VCD Hessen Nachrichten http://hessen.vcd.org de_DE VCD Hessen Thu, 13 Jun 2024 18:11:54 +0200 Thu, 13 Jun 2024 18:11:54 +0200 TYPO3 EXT:news news-15202 Mon, 10 Jun 2024 11:45:08 +0200 Main-Weser-Bahn: Was bedeutet der Ausbau des Güterverkehrs für den Personenverkehr? /startseite/detail/main-weser-bahn-was-bedeutet-der-ausbau-des-gueterverkehrs-fuer-den-personenverkehr Lerch brachte Informationen mit, die den weiteren Ausbau der Main-Weser-Bahn immer notwendiger erscheinen lassen: "Die Bahn plant die Generalsanierung wichtiger Strecken. 2026 ist die rechte Rheinstrecke zwischen Wiesbaden und Koblenz an der Reihe, auf der sehr viel Güterverkehr stattfindet. Wenn diese Strecke gesperrt ist, muss der Verkehr über andere Strecken umgeleitet werden." Dazu werden die Umleitungsstrecken in hoch belasteten Abschnitten zu "temporär überlasteten Schienenwegen (TÜLS)" erklärt, wozu auch der Abschnitt Friedberg – Gießen gehört. Um mehr Kapazitäten für Güterzüge zu schaffen, schränkt man hier dann die Anzahl der Nahverkehrszüge ein. Konkret bedeutet dies nach den Informationen der DB InfraGo für die voraussichtlich fünfmonatige Dauer der Sanierung, dass die Regionalbahnen (RB) in der Hauptverkehrszeit auf einen Stundentakt und in der Nebenverkehrszeit auf einen Zweistundentakt reduziert werden. Für die kleinen Halte an der Main-Weser-Bahn, die bisher unter der Woche meist alle 30 Minuten bedient werden, reduziert sich das Angebot hierdurch um 50 bis 75%! Im Landkreis Gießen betrifft das die Bahnhöfe in Großen Linden und Langgöns, im Wetteraukreis Kirch-Göns und Ostheim. Der Fernverkehr, die schnellen RE-Züge nach Kassel und Siegen sowie der Mittelhessenexpress sollen wie bisher verkehren. VCD und Pro Bahn & Bus  begrüßen die Sanierungsplanungen der Bahn und den Ausbau des Güterschienenverkehrs: „Sie sind Voraussetzung, um mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Die Verbände sind sich auch darin einig, dass vorübergehende Einschränkungen, die durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen nicht adäquat ausgeglichen werden können, unvermeidbar sind. Allerdings fordern wir, dass während der Bauzeit die kleinen Stationen mindestens stündlich bedient werden.“
Nach Ansicht der Verbände zeigen die Auswirkungen der Sanierungsarbeiten aber auch, was geschieht, wenn die Main-Weser-Bahn nicht durchgehend von Gießen bis Frankfurt viergleisig ausgebaut wird. Im Zuge des Ausbauprojekts Hagen – Siegen – Gießen – Hanau wird die Deutsche Bahn in den nächsten Jahren die Strecke nämlich für lange und große Güterzüge ertüchtigen, die Planungen dazu laufen bereits. Allerdings soll es nur zusätzliche Überholgleise geben, neue Streckengleise sind nicht geplant. Ist der Ausbau erst abgeschlossen, werden mehr Güterzüge durch Mittelhessen unterwegs sein und den Nahverkehr dann dauerhaft einschränken, so die Befürchtungen von VCD und Pro Bahn & Bus. „Es ist absehbar, dass der derzeitige Bedienungsstandard im Personenverkehr insgesamt und vor allem an den kleineren Bahnhöfen wie Linden und Langgöns bei weiter steigendem Güterverkehr dauerhaft nur durch den vierspurigen Ausbau zwischen Gießen und Friedberg aufrecht erhalten werden kann,“ so Dietmar Jürgens vom Vorstand des VCD-Kreisverbandes. Die Verbände wollen die politisch Verantwortlichen in der Region nun ansprechen und ihnen die notwendigen  Hintergrundinformationen vermitteln.

]]>
news-15194 Fri, 07 Jun 2024 06:35:03 +0200 Wiesbaden: VCD und ADFC demonstrieren am 13. Juni für mehr Verkehrssicherheit /startseite/detail/wiesbaden-vcd-und-adfc-demonstrieren-am-13-juni-fuer-mehr-verkehrssicherheit Am dritten Samstag im Juni findet alljährlich der Tag der Verkehrssicherheit statt. An diesem Tag geht es überwiegend um Verkehrserziehung und Appelle zu mehr Rücksichtsnahme - aber weniger um politische Forderungen. Im letzten Jahr wurden 25.430 Menschen auf Hessens Straßen verletzt. Auch wenn Meldungen über die Unfallstatistik den Rückgang der Toten und Schwerverletzten feiern, gab es an jedem zweiten Tag im Jahr einen Verkehrstoten in Hessen. Hinter diesen Zahlen steht nicht nur das Schicksal des Einzelnen, sondern auch der betroffenen Familien, von Rettungskräften und Unfallverursachern.

Mehr als ein Drittel aller Unfälle mit Verletzten passierten 2023 innerorts auf Gemeindestraßen. Mit der Novelle des Straßenverkehrsgesetzes wollte der Bundestag den Kommunen mehr Spielraum geben, um gezielt Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit - wie Einführung Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsstraßen. Im Bundesrat fand diese Novelle aber nicht die nötige Mehrheit weil sie von den unionsgeführten Bundesländern - also auch Hessen - abgelehnt wurde.

Mit einer Aktion am Do. 13. Juni von 17-18 Uhr am Dernsches Gelände fordern ADFC und VCD die neue Landesregierung auf ihren Widerstand gegen die Novelle des Straßenverkehrsgesetzes aufzugeben. Wer dieses Anliegen unterstützt, ist eingeladen zu kommen.

]]>
news-10651 Thu, 06 Jun 2024 10:00:00 +0200 29. und 30. Juni: Rheingauviertel wird für ein Wochenende zum Superblock /startseite/detail/superblock-wochenende-im-rheingauviertel Stadtstraßen sind nicht nur Verkehrswege. Sie sind auch Raum für Begegnung und Aufenthalt von Menschen. Doch in Wohnquartieren haben parkende Autos und Verkehrsflächen diese Funktion immer mehr zurückgedrängt. In Barcelona hat man innerhalb von Wohnblöcken die Straßen für die Menschen zurückgewonnen, indem durch Einbahnstraßenführungen der Durchgangsverkehr herausgenommen wurden oder Straßen ganz autofrei wurden. Wien und Berlin haben dieses Vorbild der “Superblocks” übernommen.

Am Wochenende 29. und 30. Juli ist im Rheingauviertel zu erleben, wie autofreie/autoarme Straßen genutzt werden können.  Die Initiative Superblock im Rheingauviertel organisiert dann ein Superblock-Wochenende. Am Sonntag gibt es das mittlerweile bereits tradionelle Frühstück auf der Straße – eine lange Tafel an der sich die Bewohner der Nachbarschaft treffen.

