Wir brauchen ein dichtes, hessenweit ausgebautes Fuß- und Radwegenetz, auf dem Menschen jeden Alters komfortabel, sicher und barrierefrei unterwegs sein können.
Jeder Mensch muss gute Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur vor der Haustür haben, die das angenehme und schnelle Erreichen aller Ziele sowie das sichere Parken ermöglicht.
Das geltende Straßenverkehrsrecht muss von den Städten und Kommunen überall umgesetzt werden. Deshalb ist das Parken auf Gehwegen, dort wo es zugelassen wurde, auf die Straße zu verlagern, wenn es das Gehen mit Hilfsmitteln wie Rollatoren oder auch mit Kinderwagen einschränkt und der Begegnungsverkehr mit anderen Fußgänger*innen nicht möglich ist.
Gegen das ordnungswidrige Parken auf Geh- und Radwegen muss von den Ordnungskräften der Kommunen und der Polizei konsequenter vorgegangen werden. Radfahren ist mit Abstand zum motorisierten Verkehr zu ermöglichen. Die geltenden Sicherheitsabstände von 1,50 Metern innerorts und 2 Metern außerhalb von Ortschaften sind, wenn nötig, durch die bauliche Trennung der Fahrbahnen von Auto- und Radverkehr durchzusetzen.
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Gießen
Durch die Sperrung der Bahnunterführung Lahnstraße ist die Siedlung Margaretenhütte und der Bereich „Südliche Lahnstraße“ (Kfz-Zulassungsstelle) für mindestens ein Jahr vom Öffentlichen Nahverkehr komplett abgeschnitten.
Gießen, 3.8.2018
Durch die Sperrung der Bahnunterführung Lahnstraße ist die Siedlung Margaretenhütte und der Bereich „Südliche Lahnstraße“ (Kfz-Zulassungsstelle) für mindestens ein Jahr vom Öffentlichen Nahverkehr komplett abgeschnitten. Auf diesen Umstand machte der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland aufmerksam. Die hier normalerweise verkehrende Linie 310 werde während der Bauarbeiten über die Klinikstraße und die Frankfurter Straße umgeleitet, die Haltestellen Margaretenhütte und Bachweg entfielen ersatzlos.
Die Bewohner der Margaretenhütte müssten zusätzliche 700 Meter Fußweg bis zur Haltestelle Parkhaus am Bahnhof zurücklegen, Beschäftigte und Besucher der südlichen Lahnstraße wären völlig abgehängt. Der Fußweg zur nächsten Haltestelle betrage 1,7 Kilometer, da auch der Weg zur Haltestelle Bernhardtstraße der Linie 1 unterbrochen sei.
Auf diese Umstände habe der VCD bereits im vergangenen November in seiner Stellungnahme zur Baumaßnahme aufmerksam gemacht und ein Ersatzkonzept von der Stadt eingefordert. Geplant worden sei aber in einem Dreivierteljahr gar nichts. Die Stadt Gießen komme während der Sperrung den Vorgaben ihres Nahverkehrsplans nicht nach und benachteilige die Busnutzer.
VCD Vorstandsmitglied Patrik Jacob forderte, dass die Linie 310 zumindest wieder die Haltestelle Margaretenhütte bediene und eine gute Lösung für die Schülerbeförderung gefunden werde. Für die südliche Lahnstraße sei ein Angebot schwieriger herzustellen. Hier könne auch über Linien- oder Anruf-Sammeltaxen nachgedacht werden.
Wenn die Stadt Gießen die Luftbelastung reduzieren wolle, dürfe sie nicht ganze Gebiete vom ÖPNV abschneiden. Zudem sei es auch sozialpolitisch fragwürdig, die Margaretenhütte noch schlechter anzubinden als ohnehin.