VCD Hessen Nachrichten http://hessen.vcd.org de_DE VCD Hessen Sun, 03 Mar 2024 10:21:45 +0100 Sun, 03 Mar 2024 10:21:45 +0100 TYPO3 EXT:news news-14742 Tue, 27 Feb 2024 08:07:55 +0100 Verkehrswende braucht Personal /startseite/detail/verkehrswende-braucht-personal Nicht lange nach dem Lokführerstreik werden nun die Beschäftigten bei
kommunalen und kreiseigenen Verkehrsgesellschaften am Freitag und Samstag auch in Hessen streiken. Die Zuverlässigkeit der Bus- und Bahnverbindungen ist aufgrund von krankheitsbedingten Personalausfällen und Personalmangel auf einem Tiefstand. Manche hessische Städte haben bereits einen Notfahrplan mit Angebotsausdünnungen eingeführt. Auf der wichtigen Lahnstrecke zwischen Gießen und Limburg und auf der Strecke von Gießen nach Gelnhausen fährt gar kein Zug mehr oder nur auf Abschnitten, weil Stellwerke nicht besetzt sind oder kundige Fahrerinnen und Fahrer fehlen.
Für Freitag, den 1. März rufen Fridays for Future und die Gewerkschaft ver.di unter dem Motto „Wir fahren zusammen“ zum Klimastreik auf. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) unterstützt bundesweit und in Hessen diese Initiative, denn eine nachhaltige Verkehrswende und soziale Gerechtigkeit müssen Hand in Hand gehen.
Der Klimastreik fordert den Ausbau klimafreundlicher Mobilitätsangebote zur gesellschaftlichen Teilhabe auch für mobilitätseingeschränkte Menschen und im ländlichen Raum. Das setzt eine gute Infrastruktur und attraktive Arbeitsbedingungen voraus. Die aktuelle Situation in den Verkehrsbetrieben ist geprägt von langen Schichten, wenig Pausen, unplanbaren Dienstzeiten und massivem Personalmangel, der die Arbeitsbelastung erhöht. Kürzungen im Bundeshaushalt für das Schienennetz gefährden zudem die Klimaziele, da der Verkehrssektor für rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich ist.
Gleichzeitig sind die Ausgaben für den Neu- und Ausbau von Landes- und Bundesfernstraßen auf einem nie dagewesenen Höchststand. Es ist schon lange bekannt, dass ohne eine deutliche Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene, vom eigenen Auto in Bus und Bahn, die international vereinbarten Klimaschutzziele nicht zu erreichen sind. Während Diesel weiter subventioniert wird, ist nicht genügend Geld da, motiviertes und kompetentes Personal für Lokomotiven, Straßenbahnen, Stellwerke und Busse zu finden und zu halten.
Ob jung oder alt, mit oder ohne Führerschein, ob mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Fahrrad – ein
verlässlicher und inklusiver ÖPNV mit ausreichend Bus- und Bahnverbindungen ist für alle gut.
Personenbeförderung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie muss darum auch ökologischen und sozialen Anforderungen gerecht werden und flächendeckend für alle nutzbar sein. Deshalb fordern wir Bund und Länder auf, endlich massiv in unseren Nah- und Regionalverkehr zu investieren. Nur so können zukünftig mehr Menschen entspannt Busse und Bahnen nutzen. Ein wichtiger Schritt für die sozial-ökologische Mobilitätswende.

Wir rufen dazu auf, am 1. März beim Klimastreik teilzunehmen, zum Beispiel in Frankfurt am Main auf dem Römer um 12 Uhr! Die Orte und Zeiten des Klimastreiks im Bundesgebiet finden Sie unter fridaysforfuture.de/wirfahrenzusammen

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news-14733 Mon, 26 Feb 2024 13:45:58 +0100 Neuer Landesvorstand gewählt /startseite/detail/neuer-landesvorstand-gewaehlt-1 Bei der Jahresmitgliederversammlung des VCD Hessen wurde am Samstag, den 24. Februar 2024 in der Ortenberggemeinde Marburg turnusgemäß ein neuer Landesvorstand gewählt.

Geschäftsführender Landesvorstand: Sandra Laaz, Mathias Biemann, Andreas Henning

Schatzmeister: Jörg Liemann

Beisitzer: Till Schäfer (Hanau), Wito Harmuth (Wiesbaden), Wolfgang Sprick (Waldems), Reinhard Ardelt (Kassel), Gerd Schmanke (Frankfurt)

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news-14709 Tue, 20 Feb 2024 13:30:24 +0100 Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen gegründet /startseite/detail/buendnis-sozialvertraegliche-mobilitaetswende-hessen-gegruendet Nachdem sich auf Bundesebene bereits ein breites Bündnis gebildet und Vorschläge vorgestellt hatte, wie das Klima geschützt und eine sozial gerechte Mobilitätswende umgesetzt werden kann, haben sich aktuell in Hessen Gewerkschaften, Umwelt-, Verbraucherschutz- und Sozialverbände und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zum Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen zusammengeschlossen.

Anlässlich des Nahmobilitätskongresses der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 22. Februar 2024 fordert das Bündnis von der neuen hessischen Landesregierung entschlossenes Handeln für eine sozial- und klimaverträgliche Mobilitätswende. Nicht nur ist der erforderliche Beitrag des Verkehrssektors zum Klimaschutz längst überfällig. Noch lange nicht eingelöst ist das Erfordernis, den Zugang zu nachhaltiger Mobilität für alle Menschen in Hessen zu gewährleisten: ob in der Stadt oder auf dem Land, mit hohem oder niedrigem Einkommen, jung oder alt, mit oder ohne Behinderungen. Außerdem müssen die berechtigten Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Mobilitätswirtschaft auf faire Tariflöhne und Mitbestimmung berücksichtigt werden.

Das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen fordert, dass Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge anerkannt und entsprechend gehandelt wird. Das aktuelle Verkehrssystem mit seinem Fokus auf den privaten Autoverkehr muss so verändert werden, dass es die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen fördert. Dafür müssen dem Fuß- und Radverkehr sowie Bus und Bahn Priorität eingeräumt und entsprechend (Straßen-)Raum und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Die Arbeit an einer sozial- und klimaverträglichen Mobilitätswende ist für das Bündnis ein Auftrag, der an die Landespolitik, aber auch an Wirtschaft und Zivilgesellschaft ergeht.

Die Organisationen, die an dem Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen beteiligt sind, wollen ihren Beitrag dazu leisten und werden sich mit eigenen Vorschlägen in die notwendigen Debatten einbringen.

Zu den Gründungsmitgliedern des Bündnisses sozialverträgliche Mobilitätswende Hessen gehören: DGB, verdi, IG Metall, BUND, Nabu, Pro Bahn, EVG, der Paritätische, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und der VCD Hessen.

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news-14692 Tue, 20 Feb 2024 11:15:00 +0100 Psychologische Perspektiven auf die Verkehrswende /startseite/detail/psychologische-perspektiven-auf-die-verkehrswende Fachvortrag von Prof. Sebastian Bamberg (Hochschule Bielefeld)

Eintritt frei – Öffentlicher Teil der VCD Hessen Landesmitgliederversammlung

Wo? Gemeinschaftshaus Ortenberggemeinde, Rudolf-Bultmann-Straße 7, 25039 Marburg

 

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news-14609 Thu, 08 Feb 2024 16:16:30 +0100 Natenom – Mahnfahrten und Schweigeminute für getöteten Radaktivisten am Sonntag auch in Hessen /startseite/detail/natenom-mahnfahrten-und-schweigeminute-fuer-getoeteten-radaktivisten-am-sonntag-auch-in-hessen In Wiesbaden geht es um 11 Uhr ab Hauptbahnhof mit dem Rad zum Goetheplatz in Mainz (12.15 Uhr). Die Schweigeminute wird vor dem Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz um 13 Uhr abgehalten. In Frankfurt am Main ist der Treffpunkt ab 12.30 Uhr an der Alten Oper. In Marburg wird Natenom von 13 bis 13.30 Uhr auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz gedacht.
In Darmstadt laden VCD und Radentscheid zu einer Gedenk- und Mahnfahrt um 14 Uhr ab
Friedensplatz ein. Die Hauptgedenk-Fahrraddemonstration findet in Pforzheim statt. Dort startet um 11 Uhr die Fahrt von der Staatsanwaltschaft zur Unfallstelle bei Neuhausen (ca. 15 km), wo ein Ghostbike zur Mahnung und zum Andenken aufgestellt wird.

Radfahrende in ganz Deutschland sind über Natenoms Tod entsetzt. Er hat mit viel Einsatz für gute, sichere Radwege und gegen rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr gekämpft und seine Erfahrungen in einem Blog und auf Mastodon publiziert. Ausgerechnet er wurde auf seiner täglichen Pendelstrecke nahe Pforzheim auf dem Weg nach Hause von einem Autofahrer gerammt. Er starb noch am Unfallort.