 

 

 

 

]]>
news-15182 Wed, 05 Jun 2024 17:39:54 +0200 Ausbau der A5 – technisch machbar – für Mensch und Umwelt eine Katastrophe /startseite/detail/ausbau-der-a5-technisch-machbar-fuer-mensch-und-umwelt-eine-katastrophe Warum das Bundesverkehrsministerium an einer Idee festhält, die aus der Zeit gefallen ist und keine Akzeptanz vor Ort findet, blieb bis heute ein Geheimnis. „Was in den mehr als 500 Seiten der Studie steht, wird die alte Leier sein“, befürchtet Anja Zeller vom hessischen Landesverband des Verkehrsclub Deutschland. Die Verkehrszahlen der Gegenwart werden ohne Rücksicht auf veränderte Arbeitsweisen, Fortschritt und Zukunft hochgerechnet. Heraus kommt eine gut 75 Meter breite Asphaltpiste, auf der noch mehr Lärm, noch mehr Feinstaub und noch mehr Abgase in die Vorgärten der Menschen entlang der A5 emittiert werden. Wie mit dem Riederwaldtunnel, der 30 Prozent mehr Autos von Osten in die Stadt pumpen wird, soll der Autoverkehr gezielt auch im Westen der Stadt steigen.
Statt entlang der A5 den Schienen- und Nahverkehr zu stärken und attraktive Angebote zu fördern, hat die Autobahn GmbH nur eine Idee: Autobahn. Es ist mehr als enttäuschend, dass Bundesverkehrsministerium und Landesregierung hier kein brauchbares Alternativkonzept erarbeiten und stattdessen, über die Köpfe der betroffenen Menschen hinweg, die schlechteste Variante wählen. „Wenn die Autobahn GmbH Geld loswerden will, dann ist dieses in die Sanierung maroder Brücken besser angelegt“, ist sich Zeller sicher. „In Hessen und in Deutschland sind schon viele Brücken in die Knie gegangen, bisher glücklicherweise ohne Tragödien wie im Ausland. Wer die Menschen schützen und die Infrastruktur stärken will, hält den Bestand in Schuss und setzt nicht alles daran, in engem Siedlungsraum weiter zu bauen und dabei auch noch die Menschen vor Ort links liegen zu lassen.“

Der VCD fordert das Vorhaben aufzugeben. Sollte dies nicht geschehen, ist neben den Auswirkungen auf Natur, Flächenverbrauch, Luftschadstoffe und Lärmschutz auch die menschliche Gesundheit und die Klimawirkung zu bewerten.

]]>
news-15169 Sat, 01 Jun 2024 23:03:03 +0200 Stadtradeln 2024 /startseite/detail/stadtradeln-2024 Die Regionalgruppe Limburg-Weilburg beteiligt sich vom 02.06.–22.06.2024 an der Aktion Stadtradeln – Details und Anmeldung auf der Website www.stadtradeln.de/limburg/

 

]]>
news-15167 Sat, 01 Jun 2024 09:59:26 +0200 Tag der Erde 2024 /startseite/detail/tag-der-erde-2024 Am Tag der Erde in Kassel am 21. April 2024 nahmen wir wieder mit einem Infostand teil. Trotz des kalten Wetters war die Festmeile in Kassel-Bettenhausen gut besucht. Acht Aktive des Kreisverbands und Anja Zeller vom Landesverband verbrachten abwechselnd zwei bis drei Stunden am Stand und waren die meiste Zeit gut beschäftigt. Vor allem das Quizrad des Landesverbands stellte sich als großer Anziehungspunkt vor allem für Kinder und Jugendliche heraus. Hier konnten altersgemäße Quizfragen zu Verkehrsthemen beantwortet werden, dafür gab es dann ein kleines Geschenk.

Auf www.tag-der-erde.net gibt es eine große Bildergalerie, auf www.mediathek-hessen.de kann man sich den Film über die Veranstaltung von Nayeli Böhmer vom Medienprojektzentrum Offener Kanal Kassel ansehen.

]]>
news-15158 Thu, 30 May 2024 11:20:50 +0200 Gegenverkehr 2024 erschienen /der-vcd-vor-ort/kassel/gegenverkehr Die neue Ausgabe unserer Kasseler Mitgliederzeitschrift 'Gegenverkehr' ist erschienen. 

]]>
news-15082 Mon, 13 May 2024 09:47:00 +0200 VCD Hessen unterstützt MoVe35 /startseite/detail/vcd-hessen-unterstuetzt-move35 https://move35-marburg.de/

In Marburg wird am 9. Juni 2024 nicht nur zur Europawahl aufgerufen. Es findet auch ein Bürgerentscheid über das eigentlich schon lange abgestimmte und beschlossene Verkehrskonzept für die Altstadt statt. Wichtig: Am 9. Juni in Marburg mit "Ja" stimmen. Teilt diese Information mit allen Marburgerinnen und Marburgern, die ihr kennt.

]]>
news-15063 Wed, 08 May 2024 08:46:11 +0200 Frankfurts erste Fußverkehrsbeauftragte: Kennenlerngespräch mit dem VCD und Fuß e.V. /startseite/detail/frankfurts-erste-fussverkehrsbeauftragte-kennenlerngespraech-mit-dem-vcd-und-fuss-ev Freie Gehbahnen, Kahlschlag im Schilderwald, allgemeine Sensibilisierung für den Fußverkehr - die Themen wollten nicht ausgehen im Kennenlerngespräch von VCD und Fuß e.V. mit Frankfurts erster Fußverkehrsbeauftragter Gladys Vásquez Fauggier. Gerne unterstützen wir (mit Hinweisen) bei der Abschaffung des Gehwegparkens, der Geh-Bildung und besserer Baustellenkommunikation.
 ]]>
news-15029 Tue, 30 Apr 2024 15:42:10 +0200 Herzlichen Glückwunsch zu 1 Jahr Deutschlandticket! /startseite/detail/herzlichen-glueckwunsch-1-jahr-deutschlandticket Die Verkehrsministerkonferenz hat sich dazu bekannt, dass der Preis des 49-Euro-Tickets wenigstens in diesem Jahr nicht steigen soll. Doch ob das gelingt, ist offen, denn die Finanzierung ist bis heute nicht endgültig geklärt. Und von langfristig stabilen Preisen kann schon gar keine Rede sein – über bis zu 69 Euro wird bereits spekuliert. Eine solche Preiserhöhung wäre fatal. Umfragen zeigen, dass viele Kunden das Ticket dann kündigen würden; andere würden eine Anschaffung nicht mehr in Betracht ziehen. Deshalb muss der Bund die übriggebliebenen Gelder von 2023 endlich auf 2024 umlegen. AWO und VCD fordern außerdem, dass Bund und Länder dauerhaft mehr Geld für den Nah- und Regionalverkehr bereitstellen. Das Budget muss reichen, um den Grundpreis für das 49-Euro-Ticket auf längere Zeit zu sichern und gleichzeitig das Bus- und Bahn-Angebot auszubauen. Schließlich muss es vergünstigte Tickets für jene geben, die 49 Euro im Monat nicht zahlen können. Für Studierende gibt es mit dem bundesweiten Semesterticket zu 29,40 Euro bereits eine Lösung – Familien, Jugendliche, Azubis und Geringverdienende warten noch. VCD und AWO fordern deshalb deutschlandweit Sozial- und Jugendtickets für maximal 29 Euro im Monat. Und Kinder bis 14 Jahre sollen kostenlos Bus und Bahn fahren können.

