wenig Verständnis für geschädigte unmotorisierte Verkehrsteilnehmer. Selbst unschuldig schwer verletzte Radlerinnen und Radler werden der Unfallstatistik vorenthalten.

Ist doch absurd! Bund und Land sollten endlich Kostenwahrheit im Verkehr gesetzlich verankern und eine kostengerechte Parkraumbewirtschaftung vorschreiben. Mit der kommunalen Verkehrskostenrechnung der Uni Kassel gibt es dazu das ideale Instrument. Andernfalls könnte die im angrenzenden Europa bewährte „Begegnungszone / Zone de Rencontre“ eine gleichberechtigte Nutzung des öffentlichen Raumes gewähren: Hier ist der neue Verkehrsminister in der Pflicht.

Liebe Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker: Auch schädliche Mobilitätsgewohnheiten einer überwältigenden Mehrheit des Wahlvolks dienen nicht dem Gemeinwohl. Deshalb ist unter Nachweis der Kostenwahrheit zuweilen Durchregieren gerechtfertigt.

Euer Werner Geiß

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