Leider ist das Ziel von Null Verkehrstoten im Straßenverkehr (Vision Zero) in Deutschland nicht erreicht. Gerade Unfälle von Radfahrenden haben zugenommen.Sichere Infrastruktur für den Radverkehr fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) schon sehr lange. Kinder und ältere Menschen sind die häufigsten Opfer unter den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden – diese Menschen würden am meisten von einer menschenfreundlicheren Mobilität profitieren. Aber auch Autofahrende kommen schneller und sicherer voran, wenn viele auf andere Verkehrsmitteln umsteigen, weil es einfach und sicher ist. Statt Stau und Parkplatznot können sich Städte und Gemeinden durch Grünflächen und Lebensqualität auszeichnen.

#VisionZero-Gedenkfahrten, Mahnwachen und/oder Schweigeminuten für Natenom sind auch in
folgenden Städten (außer den bereits genannten) geplant: Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Hamburg, Leipzig, Offenburg, Stuttgart, Ulm/Neu-Ulm, Würzburg. #Natenom #StopKillingCyclists #VisionZero

Pressekontakt für den VCD Hessen: Anja Zeller, Tel.: 0157/52 49 56 59

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news-14601 Wed, 07 Feb 2024 20:34:39 +0100 Informationsveranstaltung zum Umbau des Bahnhof Stockheim /startseite/detail/informationsveranstaltung-zum-umbau-des-bahnhof-stockheim Der Bahnhof Stockheim soll modernisiert werden. Einbau von Aufzügen, Erneuerung der Bahnsteige, Modernisierung des Fußgängertunnels sind die wesentlichen Eckpunkte. Die InfraGo lädt am 15.02.2024 um 19:00 Uhr zu einer Infoveranstaltung, in das Dorfgemeinschaftshaus Stockheim Vordergasse 5, ein. Hier werden die einzelnen Maßnahmen erläutert und der Terminplan vorgestellt. Für alle Interessierten bietet sich hier die Gelegenheit frühzeitig an den Planungen teilzuhaben.

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news-14600 Wed, 07 Feb 2024 20:32:30 +0100 Einladung zur Jahreshauptversammlung 2024 /startseite/detail/einladung-zur-jahreshauptversammlung-2024-1 Wir tagen turnusmässig im Freiwilligenzentrum Alsfeld e.V., Volkmarstrasse 3 36304 Alsfeld um 19:00 Uhr und laden alle Mitglieder dazu ein. 
Der Vorstand freut sich über eine rege Teilnahme.

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news-14599 Wed, 07 Feb 2024 20:29:06 +0100 Planfeststellungsverfahren Umbau Bahnhof Beienheim eröffnet /startseite/detail/planfeststellungsverfahren-umbau-bahnhof-beienheim-eroeffnet Im Zuge der Wieder-Inbetriebnahme der Horlofftalbahn wird der Bahnhof Beienheim umgebaut. Hierzu wurde das Planfeststellungsverfahren eröffnet. Die Planunterlagen zum Vorhaben können hier eingesehen werden.

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news-14582 Sun, 04 Feb 2024 11:50:45 +0100 Nach Finanzierungsabsage bei der Schiene rückt ein „Deutschlandtakt“ in ferne Zukunft /startseite/detail/nach-finanzierungsabsage-bei-der-schiene In Hessen ist dies die Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim, für die keine Finanzierung vorliegt, wie die Hessenschau (auf Basis von Reuters- und Spiegel-Meldungen) bereits feststellt hat. Aber auch die Neubaustrecken von Gelnhausen nach Fulda und weiter in Richtung Gerstungen sowie der Ausbau des Großknotens Frankfurt sind als gefährdet einzustufen. Es liegen keine Finanzierungsverträge zwischen Bund und Deutscher Bahn vor, obwohl die Fachplanungen bereits weit fortgeschritten sind.
Die falschen Entscheidungen der Haushälter in Berlin in Folge des Bundesverfassungsgerichtsurteil, allen voran des Verkehrsministeriums, das die Straße gegenüber der Schiene finanziell massiv bevorzugt, gefährdet die Neubauten und damit den klimafreundlichen Personen- und Güterverkehr.

Allerdings braucht es auch ohne die Berliner Entscheidungen gegen den Öffentlichen Verkehr (und pro Autobahnprojekte) eine dauerhaft verlässliche Finanzierungsbasis, mit der die erforderlichen Projekte auf der Schiene langfristig abgesichert werden können. Genau dies hatte die Wirtschaft auf dem letzten Schienengipfel in Berlin eindringlich von der Bundespolitik gefordert.
Der neue hessische Verkehrsminister, Kaweh Mansoori, ist dringend aufgefordert, alle hessischen Schienenausbauprojekte politisch weiter voranzutreiben. Auch der Kapazitätsengpass auf der Main-Weser-Bahn zwischen Gießen und Friedberg muss im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung endlich durch Zusatzgleise beseitigt werden.

 

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news-14571 Wed, 31 Jan 2024 13:49:47 +0100 Für Demokratie und Vielfalt! Auch wenn es um unsere Mobilität geht. /startseite/detail/demokratie-und-mobilitaet-fuer-alle-menschen Wir unterstützen die Demonstration am 5. Februar, um 17 Uhr auf dem Römerberg und rufen alle auf, auf die Straße zu gehen: “Für eine weltoffene und vielfältige Stadt”

Zeigen wir gemeinsam, dass wir die menschenverachtende Politik der AfD verurteilen! Die AfD leugnet den Klimawandel und sieht nachhaltige Mobilität als Maßnahme zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen als überflüssig an. Sie hat kein Interesse, die Mobilität der Menschen zu unterstützen, die kein Auto fahren können oder wollen. Wer die Antworten von AfD-Kandidierenden auf die hessischen VCD Wahlprüfsteine vor der Landtagswahl im Herbst 2023 liest, findet dafür ausreichend Anhaltspunkte. Wiederkehrend liegt ihr Fokus auf dem privaten Pkw. Von Förderung und Kostensenkung wird nur im Zusammenhang mit dem Verbrenner gesprochen, das Fahrrad dagegen bewusst in negativem Zusammenhang erwähnt, die Basismobilität Fußverkehr gänzlich ignoriert. Und ein ÖPNV-Angebot, das sich selbst tragen muss, wie von der AfD vorgeschlagen, bedeutet, dass bald gar keine Busse und Bahnen in unseren Städten und Gemeinden mehr fahren würden.

Die Bevormundung in der Verkehrspolitik ist bereits für viele Menschen Alltag und würde durch die AfD-Politik weiter verschärft. Sichere Wege für Menschen, die zufußgehen und radfahren fehlen; das ÖPNV-Angebot ist ungenügend und zunehmend unzuverlässig. Alle, die kein Auto fahren können oder wollen und auf den Umweltverbund angewiesen sind, erleben das. Warum? Weil der Staat die Nutzung von privaten Pkw mit weit höheren Mitteln unterstützt als den öffentlichen Verkehr.

Die AfD will diese einseitige Förderpolitik ausbauen und damit die Wahlfreiheit des Verkehrsmittels weiter einschränken. Auch mehr Verkehrssicherheit durch eine veränderte Flächenverteilung lehnt sie ab. Der übergriffige Staat, der Menschenklassen kennt und Menschen mit diversen Bedürfnissen diskriminiert, erreicht so das Thema Mobilität.

https://hessen.vcd.org/startseite/detail/vcd-wahlpruefsteine-zur-verkehrswende-in-hessen

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news-14561 Mon, 29 Jan 2024 07:56:01 +0100 Mobilität für alle Menschen. Der VCD Hessen ruft auf, auch dafür auf die Straße zu gehen! /startseite/detail/mobilitaet-fuer-alle-menschen-der-vcd-hessen-ruft-auf-auch-dafuer-auf-die-strasse-zu-gehen Wir unterstützen die Demonstrationen gegen Rechts und für Demokratie und rufen auf, in allen hessischen Städten und Gemeinden auf die Straße zu gehen! Zeigen wir gemeinsam, dass wir die menschenverachtende Politik der AfD verurteilen!

Die AfD leugnet den Klimawandel und sieht nachhaltige Mobilität als Maßnahme zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen als überflüssig an. Sie hat kein Interesse, die Mobilität der Menschen zu unterstützen, die kein Auto fahren können oder wollen. Wer die Antworten von AfD-Kandidierenden auf die hessischen VCD Wahlprüfsteine vor der Landtagswahl im Herbst 2023 liest, findet dafür ausreichend Anhaltspunkte. Wiederkehrend liegt ihr Fokus auf dem privaten Pkw. Von Förderung und Kostensenkung wird nur im Zusammenhang mit dem Verbrenner gesprochen, das Fahrrad dagegen bewusst in negativem Zusammenhang erwähnt, die Basismobilität Fußverkehr gänzlich ignoriert. Und ein ÖPNV-Angebot, das sich selbst tragen muss, wie von der AfD vorgeschlagen, bedeutet, dass bald gar keine Busse und Bahnen in unseren Städten und Gemeinden mehr fahren würden.