AWO-Präsident Michael Groß sagt dazu: „Der Zugang zum ÖPNV als klimafreundliche Mobilität darf keine Frage des Einkommens sein. Das 49-Euro-Ticket ist hier eine wichtige soziale und klimapolitische Errungenschaft der aktuellen Bundesregierung. Wir dürfen diesen Erfolg nun nicht gefährden, sondern müssen das 49-Euro-Ticket weiter ausbauen und stärken. Ein entscheidender Schritt ist dabei, dass wir bedarfsgerechte Lösungen für all diejenigen finden, welche sich 49 Euro nicht leisten können.“

Die VCD-Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann erläutert: „Das 49-Euro-Ticket hat dazu beigetragen, dass mehr Menschen Busse und Bahnen nutzen. Es könnte erfolgreicher sein, wenn sein Preis langfristig festgelegt wird. Die aktuelle Diskussion um seinen Preis hält Menschen davon ab, es zu abonnieren. Zugleich ist mehr in Busse und Bahnen zu investieren. Dann kann das 49-Euro-Ticket auch da erfolgreich, wo bisher kein Bus und keine Bahn fährt.“

Zum Hintergrund: Die Petition und einen weiterführenden Blogartikel finden Sie hier auf der Homepage des VCD.

]]>
news-15015 Wed, 24 Apr 2024 21:55:00 +0200 VCD zur Stellplatzsatzung: Magistrat ignoriert Koalitionsvertrag /startseite/detail/vcd-zur-stellplatzsatzung-magistrat-ignoriert-koalitionsvertrag Die Zurückweisung durch den Magistrat sei nicht ausreichend begründet, so der VCD in einer Pressemitteilung. Zwar mache die Stadt Gießen tatsächlich von der Ausnahmeregelung in § 3 Abs. 4 der Satzung Gebrauch, einzelfallbezogen den Stellplatzbedarf herunterzusetzen. Jedoch wäre eine generelle Absenkung z.B. nach Marburger Muster auf grundhaft 1,0 bis 1,1 Stellplätze je Wohneinheit (Gießen derzeit 2,0 bzw. 1,5) effektiver und in der Prüfung weniger aufwändig. Die Marburger Satzung teilt das Stadtgebiet zudem noch in verschiedene Gebietszonen auf, in denen eine weitere Reduzierung des Stellplatzbedarfs um bis zu 70% ebenso pauschal vorgesehen ist wie eine darüber sogar noch hinausgehende Bedarfsminderung bei Vorliegen eines geeigneten Mobilitätsmanagements. Beispielhaft nennt die Marburger Satzung die Nutzung von Semester- und Job-Tickets, die Errichtung und Einbindung von Carsharing-Stationen und Projekte des autoarmen und autofreien Wohnens. Für jeden Stellplatz, der einem Carsharing-Unternehmen zur Verfügung gestellt wird, kann dort die Anzahl herzustellender Stellplätze um bis zu drei verringert werden (§ 10 Abs. 3 Stellplatzsatzung Marburg).

„Alle Welt redet von Bürokratieabbau, doch Gießen sieht eine Reduzierung der Stellplätze nur nach aufwändiger Einzelfallprüfung und Ermessensausübung vor und das, ohne – wie in Marburg - die Kriterien hierfür verbindlich zu definieren“. Das stelle die jeweiligen Entscheidungen ins Belieben des Magistrats und entziehe sie der demokratischen Kontrolle durch das Stadtparlament.

„Gerade auch aus ökologischer und verkehrspolitischer Sicht bedarf die Stellplatzsatzung der Überarbeitung“, so der VCD. „Im Jahr 2018 gab es in Gießen durchschnittlich 0,9 Pkw pro Haushalt, die derzeitige Satzung verlangt aber zwei bzw. 1,5 Stellplätze je Wohneinheit und bereitet damit einem im Verhältnis zum Bevölkerungswachstum überproportionalen Zuwachs des Kfz-Bestandes den Boden oder sorgt – beim ja gewünschten Umstieg auf ÖPNV und Fahrrad - perspektivisch für leerstehende Stellplätze.“ Die Stellplatzsatzung sei damit wenig vorausschauend und zukunftsorientiert und stehe klar im Widerspruch zu der doch auch von der Gießener Stadtregierung postulierten Verkehrswende.

So konterkariere die Stadt Gießen auch die im Zusammenhang mit dem Wohnungsbau stehenden eigenen sinnvollen verkehrspolitischen Ansätze wie ÖPNV-Anbindung der Quartiere, Radwegebau, Carsharing- und Lastenrad-Angebote. „Doch nicht nur ökologisch, sondern auch gesamtwirtschaftlich“ so der VCD weiter, „ist es natürlich Unsinn, einerseits mit öffentlichen Mitteln den „Umweltverbund“ (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) finanziell zu fördern, gleichzeitig aber Bauherren zu verpflichten, bei Neubauten unnötig viele Kfz-Stellplätze zu bauen.

„Die bestehende Regelung ist auch sozial ungerecht“, so der VCD, „denn 51% der nicht erwerbstätigen Personen in Gießen besitzen lt. „Mobilitätssteckbrief Gießen“ der TU Dresden für das Jahr 2018 gar kein Auto, müssen aber dennoch über die Miete anteilig für Stellplatzkosten aufkommen. Werden Stellplätze hingegen kostenpflichtig vermietet, stehen sie teils „großflächig“ leer, weil  Mieter, die Autos besitzen, dann – statt hierfür zu bezahlen - legal oder illegal im öffentlichen Straßenraum parken. 

Dass sich der Parkdruck in den Straßen durch private Stellplätze oftmals nicht reduziert, ist auch rund um die öffentlichen Parkhäuser zu beobachten. Ob am Bahnhof oder in der Innenstadt: Die Gießener Parkhäuser stehen teils leer, während die umliegenden Straßen  zugeparkt sind. Wenn im Straßenraum keine oder zu niedrige Parkgebühren erhoben werden und das Falschparken nicht konsequent geahndet wird, führen private Stellplätze nicht zu den erhofften Verbesserungen in den Straßen der Quartiere. “

Hierzu der VCD weiter: „Man kann den Verkehrsraum durchaus so gestalten und durch Kontrollen sicherstellen, dass Autos regelkonform abgestellt werden.“ Das funktioniere auch in anderen Städten, setze aber voraus, dass der Magistrat die Ordnungspolizei personell besser aufstellt und für diese Aufgabe nachhaltig motiviert. „Das A und O sind neben diesen „Leitplanken für den Kfz-Verkehr“ aber vor allem akzeptable Alternativen. Beides gehört zusammen.“ Gerade weil das ÖPNV-Angebot in den Quartieren unterschiedlich gut sei und weil in der Gießener Innenstadt hunderte freie Parkplätze in den Parkhäusern existieren, hält der VCD eine deutliche Reduzierung der bei Neubauten zu schaffenden Kfz-Stellplätze in Gebieten mit guter ÖPNV-Anbindung für besonders wichtig, so wie dies auch in vielen Städten wie z. B. Frankfurt, München und Marburg in den Stellplatzsatzungen verankert ist.

