Wir brauchen ein dichtes, hessenweit ausgebautes Fuß- und Radwegenetz, auf dem Menschen jeden Alters kom­fortabel, sicher und barrierefrei unterwegs sein können.

Jeder Mensch muss gute Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur vor der Haustür haben, die das angenehme und schnelle Erreichen aller Ziele sowie das sichere Parken ermöglicht.

Das geltende Straßenverkehrsrecht muss von den Städten und Kommunen überall umgesetzt werden. Deshalb ist das Parken auf Gehwegen, dort wo es zugelassen wurde, auf die Straße zu verlagern, wenn es das Gehen mit Hilfsmitteln wie Rollatoren oder auch mit Kinderwagen einschränkt und der Begegnungsverkehr mit anderen Fußgänger*innen nicht möglich ist.

Gegen das ordnungswidrige Parken auf Geh- und Radwegen muss von den Ordnungskräften der Kommunen und der Polizei konsequenter vorgegangen werden. Radfahren ist mit Abstand zum motorisierten Verkehr zu ermöglichen. Die geltenden Sicherheitsabstände von 1,50 Metern innerorts und 2 Metern außerhalb von Ortschaften sind, wenn nötig, durch die bauliche Trennung der Fahrbahnen von Auto- und Radverkehr durchzusetzen.

VCD-News zum Thema

Fuß & Fahrrad, Pressemitteilung
Landesverband Hessen

Mit Sicherheit für Fußgänger

Mit Sicherheit für Fußgänger

 

Frankfurt, 16.10.2019. Auf der Verkehrsministerkonferenz in Frankfurt am Main haben die Länderminister in der vergangenen Woche von Bundesverkehrsminister Scheuer die Stärkung des Fußverkehrs gefordert. „Was im Bund noch Zeit brauchen wird, könnte in Frankfurt deutlich schneller gehen“, findet Mathias Biemann vom Verkehrsclub Deutschland. Eine gute Chance sieht er durch die Beschlüsse der Stadt zum Radentscheid.

Wenn in den nächsten Jahren die Strukturen für den Radverkehr an vielen Stellen in der Stadt verbessert werden, ist das der richtige Zeitpunkt, dort auch die Gefahrenstellen für Fußgänger zu entschärfen und ihnen mehr Raum und mehr Sicherheit zu geben, fordert er.
Und auch ohne eine besondere Initiative des Bundes wäre es möglich das Gehwegparken, dort wo es die Bürgersteige zu stark verengt, aufzuheben und Straßenecken so zu verändern, dass sie nicht mehr zugeparkt werden können.

Weitere strukturelle Verbesserungen, die der großen Bedeutung der Fußgänger im städtischen Verkehr Rechnung tragen, könnten in ein Gesamt-Verkehrskonzept einfließen. Bis dahin wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch der VCD-Mann hofft, dass Bund und Länder diese Zeit nutzen werden, um den Forderungen der Verkehrsministerkonferenz Taten folgen zu lassen.


Für Rückfragen:
Mathias Biemann
M.: 0178 1949560?
VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.
Regionalgruppe Rhein-Main

Heiko Nickel
M.: 0151 2015 3300
Politischer Geschäftsführer
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Hessen e.V.

zurück