Die Bevormundung in der Verkehrspolitik ist bereits für viele Menschen Alltag und würde durch die AfD-Politik weiter verschärft. Sichere Wege für Menschen, die zufußgehen und radfahren fehlen; das ÖPNV-Angebot ist ungenügend und zunehmend unzuverlässig. Alle, die kein Auto fahren können oder wollen und auf den Umweltverbund angewiesen sind, erleben das. Warum? Weil der Staat die Nutzung von privaten PKW mit weit höheren Mitteln unterstützt als den öffentlichen Verkehr. Es ist die AfD, die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer bevormundet, indem sie Wahlfreiheit und Verkehrssicherheit verhindern will. Der übergriffige Staat, der Menschenklassen kennt und Menschen mit diversen Bedürfnissen diskriminiert, erreicht so das Thema Mobilität.

https://hessen.vcd.org/startseite/detail/vcd-wahlpruefsteine-zur-verkehrswende-in-hessen

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news-14493 Tue, 23 Jan 2024 19:12:00 +0100 Fairkehr-Stammtisch /startseite/detail/fairkehr-stammtisch-16 Am 23.01.2024 findet um 19 Uhr der Fairkehr-Stammtisch in der Gaststätte Zur Traube, Markt 21 63667 in Nidda statt. Wir freuen uns über zahlreiche Ideen!

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news-14492 Fri, 05 Jan 2024 14:47:29 +0100 VCD:  Zebrastreifen braucht die Stadt /startseite/detail/vcd-zebrastreifen-braucht-die-stadt Der konkrete Anlass: Bis Ende 2023 wollte die Stadt Gießen im Uni-Viertel an der Ecke Gnauthstraße/Stephanstraße einen neuen Zebrastreifen einrichten. Das ist hier wegen des starken Autoverkehrs dringend notwendig. Doch umgesetzt wurde es bisher nicht. Der VCD nahm dies jetzt zum Anlass für eine  Analyse der Ausstattungsdichte mit Zebrastreifen in den 16 größten hessischen Städten. Dabei lande Gießen auf einem „peinlichen drittletzten Platz“. Nur in Dreieich und Fulda existieren noch weniger dieser Fußgängerüberwege pro Einwohner. Spitzenreiter ist Hanau, wo es pro Einwohner fünf Mal so viele Zebrastreifen gibt wie in Gießen. Zebrastreifen – amtlich: Fußgängerüberwege (FGÜ) - ermöglichen das sichere Queren von Straßen. Im Unterschied zu Ampeln ist die Querung auf Zebrastreifen  ohne lange Wartezeit möglich – dies auch für haltende Fahrzeuge, die unmittelbar nach Beendigung der Querung ihrerseits weiterfahren können. „Entsprechend“, so der VCD, „sind Zebrastreifen neben ausreichend breiten Gehwegen eines der wichtigsten, mit geringem Aufwand und kaum Einschränkungen für andere Verkehrsteilnehmende verbundenen Elemente, um die Mobilität zu Fuß zu fördern.“ Auch die Stadt Gießen wisse, was zu tun wäre. In der Bestandsaufnahme des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) heißt es: „Der Fußverkehr rückt stärker in das Bewusstsein der Verkehrs? und Mobilitätsplanung und wird durch sichere, direkte und attraktive Fußwege (und)  fußgängerfreundliche Querungsmöglichkeiten ... gefördert.“ Von diesem Ziel ist die Stadt Gießen aber noch weit entfernt. Gerade einmal 64 Zebrastreifen hat der VCD in Gießen mit allen seinen Stadtteilen gezählt, davon nur 45 auf städtischem Grund. 19 befinden sich auf Privatflächen, wie Einkaufsmärkten oder Industrieunternehmen. Zum Vergleich hat der VCD die Anzahl an Zebrastreifen in den 16 größten hessischen Städten herangezogen. Hanau, Rüsselsheim und Bensheim landen dabei auf den ersten Plätzen, Fulda, Dreieich und Gießen bilden das Schlusslicht. Auch die VEP-Gutachter bemängeln: „Die Anzahl an Fußgängerüberwegen ist in Gießen noch stark ausbaufähig.“
Doch leider gibt es in Gießen bisher keinen Plan für ein attraktives Fußverkehrsnetz mit Haupt- und Nebenrouten, so der VCD und „auch dem VEP-Entwurf fehlt es an Konsequenz: Darin gibt es nur Karten mit Handlungsbedarfen für wenige Quartiere, nicht aber für ein flächendeckendes Netz.“ „Immerhin“, so der VCD weiter, „hat die Stadt Gießen für alle Grundschulen Schulwegepläne mit sicheren Fußwegen zu den Grundschulen in Form von Karten erstellt“. Die auf der Homepage der Stadt  eingestellten Pläne zeigen aber nach Ansicht des VCD noch Handlungsbedarf, denn wenn es mehr Zebrastreifen gäbe, könnten „die Kinder teils auf viel direkterem Weg sicher zur Schule kommen und würden nicht dazu verleitet, unsichere Abkürzungen zu nutzen“. 
Zebrastreifen würden darüber hinaus auch den Weg zur Bus- oder Bahnhaltestelle sicherer und komfortabler machen. Auch hier fehle es aber „an einer systematischen Analyse der Ist-Situation und einem Maßnahmenplan. Vorschläge aus der Bevölkerung für neue Zebrastreifen gebe es hingegen reichlich: Allein bei der Bürgerbeteiligung zum Verkehrsentwicklungsplan wurden für 32 Stellen neue Zebrastreifen vorgeschlagen. Auch der Fahrgastbeirat hatte vor einem Jahr einen Zebrastreifen über die Hardtallee angeregt. „Leider gibt es hierzu bisher nicht einmal ein Prüfergebnis“, so der VCD. Erfolgreicher schien da der über Nacht von Privatpersonen aufgemalte Zebrastreifen über die Gnauthstraße: Nach dieser illegalen Aktion hat die Stadt dort zeitnah die Passanten gezählt und entschieden, dass noch 2023 ein dauerhafter Zebrastreifen entstehen soll. Doch wegen einer skeptischen Stellungnahme der Polizei liegt auch dieses Projekt nach Zeitungsmeldungen derzeit auf Eis. 
„Das grundsätzliche  politische Bekenntnis zur  Förderung des Fußverkehrs“ genüge nicht, so der VCD. „Wir brauchen in Gießens Straßenverkehrsbehörde eine bessere Personalausstattung und auch eine größere Bereitschaft, vorrangig auf Zebrastreifen statt auf Ampeln zu setzen, denn dass es in der Stadt Hanau fünf Mal so viele Zebrastreifen gibt, dürfte mit der Ausstattung und der Haltung in der dortigen Verwaltung zu tun haben.  Und wenn die Stadt den Bedarf für neue Zebrastreifen gut begründe, werde sicherlich auch die Polizei diese befürworten.“ Doch auch Positives vermeldet der VCD gerne:  „In letzter Zeit sind drei Zebrastreifen am Kreisverkehr im US-Depot und ein Zebrastreifen an der Lincolnstraße entstanden.“ 

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news-14485 Wed, 03 Jan 2024 11:27:41 +0100 Weniger und kleinere Autos in unseren Städten - unterschreibt bei der ersten VCD Kampagne des Jahres! /startseite/detail/weniger-und-kleinere-autos-in-unseren-staedten-unterschreibt-bei-der-ersten-vcd-kampagne-des-jahres Dazu muss die Bunderegierung folgende Maßnahmen ergreifen:

Deutschland hat sich verbindliche Klimaziele gesetzt: bis 2045 wollen wir schrittweise klimaneutral werden. Dafür müssen in allen Bereichen Treibhausgasemissionen eingespart werden. Im Verkehrssektor hat sich seit 1990 kaum etwas verbessert. Zwar sind Autos heute sparsamer und stoßen weniger Schadstoffe aus, aber es fahren immer mehr Autos auf unseren Straßen, die gleichzeitig immer größer und schwerer werden. Fordern Sie deshalb die Bundesregierung auf, endlich dafür zu sorgen, dass die Treibhausgas-Emissionen im Verkehrssektor sinken. Dazu muss der Trend immer größerer Autos gestoppt werden und umweltschädliche Subventionen abgebaut werden. Das macht unsere Städte lebenswert und schafft Platz für einen öffentlichen Raum, in dem wir uns begegnen, Kinder draußen spielen und wir alle sicher unterwegs sein können. Unterschreiben Sie heute: Für weniger und kleinere Autos!

https://www.vcd.org/rollende-riesen-raus

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news-14483 Wed, 03 Jan 2024 09:51:42 +0100 Der VCD-Bundesverband verabschiedet sich von X (ehemals Twitter), ebenso der VCD Hessen /startseite/detail/der-vcd-bundesverband-verabschiedet-sich-von-x-ehemals-twitter-ebenso-der-vcd-hessen Kassel, 30. Dezember 2023. Mehr als zwölf Jahre war der ökologische Verkehrsclub VCD erfolgreich auf Twitter, jetzt X aktiv. Es war lange Zeit die wichtigste Plattform für uns, um Themen zu setzen und gesellschaftliche Debatten auszutragen. Im November hat die Bundesdelegiertenversammlung, das höchste Beschlussgremium des Verbands, beschlossen, den X-Kanal des VCD-Bundesverbands zum Jahresende stillzulegen.Grund dafür ist der Wertewandel seit der Übernahme durch Elon Musk im Oktober 2022. Hitzige Diskussionen waren immer Teil der Plattform – aber stets unter Wahrung demokratischer Grundwerte. Musks Übernahme war jedoch der Startschuss für ungefilterten Hass und Hetze auf X. Entsprechende Inhalte werden vom Algorithmus belohnt, während sachliche Argumente auf der Strecke bleiben.