Überdies sei „bemerkenswert, wie der Gießener Magistrat den Koalitionsvertrag der ihn tragenden Parteien missachtet“, so VCD-Vorstand Dietmar Jürgens. Darin heißt es, wenn auch wenig konkret: „Um den Verkehr zu beruhigen und klimagerechter zu gestalten, wollen wir … die Stellplatzsatzung reformieren.“ Der Koalitionsvertrag jährt sich im Juni nun zum dritten Mal. Doch offenbar fehlt es nicht nur im Magistrat sondern auch in den ihn tragenden Parteien und Fraktionen am Willen, den Klimaschutz in diesem konkreten Punkt zur Geltung zu bringen und nebenbei zum Bürokratieabbau beizutragen. „Wenn man nur lange genug wartet und alle Baulücken geschlossen sind“, so der VCD sarkastisch in seiner Pressemitteilung, „hat sich das Thema Klimaschutz beim Thema Stellplätze weitgehend erledigt.“

Quellen:

 

  • Untersuchung von Stellplatzsatzungen und Empfehlungen für Kostensenkungen unter Beachtung moderner Mobilitätskonzepte des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB):  https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/zb/Auftragsforschung/2NachhaltigesBauenBauqualitaet/2015/stellplatzsatzungen/Endbericht.pdf?__blob=publicationFile&v=1

    Auszüge hieraus:

    München: Höhe des Stellplatzschlüssels (1 Stellplatz je Wohnung) wird in München als angemessen angesehen. Der Pkw-Bestand je Haushalt beträgt in der Stadt 0,9 Kfz. Wenn zusätzlich 10 % der Stellplätze für Besucher vorgehalten werden sollen, wird genau der Schlüsselwert erreicht.

    Marburg: Der dort festgeschriebene Kfz-Stellplatzbedarf beträgt für Reihenhäuser 1,0 Stellplätze je Wohnung und für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und sonstige Gebäude mit Wohnungen 1,1 Stellplätze je Wohnung. In dem in drei Gebietszonen eingeteilten Marburger Stadtgebiet wird die Anzahl der notwendigen Stellplätze unter bestimmten Voraussetzungen in § 4 Abs.1 der dortigen Satzung nochmals deutlich beschränkt:  „Zur Festlegung der Anzahl der notwendigen Kraftfahrzeugstellplätze wird der nach § 3 Abs. 1 ermittelte Stellplatzbedarf unter Berücksichtigung der örtlichen Verkehrsverhältnisse nach § 52 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 HBO wie folgt abgemindert: in der Gebietszone I um 70 %, in der Gebietszone II um 60 % und in der Gebietszone III um 50 %.“

    Die Stadt Marburg ermöglicht darüber hinaus, die Anzahl herzustellender Stellplätze weiter  zu verringern, wenn der Stellplatzbedarf durch ein Mobilitätsmanagement verringert wird (§ 10 Abs. 1 Stellplatzsatzung Marburg). Beispielhaft nennt die Stellplatzsatzung die Nutzung von Semester- und Job-Tickets, die Errichtung und Einbindung von Carsharing-Stationen und Projekte des autoarmen und autofreien Wohnens. Für jeden Stellplatz, der einem Carsharing-Unternehmen zur Verfügung gestellt wird, kann die Anzahl herzustellender Stellplätze um bis zu drei verringert werden (§ 10 Abs. 3 Stellplatzsatzung Marburg).
  • Stellplatzsatzung Gießen v. 05.12.2001 in der aktuelle geltenden Fassung : 684_665_1.PDF (giessen.de)  - Auszug:
    § 3 Abs. 4: Steht der vorhersehbare tatsächliche Stellplatzbedarf, der aus der Anzahl der zu erwarten den ständigen Benutzer und Besucher, sowie aus der Art und Lage der baulichen und sonstigen Anlagen ergibt, in offensichtlichem Missverhältnis zu der sich ergebenden Anzahl der Stellplätze, kann die Anzahl der zu schaffenden Stellplätze erhöht oder ermäßigt werden.

 

 

]]>
news-14981 Mon, 22 Apr 2024 17:38:21 +0200 Tag gegen Lärm am 24. April 2024: Verkehrslärm macht krank /startseite/detail/tag-gegen-laerm-am-24-april-2024-verkehrslaerm-macht-krank Lärm macht krank. Drei Viertel der Menschen in Deutschland fühlen sich durch Straßenlärm gestört oder belästigt. Der VCD Hessen fordert wirksame Maßnahmen – und ruft Bürgerinnen
und Bürger auf, Lärmschwerpunkte in ihrer Kommune zu melden. Ein Lärmmelder von VCD und Deutscher Umwelthilfe (DUH) macht ihnen das leicht.

In Deutschland sind 16 Millionen Menschen krankmachendem Lärm durch Straßenverkehr ausgesetzt. Bürgerinnen und Bürgern fällt es oft schwer, etwas gegen dieses Problem zu unternehmen. Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe hat der ökologische Verkehrsclub VCD deshalb das Projekt „Ruhe bitte!“ ins Leben gerufen – wichtiger Bestandteil ist ein Online-Tool, mit dem Lärmprobleme ganz einfach mit wenigen Klicks der Kommune gemeldet werden können. Der VCD Hessen ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Aktion zu beteiligen und bei der Verwaltung wirksamen Lärmschutz einzufordern.

Eine wichtige und kostengünstige Maßnahme zur Minderung von Verkehrslärm ist Tempo 30.
Denn das menschliche Ohr nimmt Tempo 30 im Vergleich zu Tempo 50 wie eine Halbierung der Verkehrsmenge wahr. Deshalb fordert der VCD Hessen, dass Kommunen endlich mehr freie Hand bei der Umsetzung bekommen. Um das zu erreichen, ist der Bund gefragt – er muss das Straßenverkehrsrecht endlich den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts anpassen.
Der Verkehrslärm-Melder online: https://www.duh.de/projekte/weniger-laerm/

Das Projekt „Ruhe bitte!“ von VCD und DUH wird von Bundesumweltministerium und
Umweltbundesamt gefördert.

]]>
news-14943 Tue, 16 Apr 2024 13:14:00 +0200 Kidical Mass Aktionswochen - Hessen ist dabei! /startseite/detail/kidical-mass-aktionswochen-hessen-ist-dabei Die Kinderfahrraddemos werden während der deutschlandweiten Kidical Mass Aktionswochen zwischen dem 20. April und dem 5. Mai 2024 veranstaltet und richten sich an jung und alt.

