Wir brauchen ein dichtes, hessenweit ausgebautes Fuß- und Radwegenetz, auf dem Menschen jeden Alters komfortabel, sicher und barrierefrei unterwegs sein können.
Jeder Mensch muss gute Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur vor der Haustür haben, die das angenehme und schnelle Erreichen aller Ziele sowie das sichere Parken ermöglicht.
Das geltende Straßenverkehrsrecht muss von den Städten und Kommunen überall umgesetzt werden. Deshalb ist das Parken auf Gehwegen, dort wo es zugelassen wurde, auf die Straße zu verlagern, wenn es das Gehen mit Hilfsmitteln wie Rollatoren oder auch mit Kinderwagen einschränkt und der Begegnungsverkehr mit anderen Fußgänger*innen nicht möglich ist.
Gegen das ordnungswidrige Parken auf Geh- und Radwegen muss von den Ordnungskräften der Kommunen und der Polizei konsequenter vorgegangen werden. Radfahren ist mit Abstand zum motorisierten Verkehr zu ermöglichen. Die geltenden Sicherheitsabstände von 1,50 Metern innerorts und 2 Metern außerhalb von Ortschaften sind, wenn nötig, durch die bauliche Trennung der Fahrbahnen von Auto- und Radverkehr durchzusetzen.
Fuß & Fahrrad,
Lebenswerte Städte
Frankfurt & Rhein-Main
Der Radentscheid hat nach den ersten Treffen in der „Akademie für interdisziplinäre Prozesse (AFIP)“, im „Stadtteilbüro Senefelder-Quartier“ und coronabedingt im Onlineformat mit Videokonferenzen Fahrt aufgenommen. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger bekennen sich in der Stadt dazu, einen Beitrag zu leisten, gemeinsam die Lebensqualität und das Klima in der Stadt zu verbessern.
Die Initiative Radentscheid sammelt dafür unterschiedliche Meinungen, um einen Bürgerentscheid - ähnlich wie andernorts - vorzubereiten und durchzuführen: www.radentscheid-offenbach.de.
Nach Auffassung der Diskussionsteilnehmer*innen soll damit erreicht werden, dass in Offenbach Rahmenbedingungen hergestellt werden, um mehr Verkehrsteilnehmer*innen zum Umsteigen auf das Fahrrad und den ÖPNV zu ermutigen. Das heißt, „es soll wieder Lust machen, angstfrei stärker das Rad für Freizeit und Beruf zu nutzen“. Doch dafür „müssen“, so die Organisatoren, „die Voraussetzungen stimmen“. Als Beispiele werden von ihnen der Ausbau sicherer Radwege, eine stadtweit ausreichende Zahl an Abstellplätzen für Fahrräder sowie die Berücksichtigung von zu förderndem Radverkehr bei allen privaten und öffentlichen Bautätigkeiten in den Bereichen Wohnen und Gewerbe genannt.
Damit die Ziele der ersten Überlegungen umgesetzt werden, wird im Moment von der „Initiative Radentscheid“ transparent mit einer „Mängelmelder-Plattform“ Bilanz gezogen, wo Versäumnisse der örtlichen Verkehrspolitiker und Stadtplaner liegen und wo es im Straßenraum Verbesserungsbedarfe gibt. Die bisherigen Diskussionen sollen in einen Forderungskatalog der Offenbacher münden, der mit ausreichend gesammelten Unterschriften in einem von der städtischen Verwaltung zu erarbeitenden Mobilitätskonzept zu berücksichtigen ist. Die in ihm festgelegten Leitlinien wären dann rechtlich bindend und zukünftig bei allen kommunalen Infrastrukturmaßnahmen umzusetzen.
Ermutigt werden die Initiatoren von im Moment 34 in ganz Deutschland durchgeführten Radentscheiden. Jetzt ist also überparteiliches Engagement von Offenbacher*innen für die Entwicklung des Forderungskatalogs, die Durchführung von unterschiedlichen Aktionen und das Sammeln von Unterschriften gefordert. Alle Interessierten können sich unter folgender E-Mail-Adresse melden: mitmachen@
radentscheid-offenbach.de.
Twitter: @radentscheidOF
Facebook: https://www.facebook.com/RadentscheidOffenbach/
Website: www.radentscheid-offenbach.de