Frankfurt & Rhein-Main
Die VGF hat gestern am 02.03.2026, kurz vor der Kommunalwahl, bekanntgegeben, dass der neue Straßenbahntyp T im Sommer 2026 schrittweise in Frankfurt am Main in den Fahrgastbetrieb gehen soll. Im Zwei-Wochen-Takt soll jeweils ein weiteres Fahrzeug hinzukommen.
Als Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßen wir die geplante Wiederinbetriebnahme grundsätzlich. „Dass die Fahrzeuge noch im Sommer in den Fahrgastbetrieb kommen sollen, ist eine gute Nachricht für den Frankfurter Nahverkehr“, erklärt Mathias Biemann, Sprecher der VCD Regionalgruppe Rhein-Main. „Allerdings ist die Ankündigung in vielen Punkten zu vage, es braucht mehr Transparenz.“
So enthält die Pressemitteilung der VGF keine konkreten Angaben zu Art und Umfang der festgestellten Mängel. Ebenso fehlt eine klare Aussage dazu, wer für die aufgetretenen Probleme mitverantwortlich ist, sei es etwa der Hersteller Alstom oder auch die VGF selbst. Auch zur aktuellen Betriebssituation bleiben Fragen offen. Die derzeitigen Fahrplaneinschränkungen im Straßenbahnverkehr werden mit einem Mangel an einsatzfähigen Fahrzeugen begründet. „Wenn nun schrittweise neue Fahrzeuge in Betrieb gehen, muss das Angebot entsprechend wieder ausgeweitet werden“, so Philipp Loth vom VCD Rhein-Main. „Die Fahrgäste erwarten zu Recht eine spürbare Verbesserung.“
Der VCD erinnert daran, dass im Nahverkehrsplan bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 ein neues, verbessertes Straßenbahnkonzept vorgesehen war. Dafür sind neben einer allgemeinen Mehrzahl an Fahrzeugen insbesondere die 40 Meter langen T-Wagen notwendig, deren Auslieferung laut VGF nun kommen soll.
„Wir fordern einen verbindlichen und transparenten Zeitplan – sowohl für allgemeine Verbesserungen im Straßenbahnbetrieb als auch für die im neuen Straßenbahnkonzept vorgesehenen Maßnahmen“, erklärt Mathias Biemann abschließend. „Die Wiederinbetriebnahme ist ein wichtiger Schritt. Doch jetzt braucht es klare Termine, vollständige Transparenz und eine verlässliche Perspektive für den Frankfurter Straßenbahnverkehr.“