"Wenn die Verkehrsinfrastruktur für Kinder passt, ist sie für alle Verkehrsteilnehmenden sicher", kommentiert Anja Zeller, verkehrspolitische Sprecherin des Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Hessen das Engagement der Zivilgesellschaft. Der VCD unterstützt seit drei Jahren das Aktionsbündnis https://kinderaufsrad.org/aktionsbuendnis/

An diesen Orten in Hessen (u.a.) sind alle Menschen herzlich eingeladen, mit zuradeln und für kindergerechte Straßen zu demonstrieren:

Kassel
Sonntag, 21. April, 11 Uhr, Start: Fridericianum, Ziel: Tag der Erde in der Sandershäuser Straße

Oestrich-Winkel
Sonntag, 21. April, 15 Uhr, Start: Oestrich-Winkel Parkplatz Basilika, Ziel: Marktplatz Oestrich

Frankfurt
Sonntag, 21. April, 15.30 Uhr, Veranstalter: Radentscheid Frankfurt

Hanau
Freitag, 26. April 2024, 17 Uhr, Start und Ziel: Hanau Marktplatz, Route via Pestalozzischule, Otto-Hahn-Schule, Schloss Philippsruhe
Veranstalter: ADFC Main-Kinzig und VCD Rhein-Main. Mit Redebeiträgen von Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und einem Siebtklässler der Hohen Landesschule

Dietzenbach
Samstag, 27. April 2024, 14 Uhr, Start: Dietzenbach Europaplatz. Ziel: Frühlingsfest auf der Wilden Wiese

Marburg
Samstag, 4. Mai 2024, 11 Uhr, Start und Ziel: Elisabeth-Blochmann-Platz

Mörfelden-Walldorf
Samstag, 4. Mai 2024, 14 Uhr, Start: Bahnhof Walldorf, Ziel: Familienzentrum Villakinder in Walldorf

Hattersheim
Samstag, 4. Mai 2024, 13:50 bis 17 Uhr, Zubringertour
startet 13.50 Uhr ab Begegnungzentrum Eddersheim und führt
14.00 Uhr ab Eddersheimer Schule,
14.30 Uhr ab Albert-Schweitzer-Schule Okriftel,
14.50 Uhr ab Kita "Schokoladen" (Hugo-Hoffmann-Ring 3) zum Marktplatz.
Ab 15 Uhr Hauptveranstaltung mit Fahrradrundkorso ab Marktplatz

Gelnhausen
Sonntag, 5. Mai 2024, 14 Uhr, Start: Gelnhausen, Konrad-Schneider-Weg. Ende: Müllerwiese mit Spiel, Spaß und Kundgebung
Veranstalter: People for future, Gelnhausen

Gießen
Sonntag, 5. Mai 2024, 14.30 Uhr, Kirchenplatz

Offenbach
Sonntag, 5. Mai, 2024, 15 Uhr
Veranstalter: Radentscheid Offenbach

]]>
news-14901 Mon, 08 Apr 2024 09:55:48 +0200 VCD Rhein-Main: Kein zu früher Stopp der Linienbusse im Frankfurter Norden /startseite/detail/vcd-rhein-main-kein-zu-frueher-stopp-der-linienbusse-im-frankfurter-norden Die Stadt Frankfurt will den Rufbus „Knut“ im Frankfurter Norden erhalten, auch wenn die Fördermittel des Bundes Ende des Jahres wegfallen.
Die Regionalgruppe Rhein-Main des Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt diese Absicht, mahnt aber an, den in diesem Zusammenhang für die „Nachtstunden“ angekündigten Stopp der Linienbusse nicht zu früh beginnen zu lassen. „Der Rufbus muss extra bestellt und zusätzlich bezahlt werden. Es wäre ein Nachteil für die Stammkunden des Verkehrsverbunds und alle Menschen, die erst nach der täglichen Arbeit einkaufen können oder beispielsweise im Einzelhandel arbeiten, wenn die Buslinien zu früh eingeschränkt und eingestellt würden“, gibt Mathias Biemann, Sprecher der VCD Regionalgruppe Rhein-Main zu bedenken. Er appelliert an die Entscheider, die Buslinien 28, 29, 39 und 63 nicht zu früh schlafen zu legen.

Die Befürchtungen des VCD sind nicht grundlos. Im Landkreis Offenbach haben mehrere Kommunen ihren Linienbusverkehr eingeschränkt oder sogar komplett eingestellt und bieten nur noch On-Demand-Verkehre an. Zum Nachteil von Zeitkarteninhaber:innen und allen Menschen, die sich mit der Bestellung der Fahrzeuge über eine Handy-App oder das zusätzliche Beförderungsentgelt schwertun. Rufbusse wie der Frankfurter Knut sind beispielsweise nicht im Deutschlandticket inbegriffen.

Biemann fordert die ÖPNV-Entscheider deshalb auf: „On-Demand-Verkehre sind ein tolles ergänzendes Mittel, weniger frequentierte Ziele ohne eigenes Auto oder in den Randstunden erreichbar zu machen. Sie dürfen aber keine ÖPNV-Grundversorgung ersetzen. Dazu sind sie zu kosten- und personalintensiv. Lassen Sie sich von den guten Bedingungen durch die – zeitlich begrenzten – Bundes-Fördermittel nicht irreführen! Sie dienen lediglich dem Anschub der On-Demand-Angebote. In Zukunft werden Städte und Gemeinden wesentlich tiefer in die Kasse greifen müssen für Knut und Co. Ein schnelles Zurück zum ÖPNV-Linienverkehr ist dann nicht mehr möglich, denn dieser muss, ist er erst einmal abgewickelt, neu vorbereitet und ausgeschrieben werden. Das kann eine riesige Finanzierungslücke oder den Zusammenbruch des gesamten Nahverkehrsangebots bedeuten.“

]]>
news-14896 Fri, 05 Apr 2024 13:36:37 +0200 Kostenloser Lastenradverleih startet in Friedberg /startseite/detail/default-3572d6528dc25cd5d9f9fadce1f34c24 Mit dieser Fortschreibung des Projektes bietet der VCD eine Alternative zur Autonutzung an. Wir schaffen eine Möglichkeit, den täglichen Einkauf, auch wenn er größer ausfällt, emissionsfrei zu unternehmen, so Christoph Winterberg vom VCD. Dies ist ein Beitrag zur Senkung vom Lärm- und Abgasemissionen in Friedberg. Genauso Gut kann das Lastenrad auch für einen Ausflug genutzt werden. Es ist ausgestattet mit Sicherheitsgurten für 4 Kinder.

Unser Dank gilt der Fam. Schiefer, als Betreiber der Bio-Märkte Friedberg und Bad Nauheim, die uns wiederum, den Standort in der Lindenstrasse vor dem Bio-Markt ermöglicht.  Ebenso bedanken wir uns bei der Sparkasse Oberhessen für die Unterstützung bei der Finanzierung des Lastenrades.

Die Ausleihe erfolgt über die Website www.wetterau-lastenrad.de hier finden sie auch weitere Informationen zu dem Projekt. Das Ausleihen ist für jedermann offen und nicht an den Einkauf im Bio-Markt Friedberg gebunden.

]]>
news-14864 Mon, 25 Mar 2024 11:15:22 +0100 VCD: Tödliche Unfallkreuzung an der Sudetenlandstraße endlich entschärft /startseite/detail/vcd-toedliche-unfallkreuzung-an-der-sudetenlandstrasse-endlich-entschaerft Aufgestellt wurde das Rad von Verkehrsaktivistinnen und -aktivisten bei einer Gedenkveranstaltung kurz nach dem Unfall, verbunden mit der auch von ADFC und VCD unterstützten Forderung nach Vorverlegung der Haltelinie für Radfahrerinnen und Radfahrer, um sie ins Blickfeld der bei roter Ampel neben ihnen wartenden Kfz-Fahrerinnen und -fahrer zu rücken.

