Limburg-Weilburg, Bahn & Bus, Pressemitteilung

Ärgernis in Limburg: VCD fordert verbindliche Warteregelung für Anschlusszüge – jetzt handeln!

Bekanntlich wird die rechte Rheinbahnstrecke aktuell generalsaniert. Ersatzweise bildet eine attraktive Nahverkehrsverbindung zwischen Frankfurt und Koblenz die Fahrt mit der RB22 von Frankfurt nach Limburg und von dort weiter mit der RB23 nach Koblenz sowie in Gegenrichtung. Fahrgäste sind damit nur geringfügig länger unterwegs als mit der derzeit nicht verkehrenden RB10.

Ärgerlich ist jedoch, dass angesichts der häufigen Verspätungen viele Fahrgäste ihren Anschluss in Limburg verpassen. Die Umstiegszeit beträgt je nach Fahrtrichtung lediglich vier bis fünf Minuten. Bereits geringe Verspätungen reichen daher aus, um den Anschluss zu verlieren. Hinzu kommt, dass in dieser kurzen Zeit ein Bahnsteigwechsel erforderlich ist.

Wer regelmäßig wegen einer Verspätung von nur zwei oder drei Minuten eine Stunde auf den nächsten Zug warten muss, ist frustriert und verliert das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Bahn. Wir wollen, dass sich mehr Menschen für die Bahn entscheiden und nicht von ihr abwenden. Mit einer verbindlichen Warteregelung ließen sich viele dieser Anschlussverluste vermeiden“, erklärt Jörg Vonnemann vom ökologisch orientierten Verkehrsclub Deutschland, VCD, Regionalgruppe Rhein-Main.

Viele Anschlüsse scheitern nur an wenigen Minuten. Genau hier setzt die Forderung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) in seinem kürzlich herausgegebenen Schwarzbuch an: Eine verbindliche Warteregelung muss her. Die Linien RE20, RB22, RB23 und RB90 sollten bei Verspätungen grundsätzlich bis zu fünf Minuten aufeinander warten. Angesichts der hohen Umsteigerzahlen würde eine solche Regelung für zahlreiche Fahrgäste eine spürbare Verbesserung bedeuten.

Neben der Verbindung Frankfurt-Koblenz besteht ein ähnliches Problem auch für Fahrgäste der RB90 nach Westerburg, Altenkirchen und Siegen. Die planmäßige Umstiegszeit beträgt je nach Richtung nur wenige Minuten, auch wenn nach Westerburg und Siegen am selben Bahnsteig (Gleis 8) umgestiegen werden kann. Die RB90-Züge der eingleisigen Oberwesterwaldbahn erreichen Limburg häufig mit wenigen Minuten Verspätung. Dadurch wird auch der Anschluss nach Frankfurt regelmäßig verpasst und die Fahrgäste müssen häufig bis zu einer Stunde auf den nächsten Zug warten. Um die verbindliche Warteregelung umzusetzen müssten bei Schienenersatzverkehr zwischen Limburg und Westerburg auch die Busfahrer der Ersatzbusse über die verpflichtende Wartezeit informiert werden. Dies beträfe beim aktuellen Ersatzverkehr werktägliche Nachmittagsverbindungen mit 7 Minuten Umstieg.
Auf diese Regelung müssen sich DB InfraGO als Infrastrukturbetreiber, DB Regio, die Hessischen Landesbahn (HLB) und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) verständigen. Über diese verbindliche Warteregelung zugunsten des Pendlerverkehrs hinaus sollte im Einzelfall geprüft werden, ob ein längeres Warten sinnvoll ist. Bislang besteht lediglich die Möglichkeit, über das Zugpersonal einen Anschluss vormerken zu lassen. Dieses Verfahren funktioniert jedoch in den letzten Jahren meist nicht mehr. „Wer einen Anschluss vormerken lässt, muss sich darauf verlassen können, zeitnah eine Rückmeldung zu erhalten ob der Anschluss wartet“, erklärt Philipp Loth vom VCD-Landesvorstand. Fahrgäste erhalten häufig weder über die Apps noch durch das Zugpersonal eine verlässliche Information darüber, ob der Anschlusszug tatsächlich wartet, weil entsprechende Anfragen in den Leitstellen oder Stellwerken oftmals nicht rechtzeitig bearbeitet werden.

Der VCD versteht sich als Botschafter und Sprachrohr für Fahrgäste. Gerne können sich daher Fahrgäste mit ihren Problemen an Philipp Loth und Jörg Vonnemann vom VCD Rhein-Main wenden.

Hier geht es zum VCD Schwarzbuch: https://hessen.vcd.org/startseite/detail/bahn-zustaende-in-hessen

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