Wir brauchen ein dichtes, hessenweit ausgebautes Fuß- und Radwegenetz, auf dem Menschen jeden Alters kom­fortabel, sicher und barrierefrei unterwegs sein können.

Jeder Mensch muss gute Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur vor der Haustür haben, die das angenehme und schnelle Erreichen aller Ziele sowie das sichere Parken ermöglicht.

Das geltende Straßenverkehrsrecht muss von den Städten und Kommunen überall umgesetzt werden. Deshalb ist das Parken auf Gehwegen, dort wo es zugelassen wurde, auf die Straße zu verlagern, wenn es das Gehen mit Hilfsmitteln wie Rollatoren oder auch mit Kinderwagen einschränkt und der Begegnungsverkehr mit anderen Fußgänger*innen nicht möglich ist.

Gegen das ordnungswidrige Parken auf Geh- und Radwegen muss von den Ordnungskräften der Kommunen und der Polizei konsequenter vorgegangen werden. Radfahren ist mit Abstand zum motorisierten Verkehr zu ermöglichen. Die geltenden Sicherheitsabstände von 1,50 Metern innerorts und 2 Metern außerhalb von Ortschaften sind, wenn nötig, durch die bauliche Trennung der Fahrbahnen von Auto- und Radverkehr durchzusetzen.

VCD-News zum Thema

Gießen, Fuß & Fahrrad, Lebenswerte Städte, Verkehrssicherheit, Verkehrspolitik, Pressemitteilung
Gießen

VCD begrüßt Verkehrsversuch Anlagenring

Der Kreisverband Gießen des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland - VCD begrüßt ausdrücklich den Verkehrsversuch zur Einrichtung einer Fahrradstraße auf dem Anlagenring in Gießen als Meilenstein der Verkehrswende und damit auch des Kampfes gegen den Klimawandel.

Ohne eine erhebliche Verlagerung des Verkehrs weg vom Auto auf die umweltfreundlicheren Verkehrsarten sei das Ziel, Gießen bis 2035 klimaneutral zu machen, nicht zu errreichen. Der VCD-Kreisvorstand ruft "angesichts erheblichen Widerstands" gegen das Projekt dazu auf "nun alle Kräfte zu bündeln, damit der Verkehrsversuch ein Erfolg wird." Dazu gehöre auch, "den Bedarf durch massenhafte Nutzung des Anlagenrings mit dem Fahrrad deutlich zu machen."

Juristische Probleme und Schwierigkeiten in der Umstellungsphase seien nicht ungewöhnlich und sollten "uns nicht davon abbringen, dieses Projekt zu unterstützen." Jenseits der ganzen echten, aber leider auch politisch inszenierten Aufregung um den Verkehrsversuch könne der VCD-Vorstand aus "Besprechungen im Rathaus berichten, wie ernsthaft und engagiert die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Ämter gemeinsam hieran arbeiten." Ihnen, aber auch der Verkehrswendeinitiative Gießen, die die Planung angestoßen, in Grundzügen entworfen und mit ihrem Einsatz vorangetrieben habe, gelte die Unterstützung des VCD, so der VCD-Vorstand in seiner Pressemitteilung, in der er auch den Aufruf der Verkehrswendeinitiative zur Teilnahme an der montäglichen Critical Mass  - einer Radrundfahrt auf dem Anlagenring - teilt, die vor dem Hintergrund des anhaltenden Widerstands gegen den Verkehrsversuch bis auf Weiteresjeden Montag um 18 Uhr stattfindet. Startpunkt: Berliner Platz. 

Der VCD schließt seine Erklärung mit dem Motto: Kein effektiver Klimaschutz ohne Verkehrswende! Die Zeit der autogerechten Stadt der Nachkriegszeit ist auch in Gießen definitiv vorbei.

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