Bürgermeister Wright lehnte diese Sofortmaßnahme seinerzeit ab, kündigte aber umfassende, spätere Umbaumaßnahmen an Kreuzung und Lichtsignalanlage an. Wiederholt drängten die Vertreter der Verkehrsverbände auch am Runden Tisch Radverkehr, doch umgehend tätig zu werden, um Wiederholungsfälle mit potenziell tödlichem Ausgang auszuschließen.

Vor wenigen Wochen nun wurde die Haltelinie für Kraftfahrzeuge um knapp drei Meter zurückverlegt. “Wir freuen uns, dass diese Gefahrenstelle jetzt entschärft wurde“, so Dietmar Jürgens vom VCD-Vorstand. 

Die von der Stadt nach wie vor geplante grundsätzliche Änderung der Kreuzung begrüßt der VCD ebenso, denn hier gebe es noch viel Handlungsbedarf: „Die Radfahrstreifen auf der Marburger Straße sind zu schmal und ein Linksabbiegen per Rad ist sowohl aus der Sudetenlandstraße als auch in die Sudetenlandstraße für viele Radfahrende eine Herausforderung, weil bis zu zwei Spuren mit starkem Kfz-Verkehr gekreuzt werden müssen. Für alle, die zu Fuß unterwegs sind, fehlt zudem eine Fußgängerquerung über die Marburger Straße zwischen den beiden Supermärkten sowie in Höhe der Bushaltestelle Sudetenlandstraße. Auch sind die Wartezeiten an der Ampelanlage wegen Umlaufzeiten von 100 Sekunden länger als von Bund und Land vorgegeben. Abseits der Hauptverkehrszeiten dürfen diese nicht mehr als 90 Sekunden betragen.“

Der VCD weist auch darauf hin, dass die Stadtverordneten bereits am 21.6.2018 einstimmig den Magistrat gebeten hatten, „an allen Kreuzungen in der Stadt mit erhöhtem Verkehrsaufkommen farbig markierte Aufstell?ächen für Fahrradfahrende einzurichten.“ Bisher gibt es diese laut VCD aber an weniger als einem Viertel der Gießener Ampelzufahrten. Sehr bedauerlich sei auch, „dass mehrere Aufstellbereiche im Zuge des Verkehrsversuchs Anlagenring entfernt und auch mit dem Rückbau bisher nicht wieder neu markiert wurden. Es ist also noch viel zu tun, damit der inzwischen fast sechs Jahre alte Stadtverordnetenbeschluss umgesetzt wird und alle, die per Rad unterwegs sind, besser vor Rechtsabbiegeunfällen geschützt werden.“

]]>
news-14863 Mon, 25 Mar 2024 09:45:22 +0100 Auszeichung beim Aktivenwettbewerb 2023 für den Superblock Bockenheim /startseite/detail/auszeichung-beim-aktivenwettbewerb-2023-fuer-den-superblock-bockenheim news-14814 Mon, 11 Mar 2024 16:30:38 +0100 Feierabend-Tour zum Thema "gib mit 1,50m" ab Alsfeld /startseite/detail/feierabend-tour-zum-thema-gib-mit-150m-ab-alsfeld Durch eine Feriabend-Tour ab Alsfeld in Zusammenarbeit mit dem ADFC  Voeglsberg möchten wir auf den Abstand von 1,50m zu Fahrrädern im Straßenverkehr hinweisen. Genauere Informationen über die Strecke und Abfahrtszeit folgen auf der Homepage. 

]]>
news-14813 Mon, 11 Mar 2024 16:28:47 +0100 Start des kostenlosen Lastenradsverleih in Friedberg /startseite/detail/start-des-kostenlosen-lastenradsverleih-in-friedberg  

Nach der Übergabe des Lastenrades am 19.03.2024 kann es bereits am 20.03.2024 am BioMarkt Friedberg ausliehen und genutzt werden. Wir freuen uns ein weiteres kostenloses Lastenrad für jeden zur Verfügung zu stellen. 

]]>
news-14812 Mon, 11 Mar 2024 16:24:40 +0100 Übergabe Lastenrad an BioMarkt Friedberg /startseite/detail/uebergabe-lastenrad-an-biomarkt-friedberg Am Dienstag, den 19.03.2024 um 11Uhr wird das Lastenrad für den kostenlosen Lastenradverleih an den neuen Standort am BioMarkt Friedberg übergeben. Wir freuen uns ein weiteres Lastenrad zur kostenlosen Nutzung zu Verfügung zu stellen. 

]]>
news-14795 Fri, 08 Mar 2024 13:37:28 +0100 Riedbahn Frankfurt-Mannheim: Kein 15 km langer Tunnel erforderlich /startseite/detail/riedbahn-frankfurt-mannheim-kein-15-km-langer-tunnel-erforderlich Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) empört sich über die diese Woche vorgestellten erneuten Umplanungen der Deutschen Bahn für die Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim im Bereich Lorsch–Mannheim. Dr. Felix Berschin vom VCD Regionalverband Rhein-Neckar: „Ein Monstertunnel mitten im Flachland ist mit Nichten ein großer Tag für die Region, sondern ein Schlag ins Gesicht von Fahrgästen und Wirtschaft“. Damit rückt die Neubaustrecke, die schon seit dreißig Jahren überfällig ist, erneut in weite Ferne.
Tagtäglich erleben die Fahrgäste im Ried und an der Bergstraße ein überlastetes Schienennetz. Auch für die Wirtschaft ist dieser Engpass mitten in Europa ein riesiges Problem. Während der Riedbahnsperrung muss etwa der Chemiestandort Ludwigshafen mit hunderten LKW auf der Straße die sonst übliche Anlieferung durch Güterzüge ersetzen.

„Dass ein 15 Kilometer langer bergmännischer Tunnel nun kostengünstiger sein soll als der zuletzt geplante 4 Kilometer lange Trog in offener Bauweise halten wir für vorgeschoben“, so auch Till Schäfer vom VCD Landesverband Hessen. Dies könnte zur Folge haben, dass andere notwendige Projekte nicht realisiert werden. Für einen neuen Tunnel in der nun geplanten Dimension geht der VCD von einer Milliarde Euro Zusatzkosten aus. Die zusätzlichen CO2-Emissionen eines solchen Tunnelbaus würden dazu führen, dass die Neubaustrecke in den ersten zwölf Jahren eine negative Umweltbilanz aufweisen würde.
Der VCD fordert Deutsche Bahn und Regionalpolitik auf, zur ursprünglichen Bündelungstrasse entlang der A67 und der A6 ohne Tunnel, dafür mit hohen Lärmschutzwänden zurückzukehren. Nicht nur ist die Bündelung der Verkehrsträger ein Gebot der Stunde. Auch werden Anwohnende durch den zusätzlichen Schallschutz zusätzlich besser vom Autobahnlärm entlastet. Das Argument der angeblich massiv betroffenen Landschaftsschutzgebiete auf dieser Strecke lässt der VCD nicht gelten, denn dieselben Politiker haben kein Problem mit einem sechs- oder gar achtspurigen Ausbau der Autobahnen (für den noch niemand einen Tunnel gefordert hat).
Der Hauptnutzen der Neubaustrecke ist die höhere Kapazität. Sie soll zudem zur Fahrplanstabilität beitragen, damit sich Fern-, Nah- und Güterverkehr nicht ständig gegenseitig behindern.