Anja Zeller, Pressesprecherin des VCD Hessen: „Wir verlassen als VCD Hessen Twitter / X und konzentrieren uns wie der VCD Bundesverband auf Instagram, Facebook, Mastodon, Threads und Bluesky.“ Der VCD Hessen ist bereits seit längerer Zeit auf Mastodon aktiv und wird seine bisherigen Aktivitäten auf X nun vollständig dorthin verlagern. Der VCD betont, dass er sich der kritischen Debatte keineswegs entziehen wolle – er will sie nur dort fortführen, wo demokratische Grundwerte geachtet werden.

Den VCD-Mastodonkanal finden Sie unter: @VCDeV@mstdn.social
Der VCD Hessen-Mastodonkanal veröffentlicht unter: hessen.social/@vcd

 

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news-14469 Thu, 28 Dec 2023 09:19:30 +0100 Bauarbeiten bescheren Wiesbaden neue Bahnverbindungen /startseite/detail/bahnverbindungen-wiesbaden-2024 Dank der umgeleiteten Züge sind Köln und Mannheim von Wiesbaden mit dem ICE in weniger als einer Stunde zu erreichen. Von Mannheim fahren die ICE stündlich wechselnd nach München und Basel SBB weiter. Wiesbaden ist so nur 4 Stunden von München und 3,5 Stunden von Basel entfernt. Wer mit dem Deutschland-Ticket mit der S6 nach Mannheim fährt, braucht 1,5 Stunden.

Nachdem der Wiesbadener Hauptbahnhof im Jahr 2021 wegen der baufälligen Salzbachtalbrücke für ein halbes Jahr abgeschnitten war, wird er im Januar und in der zweiten Jahreshälfte 2024 zu einem quirligen Großstadtbahnhof. Das Ende des zusätzlichen Angebots ist aber vorprogrammiert. Ab 15. Dezember 2024 werden die Anwohner der Riedbahn aufatmen und Wiesbaden seine Verbindungen nach Rheinhessen und Mannheim wieder verlieren.

Als Demonstration, dass Wiesbaden auch künftig nicht nur direkte Verbindungen nach Mainz sondern auch zu anderen Orten auf der rheinland-pfälzischen Rheinseite braucht, sollten die temorär bestehenden Verbindungen gut genutzt werden. Mit den Sparpreisen der DB sind bei rechtzeitiger Buchung auch ICE-Fahrten nach Köln, Mannheim und weiter in Richtung München oder Basel oft preiswerter als gedacht.

Ein Überblick über die Abfahrten vom Wiesbadener Hauptbahnhof gibt die Abfahrtstafel, die als pdf-Datei heruntergeladen werden kann. 

Über die Verbindungen vom Wiesbadener Hauptbahnhof informiert auch ein kurzer Film auf Youtube.

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news-14436 Fri, 22 Dec 2023 15:44:00 +0100 VCD: Aufgabe der Klimaziele im VEP wäre fatales Signal /startseite/detail/vcd-aufgabe-der-klimaziele-im-vep-waere-fatales-signal Fazit: „Der VEP wäre eigentlich ein Schritt in die richtige Richtung. Das Konzept und die enthaltenen Maßnahmen unterstützen das Ziel der Erreichung der Klimaneutralität. Viele, auch kleinere Maßnahme sind zudem geeignet, die Stadt lebenswerter zu machen.“ Aber: „Den Stadtverordneten muss klar sein, dass Sie bei Beschluss des VEP in der vorliegenden Entwurfsfassung das von ihnen beschlossene Ziel, Gießen bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu machen, aufgeben.“

 

Wie kann das sein? „Leider“, so der VCD „sind viele im Entwurf enthaltene Maßnahmen zu unkonkret, um zeitnah die gewünschten Wirkungen zu erzielen, denn „häufig handelt es sich um unnötige Prüfaufträge, weil notwendige Erkenntnisse längst vorliegen.“ Die Folge wären „zeitliche Verzögerungen, die wir uns nicht leisten können, wenn das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden soll.“ Auch seien bei weitem nicht alle geeigneten Instrumente in das Maßnahmenkonzept aufgenommen worden, auch solche nicht, die mit geringem Aufwand, teils auch mit Fördermitteln umsetzbar wären.

 

Mit der so genannten „Vitos-Spange“ - einer zusätzlichen Straßenverbindung zwischen Altem Steinbacher Weg und Licher Straße auf dem Gelände der Vitos-Klinik - habe es zudem eine Maßnahme „in den VEP-Entwurf geschafft“, die für das Ziel der Klimaneutralität und eine menschen- und umweltgerechteStadtentwicklung geradezu kontraproduktiv wäre, da durch sie zusätzlicher Kfz-Verkehr vom Gießener Ring in das Stadtgebiet gelenkt würde. Dies würde vorrangig das Ostpreußenviertel, vor allem die Graudenzer Straße, aber auch die Alfred-Bock-Straße und die Licher Straße zwischen Einmündung „Vitos-Spange“ und Fasanenweg betreffen.

 

„Unabhängig von den Inhalten“ bemängelt der VCD auch die Systematik des Ziel- und Maßnahmenkonzepts, das so wenig geeignet erscheine, „die Maßnahmeerledigung effektiv nachzuhalten und die zeitnahe Evaluation sicherzustellen“.

 

So sei es überhaupt nicht verwunderlich, wenn der Entwurf unter „Fazit und Ausblick“ (S.150) zu dem Ergebnis kommt, „dass das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 von der Stadt Gießen unter den absehbaren Rahmenbedingungen und innerhalb ihrer derzeitigen Gestaltungsmöglichkeiten nicht allein mit eigenen Maßnahmen erreicht werden kann“

 

„Dieser Anspruch muss aber unbedingt aufrechterhalten werden, selbst dann wenn Zweifel an seiner Erreichbarkeit bestehen“, so der VCD. „Im Hinblick auf den Klimawandel und seine Folgen sind ehrgeizige Ziele und konsequentes Handeln auf allen Ebenen notwendig - global, national, aber auch lokal. Es ist unverantwortlich, das Ziel jetzt aufzugeben, obwohl es bis 2035 noch elf Jahre sind.“

 

Der VCD hofft daher, „dass sich die Mehrheit der Stadtverordneten zu dem von ihnen beschlossenen Ziel, Gießen bis 2035 klimaneutral zu machen, bekennt, statt es – „kaschiert“ durch Einbettung in den VEP - aufzugeben. Der VCD sieht hier auch eine deutliche Parallele zur Bundespolitik: „Die Aufgabe der Sektorenziele im Klimagesetz des Bundes, die es vor allem dem Bundesverkehrsminister erlaubt, Klimaschutz im Verkehrssektor hinauszuzögern, ist leider ein ganz schlechtes Vorbild, an dem sich die Stadt Gießen nicht orientieren sollte.“

 

Die Stellungnahme des VCD mit umfangreichen Vorschlägen zur Systematik, zu Handlungsansätzen und Maßnahmen ist auf der Homepage des Kreisverbandes nachzulesen:  https://hessen.vcd.org/fileadmin/user_upload/Hessen/Verbaende/Giessen/Stellungnahme_VEP-Entwurf.pdf.
 

Wer Fragen hat, sende bitte eine E-Mail an giessen@vcd.org. Vor allem zur so genannten „Vitos-Spange“ will der VCD im neuen Jahr weiter aktiv werden und bittet um baldige Kontaktaufnahme insbesondere durch potenziell Betroffene, die sich hieran beteiligen möchten.

