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Frankfurt & Rhein-Main

Weniger Parkdruck - Mehr Lebensqualität

Frankfurt am Main, 15.02.2019: Die Stadt Frankfurt am Main beabsichtigt die Parkraumbewirtschaftung auszubauen. Das für Bornheim vorgestellte Konzept sieht verschiedene Bewirtschaftungsformen vor, vom reinen Bewohnerparken über das gemischte, für quartiersfremde Personen kostenpflichtige Parken, bis zum kostenpflichtigen Parken für alle.

„In vielen Städten Europas hat die Bewirtschaftung von Parkraum dazu geführt, dass die Bewohner leichter einen Parkplatz im Quartier finden und Pendler auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Dass Frankfurt die Bewirtschaftung nun endlich ausbauen will, ist sehr zu begrüßen“ findet Mathias Biemann vom Verkehrsclub Deutschland.

Damit die Bewirtschaftung im öffentlichen Raum und bei der Luftqualität Wirkung zeigen kann, muss sie flächendeckend eingeführt werden.

Außerdem ermöglicht dies der Stadt Dauer-Parkflächen in Ladezonen umzuwandeln, die vom Handel und dem Handwerk dringend benötigt werden.

Im Gegensatz dazu ist das kostenlose Kurzzeitparken für Autos ("Brötchentaste") Gift für eine funktionierende Lösung. „Ständige Überschreitungen sind, dort wo es das schon gibt, zu beobachten. Da würde eine ganze Armee von Knöllchenverteilern nicht ausreichen, um dies in den Griff zu bekommen“ gibt Biemann zu bedenken.

„Parkraumbewirtschaftung dient dem Ziel, die Stadt Stück für Stück den Menschen zurück zu geben. Denn parkende Autos brauchen sehr viel Platz, der allen gehört und nicht nur den Autobesitzern“, sagt der VCD-Mann.

Eine so dicht bebaute Stadt wie Frankfurt kann das alte Privileg des kostenlosen Parkens nicht weiter beibehalten.  Frankfurt braucht die Flächen, um der drohenden Überhitzung zu begegnen und die umweltfreundliche Fortbewegung zu Fuß und mit dem Rad zu fördern.

"Das geht nur, wenn mehr sichere Radwege gebaut werden und ein Netz aus Fußwegen geschaffen wird, das schattige Plätze mit Sitzgelegenheiten anbietet, damit alle, besonders auch Kinder und alte Menschen, sicher unterwegs sein können. So etwas wächst nicht auf Bäumen, es entsteht auf Parkplätzen“, ist Biemann überzeugt.

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