]]>
news-14742 Tue, 27 Feb 2024 08:07:55 +0100 Verkehrswende braucht Personal /startseite/detail/verkehrswende-braucht-personal Nicht lange nach dem Lokführerstreik werden nun die Beschäftigten bei
kommunalen und kreiseigenen Verkehrsgesellschaften am Freitag und Samstag auch in Hessen streiken. Die Zuverlässigkeit der Bus- und Bahnverbindungen ist aufgrund von krankheitsbedingten Personalausfällen und Personalmangel auf einem Tiefstand. Manche hessische Städte haben bereits einen Notfahrplan mit Angebotsausdünnungen eingeführt. Auf der wichtigen Lahnstrecke zwischen Gießen und Limburg und auf der Strecke von Gießen nach Gelnhausen fährt gar kein Zug mehr oder nur auf Abschnitten, weil Stellwerke nicht besetzt sind oder kundige Fahrerinnen und Fahrer fehlen.
Für Freitag, den 1. März rufen Fridays for Future und die Gewerkschaft ver.di unter dem Motto „Wir fahren zusammen“ zum Klimastreik auf. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) unterstützt bundesweit und in Hessen diese Initiative, denn eine nachhaltige Verkehrswende und soziale Gerechtigkeit müssen Hand in Hand gehen.
Der Klimastreik fordert den Ausbau klimafreundlicher Mobilitätsangebote zur gesellschaftlichen Teilhabe auch für mobilitätseingeschränkte Menschen und im ländlichen Raum. Das setzt eine gute Infrastruktur und attraktive Arbeitsbedingungen voraus. Die aktuelle Situation in den Verkehrsbetrieben ist geprägt von langen Schichten, wenig Pausen, unplanbaren Dienstzeiten und massivem Personalmangel, der die Arbeitsbelastung erhöht. Kürzungen im Bundeshaushalt für das Schienennetz gefährden zudem die Klimaziele, da der Verkehrssektor für rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich ist.
Gleichzeitig sind die Ausgaben für den Neu- und Ausbau von Landes- und Bundesfernstraßen auf einem nie dagewesenen Höchststand. Es ist schon lange bekannt, dass ohne eine deutliche Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene, vom eigenen Auto in Bus und Bahn, die international vereinbarten Klimaschutzziele nicht zu erreichen sind. Während Diesel weiter subventioniert wird, ist nicht genügend Geld da, motiviertes und kompetentes Personal für Lokomotiven, Straßenbahnen, Stellwerke und Busse zu finden und zu halten.
Ob jung oder alt, mit oder ohne Führerschein, ob mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Fahrrad – ein
verlässlicher und inklusiver ÖPNV mit ausreichend Bus- und Bahnverbindungen ist für alle gut.
Personenbeförderung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie muss darum auch ökologischen und sozialen Anforderungen gerecht werden und flächendeckend für alle nutzbar sein. Deshalb fordern wir Bund und Länder auf, endlich massiv in unseren Nah- und Regionalverkehr zu investieren. Nur so können zukünftig mehr Menschen entspannt Busse und Bahnen nutzen. Ein wichtiger Schritt für die sozial-ökologische Mobilitätswende.

Wir rufen dazu auf, am 1. März beim Klimastreik teilzunehmen, zum Beispiel in Frankfurt am Main auf dem Römer um 12 Uhr! Die Orte und Zeiten des Klimastreiks im Bundesgebiet finden Sie unter fridaysforfuture.de/wirfahrenzusammen

]]>
news-14733 Mon, 26 Feb 2024 13:45:58 +0100 Neuer Landesvorstand gewählt /startseite/detail/neuer-landesvorstand-gewaehlt-1 Bei der Jahresmitgliederversammlung des VCD Hessen wurde am Samstag, den 24. Februar 2024 in der Ortenberggemeinde Marburg turnusgemäß ein neuer Landesvorstand gewählt.

Geschäftsführender Landesvorstand: Sandra Laaz, Mathias Biemann, Andreas Henning

Schatzmeister: Jörg Liemann

Beisitzer: Till Schäfer (Hanau), Wito Harmuth (Wiesbaden), Wolfgang Sprick (Waldems), Reinhard Ardelt (Kassel), Gerd Schmanke (Frankfurt)

]]>
news-14709 Tue, 20 Feb 2024 13:30:24 +0100 Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen gegründet /startseite/detail/buendnis-sozialvertraegliche-mobilitaetswende-hessen-gegruendet Nachdem sich auf Bundesebene bereits ein breites Bündnis gebildet und Vorschläge vorgestellt hatte, wie das Klima geschützt und eine sozial gerechte Mobilitätswende umgesetzt werden kann, haben sich aktuell in Hessen Gewerkschaften, Umwelt-, Verbraucherschutz- und Sozialverbände und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zum Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen zusammengeschlossen.

Anlässlich des Nahmobilitätskongresses der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 22. Februar 2024 fordert das Bündnis von der neuen hessischen Landesregierung entschlossenes Handeln für eine sozial- und klimaverträgliche Mobilitätswende. Nicht nur ist der erforderliche Beitrag des Verkehrssektors zum Klimaschutz längst überfällig. Noch lange nicht eingelöst ist das Erfordernis, den Zugang zu nachhaltiger Mobilität für alle Menschen in Hessen zu gewährleisten: ob in der Stadt oder auf dem Land, mit hohem oder niedrigem Einkommen, jung oder alt, mit oder ohne Behinderungen. Außerdem müssen die berechtigten Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Mobilitätswirtschaft auf faire Tariflöhne und Mitbestimmung berücksichtigt werden.

Das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen fordert, dass Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge anerkannt und entsprechend gehandelt wird. Das aktuelle Verkehrssystem mit seinem Fokus auf den privaten Autoverkehr muss so verändert werden, dass es die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen fördert. Dafür müssen dem Fuß- und Radverkehr sowie Bus und Bahn Priorität eingeräumt und entsprechend (Straßen-)Raum und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Die Arbeit an einer sozial- und klimaverträglichen Mobilitätswende ist für das Bündnis ein Auftrag, der an die Landespolitik, aber auch an Wirtschaft und Zivilgesellschaft ergeht.

Die Organisationen, die an dem Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen beteiligt sind, wollen ihren Beitrag dazu leisten und werden sich mit eigenen Vorschlägen in die notwendigen Debatten einbringen.

Zu den Gründungsmitgliedern des Bündnisses sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen gehören: DGB, verdi, IG Metall, BUND, Nabu, Pro Bahn, EVG, der Paritätische, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und der VCD Hessen.