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news-14426 Sun, 17 Dec 2023 12:09:16 +0100 Ein Plan für Mobilität im ländlichen Raum /startseite/detail/default-d31455a3386a708490f366803d01186e news-14425 Sun, 17 Dec 2023 12:04:20 +0100 Pressemitteilung des VCD Wetterau-Vogelsberg zum Plan für ländliche Mobilität im ländlichen Raum /startseite/detail/default-aadc17ef380940bb47ea442a0a5a31ba news-14409 Thu, 14 Dec 2023 14:15:25 +0100 Hessische Verkehrsverbände: Koalitionsvertrag noch zu unkonkret bei Stärkung von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr /startseite/detail/hessische-verkehrsverbaende-koalitionsvertrag-noch-zu-unkonkret-bei-staerkung-von-oepnv-rad-und-fussverkehr Um die Gleichberechtigung der Verkehrsträger zu erreichen, bedarf es der gerechten Flächenverteilung zugunsten des Fuß- und Radverkehrs und mehr Engagement für Bus und Bahn. Die Bürgermeister:innen der Kommunen sind hierfür auf ein modernes Straßenverkehrsgesetz angewiesen, das ihnen mehr Selbstbestimmung ermöglicht. Dafür muss sich die neue Landesregierung im Bundesrat schnell einsetzen.

Zur Unterstützung der Kommunen sollten außerdem etablierte Ansätze wie die erfolgreiche Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH), der hessischen Qualitätsstandards und Musterlösungen und der Nahmobilitätsrichtlinie fortgeführt werden – die Mobilitätsverbände vermissen hierzu das nötige klare Bekenntnis im Koalitionsvertrag.

Die Finanzierung der Verbünde auf planungssichere Füße zu stellen, ist zu begrüßen und überfällig. Ein solides Grundnetz für den ÖPNV in ganz Hessen ist notwendig. Dies sollte in den verkehrspolitischen Planungen oberste Priorität haben, bevor über Neu- und Ausbauprojekte im Bereich Straße, wo bereits ein gutes Netz vorliegt, nachgedacht wird.

„Wir begrüßen sehr, dass die Landesregierung sich zum Ziel gesetzt hat, dass niemand im Verkehr schwer verletzt oder getötet wird, dass Mobilität klimaneutral und der Umweltverbund insgesamt gestärkt werden soll. Diese abstrakten Ziele müssen nun mit konkreten und nachprüfbaren Zwischenzielen untermauert werden. Wir brauchen eine deutliche Beschleunigung des Ausbaus von Radwegen sowohl in den Kommunen als auch an den Landesstraßen. Es ist gut, dass die Finanzierung straßenbegleitender Radwege und die Förderung der Kommunen beim Radwegebau mindestens im gleichen Umfang weitergeführt werden sollen. Mehr Radwege bedeuten auch, dass Kinder eine Chance auf frühe Selbstständigkeit erhalten und mehr Menschen in Hessen überhaupt eine Wahl des Verkehrsmittels bekommen.“ sagte Ansgar Hegerfeld, der Landesvorsitzende des ADFC Hessen.

„Erfreulich ist, dass es der Fußverkehr in den Koalitionsvertrag geschafft hat und mit ‚besonderer Aufmerksamkeit‘ bedacht werden soll. Dass das Auto weiterhin ‚unverzichtbar‘ sein soll, ist allerdings ein Affront gegen alle autofrei lebenden Menschen in Hessen und stellt das Ziel der freien Wahl des Verkehrsmittels in Frage. Wir begrüßen, dass die Einrichtung von Querungshilfen erleichtert werden soll und sind nun auf Details gespannt“, erklärt Markus Schmidt vom Fuss e.V.

„Autobahnen sind der neuen Koalition heilig“, kritisiert Anja Zeller für den VCD Hessen. „Das dürfte vor allem die Frankfurter:innen enttäuschen, die im Wahlkampf für schöne Bilder hergehalten haben. SPD Abgeordnete hatten Bäume gepflanzt, wo nun ein zehnspuriger Ausbau im Westen Frankfurts zu erwarten ist. Unverständlich ist auch, dem maximal subventionierten Flughafen Kassel-Calden neues Leben einhauchen zu wollen und sich mehr Flugverkehr zu wünschen. Nachhaltig zu fliegen bleibt jedoch ferne Zukunftsmusik und damit Augenwischerei. Auch „Autonomes Fahren“ wird es in großem Stil so bald nicht geben. Schneller und sinnvoller einzuführen wäre ein Nachtflugverbot für die Region Frankfurt-Rhein-Main von 22 bis 6 Uhr.“

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news-14385 Mon, 11 Dec 2023 16:33:08 +0100 VCD: Zum Fahrplanwechsel kaum Verbesserungen im Gießener Busverkehr /startseite/detail/vcd-zum-fahrplanwechsel-kaum-verbesserungen-im-giessener-busverkehr Groß war die Aufbruchstimmung im Jahr 2022: Mit dem neuen Nahverkehrsplan hatte die Stadtverordnetenversammlung den Auftrag erteilt, das "Zielkonzept Stadtbus 2023+" umzusetzen. In vier jährlichen Stufen sollen bis Dezember 2026 das Fahrtenangebot um 50% erhöht  und mehrere neuen Buslinien im Stadtgebiet eingeführt werden. Der erste Baustein sollte am 10.12.2023 starten: So sollten jetzt die Linien 3 und 13 auf direktem Weg vom neuen Friedhof über Oswaldsgarten, Berliner Platz und Ludwigstraße zum Schwarzacker oder Schlangenzahl fahren, die neue Linie 14 vom Sandfeld über Berliner Platz und Ulner Dreieck zum Dialysezentrum. Das Linientaxi 2 sollte durch eine feste Buslinie mit der Nummer 12 ersetzt werden, die vom Gewerbegebiet West bis ins Europaviertel fährt. Doch all diese Pläne werden nun zum aktuellen Fahrplanwechsel nicht umgesetzt. Begründet wird das mit dem bisher nicht abgeschlossenen Umbau der Ludwigstraße, der noch bis mindestens Mai andauern wird. Dass man neue Linien nicht auf gesperrten Straßen in Betrieb nehmen kann, weiß auch der VCD. Doch wenigstens zum „kleinen Fahrplanwechsel“ im Sommer 2024 sollte die Stadt nach Ansicht des VCD die erste Stufe des neuen Buskonzepts realisieren können. Hieran bestehen Zweifel, denn die Onlineauskunft zeigt bisher, dass die Busse auch im Herbst noch auf den alten Linien fahren sollen. Der VCD kritisiert auch, dass auf der Linie 17, die das US-Depot erschließt, keine Taktverbesserung vorgenommen wird. Dort kommt morgens der erste Bus um 7:05 Uhr an, obwohl der Schichtwechsel bei den großen Logistikunternehmen laut Verkehrsuntersuchungen morgens schon zwischen 5 Uhr und 7 Uhr erfolgt. Der abendliche Schichtwechsel findet zwischen 21 Uhr und 23 Uhr statt, doch der letzte Linienbus verlässt das ehemalige US-Depot bereits um 21:41 Uhr. Für die 2.250 täglichen An-/Abfahrten der Beschäftigten bietet die Stadt demnach kein ausreichendes ÖPNV-Angebot. Dabei wäre es leicht, so der VCD, „morgens vor Schulbeginn und abends nach 21 Uhr die Busse fahren zu lassen, wo sie nun stattdessen auf dem Betriebshof der Stadtwerke ungenutzt stehen.“ Der Verkehrsclub bezweifelt angesichts dieses Fahrplans, dass das Fahrtenangebot der Linie 17 mit dem neuen Großbetrieb abgestimmt wurde. „Wenn auch nur 10% der Beschäftigten den Bus nutzen würden, käme es schon zu Kapazitätsproblemen“, so der VCD.

Der VCD hätte sich zudem gewünscht, dass weitere Maßnahmen aus dem beschlossenen Nahverkehrsplans (NVP) mit dem jetzigen Fahrplanwechsel umgesetzt werden. So empfiehlt der NVP, bis zu 21 neue Bushaltestellen an bestehenden Buslinien „sofort“ umzusetzen, so z.B. in beiden Richtungen je eine neue Haltestelle in der Grünberger Straße in Höhe der Straße „Am Brennofen“, an der viele der Stadtbuslinien stadteinwärts wie stadtauswärts halten könnten. Auch im Bereich Nordanlage empfiehlt der NVP, dass in beiden  Richtungen eine   Haltestelle „Wetzsteinstraße“ sofort in Betrieb gehen soll und von den Linien 3 und 13 angefahren wird. Hierdurch könnten die dortigen Wohngebiete, die Innenstadt und die Ricarda-Huch-Schule mit kurzen Fußwegen ans Stadtbusnetz angeschlossen werden.

Der VCD bedauert, dass auch die im NVP-Entwurf vorgesehenen Bushaltestellen „Rinn’sche Grube“ und „Wellersburgring“ in der Marburger Straße dieses Jahr wieder nicht in Betrieb gehen konnten, obwohl im Haushalt dafür sogar Finanzmittel eingestellt waren. „Wir hoffen, dass diese Haltestellen nun zügig hergestellt werden. An vielen anderen Stellen reicht es „fürs Erste“, ein Haltestellenschild aufzustellen. Eine Haltestelle ohne Wartehalle und Hochbord ist immer noch besser als keine Haltestelle“, so der Verkehrsclub. Diese Verbesserungen könnten auch im laufenden Fahrplanjahr umgesetzt werden.

