Wetterau & Vogelsberg
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Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) lehnt die aktuelle Beschlussvorlage zum Radschnellweg FRM6 in
Friedberg entschieden ab
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Wetterau/Vogelsberg e.V. hat die jetzt verfügbaren öffentlich ausgelegten Unterlagen zur geplanten Raddirektverbindung „21-26/1528 Raddirektverbindung“ – FRM6 – eingehend geprüft und fordert die Stadtverordneten in Friedberg dazu auf, der aktuellen Beschlussvorlage nicht zuzustimmen.
Der VCD kritisiert, dass die vorliegenden Pläne keinen leistungsfähigen Radschnellweg vorsehen. Dadurch würde die ursprünglich angestrebte Funktion als schnelle und komfortable Pendlerroute für Alltagsradler/innen und Schüler/innen entscheidend verfehlt. Ein echter Radschnellweg muss geringe Steigungen, großzügige Kurvenradien, wenige Kreuzungen mit Wartepflicht und eine konfliktarme Trennung vom Fußverkehr bieten, um attraktive Voraussetzungen für den täglichen Radverkehr zu schaffen.
Der Verband warnt außerdem vor einer zentrumsnahen Streckenführung, da diese für Pendler kaum Nutzen biete, Fahrzeiten verlängere und zusätzliche Gefahrenquellen im Stadtzentrum schaffe. Kaum zu erwarten sei zudem, dass das Stadtzentrum von mehreren Hundert Radfahrern pro Tag tatsächlich profitiere – zusätzliche Verkehrsbelastungen für den lokalen Einzelhandel und den öffentlichen Raum seien zu befürchten.
Besonders kritisch sehen wir die geplante gemeinsame Führung von Fuß- und Radverkehr. Mischflächen bedeuten häufig Konflikte. Sie bremsen Radfahrende auf Schrittgeschwindigkeit aus.
„Klare bauliche Trennung ist unerlässlich, um schwere Unfälle zu vermeiden und die Attraktivität der Strecke zu sichern“, erklärt Christoph Winterberg, Vorsitzender des Kreisverbandes Wetterau/Vogelsberg. Der VCD fordert die Friedberger Stadtverordneten auf, die weitere Planung an den ursprünglichen Zielen auszurichten und die bisherige Vorzugsvariante weiterzuentwickeln, um nachhaltige Mobilität und sichere Radinfrastruktur zu gewährleisten.