]]>
news-14692 Tue, 20 Feb 2024 11:15:00 +0100 Psychologische Perspektiven auf die Verkehrswende /startseite/detail/psychologische-perspektiven-auf-die-verkehrswende Fachvortrag von Prof. Sebastian Bamberg (Hochschule Bielefeld)

Eintritt frei – Öffentlicher Teil der VCD Hessen Landesmitgliederversammlung

Wo? Gemeinschaftshaus Ortenberggemeinde, Rudolf-Bultmann-Straße 7, 25039 Marburg

Die Vortragsfolien sind hier einsehbar.

 

 

]]>
news-14609 Thu, 08 Feb 2024 16:16:30 +0100 Natenom – Mahnfahrten und Schweigeminute für getöteten Radaktivisten am Sonntag auch in Hessen /startseite/detail/natenom-mahnfahrten-und-schweigeminute-fuer-getoeteten-radaktivisten-am-sonntag-auch-in-hessen In Wiesbaden geht es um 11 Uhr ab Hauptbahnhof mit dem Rad zum Goetheplatz in Mainz (12.15 Uhr). Die Schweigeminute wird vor dem Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz um 13 Uhr abgehalten. In Frankfurt am Main ist der Treffpunkt ab 12.30 Uhr an der Alten Oper. In Marburg wird Natenom von 13 bis 13.30 Uhr auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz gedacht.
In Darmstadt laden VCD und Radentscheid zu einer Gedenk- und Mahnfahrt um 14 Uhr ab
Friedensplatz ein. Die Hauptgedenk-Fahrraddemonstration findet in Pforzheim statt. Dort startet um 11 Uhr die Fahrt von der Staatsanwaltschaft zur Unfallstelle bei Neuhausen (ca. 15 km), wo ein Ghostbike zur Mahnung und zum Andenken aufgestellt wird.

Radfahrende in ganz Deutschland sind über Natenoms Tod entsetzt. Er hat mit viel Einsatz für gute, sichere Radwege und gegen rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr gekämpft und seine Erfahrungen in einem Blog und auf Mastodon publiziert. Ausgerechnet er wurde auf seiner täglichen Pendelstrecke nahe Pforzheim auf dem Weg nach Hause von einem Autofahrer gerammt. Er starb noch am Unfallort.

Leider ist das Ziel von Null Verkehrstoten im Straßenverkehr (Vision Zero) in Deutschland nicht erreicht. Gerade Unfälle von Radfahrenden haben zugenommen.Sichere Infrastruktur für den Radverkehr fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) schon sehr lange. Kinder und ältere Menschen sind die häufigsten Opfer unter den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden – diese Menschen würden am meisten von einer menschenfreundlicheren Mobilität profitieren. Aber auch Autofahrende kommen schneller und sicherer voran, wenn viele auf andere Verkehrsmitteln umsteigen, weil es einfach und sicher ist. Statt Stau und Parkplatznot können sich Städte und Gemeinden durch Grünflächen und Lebensqualität auszeichnen.

#VisionZero-Gedenkfahrten, Mahnwachen und/oder Schweigeminuten für Natenom sind auch in
folgenden Städten (außer den bereits genannten) geplant: Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Hamburg, Leipzig, Offenburg, Stuttgart, Ulm/Neu-Ulm, Würzburg. #Natenom #StopKillingCyclists #VisionZero

Pressekontakt für den VCD Hessen: Anja Zeller, Tel.: 0157/52 49 56 59

]]>
news-14601 Wed, 07 Feb 2024 20:34:39 +0100 Informationsveranstaltung zum Umbau des Bahnhof Stockheim /startseite/detail/informationsveranstaltung-zum-umbau-des-bahnhof-stockheim Der Bahnhof Stockheim soll modernisiert werden. Einbau von Aufzügen, Erneuerung der Bahnsteige, Modernisierung des Fußgängertunnels sind die wesentlichen Eckpunkte. Die InfraGo lädt am 15.02.2024 um 19:00 Uhr zu einer Infoveranstaltung, in das Dorfgemeinschaftshaus Stockheim Vordergasse 5, ein. Hier werden die einzelnen Maßnahmen erläutert und der Terminplan vorgestellt. Für alle Interessierten bietet sich hier die Gelegenheit frühzeitig an den Planungen teilzuhaben.

]]>
news-14600 Wed, 07 Feb 2024 20:32:30 +0100 Einladung zur Jahreshauptversammlung 2024 /startseite/detail/einladung-zur-jahreshauptversammlung-2024-1 Wir tagen turnusmässig im Freiwilligenzentrum Alsfeld e.V., Volkmarstrasse 3 36304 Alsfeld um 19:00 Uhr und laden alle Mitglieder dazu ein. 
Der Vorstand freut sich über eine rege Teilnahme.

]]>
news-14599 Wed, 07 Feb 2024 20:29:06 +0100 Planfeststellungsverfahren Umbau Bahnhof Beienheim eröffnet /startseite/detail/planfeststellungsverfahren-umbau-bahnhof-beienheim-eroeffnet Im Zuge der Wieder-Inbetriebnahme der Horlofftalbahn wird der Bahnhof Beienheim umgebaut. Hierzu wurde das Planfeststellungsverfahren eröffnet. Die Planunterlagen zum Vorhaben können hier eingesehen werden.

]]>
news-14582 Sun, 04 Feb 2024 11:50:45 +0100 Nach Finanzierungsabsage bei der Schiene rückt ein „Deutschlandtakt“ in ferne Zukunft /startseite/detail/nach-finanzierungsabsage-bei-der-schiene In Hessen ist dies die Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim, für die keine Finanzierung vorliegt, wie die Hessenschau (auf Basis von Reuters- und Spiegel-Meldungen) bereits feststellt hat. Aber auch die Neubaustrecken von Gelnhausen nach Fulda und weiter in Richtung Gerstungen sowie der Ausbau des Großknotens Frankfurt sind als gefährdet einzustufen. Es liegen keine Finanzierungsverträge zwischen Bund und Deutscher Bahn vor, obwohl die Fachplanungen bereits weit fortgeschritten sind.
Die falschen Entscheidungen der Haushälter in Berlin in Folge des Bundesverfassungsgerichtsurteil, allen voran des Verkehrsministeriums, das die Straße gegenüber der Schiene finanziell massiv bevorzugt, gefährdet die Neubauten und damit den klimafreundlichen Personen- und Güterverkehr.

Allerdings braucht es auch ohne die Berliner Entscheidungen gegen den Öffentlichen Verkehr (und pro Autobahnprojekte) eine dauerhaft verlässliche Finanzierungsbasis, mit der die erforderlichen Projekte auf der Schiene langfristig abgesichert werden können. Genau dies hatte die Wirtschaft auf dem letzten Schienengipfel in Berlin eindringlich von der Bundespolitik gefordert.
Der neue hessische Verkehrsminister, Kaweh Mansoori, ist dringend aufgefordert, alle hessischen Schienenausbauprojekte politisch weiter voranzutreiben. Auch der Kapazitätsengpass auf der Main-Weser-Bahn zwischen Gießen und Friedberg muss im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung endlich durch Zusatzgleise beseitigt werden.

 

]]>