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Wiesbaden & Rheingau-Taunus

Ländchesbahn: Schienenersatzverkehr vom 22. Juli bis vrs. 5. September 2022 wegen Bahnsteigumbauten

Bis vorraussichtlich 5. September 2022 fahren keine Züge auf der Ländchesbahn zwischen Wiesbaden und Niedernhausen. Der Grund sind Bauarbeiten, um die Bahnsteige für den Einsatz von Triebwagen mit hohen Einstiegen zu ertüchtigen. Bisher auf der Taunusbahn eingesetzte Triebwagen, die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember durch Wasserstoff-Triebwagen ersetzt werden, sollen künftig auf der Ländchesbahn fahren. Ihre Einstiege liegen aber 78 cm über der Schienenoberkante, womit die Stufe von den bisherigen Bahnsteigen der Ländchesbahn ohne Umbauten zu hoch wäre. Mit den Umbauten wird auch der Bahnsteig in Erbenheim auf die andere Seite der Schienen verlegt. Dies haben der VCD, der Verein "Wiesbaden neu bewegen e.V." sowie Pro Bahn & Bus in Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren kritisiert, da der neue Bahnsteig einem zweiten Gleis für Zugkreuzungen im Weg liegt, das bei einem Ausbau der Strecke für einen dichteren Takt benötigt würde.

Das Eisenbahnbundesamt wies entsprechende Bedenken der Verbände sowie des Rheingau-Taunus-Kreises aber lapidar ab. Der Behörde seien „keine Anhaltspunkte bekannt, die auf einen hinreichenden Konkretisierungsgrad” des Ausbaus der Ländchesbahn hinweisen würden. Auch habe die DB Netz AG keine Bedenken angemeldet, sich aber auch generell nicht zum Planfeststellungsverfahren geäußert. Absehbare Entwicklungen, wie neue Baugebiete in Erbenheim, die Ansiedlung des Bundeskriminalamtes sowie die Entwicklung eines neuen Stadtteils am Ostfeld, ließ das Eisenbahn-Bundesamt in seiner Entscheidung unberücksichtigt.In einer Pressemitteilung haben die Verbände diese Ablehnung und die schlechte Abstimmung zwischen Stadt Wiesbaden, DB Station und Service, DB Netz und RMV kritisiert. Bei Investitionen müsse die Zukunftsfähigkeit von Strecken berücksicht werden, anstatt sie durch kurzfristige Sichtweise und selbst gemachte Sachzwänge, wie die Umsetzung von speziell für Strecken mit Hochbahnsteigen beschaffte Triebwagen, zu verbauen. 

Die Pressemitteilung als pdf-Datei finden sie hier.

 

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