Immerhin einen „Lichtblick“ sieht der VCD auf der Linie 1 in Lützellinden, die endlich eine Bushaltestelle im Gewerbegebiet Rechtenbacher Hohl erhält. Dorthin fuhr der Bus zum Wenden schon seit vielen Jahren, doch Ein- und Aussteigen durfte niemand, obwohl dies der VCD, der Fahrgastbeirat und der Ortsbeirat schon seit Jahren (!) gefordert haben.

Jenseits des Fahrplanwechsels zeigt sich der Verkehrsclub enttäuscht darüber, dass der Busverkehr auch in diesem Jahr an Heiligabend schon um 17 Uhr eingestellt werden soll. Bereits 2017 hatte der Fahrgastbeirat darum gebeten, dass Angebot auch nach 17 Uhr aufrechtzuerhalten, damit z. B. Beschäftigte des Klinikums oder auch Gottesdienstbesucher und -besucherinnen am Abend noch den Bus nutzen können. Auch wird der spätere Abend von vielen Jüngeren seit Jahren gerne zum Ausgehen genutzt. Kurz: Mobilität findet auch an Heiligabend statt - und damit besteht auch ein Bedarf an öffentlichem Personennahverkehr. Der VCD fragt: „Warum wird der Fahrgastbeirat als Beratungsgremium und Interessenvertretung der ÖPNV-Nutzenden so wenig ernst genommen?“

Resümee des Verkehrsclubs: „Die Richtung stimmt ja, aber der ÖPNV-Ausbau findet in Gießen teilweise noch im Schneckentempo statt. Das verträgt sich auch nicht mit dem Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2035, für das es eines attraktiven ÖPNV bedarf.“

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news-14424 Sun, 10 Dec 2023 11:37:00 +0100 Bürgerbus in Gemünden startet! /startseite/detail/buergerbus-in-gemuenden-startet news-14379 Sat, 09 Dec 2023 16:42:44 +0100 VCD Lärmspaziergang mit der DUH in Fulda /startseite/detail/vcd-laermspaziergang-mit-der-duh-in-fulda Am Montag, den 11. Dezember 2023, laden der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Hessen und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zu einem Lärmspaziergang mit Hand-Messgerät durch Fulda.

Treffpunkt und Start: 11 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz - Dauer ca. 50 Minuten - Einkehrmöglichkeit zur Nachbesprechung im Café Ideal

Mit einem Hand-Messgerät gehen wir durch die lautesten Straßen Fuldas, an denen viele Menschen wohnen, und diskutieren verkehrsberuhigende Maßnahmen.

Hintergrund: Kommunen sind gesetzlich verpflichtet, etwas gegen Lärm zu tun und die Öffentlichkeit dabei einzubeziehen. Lärm hat starke Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit: Schlafstörungen, Gehörschäden, Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck und kognitive Beeinträchtigungen bei Kindern können die Folge sein.

Mehr Infos: https://www.duh.de/projekte/ruhebitte/

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news-14361 Mon, 04 Dec 2023 11:30:35 +0100 Erfolgreich fürs Klima geradelt /startseite/detail/erfolgreich-fuers-klima-geradelt Die Ulstertalschule in der Rhöngemeinde Hilders ist aktiv für den Klimaschutz. Im
Frühjahr 2023 hatte die Schulklasse 8b 5714 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt und damit
799,96 kg klimaschädliches Kohlendioxid, das durch Autoverkehr, zum Beispiel Elterntaxis,
entstanden wäre, eingespart. Josef Liebhart und Dr. Harald Häußer-Mischlich von der VCD Regionalgruppe „Verkehrswende Fulda“ übergaben zusammen mit VCD Landesgeschäftsführerin Anja Zeller kürzlich sowohl die Urkunde des Verkehrsclub Deutschlands (VCD) als auch Fahrradtrinkflaschen der Firma Schwalbe als Preise. Anja Zeller freute sich besonders, dass die Ulstertalschule nicht zum ersten Mal bei der Fahrradklimaschutzaktion teilgenommen hat. Auch eine Wiederholung im nächsten Jahr ist nicht ausgeschlossen! Ziel der Jugendaktion des VCD ist es, Heranwachsende für selbstbestimmte, gesunde und umweltfreundliche Mobilität zu begeistern. Über 1 Million Kilometer wurden in diesem Jahr im Rahmen der Kampagne bundesweit mit dem Rad zurückgelegt. Besonders kräftig hat die Klasse 8b der Ulstertalschule in der hessischen Rhön die Pedale getreten und gehört deshalb zu den Preisträgerinnen 2023der Jugendkampagne „FahrRad!“.

Wie geht es weiter im nächsten Jahr? Alle Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren sind herzlich eingeladen, sich für die Klima-Tour des VCD 2024 anzumelden und zwischen März und August ihre Wege im Alltag auf dem Fahrrad zurückzulegen (zur Schule, zum Ballett, zum Fußball). Voraussetzung ist die Anmeldung als Gruppe, zum Beispiel als Klasse, Jugendkreis, Familie. Jeder erradelte Kilometer wird aufgeschrieben, zusammengerechnet und ins Internet übertragen. Es gibt viele Preise zu gewinnen, zum Beispiel 500 Euro für die Klassenkasse!
https://www.klima-tour.de/wie-funktionierts

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news-14343 Fri, 01 Dec 2023 09:02:17 +0100 Zur gescheiterten Novelle des Straßenverkehrsgesetzes /startseite/detail/zur-gescheiterten-novelle-des-strassenverkehrsgesetzes-1 Zur gescheiterten Novelle des Straßenverkehrsgesetzes

VCD Hessen kritisiert Landesregierung: Die Blockade im Bundesrat schadet den Kommunen.

Kassel, 1.12.2023. Die Novellierung des Straßenverkehrsgesetzes ist am letzten Freitag im Bundesrat gescheitert. Auch die hessische Landesregierung hat sich enthalten. Damit hat sie ein modernes Verkehrsrecht und mehr Verkehrssicherheit verhindert und lässt die hessischen Kommunen im Stich. Denn Fakt bleibt: Städte und Gemeinden brauchen mehr Freiheit, um Unfallrisiken im Straßenverkehr zu verringern und der „Vision Zero“ von null Verkehrstoten näherzukommen.
In Hessen haben bereits 116 Kommunalparlamente parteiübergreifend beschlossen, der Initiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten" beizutreten. Das sind die Vertreterinnen und Vertreter von bereits 53 % der hessischen Bevölkerung. Die Kommunen wissen selbst am besten, welche Geschwindigkeiten vor Ort die richtigen sind und wo Handlungsbedarf steckt.

Die Parteien der wahrscheinlich zukünftigen Landesregierung, CDU und SPD, haben in ihrem Sondierungspapier zu Beginn der Koalitionsgespräche angekündigt, die Kommunen besser in den Blick nehmen und unterstützen zu wollen. Umso unverständlicher war die Entscheidung am letzten Freitag im Bundesrat (der noch aktuellen Landesregierung), der bereits im Bundestag beschlossenen Novellierung des Straßenverkehrsgesetzes nicht zuzustimmen, welches genau das vorhat: Den Kommunen mehr Handlungsspielräume bei verkehrlichen Anordnungen zu ermöglichen. Es geht dabei u.a. um mehr Gesundheitsschutz und die Vermeidung von Unfallrisiken für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

Anja Zeller, VCD Landesgeschäftsführerin in Hessen: „Wir fordern Boris Rhein auf schnell eine Einigung im Sinne der Kommunen zu erwirken und die Einrichtung eines Vermittlungsausschuss zu unterstützen.“

 

Hintergrund:
Deutschlandweit fordern in einer parteiübergreifenden Initiative über 1000 Städte und Gemeinden mehr Handlungsspielraum zugunsten verkehrlicher Maßnahmen, wie die Einführung von Tempo 30. Durch die Blockade müssen sie darauf vorerst verzichten und sich weiterhin dem veralteten, obrigkeitsstaatlichen und bürokratischen Straßenverkehrsrecht aus der Kaiserzeit unterwerfen.

116 Kommunen in Hessen haben bereits – parteiübergreifend – zugestimmt.

www.lebenswerte-staedte.de

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news-14342 Fri, 01 Dec 2023 08:58:53 +0100 Zur gescheiterten Novelle des Straßenverkehrsgesetzes /startseite/detail/zur-gescheiterten-novelle-des-strassenverkehrsgesetzes Die Novellierung des Straßenverkehrsgesetzes ist am letzten Freitag im Bundesrat gescheitert. Auch die hessische Landesregierung hat sich enthalten. Damit hat sie ein modernes Verkehrsrecht und mehr Verkehrssicherheit verhindert und lässt die hessischen Kommunen im Stich. Denn Fakt bleibt: Städte und Gemeinden brauchen mehr Freiheit, um Unfallrisiken im Straßenverkehr zu verringern und der „Vision Zero“ von null Verkehrstoten näherzukommen.
In Hessen haben bereits 116 Kommunalparlamente parteiübergreifend beschlossen, der Initiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten" beizutreten. Das sind die Vertreterinnen und Vertreter von bereits 53 % der hessischen Bevölkerung. Die Kommunen wissen selbst am besten, welche Geschwindigkeiten vor Ort die richtigen sind und wo Handlungsbedarf besteht.

