Frankfurt & Rhein-Main
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ParkingDay in Kassel und Frankfurt

Der Internationale ParkingDay wurde 2005 in San Francisco ins Leben gerufen. Seither wandeln jährlich rund um den dritten Freitag im September weltweit Bürger:innen Parkplätze und Straßenabschnitte in Aufenthaltsräume für Menschen um. Sie machen damit auf die Einbußen von Lebensqualität aufgrund von übertriebenem Autoverkehr in Städten aufmerksam.

ParkingDay in Kassel am Freitag, 19. September 2025 von 11 bis 17 Uhr vor der Friedenskirche, Karl-Marx-Platz

Kommt vorbei! Weitere Infos hier: https://umwelthaus-kassel.de/termine/

 

Der VCD lädt zum ParkingDay in Frankfurt, Samstag, 20. September 2025 von 10 bis 17 Uhr am Schweizer Platz, Ecke Oppenheimer Landstraße

Unsere Stadt wächst. Immer mehr Menschen beanspruchen den öffentlichen Raum. Auch immer mehr Autos werden dort geparkt, dafür seltener genutzt. „Wir wissen aus repräsentativen Verkehrserhebungen, wie der im Mai veröffentlichten Studie „Mobilität in Städten – SrV 2023“, dass die Frankfurterinnen und Frankfurter für ihre Wege in der Stadt überwiegend das Fahrrad, den Öffentlichen Nahverkehr und die eigenen Füße nutzen", so Mathias Biemann, Sprecher des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Rhein-Main. "Das Auto verliert an Bedeutung und steht dennoch weiterhin auf unseren Straßen, Gehwegen und anderen öffentlichen Flächen herum.“

Die Fläche, die ein Auto oft 23 Stunden am Tag belegt – etwa 12 Quadratmeter – ist größer als viele Kinderzimmer. 

Der Nutzen für alle Stadtbewohner:innen wäre groß, würden stattdessen Bäume gepflanzt und Bänke auf einige dieser Parkplätze gestellt werden. Frankfurt ist nach den aktuellsten Veröffentlichungen eine der heißesten Städte Deutschlands und braucht gegen die weiter steigenden Temperaturen besseren Hitzeschutz. Grünflächen helfen die Stadt abzukühlen.

Parkplätze für alternative Nutzungen frei zu machen, ist oft ein umstrittenes Thema. Doch könnten die Frankfurter:innen mithelfen, Platz zu schaffen. Für alle, die ihr Auto nur noch selten benötigen, gibt es im Stadtgebiet gute Alternativen. Neben der kostenlosen Möglichkeit, die eigenen Füße und das Fahrrad für kurze oder wenige Kilometer lange Wege zu nutzen, bieten Bahnen und Busse und die darin erlaubte kostenlose Mitnahme des Fahrrads eine gute Grundlage. Braucht es doch einmal das Auto, ist Carsharing eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, auch kurzfristig eines zu gebrauchen: mit einem großem Fuhrpark für die unterschiedlichen Bedarfe. „War Carsharing vor 30 Jahren, als ich nach Frankfurt zog und kein eigenes Auto mehr benötigte, noch eine komplizierte Angelegenheit, ist es heute in den innenstadtnahen Stadtteilen sehr einfach jederzeit an ein Auto zu kommen“, weiß Biemann aus eigener Erfahrung. In den nächsten Monaten und Jahren sei noch eine deutliche Verbesserung des Angebots zu erwarten. Die Stadt Frankfurt werde es – wie bereits im städtischen Mobilitätsausschuss berichtet – mit der Unterstützung verschiedener Carsharing-Anbieter im gesamten Stadtgebiet ausbauen, in der Innenstadt und endlich auch in den außenliegenden Stadtteilen.

„Alle, die das Auto nicht als einzige Antwort auf ihre Mobilitätsbedürfnisse sehen, sollten den Schritt wagen, das eigene Auto zu verkaufen und auf Carsharing umsteigen. Das schafft Platz für mehr Grün und sichere Bewegung auf Geh- und Radwegen“, appelliert Biemann. Schön sei zudem, dass die ständige Sorge um Inspektionen, Reparaturen und das ganze Drumherum wegfielen. Wer mehr über Carsharing erfahren möchte, der kann beim ParkingDay fachkundige Beratung bekommen, sich über die Arbeit der beteiligten Verkehrs- und Umweltverbände informieren, bei Brettspielen die Zeit vertreiben und den gewonnenen Freiraum in der Stadt für einen Tag genießen.

Der ParkingDay findet in Frankfurt in diesem Jahr am Samstag, 20. September 2025 von 10 bis 17 Uhr am Schweizer Platz, Ecke Oppenheimer Landstraße statt.

Besucher:innen sind eingeladen, Musikinstrumente und Brettspiele mitzubringen, um gemeinsam den Öffentlichen Raum zu bespielen.

Der Internationale ParkingDay wurde 2005 in San Francisco ins Leben gerufen. Seither wandeln jährlich rund um den dritten Freitag im September weltweit Bürger:innen Parkplätze und Straßenabschnitte in Aufenthaltsräume für Menschen um. Sie machen damit auf die Einbußen von Lebensqualität aufgrund von übertriebenem Autoverkehr in Städten aufmerksam.

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