Die Parteien der wahrscheinlich zukünftigen Landesregierung, CDU und SPD, haben in ihrem Sondierungspapier zu Beginn der Koalitionsgespräche angekündigt, die Kommunen besser in den Blick nehmen und unterstützen zu wollen. Umso unverständlicher war die Entscheidung am letzten Freitag im Bundesrat (der noch aktuellen Landesregierung), der bereits im Bundestag beschlossenen Novellierung des Straßenverkehrsgesetzes nicht zuzustimmen, welches genau das vorhat: Den Kommunen mehr Handlungsspielräume bei verkehrlichen Anordnungen zu ermöglichen. Es geht dabei u.a. um mehr Gesundheitsschutz und die Vermeidung von Unfallrisiken für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

Anja Zeller, VCD Landesgeschäftsführerin in Hessen: „Wir fordern Boris Rhein auf schnell eine Einigung im Sinne der Kommunen zu erwirken und die Einrichtung eines Vermittlungsausschuss zu unterstützen.“

Hintergrund: Deutschlandweit fordern in einer Initiative über 1000 Städte und Gemeinden mehr Handlungsspielraum zugunsten verkehrlicher Maßnahmen, wie die Einführung von Tempo 30. Durch die Blockade müssen sie darauf vorerst verzichten und sich weiterhin dem veralteten, obrigkeitsstaatlichen und bürokratischen Straßenverkehrsrecht aus der Kaiserzeit unterwerfen. 116 Kommunen in Hessen haben bereits zugestimmt.
www.lebenswerte-staedte.de

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news-14312 Tue, 21 Nov 2023 07:21:30 +0100 VCD Rhein-Main begrüßt neue Finanzierungsmodelle für den Frankfurter ÖPNV /startseite/detail/vcd-rhein-main-begruesst-neue-finanzierungsmodelle-fuer-den-frankfurter-oepnv „Für den VCD steht allerdings eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung an erster Stelle der von der Stadt untersuchten Maßnahmen“, sagt Anja Zeller vom VCD. „Sie beteiligt die Nutznießer an den Kosten der Parkplätze und hilft gleichzeitig den Parkdruck und den Suchverkehr in den Straßen der Stadt zu mindern.“ Sie verbessere auch die Luftqualität. Genau aus diesem Grund wurde sie bereits in den innenstadtnahen Stadtteilen gerichtlich angeordnet.

Auch von einer guten ÖPNV-Anbindung profitieren viele, bisher gratis: Hotels, Gastronomie, Arbeitgeber, Haus- und Wohnungsbesitzer. Ein interessanter Ansatz ist es, diese Nutznießer an der Finanzierung zu beteiligen.
Gerade im Ballungsraum bedeutet ein guter ÖPNV-Anschluss eine erhebliche Wertsteigerung der eigenen Immobilie. Bisher bekam jeder Investor diese Wertsteigerung als kostenlose Zugabe der Kommune. Für den VCD ist es deshalb nur fair, wenn die Kommune die Profiteure an den Errichtungs- und Betriebskosten des Bus- und Bahnnetzes beteiligt.
Der Vorteil beschränkt sich nicht auf den Grundstückswert: Arbeitgeber müssen weniger Mitarbeitendenparkplätze bereitstellen und seit der Einführung des 49-Euro-Tickets auch nur noch wenig für ein Jobticket bezahlen. Einzelhandel und Gastronomie kommen mit wenigen Kundenparkplätzen aus – die Zeil erreichen bspw. fast zwei Drittel der Einkaufenden mit dem ÖPNV. Hotels in Haltestellennähe profitieren von bequemer Anreise. Großveranstalter können einen zuverlässigen Zugang zu Veranstaltungen gewährleisten.

Wie die zermürbende Diskussion um den Erhalt des Deutschlandtickets zeigt, braucht es eine solide Finanzierung, nicht nur für einfaches und bezahlbares Ticketing, sondern auch für die Angebotsbereitstellung von Bussen und Bahnen.
 
Wie die von der Stadt beauftragte Untersuchung zeigt, könnte die Landesregierung hier mit einer Gesetzeserweiterung die Nutznießerfinanzierung ermöglichen und so im unsäglichen Streit mit dem Bund um die Finanzierung eines guten ÖPNV-Angebots und des Deutschlandtickets punkten. Auch der Bund hätte die Möglichkeit den Städten mehr Spielraum für die Finanzierung umweltfreundlicher Angebote auf Schienen und Straßen zu geben: Er könnte ihnen die Entscheidungsfreiheit für oder gegen eine City-Maut erteilen. Auch die Umlandgemeinden wären dadurch stärker gefordert, sich an einem guten ÖPNV-Netz in Richtung Frankfurt zu beteiligen und nicht die Kooperation beim Ausbau des Netzes zu verweigern, so wie in der Vergangenheit immer wieder geschehen.

Oberstes Ziel muss die Aufrechterhaltung und Erweiterung des Verkehrsangebots sein. Bei der aktuellen Entwicklung der Verbundfinanzen drohen Angebotskürzungen in Stadtverkehren - so wie sie bereits bspw. in Offenbach umgesetzt wurden und nun auch für Wiesbaden im Raum stehen.
Es ist keine Zeit, sich weitere sündhaft teure "On demand-Verkehre" anstelle von Busverkehren zu leisten oder weitere unwirtschaftliche Wasserstofftriebwagen anstelle von Batterietriebwagen für nicht- bzw. nur teilelektrifizierte Bahnstrecken.

Hintergrund Nutznießerfinanzierung:
Unter Nutznießerfinanzierung sind zweckgebundene Abgaben zu verstehen, die von den Kommunen erhoben werden, um das ÖPNV-Angebot kontinuierlich zu verbessern. Der VCD schlägt schon lange vor, die unmittelbaren Nutznießer des ÖPNV an der Finanzierung zu beteiligen: Unternehmen, Veranstalter, Einzelhändler, Immobilienbesitzer und auch Autofahrende. Sie profitieren ebenfalls von einem besseren ÖPNV-Angebot.

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news-14265 Sun, 12 Nov 2023 11:49:57 +0100 Fairkehr-Stammtisch /startseite/detail/fairkehr-stammtisch-15 Am 21.11.2023 findet um 19 Uhr der Fairkehr-Stammtisch in der Pizzeria Milano , Bahnhofstr. 2 in Alsfeld statt. 

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news-14263 Fri, 10 Nov 2023 14:35:27 +0100 Große Sorge um die Verkehrswende in Hessen - CDU-SPD-Sondierungspapier /startseite/detail/grosse-sorge-um-die-verkehrswende-in-hessen CDU und SPD hatten sich recht unterschiedlich in ihren Wahlprogrammen zur Verkehrspolitik geäußert. Ein Blick in den Berliner Landtag lässt ahnen, dass die SPD ihre verkehrspolitischen Ziele pro Umweltverbund in einer Koalition mit der CDU schnell aufgeben wird. Wir fordern CDU wie SPD auf, weiter daran zu arbeiten,

    • allen Menschen in Hessen, egal ob auf dem Land oder in der Stadt, gleichberechtigte Mobilitätsangebote zu schaffen
    • die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmenden in Hessen mit dem Ziel #visionzero zu erhöhen und CO2-Einsparungen im Verkehr zu erreichen.

Mit der Priorisierung der umweltverträglichen Verkehrsarten und der mindestens genauso dringlichen Antriebswende geht keine Diskriminierung des Kfz-Verkehrs einher. Vielmehr wird das Mobilitätsangebot für alle Menschen in Hessen, auch der Vielen, die aus den verschiedensten Gründen keinen Pkw fahren können, verbessert und die Teilhabe aller Menschen garantiert.
Die bisherige infrastrukturelle Benachteiligung von Zufußgehenden und Radfahrenden gilt es deshalb zügig zu beenden, Bus- und Schienenangebote zu erhalten, zu erweitern, zu elektrifizieren und barrierefrei zu gestalten. Auch braucht es attraktive Angebote, um verschiedene Verkehrsträger sinnvoll zu kombinieren und den Wechsel vom einen auf den anderen so einfach und bequem wie möglich zu gestalten.
Statt dreier Gesetze (hessisches Straßen-, ÖPNV- und Nahmobilitätsgesetz) fordern wir integrierte Ansätze und Planungen, die in den Städten und in ländlichen Regionen ein freies Fort- und wieder Heimkommen ermöglichen, egal ob unter der Woche oder samstags, sonntags und an Feiertagen.

Wir haben unsere Forderungen bereits in einem hessischen „Verkehrswendegesetz“ formuliert, das fast wortgleich von der SPD-Fraktion im September 2023 in den Landtag eingebracht wurde. Als Teil der „Initiative Verkehrswende Hessen“ fordert der VCD Hessen, dass auch in der neuen Legislatur spürbare Schritte unternommen werden, die Verkehrswende in Hessen voranzubringen und Verbesserungen hinsichtlich Klimaschutz, Gesundheitsschutz und Verkehrssicherheit für die Menschen erreicht werden.Wichtige Punkte im Einzelnen:

Hessen ist stark für die Schiene. Verbesserungen im Nahverkehr von Nöten
Der Frankfurter Fernbahntunnel ist für den Deutschlandtakt von Bedeutung. Sofern der Tunnel auch für Verbesserungen im Nahverkehr sorgen soll, halten wir die folgenden oberirdischen Maßnahmen für unumgänglich. Wir erwarten von der neuen hessischen Landesregierung entsprechende Forderungen auf Bundesebene und eigenes Engagement:
    • Ausbau des Frankfurter Südbahnhofs mit mehr Bahnsteigen und zusätzlichen Ausgängen an der Schweizer Straße für höhere Zugdichte und Fahrgastaufkommen
    • Ausbau zwischen den Tunnelanschlüssen und den Hauptbahnhöfen in Offenbach und Hanau inkl. Geschwindigkeitserhöhung und viergleisiger Einfahrt in den Hauptbahnhof Offenbach zwecks Kapazitätserhöhung
    • Schaffung von Überleitstellen an der nordmainischen Bahnstrecke, um S-Bahngleise auch in Taktlücken durch andere Regional- oder Güterzüge befahren zu können
    • Ausbau zwischen Frankfurt-Flughafen Fernbahnhof und Mainz-Gustavsburg mit drei bis vier Gleisen samt Umbau des Bahnhofs Mainz-Bischofsheim für höhere Streckenkapazität
    • Umbau Hanaus für höhere Durchfahrtgeschwindigkeiten auf der Achse Frankfurt – Würzburg. Zusätzliche Schaffung weiterer Bahnsteiggleise für Durchbindungen (bspw. Friedberg – Frankfurt)

Hessen ist stark für die Schiene. Auch außerhalb des Großraums Frankfurt
    • Ausbau der Main-Weser-Bahn zwischen Friedberg und Gießen für dichteren Regional- und schnelleren Fernverkehr. Die Main-Weser-Bahn wird zwischen Frankfurt und Friedberg durch die Einrichtung neuer S-Bahngleise ausgebaut. Der Ausbau der anschließenden Strecke ist zwischen Friedberg und Gießen voranzutreiben, da hier die Streckenauslastung durch vermehrten Güterverkehr massiv steigen wird. Zugleich besteht starker Handlungsbedarf für mehr Personenverkehr. Als Landesregierung sollten Sie den Ausbau auch auf Bundesebene forcieren.
    • Schaffung wirklicher Barrierefreiheit in Form von stufenlosen Einstiegen an allen hessischen Bahnsteigen in alle hessischen Züge. Hierzu müssen Einstiegshöhe in den Fahrzeugen an die Bahnsteighöhen angepasst werden. Dies muss zwingend bei jeder Neubeschaffung oder Ergänzung erfolgen. Unpassende Fahrzeugbeschaffungen mit Wiedereinsatzgarantien – wie zuletzt auf der Kinzigtalbahn – sollen vermieden werden.
    • Für die S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet ist ein Konzept zu erstellen, wie an allen Stationen die Züge ohne fremde Hilfe oder Hublifte betreten werden können.
    • Auf allen hessischen Bahnstrecken einen täglichen Stundentakt von mindestens 5 bis 23 Uhr
    • Ausweitung des schnellen Regionalverkehrs: RegionalExpress-Züge sollen stündlich auf denen zentralen Bahnstrecken schnelle Verbindungen zwischen den Regionen Hessens selbst sowie zu seinen Nachbarländern herstellen. Dafür können Fernverkehrsstrecken zwischen Wiesbaden und Frankfurt sowie Darmstadt und zwischen Hanau, Schlüchtern und Fulda mitgenutzt werden.
    • Durchbindung von RE-Linien in Nord-Süd-Richtung (Nordhessen / Mittelhessen – Südhessen) bzw. in Ost-West-Richtung (Osthessen / Unterfanken – Rheingau / Rheinhessen)
    • Schaffung von schlanken Anschlüssen zwischen RE-Zügen, Fernverkehrszügen sowie den  abzweigenden Bahnstrecken
    • Vorantreiben von Streckenreaktivierungen – neben Lumdatalbahn, Horlofftalbahn, Neu-Isenburg auch Wiesbaden – Bad Schwalbach (- Limburg), Wächtersbach – Bad Orb, Brandoberndorf – Wetzlar, Salzbödebahn (Marburg – Bad Endbach), Ohmtalbahn (Kirchhain – Homburg), Bad Hersfeld – Niederaula – Alsfeld, Gerstungen – Heimboldshausen – Bad Salzungen ...
    • Schaffung einer zuverlässigen, stündlichen Busverkehrsanbindung an jede Kommune mindestens von 5 bis 23 Uhr, Montag bis Sonntag
    • On-demand-Verkehre sind kostspielig – für die Betreibenden und die Nutzenden. Sie sollen vordringlich die letzte Meile überbrücken und nicht etwa bestehende Stadtbusverkehre ersetzen. In der vorhandenen Qualität sind sie ungeeignet für selbständige Mobilität von Menschen mit körperlichen Einschränkungen und nur gegen Aufpreise nutzbar. Beides schließt Menschen aus.
    • Aktive Förderung von regionalen Verlängerungen bestehender Straßen- und Stadtbahnstrecken ins Umland – bspw. zwischen Frankfurt und Offenbach, Neu-Isenburg, Langen oder Bad Vilbel sowie zwischen Darmstadt, Groß-Zimmern, Weiterstadt, Riedstadt und Langen. Sowie der Einrichtung einer Schnellstraßenbahn zwischen Bad Vilbel und Neu-Isenburg über Offenbach und Frankfurt (Fechenheim, Unfallklinik) als Regionaltangente Ost.
    • Anreize für kommunale Straßen- bzw. Stadtbahnen sind zu schaffen, so dass Stadt- und Kreisgrenzen überschritten und neue Strecken gebaut werden können. Dies gilt insbesondere für finanzschwache Kommunen mit starkem Verkehrsaufkommen wie beispielsweise Offenbach.
    • Nach Vorbild von Schleswig-Holstein sollte das Land Hessen eine Flotte von Akkutriebwagen beschaffen, die vorhandene Dieselzüge ersetzen. Eine eigene Flotte ermöglicht einen flexibleren Einsatz, wenn auf rein elektrische Züge umgestellt werden kann.
    • Schaffung eines „Hessentarifs“ als Vereinfachung des Tarifangebots im hessischen ÖPNV:
Mit dem Hessenticket, den  hessenweiten Schüler- und Seniorentickets sowie dem Deutschlandticket und dem Hessenpass Mobil wurden beliebte und einfache Tickets eingeführt. Das bestehende Tarifangebot der drei hessischen Verkehrsverbünde NVV, RMV und VRN besteht aber weiterhin aus einer unübersichtlichen Anzahl an parallel gültiger Fahrkarten, die durch hessen- bzw. deutschlandweite Fahrkarten nur noch selten verkauft werden, und daher deutlich reduziert oder in der Preisregelung vereinfacht werden können: bspw. durch Reduzierung der Preisstufen, Abschaffung von Sonderbepreisungen, etwa kommunal subventionierter Fahrkarten. Im Gegenzug sollten alle Fahrkarten – auch Einzeltickets – hessenweit über die bestehenden Tarifverbundgrenzen und Übergangstarifgebiete hinaus und zu attraktiven Konditionen erhältlich sein.

Stopp des Autobahnausbaus
Hessen ist als wichtiger Verkehrsknoten gut versorgt mit Straßen. Der Kurs Erhalt vor Neubau ist beizubehalten. Bereits heute leiden viele Menschen unter Lärm- und Feinstaubbelastung. Den Städten bringen neue Autobahnen keine Entlastung, sondern noch mehr Verkehr ohne zusätzlichen Nutzen.

Lückenschlüsse zuerst
Davon gibt es in Hessen reichlich: Lücken im Radnetz, im Bahn- und Busangebot. Wir fordern, Lückenschlüsse zu priorisieren, natürlich auch im bereits elektrifizierten Eisenbahnnetz (Odenwaldbahn, Lahntalbahn, Vogelsbergbahn, Dreieichbahn, „Stockheimer Lieschen“).

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news-14219 Sat, 28 Oct 2023 16:27:50 +0200 Kostenloser Fahrradverleih - demnächst auch in Friedberg /startseite/detail/kostenloser-fahrradverleih-demnaechst-auch-in-friedberg